Bigfoot29 schrieb:
Zum Thema Weltraumkühlung:
Neue Lasertechnik verbessert Wärmeabstrahlung im Weltall
Einfach nur, weil wir vorhin das Thema hatten.
Regards, Bigfoot29
Ja, das ist ein riesiger Fortschritt, um Satelliten und Raumfahrzeuge leichter, langlebiger, billiger in der Herstellung und thermisch stabiler zu machen.
Mit der Technik spart man sich in Zukunft damit die Thermallacke (wie das Weiß auf der ISS). Es splittert nichts mehr ab und leitet Wärme deutlich besser ab. Die Proben auf der ISS, die da getestet wurden, kamen jedenfalls komplett ohne Lack aus.
Interessant wird das vor allem für die Außenseiten von Triebwerksdüsen, vor allem diese kleinen Lagekontrolltriebwerke, die im Pulse-Mode zünden, haben ziemlich komplexe Kühlsysteme, die man sich so evtl. wirklich sparen kann. Die sind so extremen Temperaturen ausgesetzt, dass Thermallacke dort auch sofort verbrennen. Mit dieser laserstrukturierten Oberfläche bleibt das Ganze bis zum Schmelzpunkt des jeweiligen Metalls stabil. Satelliten Antriebe sind so evtl. rein passiv gekühlt möglich und überhitzen nicht.
Genauso bei den Hauptprozessoren und Nutzlast Computern in Satelliten. Die On-Board Computer erzeugen haufenweise Hitze, wo die Wärme über Heatpipes an die thermallackierten Strukturwände des Satelliten geleitet werden. Wenn diese Wände laserstrukturiert sind, wird das Ganze deutlich effizienter als bisher. Das Gleiche bei Elektronik, Batterien usw.
Bigfoot29 schrieb:
Das REALE Vakuum hat halt immer noch mit Einstrahl-Effekten zu kämpfen. Selbst zwischen den Galaxien gibt es kein ABSOLUTES Vakuum.
Der Urknall ist halt immer noch nicht abgekühlt. Zusätzlich reicht das bisschen Sternlicht und die hochenergetische Strahlung, die von Supernovae und Schwarzen Löchern kommt, um die Wärme weiter im Vakuum hochzutreiben. Und letztlich verbietet die Quantenfluktuation in der Quantenmechanik den Energiezustand Null.
Ein Thermometer im Weltall misst nicht die Temperatur von Nichts letztlich, sondern es absorbiert die Photonen dieser permanenten Hintergrundstrahlungen. Da diese Strahlung überall vorhanden ist, kann sich kein Ort im Universum jemals vollständig auf den absoluten Nullpunkt abkühlen, egal, ob da ein Atom ist oder nicht.
Selbst bei absolutem Vakuum hätte man keinen Zustand einer völligen physikalischer Null, unter anderem wegen der Quantenfluktuationen. In einer quantisierten Feldtheorie können die Felder nicht gleichzeitig exakt auf null und auch ihre zugehörigen Impulse exakt auf null festgelegt werden, ohne die Heisenbergsche Unschärferelation zu verletzen. Deshalb besitzt ein quantisiertes Feld selbst in seinem Grundzustand eine sogenannte Nullpunktsfluktuation bzw. Nullpunktsenergie. Das Vakuum ist letztlich in einer quantisierten Feldtheorie also nicht einfach gar nichts oder keine Physik, sondern der Vakuumzustand mit der geringstmöglichen Energie.
Letztlich besitzt das Vakuum selbst eine minimale Grundenergie. Es zittert sozusagen auf Quantenebene permanent vor sich hin.