Seit dem ich angefangen Wasserkühlungen zu nutzen ist Pumpenentkopplung ein immer größeres Thema für mich geworden, vor allem da es praktisch keine Innovation in dem Markt gibt. Mit jedem Update zu meiner Wasserkühlung versuche ich meine Pumpenentkopplung zu verbessern und so war es jetzt mal wieder an der Zeit eine neue Halterung zu designen.
Hintergrund
Nachdem ich der Schwamm zur Blasenunterdrückung in meiner EK Pumpe aufgelöst hat und mein System verstopft hat, war es endgültig an der Zeit den EK Schrott aus meinem System zu schmeisen und auf die kompakte Barrow SPD10-T um zu steigen.
Ich habe die Pumpe genommen, weil sie relativ klein ist und mit 10w wenig genug verbraucht um sie an einem Lüfteranschluss zu betreiben (und der Preis ist auch angemessen).
Die vorherige EK Pumpe habe ich bereits mit Hilfe von 3d Drucken und gespannten O-Ringen entkoppelt. Das hat ganz gut geklappt, aber die Pumpe war etwas zu locker in der Halterung, und die O-Ringe sind schneller degradiert als ich dachte. Dazu kam, dass es aufwndig war die ganze Konstruktion zusammen und ausinander zu nehmen.
(zu der Konstruktion kann man hier mehr finden)
Konstruktion
Die neue Halterung sollte vom Aufbau simpler und einfacher zu tunen sein, die Lösung dafür war die O-Ringe aus der Konstruktion zu elliminieren und durch eine einzelnes Teil aus 3d gedruckten Gummi zu ersetzen. Im letzten Jahr habe ich sehr viel mit 3d gedruckten Gummi Teilen und Lagerungen gearbeitet und es ist in meinen Augen die beste Option für so etwas. Mann kann super einfach flexible Teile herstellen und mit CAD einfach anpassen un im iterativen Prozess optimieren.
Erster Scchritt war die Pumpe im CAD nach zu bauen, und die relative position in meinem Gehäuse zu bestimmen.
Ich wollte die grobe Position beibehalten und die genaue Position wurde vom Schlauch zwischen Pumpe und CPU Kühlblock bestimmt (weshalb die Pumpe angwinkelt ist)
Wo ich schon dabei war habe ich auch einen Großteil der internen Geometrien nachgebaut, was für die Pumpenhalterung eigentlich ünnnötig ist, aber für spätere 3d Druck experimente relevant werden könnte)
Nächster Schritt war die Konstruktion des isolierendes Gummiteils der Halterung. Die muss flexibel genug sein um die Vibrationen nicht weiter zu geben, aber zu gleich stabil genug das die Pumpe gut in Position liet. Die kleinen Ärmchen zu den Schraubverbindungen haben eine spezifische Krümmung um genügend Flexibilität in das System zu bringen.
Ich habe ein paar Varianten gedruckt bis ich die gewünschte Steifigkeit hatte, aber ich werde es vileicht noch weiter anpassen in der Zukunft (alle wurden mit 95A TPU von Overture gedruckt).

Den Rest der Halterung habe ich recht minimal und passend zu meinem Gehäuse gehalten. Zum Zusammenschrauben der Teile wurden nach dem 3d-Druck Gewindeeinsätze in das Plastik geschmolzen. Das garantiert dass auch nach mehreren montieren und demontieren die Gewinde nch in guuter Form sind.
Für die Positionierung habe ich auch ein paar varianten gedruckt bis ich zufrieden war.
Die gesammte Halterung besteht nur aus drei Teilen und ein paar Schrauben, was die Montage sehr einfach macht. Theoretisch könnte man ein Plastikteil noch eliminieren, aber so gehen die Schrauben von hinten in den Plastik Rahmen, was es sehr einfach mach die Pumpe mit nur zwei Schrauben von außen zu demontieren. [IMG]https://www.computerbase.de/forum/attachments/dsc01942cr-jpg.1642075/?hash=aafac5b4bbfe485edbe4532af6e50f8b[/IMG]
Da die Pumpe nervigerweise mit einem Molex und 4pin Lüfterkabel Kombi kam musste ich vor dem Einbau noch das ursprüngliche Kabel ablöten und ein neues Lüfterkabel anlöten, was schwieriger war als gedacht. Aber das Edresultat ist, dass ich nur ein Kabel zum Anschliesen der Pumpe benötige, was für mich sehr wichtig ist (Ich wollte unbedingt ein zusätzliches Molex Kabel das Quer durchs Gehäuse geht vermeiden).
Vor der Montage ins Gehäuse habe ich die Ganze Kombination noch auf einem Aluminium Rahmen geschraubt und zum testen an meinen Mini-PC angeschlossen (auch selbst designed). Interessant war, dass wenn der EPDM Schlauch die Plastikwanne berührt hat die Vibrationen hörbar weiter gegeben hat, aber die Halterung nicht.
Nach ein paar Iterationen der Halterung habe ich sie endlich in meine PC gepackt. Ich habe auch noch eine zuätzliche Halterung gedruckt, die das Kabel von der Pump nach Hinten leitet ohne mit den Gehäuse zu kollidieren, leider hilft das nicht beim einstecken des Kabels, was ziemlich nervig ist. Vileicht muss ich dafür auch noch was drucken
.


