Ehrlich gesagt war das längst überfällig. Die Spiele der letzten Jahre haben in vielen Fällen einfach nicht das geliefert, was sich die Fans gewünscht haben, und genau das schlägt sich jetzt in den Zahlen nieder. Angebot und Nachfrage, ganz simpel. Wenn ein Großteil der Spieler ein Produkt nicht kauft, dann ist das eine klare Ansage, und genau das sehen wir gerade.
Mein Eindruck ist, dass viele Studios den Fokus verloren haben. Statt mutiger, kreativer Spiele kam zu oft die Botschaft vor dem eigentlichen Spielspaß, und je mehr man sich darin verrennt, desto weniger traut man sich, wirklich Neues zu wagen. Am Ende leidet die Vielfalt, weil alles in dieselbe Richtung läuft.
Trotzdem sehe ich die aktuelle Entwicklung positiv. Vielleicht ist das genau der Weckruf, den die Branche gebraucht hat. Wenn am Ende wieder das Spiel selbst im Mittelpunkt steht, also Story, Gameplay und Leidenschaft, dann kann für alle etwas Gutes dabei herauskommen. Ich hoffe einfach, dass die Industrie daraus lernt und sich wieder auf das besinnt, was die Leute wirklich begeistert.