Mein Chef bezahlt mich nicht

LordExtreme

Lt. Commander
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Okt. 2006
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1.452
Hallo ich habe ein kleines "Problem"

Ich arbeite in einer Abriss Firma seit ca. 6-7 Monate.

Das Geld kam nicht immer Pünktlich aber es kam, auch nicht gleich immer komplett.

Jetzt habe ich das Problem das er mich nicht bezahlt,

Ich habe ein Vertrag auf 400 € Basic.

denn letzten Monat hat er mich nicht bezahlt. (September)

Was kann ich machen?

Ich habe Überlegt ein Einschreiben zuschicken mit Rückschein, heißt das ich eine Meldung bekomme das der Brief angekommen ist.

Aber was soll ich im Brief genau reinschreiben?

wenn er darauf nicht reagiert was kann/soll ich dann machen?
 
Naja...vllt. hat ja eure Firma gerade irgendwelche Zahlungsschwierigkeiten!

An deiner Stelle würde ich einfach mal deinen Chef fragen, was da los ist und wie lange er noch denkt, bis wann das Geld kommt! :)
 
die antworten heissen immer Nächste woche ist es da, das hat er mir schon ca 800000 mal gesagt, oder das geld ist schon unterwegs oder "hab ich vergessen" der geilste Satz überhaupt :freak:
 
Ärmel hochkrempeln und zur Not mit nem Anwalt für Arbeitsrecht in Verbindung setzen.

1) Ausstehenden Lohn schriftlich beim AG geltend machen
2) für geltend gemachten Lohn Zahlungsfrist setzen
3) bei Nichtzahlung - Lohnklage beim Arbeitsgericht (Kostenauslage brauchst dir keine Sorgen machen, denn du bist unumstritten im Recht, wenn du 1 und 2 beachtest)
4) sollte Frist nicht eingehalten werden, kannst du ohne Konsequenzen deine Leistung ggü. deinem Arbeitgeber einschränken oder einstellen: "Zurückbehaltungsrecht" (Kündigung wegen Nichterscheinen oder Arbeitsverweigerung nicht wirksam) -> musst aber, am besten wieder schriftlich, Gründe für die Einstellung der Arbeit nennen.
 
AG = Arbeitgeber

edit: Ups, da war jemand schneller als ich
 
:D:D Vielen Dank für die Vielen und schnellen Antworten


Was genau passiert denn bei Schritt 3.

Bin 19 Jahre als und habe so mit Rechten und Klagen nciht wirklich anhung und barbara salesch gucke ich auch nicht :)
 
ich glaube wie NIZ dir das schon sagte .. solltest du es auch machen.
denn sofern er pleite geht - oder schon ist - ist das sicherlich von vorteil
wenn es um die insolvenz verwaltung gehen sollte.

und nebenbei .. weiß nicht wie es aktuell ist .. aber früher wurden nur bis zu 3 monatsgehälter durch die insolvenzstelle abgesichtert.
soll heißen .. sei nicht zu größzügig .. länger als die zweite ausstehende zahlung solltest auf keinen fall arbeiten gehen ;-)
 
fakten werden eingesehen (welches gehalt wann zu zaheln war usw.) und demnach der chef zur lohnszahlun in einem zeitlichen rahmen "gebeten". Sollte das nichts bringen, werden weitere schritte fällig.

Jedoch wird das wohl schon reichen ....

hört sich aber nicht gut an,w enn chef nicht zahlen kann.... wirtschaftlich gesehen meine ich .
 
So ist es auch heute noch, sofern du schnell genug bist und den Antrag auf Involvenzausfallgeld frühzeitig stellst. 1 und 2 kannst du selbst schriftlich machen. Hast ja auch damals Bewerbungen geschrieben: Namen, Art des Arbeitsverhältnisses, aktuelles Datum, Summen, was du von ihm willst und warum, sowie die Frist; unterschrieben am besten in die Hand drücken und ne Kopie quittieren lassen. Sag du musst das machen - bleibt dir keine andere Wahl, weil ohne Geld lässt sichs schwer leben. Er wirds verstehen (müssen) und sehen, dass das so nicht geht.

Sollte die Frist näher rücken und es ist immernoch keine Kohle gewandert, schau in die Gelben Seiten nach nem Rechtsanwalt für Arbeitsrecht... so weit wird es aber hoffentlich nicht kommen (ich hab das vor 8 Jahren mitmachen müssen - und hab heute immernoch nur nen pfändbaren Titel und mein Ex-Chef machts sich irgendwo im Ausland toll).
 