Ich bin mit dem Endresultat sehr happy, Ich werde die Halterung warscheinlich noch etwas optimieren für eine bessere Positioniereung der Pumpe aber die Entkopplung funktioniert schon super. Ich kann die Vibrationen direkt an der Pumpe spüren, aber es wird nichts davon an das Gehäuse weiter gegeben.
Die Halterung die ich hier designed habe ist natürlich super spezifisch für meine Hardware kombination, aber das gleiche Prinzip lässt sich auch auf Halterungen für andere Pumpen anwenden und eigentlich auch sehr einfach auf eine Serienfertige Lösung.
Danke fürs Lesen und Kommentare sind willkommen.
Hintergrund
Nachdem ich der Schwamm zur Blasenunterdrückung in meiner EK Pumpe aufgelöst hat und mein System verstopft hat, war es endgültig an der Zeit den EK Schrott aus meinem System zu schmeisen und auf die kompakte Barrow SPD10-T um zu steigen.
Ich habe die Pumpe genommen, weil sie relativ klein ist und mit 10w wenig genug verbraucht um sie an einem Lüfteranschluss zu betreiben (und der Preis ist auch angemessen).
Die vorherige EK Pumpe habe ich bereits mit Hilfe von 3d Drucken und gespannten O-Ringen entkoppelt. Das hat ganz gut geklappt, aber die Pumpe war etwas zu locker in der Halterung, und die O-Ringe sind schneller degradiert als ich dachte. Dazu kam, dass es aufwndig war die ganze Konstruktion zusammen und ausinander zu nehmen.
(zu der Konstruktion kann man hier mehr finden)
Konstruktion
Die neue Halterung sollte vom Aufbau simpler und einfacher zu tunen sein, die Lösung dafür war die O-Ringe aus der Konstruktion zu elliminieren und durch eine einzelnes Teil aus 3d gedruckten Gummi zu ersetzen. Im letzten Jahr habe ich sehr viel mit 3d gedruckten Gummi Teilen und Lagerungen gearbeitet und es ist in meinen Augen die beste Option für so etwas. Mann kann super einfach flexible Teile herstellen und mit CAD einfach anpassen un im iterativen Prozess optimieren.
Erster Scchritt war die Pumpe im CAD nach zu bauen, und die relative position in meinem Gehäuse zu bestimmen.
Ich wollte die grobe Position beibehalten und die genaue Position wurde vom Schlauch zwischen Pumpe und CPU Kühlblock bestimmt (weshalb die Pumpe angwinkelt ist)
Wo ich schon dabei war habe ich auch einen Großteil der internen Geometrien nachgebaut, was für die Pumpenhalterung eigentlich ünnnötig ist, aber für spätere 3d Druck experimente relevant werden könnte)
Nächster Schritt war die Konstruktion des isolierendes Gummiteils der Halterung. Die muss flexibel genug sein um die Vibrationen nicht weiter zu geben, aber zu gleich stabil genug das die Pumpe gut in Position liet. Die kleinen Ärmchen zu den Schraubverbindungen haben eine spezifische Krümmung um genügend Flexibilität in das System zu bringen.
Ich habe ein paar Varianten gedruckt bis ich die gewünschte Steifigkeit hatte, aber ich werde es vileicht noch weiter anpassen in der Zukunft (alle wurden mit 95A TPU von Overture gedruckt).

Den Rest der Halterung habe ich recht minimal und passend zu meinem Gehäuse gehalten. Zum Zusammenschrauben der Teile wurden nach dem 3d-Druck Gewindeeinsätze in das Plastik geschmolzen. Das garantiert dass auch nach mehreren montieren und demontieren die Gewinde nch in guuter Form sind.
Für die Positionierung habe ich auch ein paar varianten gedruckt bis ich zufrieden war.
Die gesammte Halterung besteht nur aus drei Teilen und ein paar Schrauben, was die Montage sehr einfach macht. Theoretisch könnte man ein Plastikteil noch eliminieren, aber so gehen die Schrauben von hinten in den Plastik Rahmen, was es sehr einfach mach die Pumpe mit nur zwei Schrauben von außen zu demontieren. [IMG]https://www.computerbase.de/forum/attachments/dsc01942cr-jpg.1642075/?hash=aafac5b4bbfe485edbe4532af6e50f8b[/IMG]
Da die Pumpe nervigerweise mit einem Molex und 4pin Lüfterkabel Kombi kam musste ich vor dem Einbau noch das ursprüngliche Kabel ablöten und ein neues Lüfterkabel anlöten, was schwieriger war als gedacht. Aber das Edresultat ist, dass ich nur ein Kabel zum Anschliesen der Pumpe benötige, was für mich sehr wichtig ist (Ich wollte unbedingt ein zusätzliches Molex Kabel das Quer durchs Gehäuse geht vermeiden).
Vor der Montage ins Gehäuse habe ich die Ganze Kombination noch auf einem Aluminium Rahmen geschraubt und zum testen an meinen Mini-PC angeschlossen (auch selbst designed). Interessant war, dass wenn der EPDM Schlauch die Plastikwanne berührt hat die Vibrationen hörbar weiter gegeben hat, aber die Halterung nicht.
Nach ein paar Iterationen der Halterung habe ich sie endlich in meine PC gepackt. Ich habe auch noch eine zuätzliche Halterung gedruckt, die das Kabel von der Pump nach Hinten leitet ohne mit den Gehäuse zu kollidieren, leider hilft das nicht beim einstecken des Kabels, was ziemlich nervig ist. Vileicht muss ich dafür auch noch was drucken


Ich bin mit dem Endresultat sehr happy, Ich werde die Halterung warscheinlich noch etwas optimieren für eine bessere Positioniereung der Pumpe aber die Entkopplung funktioniert schon super. Ich kann die Vibrationen direkt an der Pumpe spüren, aber es wird nichts davon an das Gehäuse weiter gegeben.
Die Halterung die ich hier designed habe ist natürlich super spezifisch für meine Hardware kombination, aber das gleiche Prinzip lässt sich auch auf Halterungen für andere Pumpen anwenden und eigentlich auch sehr einfach auf eine Serienfertige Lösung.
Danke fürs Lesen und Kommentare sind willkommen.