Minimal-OfficePC: Die KERN-Frage

Vollzeit-Laie

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Interessiert man sich unterhalb der von CB empfohlenen CPU (G3930) für ein möglichst günstiges fertiges Komplett-System (Neuware), stellt sich schnell die Frage: Mini-PC oder Billig-Desktop.


Beispiel:

Gewünscht sind 4gb Ram, Win 10, Wlan ac und mindestens Intel HD 500 (wg. Video-Codecs).

Zur Wahl stünden dann

Mini-PC mit N3350 und 32gb-Flash

Mini-PC mit N3450 und 32gb-sata3-SSD

Desktop mit J3355 und HDD

Desktop mit j3355 und HDD, aber 8gb Ram


CPU-Benchmarks kann ich natürlich selber lesen, aber nicht interpretieren.
Vor allem die Bedeutung von Single-Core-Wert und Multi-Core in der Praxis (nur Office, Internet, Musik, Videos) ist mit nicht ganz klar.
Der N3450 ist ein 4-Kerner, hat aber den schlechtesten Single-Core-Wert. Wann kommen die 4 Kerne zum tragen?
Welche Bedeutung hat die Festplatte für die Sytemgeschwindigkeit bzw. für die genannten Anwendungen?

Was wäre von den Systemen da oben der Einäugige unter den Blinden (Reihenfolge)?
 
Bei solchen kleinen Office System bringt eine SSD oder anderer Flash Speicher (statt HDD) sehr viel gefühlte Leistung. Dafür kostet das Gigabyte natürlich auch deutlich mehr.

Die CPU Leistung reicht für Word, Internet, Musik und Video natürlich vollkommen aus - solang man keine riesigen Excel Tabellen bearbeitet.
 
MMn:

1) Mini-PC mit N3450 und 32gb-sata3-SSD
2) Mini-PC mit N3350 und 32gb-Flash
3) Desktop mit j3355 und HDD, aber 8gb Ram
4) Desktop mit J3355 und HDD
 
Zwischen günstig und billig ist nicht viel Platz. In Zeiten der stagnierenden Entwicklung bei Prozessoren und Software(optimierung) bringt es wenig, wenige €uronen am falschen Ende zu sparen. Ein gut gewähltes System hält mal locker 5 Jahre durch. Da kannst du dir ausrechnen, wieviel das pro Tag wäre.
Und du kannst dir überlegen, wieviel dir jede verlorene Stunde an einem langsamen Rechner in Stundenarbeitslohn wert wäre.

Darüber hinaus ist die Ästhetik für viele nicht unwichtig. Also kann Mini-ITX durchaus seinen Nutzen haben.
In Geld lässt sich das nicht beziffern.

Ich würde keinen Rechner mehr unterhalb von 2 Kernen 2 Threads, einem SSD und min. 8GiB Ram mehr kaufen. All dies bekommt man zum Spottpreis und Neuware ist da nicht notwendig - von der Garantie mal abgesehen.

Einen i5 2400 Quad bekommst du für 30-40€ gebraucht. Er ist nur eines von vielen Beispielen.

Der hier ist als Neuware jeden Pfennig wert:
https://geizhals.de/intel-pentium-gold-g4560-bx80677g4560-a1558362.html
Der Pentium stellt meiner Meinung nach die solide Basis für ein modernes System dar.

Zu deiner anderen Frage:
Der Wert für Multi-Core Leistung ist nur in jenen Situationen maßgeblich, in denen die Software alle Kerne ausnutzen kann.
 
Zuletzt bearbeitet:
Zwirbelkatz schrieb:
Zwischen günstig und billig ist nicht viel Platz. In Zeiten der stagnierenden Entwicklung bei Prozessoren und Software(optimierung) bringt es wenig, wenige €uronen am falschen Ende zu sparen. Ein gut gewähltes System hält mal locker 5 Jahre durch. Da kannst du dir ausrechnen, wieviel das pro Tag wäre.
Und du kannst dir überlegen, wieviel dir jede verlorene Stunde an einem langsamen Rechner in Stundenarbeitslohn wert wäre.

Darüber hinaus ist die Ästhetik für viele nicht unwichtig. Also kann Mini-ITX durchaus seinen Nutzen haben.
In Geld lässt sich das nicht beziffern.

Ich würde keinen Rechner mehr unterhalb von 2 Kernen 2 Threads, einem SSD und min. 8GiB Ram mehr kaufen. All dies bekommt man zum Spottpreis und Neuware ist da nicht notwendig - von der Garantie mal abgesehen.

Einen i5 2400 Quad bekommst du für 30-40€ gebraucht. Er ist nur eines von vielen Beispielen.

Der hier ist als Neuware jeden Pfennig wert:
https://geizhals.de/intel-pentium-gold-g4560-bx80677g4560-a1558362.html
Der Pentium stellt meiner Meinung nach die solide Basis für ein modernes System dar.

Zu deiner anderen Frage:
Der Wert für Multi-Core Leistung ist nur in jenen Situationen maßgeblich, in denen die Software alle Kerne ausnutzen kann.

Habe nicht gesagt, dass ich unbedingt so ein schwaches System kaufen würde.

In welchen Situationen nutzt denn die Software alle Kerne?

Im Internet liest man, dass bei schwachen 4-Kernern im vom mir skizzierten Normalbetrieb 2-3 Kerne nutzlos sind und eh nur ein Kern arbeitet.

