News Meltdown/Spectre: Fragen zum Aktienverkauf und eine neue Security-Group

Er wiederholte dabei die bereits getätigten Aussagen zu den Anpassungen von 90 Prozent der betroffenen Intel-Systeme in der kommenden Woche, dem Rest Ende Januar.

Tut mir leid, aber mit einer so ungenauen Angabe kann man als Betroffene nicht wirklich viel anfangen.

Erstens handelt es sich nicht um 90% der betroffenen Systeme, sondern um 95% der betroffenen Systeme mit einem Launch nicht älter als 5 Jahre, so jedenfalls Intels offizielle Aussage dazu!

Außerdem fehlen genaue Angaben zu "dem Rest" denn es handelt sich um Systeme der letzten 20 Jahre von denen sicherlich noch genügend in Betrieb sind, welche bis zu 10 Jahre im Dienst sind.

Ich würde mich sehr freuen, würde es dazu eine Anpassung der news und genauere Infos dazu geben, was Intel als "den Rest" bezeichnet.
 
Leli196 schrieb:
Besagt das Gesetz gegen Insiderhandel nicht genau das und hat er sich bei tatsächlicher Kenntnis nicht strafbar gemacht? Ich denke schon, kann mich aber irren.

Er hat seinen Verkauf einen Monat vorher bei zuständigen Stellen angekündigt was legal ausreicht um Insidertrading auszuschließen.
Jedoch wurde der Bug 7 Monate nicht veröffentlicht. Und der Verkauf fand passenderweise bevor die Öffentlichkeit über das Problem informiert wurde.

Das ist eine Gesetzeslücke, da das das Gesetz 'resposible disclosure' nicht berücksichtigt.
 
Ja und sie sind sehr fehlerhaft leider deswegen wieder gelöscht.
 
frankx82 schrieb:
40 Mio .... wenn er am ende 20 übrig hat und die Intel Aktie nur noch 50% von dem jetzigen Wert dann passt das doch.
Ich nehme an das dicke ende kommt noch.
Game Over = Bugs lassen sich nicht beheben.
Verschrotten und neu kaufen.

Eigentlich unnötig das noch zu analysieren.Sicherheitslücken sind gewollt meiner Meinung nach.Intel wird darüber schon sehr lange Zeit gewusst haben und bei AMD sehe ich das ähnlich.Der Computer wird irgendwann noch der Untergang der Menschheit sein.Das haben Jugendliche schon vor über 30 Jahren geahnt als die Homecomputer in die Wohnzimmer Einzug fanden.

Holt schrieb:
Bugs und Sicherheitslücken sind nicht immer das Gleiche und die Fixes für Meltdown sind doch schon fast fertig und teils veröffentlicht.

Ach wirklich, sie sind nicht immer das gleiche ? Was für ein schlaues Kerlchen du doch bist ;)
Man muss sich nur noch fragen, was nach Meltdown und Spectre kommt.Aber unsere verdummte Gesellschaft hinterfragt sich doch nichts mehr wirklich, wenns um Technik geht.Hauptsache ist das sie funktioniert.Sicherheit ? Fehlanzeige.Wozu noch Anti Virus Security Suiten kaufen, wenn sie eh nichts nützen.Hier versagt die Hardware seit über 20 Jahren, da wird keine noch so tolle Sicherheitspolitik von Intel was bringen.Auch bei neuen CPUs werden nach Jahren neue Skandale aufgedeckt werden.

Manchmal frage ich mich, ob unsere Eltern bzw Großeltern nicht doch ein besseres Leben trotz Krieg und Nachkriegszeit gehabt haben.Da hat man sich mit ganz anderen Problemen herumschlagen müssen, aber man war wenigstens nicht gläserner Bürger.
 
Zuletzt bearbeitet:
Schlechter kann man als Vorbild wohl kaum als Führungsperson handeln. Wiedermal so ein mieses Manager-Verhalten statt sich für sein Unternehmen einzusetzen. Dem Kerl würde es trotzdem besser gehen als Millionen Millionäre, wenn er seine Aktien halten würde. Die Gier ist unerträglich. AMD macht im Moment den deutlich besseren Job. Ich hoffe es hilft AMD als ausgleichende Gerechtigkeit.
 
Zuletzt bearbeitet:
Sgt.Slaughter schrieb:
Manchmal frage ich mich, ob unsere Eltern bzw Großeltern nicht doch ein besseres Leben trotz Krieg und Nachkriegszeit gehabt haben.Da hat man sich mit ganz anderen Problemen herumschlagen müssen, aber man war wenigstens nicht gläserner Bürger.