Master_of_SKT schrieb:
und barbara salesch gucke ich auch nicht :)
Das ist auch besser so, keine Sorge ;)

Den entgangenen Lohn wirst du notfalls einklagen können, das sollte nicht das Problem sein. Aber nach deiner Beschriebung sind das schon ziemlich düstere Wolken am Horizont: Es passiert eher selten - doch auch das kommt vor - dass aus bloßen Kalkül unpünktlich bezahlt wird. Viel wahrscheinlicher als Ursache ist, dass dein Chef in größeren finanziellen Schwierigkeiten steckt und die Löhne eventuell wirklich nicht pünktlich bestreiten kann.

Ich weiß nicht, wie die Gegebenheiten bei euch sind - ob man mit dem Chef reden kann, wie die Arbeitsverträge gestaltet sind o.Ä.. Ich würde aber prinzipiell eine AUssprache mit dem Arbeitgeber suchen: mach' ihm unmissverständlich klar, dass du dir das nicht gefallen lässt und versuch' rauszufinden, warum die Zahlungen verspätet bzw. gar nicht kamen. Wenn er tatsächlich in größeren Schwierigkeiten stecken sollte, solltest du überlegen, nach einem neuen Arbeitgeber zu suchen. Aus den Kündigungsfristen kommst du eventuell raus da dein Chef ja genau genommen den Arbeitsvertrag schon missachtet haben dürfte durch die unstetige Lohnzahlung - hier könnten dich Gewerkschaften o.ä. wahrscheinlich besser ebraten als wir.

Es ist sicher nicht einfach in der Branche bei den derzeitigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, etwas anderes zu finden, aber wenn der AG in Insolvenz geht, brennt es erst recht und auch wenn die Löhne abgesichert sind wird sich die Auszahlung sicher erst mal weiter verzögern.

Egal, warum die Zahlungen nun konkret ausblieben - mein Vertrauen in den AG wäre verspielt. Einfach kündigen hilft niemandem, aber auf mittelfristige Sicht wäre ein neuer Arbeitgeber wahrscheinlich die sicherste Lösung. Aber hierzu können dich BErufsverbände / Gewerkschaften wahrscheinlich besser beraten als dieses Forum.
 
@H€553: ist die Frist nicht eher 10 Tage bzw. 10 Werktage? Weil bei 7 Tagen kann man nicht wirklich schnell reagieren. Und 10 Tage sind wirklich mehr als angemessen.


@Master_of_SKT: Wenn den Chef solch doofe Ausreden auf Lager hat, würde ich schleunigst mir nen anderen AG suchen. Denn Ehrlichkeit muß nicht nur der Arbeitnehmer haben sonder auch der Arbeitgeber.
 
Bei der Summe, um die es geht, wäre ich mit einem Anwalt aber auch erstmal vorsichtig - ausser du hast eine Rechtsschutzversicherung.
Ich habe letztens 120.- Euro für eine kurze Rechtsberatung bezahlt...

An deiner Stelle würde ich erstmal beim Arbeitsgericht vorbei schauen und die Sachlage prüfen lassen. Dann kannst du immer noch entscheiden, ob du Klage einreichst.
 
rechtsschutz ist eine gute sache denke ich.
ich glaube man diese auchbedingt rückwirkend abschließen (bis zu 2 monate).
sofern man dies beim antrag angibt. kostet glaub eine kleine gebühr mehr - aber könnte sich im zweifel lohnen.

gibt es eigentlich keine staatlichen anlaufstellen für solche geschichten ?
 
Sowas ist ohnehin immer ein schlechtes Zeichen, nicht selten dauert es nicht lange und die Firma ist bankrott. Ich würde mich an deiner Stelle schonmal um einen neuen Arbeitgeber umschaun.
 
nein, kann man nicht.
ein rs fall, der kausal im zusammenhang mit einem in der vergangenheit liegenden Ereignis steht, kann NICHT mitversichert werden.

Für alle weiteren Versicherungsfragen gerne ne PM an mich, helfe gern aus. Ist mein Beruf !

mfg
 
Zuletzt bearbeitet:
Tyr43l schrieb:
nein, kann man nicht.
ein rs fall, der kausal im zusammenhang mit einem in der vergangenheit liegenden Ereignis steht, kann NICHT mitversichert werden.

Für alle weiteren Versicherungsfragen gerne ne PM an mich, helfe gern aus. Ist mein Beruf !

mfg

würde mich intressieren. gesetzlich so festgelegt ?
ist das grundsätzlich so ?
denn ein bekannter hat dies laut seiner aussage mal so gemacht.
leider fällt mir der RS anbieter nicht mehr ein.
und er konnte das rückwirkend mit abdecken - musste halt einen gewissen betrag draufzahlen und war nur für glaube 2 monate rückwirkend möglich. weiteres details .. suche ich noch im gedächtnis =)

und btw .. ich schreib dir ma ne PM .. suche eine gute RS für den fall der fälle
 
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