Cine-Bench R15 für

J3355: 50

N3350: 48

N3450: 44


Multi-Core:

N3450: 160

J3355: 93

N3350: 89
 
Bei ner neuen Kiste würd ich auch den 4560 als unterstes Limit nehmen und gleich 8GB RAM.
4GB is echt knapp auf Kante genäht.
32 GB SSD reicht hinten und vorn nicht - da braucht n Windows tw schon mehr.
 
U-L-T-R-A schrieb:
Bei ner neuen Kiste würd ich auch den 4560 als unterstes Limit nehmen und gleich 8GB RAM.
4GB is echt knapp auf Kante genäht.
32 GB SSD reicht hinten und vorn nicht - da braucht n Windows tw schon mehr.

Wieso werden dann Mini-PCs mit 32gb SSD und Win10 drauf verkauft?

Fall:

Man möchte Neuware, kann NICHT selber bauen, muss incl. Win 10 kaufen (nicht für 80 Euro extra) und hat ca. 250 Euro / Monitor natürlich extra.

Dann werfen Suchen genannte Mini-PCs und J3355-Desktops aus.

Ich sage nicht: Ich kaufe das, evt. gebe ich auch 400-500 Euro für G4560 oder i3-7100 aus.
 
Also ich hatte Win10 auch auf so einem Asus Terminator Atom-Dings. Das Problem an dem 32GB SSD (Und glaube euch an den 64GB Varianten, solange emmc drauf steht) ist, dass es irgendwie extrem langsam angebunden war/ist (USB?). Ich hatte auch mal so einen Intel-Stick mit ATOM-CPU. Gleiches Problem: CPU/Arbeitsspeicher waren eigentlich gut, aber die "SSD" war so extrem langsam. Sogar meine alte Pentium 3 Kiste fühlt sich trotz IDE HDD deutlich runder an. Und das will was heissen.

Platz für das OS und Office sowie Treiber hat es. Viel Luft ist dann nicht mehr. Ursprünglich war beim Asus Windows 8.1 drauf. Als ich auf Win 10 wollte, musste ich zuerst Platz machen (Disk cleanup, temps löschen).
Die Idee solcher Geräte ist, dass man dann den Cloud-Speicher nutzt. Beim Asus war glaube ich ein Abo für 1GB dabei für 1 oder 2 Jahre. Oder je nachdem den vorhandenen Kartenslot verwenden.

Ich persönlich würde mir sowas nicht mehr antun. Dann lieber was altes gebrauchtes mit Win7/8.

Bzgl Geräte: Bei Notebooks ist bis 300 Euro leider nicht viel brauchbares dabei gemäss Preisvergleich. Da müsste man via best deals oder abverkauf oder so zu einem "Neugerät" kommen.

Bei den PCs gibt es welche mit Celeron G3900, Pentium G4400, i3-4170 oder AMD A8-9600. Allerdings sind die schon nahe 300 Euro. Was da wo wie schnell ist, kannst du ja selber schauen. Die würde ich immer jenen der ATOM-Serie vorziehen.
https://www.computerbase.de/preisve...loc=de&filter=aktualisieren&plz=&dist=&sort=p

Oder von Rabo (Keine Ahnung, ob die was taugen und es wurde aber sicher an einigen Komponenten gespart):
https://www.computerbase.de/preisve...l-pentium-g4560-a1604209.html?hloc=at&hloc=de
https://www.computerbase.de/preisvergleich/komplettsystem-amd-fx-6300-a853260.html?hloc=at&hloc=de

Wobei letzterer sogar mit FX-8320 verfügbar wäre, was aber für "einfaches" Office oversized ist. Mini ist das ganze dann natürlich nicht mehr und Windows fehlt glaube ich auch:-)
 
Zuletzt bearbeitet:
Vollzeit-Laie schrieb:
Gewünscht (...) mindestens Intel HD 500 (wg. Video-Codecs).
Um welche Video-Codecs geht es Dir denn und aus welchen Gründen? Wenn es um h.265 ginge, fiele auch schon der von Dir im Eingangspost genannte Pentium G 4560 aus dem Raster, obgleich er in jeder Beziehung empfehlenswerter ist, als die von Dir genannten lahmen Atom-Kröten. Ein 4K Youtube-Video ist mit dem Pentium G anschaubar, mit einem Pentium N kannste das vergessen.

Außerdem sollte man nicht so Intel-zentriert denken. Ein günstiges AM4-System (BristolRidge) oder gar ein älteres FM2+-System ist den Geminis und Apollos und wie der ganze Mist zur Kaschierung seiner Atomherkunft neuerdings heißt immer vorzuziehen.

Und dass Du "NICHT" selber bauen kannst ist doch Quatsch. Diese vier Teile könnte JEDER Grobmotoriker zusammenstecken:

Biostar A68N-5600 ab € 70,06
Intenso Desktop Pro DIMM Kit 8GB, DDR3-1600, CL11 (5631152) ab € 42,99
Crucial MX500 250GB, SATA (CT250MX500SSD1) ab € 74,90
Chieftec Compact IX-03B, 90W extern, Mini-ITX ab € 64,94
 
Du meinst hier so was?
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Ist halt klein. Ich teste die in Kürze als ThinClients aus - da braucht es keine Leistung. Als Office & Co -Lösung oder so reicht es zwar, aber es ist halt nicht prickelnd, obwohl es dafür nicht viel Leistung braucht. Dennoch macht ein richtiger Desktop mit Pentium (selbst nicht Gold), 4GB RAM und einer richtigen SSD deutlich mehr Spass. Die kleine Lösung ist halt etwas behäbig. Da tut sich auch nicht viel mit mehr Kernen bzw. sind eher zwei Kerne mit mehr Leistung zu bevorzugen.
 
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