Darf ich dein Haus wegbomben und verhindern dass du an Lebensmittel kommst? Dann kannste deine Nachkriegsnostalgie in vollen Zügen genießen :rolleyes: Ich nehm dir auch Smartphone, PC und Co weg, wegen der Gläsernheit.

Mal Butter bei die Fische - nichts zwingt dich einen PC zu nutzen.

Wozu noch Anti Virus Security Suiten kaufen, wenn sie eh nichts nützen.

Gut Frage. Ich finde keinen Grund, deshalb reicht mir der Win Defender und meine Firewalls.
 
Er hat seinen Verkauf einen Monat vorher bei zuständigen Stellen angekündigt was legal ausreicht um Insidertrading auszuschließen.
Jedoch wurde der Bug 7 Monate nicht veröffentlicht. Und der Verkauf fand passenderweise bevor die Öffentlichkeit über das Problem informiert wurde.

So siehts aus. Er wusste ja dass die Lücke erst danach bekannt wird hat also zum für ihn frühestmöglichen Zeitpunkt verkauft. Er hat die Regelung einfach mal sauber ausgenutzt, nur wird man ihn nicht dafür belangen können. Moralisch steht die Sache auf einem anderen Blatt wobei Intel und Moral einfach nicht zusammenpassen.
 
hätte der Verkauf danach stattgefunden (also jetzt) wäre das Ergebnis quasi dasselbe und höher als wenn er zb unmittelbar nach Information über den Bug verkauft hätte.
 
Leli196 schrieb:
Ja, natürlich - sonst ist es ja eben Insiderhandel und genau das besagen für gewöhnlich die Gesetze gegen Insiderhandel: Stillhalten in Bezug auf das Finanzprodukt bis die Nachricht öffentlich bekannt wird.

Das ist doch Humbug. Da geht es nur um Nachrichten, die die Finanzen des Unternehmens betreffen, wie z.B. Gewinnwarnungen etc. Und da ist überhaupt nichts passiert.
 
HR-Chef für technische Sicherheit? Klingt für mich eher nach einer Abteilung für interne Hexenjagd, um Opfer für einen öffentlichen Scheiterhaufen zu finden. Die gesamte Produktlinie ist seit Jahrzehnten kompromitiert? Oh ja, hier der kleine Ingenieur und sein Praktikant sind schuld...
 
Wenn ich lese
Neue Gruppe namens „Intel Product Assurance and Security“, geführt von der bisherigen Chefin der Sparte Human Resources (HR), Leslie S. Culbertson. Zitat Brian Krzanich: "...to achieve the highest standards of excellences. Simply put, I want to ensure we continue to respond appropriately, diligently, and with a customer-first attitude."
kommt mir die Galle hoch und meine gute Laune ist hin. Das ist übelster Management-Slang der Sorte "Warme Luft neu gerührt". Die bisherige Chefin von HR ist dafür sicher eine geeignete Person, zeichnet sich doch weltweit keine andere Branche als HR dadurch aus, dass sie sich an den eigenen Schwurbeleien begeistert und mit Schwachsinn à la "customer first" dem durch die Fehler der eigenen Firma entfachten Gegenwind entgegen tritt. Dabei funktioniert solche PR nach den gleichen kommunikativen Gesetzen wie eine esoterische Sekte.
Jede Wette, dass Intel demnächst in seiner Kommunikation "think positive", "positive responsiveness" oder "customer-added value" und weitere derartige Sprechblasen unterbringen wird.
 
Ist das geil. Die HR-Chefin als künftige Leiterin des Sicherheits- und Qualitätswesens. Klingt für mich mehr nach einer Arbeits-Beschaffungsmaßnahme für ungeliebte Mitarbeiter. Oder genau das Gegenteil: Profit aus der Misere schlagen. Die neuen Posten sind deutlich besser dotiert. Deswegen wechseln auch noch weitere "hochrangige Manager" in das neue Ressort.
Wie dem auch sei: Das ganze stinkt bis zum Himmel. Allein deswegen wird es für mich immer wahrscheinlicher, bei der nächsten CPU seit langem mal wieder (wenn auch aus trotz) zu AMD zu wechseln.
 
Sorry kenne die rechtlichen Grundlagen in den USA nicht. Kann mir aber nicht vorstellen, dass die so anders sind als in DE/EU, denn wir haben große Teile des Aktienrechts übernommen.

"Insiderhandel bedeutet die Verwendung von Insiderinformationen für Börsengeschäfte und ist ein Begriff des Finanzmarkts, speziell des Aktienmarkts." Quelle Wiki.

Danach wäre in Deutschland zu belangen. Es wäre auch Quatsch zu glauben nur weil er einen Monat früher den automatischen Deal terminiert hat, dass er deswegen keinen Insiderhandel betrieben hat. Denn er wusste schon 6 Monate lang über diese kritische Information Bescheid, und dass diese Auswirkungen auf den Aktienkurs haben würde ist jedem klar (wobei sie recht klein blieb wie ich finde - das könnte für Ihn daher noch glimpflich ausgehen).

Jetzt im ernst, ausgerechnet in dem Kapitalistischen Land schlecht hin, sollte er dafür nicht belangbar sein? Das glaube ich nicht. Jeder reguläre Aktionär wäre in den A... gekniffen wenn das so wäre. Und in den USA, wenn es ums Geld geht hört der Spaß auf...

Das einzige was Ihn eventuell rettet, der "potentielle" Schaden ist eventuell zu klein als das sich das für Anwälte und Co rentieren könnte. Von seinen nicht mal 40 Mille und dem 5% Rutsch nach der Veröffentlichung der Probleme reden wir mal gerade von 2 Mille "Schaden". Könnte er ja aus der Portokasse nun zahlen...
 
Viel interessanter ist doch die rechtliche Frage, ob ein Hersteller wissentlich ein unsicheres Produkt auf den Markt bringen darf, ohne dieses entsprechend zu kommunizieren.

e.g. Coffe Lake oder Skylake X

(Intel wurde im Juni ueber die Sicherheitsluecke unterrichtet)
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Ende Oktober 2017 war der Aktienkurs auf dem höchsten Niveau seit 15 Jahren.
Einen besseren Zeitpunkt zum Verkauf von Aktien gab es also nicht.
Ende November war der Kurs etwas gesunken, aber das ist das Risiko, wenn man im Vorhinein einen Verkauf ankündigt.

Die Verkäufe von Aktien durch den Firmenvorstand gelten schon lange als einer der besten Indizes für den weiteren Kursverlauf des jeweiligen Unternehmens.

Meltdown/Spectre sind Sicherheitsprobleme, die seit Jahrzehnten auf allen modernen Prozessoren existieren.
Ihre Behebung wird jetzt angegangen, den Nachrichten nach auf Betreiben von Google und den dahinterstehenden Kräften.
Intel hat sich dem Betreiben angeschlossen, wie auch die anderen Hardwarehersteller und Betriebssystemhersteller.

Mithin wird mit Intel/Krzanich nur eine Mediensau durch das globale Dorf getrieben.
Als Termin bot sich die 1. Januarwoche geradezu an, denn diese ist praktisch nachrichtenlos.
 
Hmm...

Was würden wohl Aktienhalter/Bitcoinbesitzer hier im Forum machen,
wenn Sie eine Information besäßen, die wohl annehmen lässt das der Kurs ihrer Wertanlagen in baldiger Zukunft um 5, 10 oder XY % gemindert wird?:king:

Er ist auch nur ein Mensch und der Verkauf war lange geplant!

Das er sich dank seiner Informationen eventuell entschieden hat z.B. statt 20 Mio -> 40 Mio zu verkaufen,
ich kann ihm das nicht übel nehmen.
 
Hotstepper schrieb:
Viel interessanter ist doch die rechtliche Frage, ob ein Hersteller wissentlich ein unsicheres Produkt auf den Markt bringen darf

Und wie ist das mit Spectre und AMD? Gilt das für die nicht?
 
kisser schrieb:
Und wie ist das mit Spectre und AMD? Gilt das für die nicht?

Sind Ryzen nicht schon im Maerz letzten Jahres in den Verkauf gegangen? Ist AMD ueberhaupt in dem Ausmass betroffen wie Intel?

Aber klar, diese Fakten mit einbezogen waere das ebenfalls interessant.

Ohne Jurist zu sein wuerde ich behaupten AMD steht erheblich besser da.
 
Bis Ende Januar sollen alle CPU's gefixt sein :freak:
Irgendwie habe ich dass Gefühl, dass das nicht stimmt!

6 Monate von einem sehr schweren Bug wissen. Und dann behaupten, dass Sicherheit für sie an 1ster Stelle steht :confused_alt:
Haben die noch alle Tassen im Schrank :volllol:
 
Zurück
Oben