wahli schrieb:
Ich habe mir 01/2021 einen Intel NUC mit i3-8109U als Grundlage für mein Proxmox-System gekauft. Das müsste ähnlich stark wie der N150 sein. Mir reicht es und es verbraucht 6-8 Watt im Dauerbetrieb. Der Lüfter rauscht ganz leicht, aber ich habe selten höhere Lasten drauf.
Mittlerweile würde ich natürlich etwas Aktuelleres kaufen, aber ein Intel i3 wäre bei mir die Suchbasis. Das wäre dann aktuell ein i3-1220P und da gibt es das Asus NUC 12 Pro für knapp über 300 Euro.
5 Watt im Idle wird aber generell sehr schwer, vor allem, wenn man mehr als Raspberry Pi Performance möchte.
Ich würde eher auf <10 Watt setzen.
Edit:
Ich sehe gerade, dass es auch ein
Asus NUC 14 mit N355 für 225 Euro gibt. Die Singlecore-Leistung ist zwar nur 10% schneller als beim N150, aber Multicore ist das Teil fast doppelt so schnell.
Manchmal werden auch Rechner von Minisforum empfohlen. Diese hier habe ich mal schnell entdeckt:
EliteMini TH50 mit Intel i5-11320H für 290 Euro. Deutlich höhere Singlecore-Leistung als der N150. Multicore ist doppelt so gut wie N150.
EliteMini TH80 mit i7-11800H für 320 Euro. Singlecore wie TH50, aber doppelt so hohe Multicore-Leistung.
Den NUC 14 mit N355 habe ich auch gesehen. Der kostet zirka 60€ mehr was bei den bisher geringen Kosten kein kleiner Sprung ist. Allgemein scheint man in dem Segment für jeden Euro mehr auch spürbar mehr Leistung zu bekommen. Ich bin mir aber nicht sicher, in wie weit mir die zusätzlichen Kerne wirklich etwas bringen. Meine Befürchtung - für wirklich intensive Task ist die Plattform mit den E-Cores so oder so zu langsam. Daher der Versuch mit dem N150 als Low Budget System.
Erste Erfahrungen zeigen mit der Anwendung immich zeigen, dass die CPU für die Erstellung der Thumbnails auch so ausreichend schnell ist und für das maschinelle Lernen zwar geeignet ist, der dedizierte Container auf dem Desktop die initiale Abarbeitung deutlich abkürzt.
Bei anderen Container erwarte ich dann keinen großen Leistungsbedarf oder zumindest nicht den Fall, dass alle Container gleichzeitig einen hohen Ressourcenbedarf verursachen.
Ob sich das ganze Bewahrheitet und ein Home Assistant oder Pi-hole sich dann auch noch wohl fühlen wird sich zeigen. Zumindest bin ich mit den 24 GB RAM in dem Punkt gut vorbereitet.
andi_sco schrieb:
Habe jetzt leider nur Cinebench R10 Werte, aber der Core i3-N305, also die 8-Kern Variante des N150, und der geht gut ab:
Anhang anzeigen 1614198
Ist aber in einem acer Convertible und da ist der Lüfter echt bescheiden.
Vielleicht liegt es am niedrigen Powerlimit von 10 Watt im NUC aber für den richtigen Einsatz in einem Client scheint sie mir zu langsam zu seien. Zwar kann man relativ flott im Edge surfen und die Windows UI bedienen aber Multitasking ist kaum möglich und die Auslastung dann ohnehin ständig gegen 100%.
MetalForLive schrieb:
Also ich hab mir vor kurzem erst
dieses Gerät hier als zweiten Proxmox Server gekauft da ich ein Cluster bauen wollte.
Das hat den N355 drinne, also quasi der große Bruder vom N150.
Ich denke das ist das beste was man in dem Wattbereich bekommen kann. Für mich ist die performance ausreichend. Ich hab wie gesagt Proxmox drauf laufen und momentan nur eine VM (Windows Server) und zwei LXC Container, wird aber vermutlich dem nächst mehr.
Bisher bin ich soweit zufrieden damit, er steht auch direkt neben mir im Arbeitszimmer. Ab und an wenn mal Last drauf ist, hört man den Lüfter aber wenn das Ding so vor sich rum IDLEd hör ich so gut wie nix.
Das einzige was mich ein wenig stört, ist das es beim Hersteller keine gescheite Support Seite gibt.
Ich fürchte das es da mit BIOS Update etc. in Zukunft eher mau aussehen wird.
Edit:
Ich hab gerad mal nen CPU Stresstest angeschmissen.
Läuft jetzt seit ca. 10 Minuten auf 100%, hier im Raum sind es 24,2 Grad, das sind die Temperaturen der CPU:
Anhang anzeigen 1614224
Lautstärke ist ja immer sehr subjektiv, ich kann nur sagen, dass ich hier noch einige 3,5er HDDs am laufen habe und die höre ich fast mehr als den kleinen Server.
Laut ist der NUC14 auch nicht aber ich begeistere mich schon für sehr leise Systeme und habe da auch am Desktop auf ein Minium optimiert. Von der kleinen CPU habe ich aber einfach weniger Abwärme erwartet. Ich dachte, dass die CPU bestimmte Task leichter erledigt aber tatsächlich müssen die 10 Watt des Power Limit doch häufig ausgereizt werden und dafür die folgend Abgebildete Kühllösung einfach nicht Massiv genug (besonders hinsichtlich Wärmeaufnahmekapazität als Puffer).
ASUS bietet die Platine auch in einem etwas größeren Gehäuse passiv gekühlt an aber der Aufpreis von 100€ ist es mir dann auch nicht Wert. Vielleicht kann ich hier ja noch mit Flüssigmetall etwas bewirken. Sobald einen Stresstest startet, schnellt die CPU quasi auf 80 bis 100°C. Bei einer älteren CPU hätte ich sofort gesagt, der Wärmeübergang von der CPU zum Kühler ist schlecht aber bei den kleinen E-Cores mit der geringen Fläche ist das vielleicht auch einfach die bauartbedingte Hotspot Temperatur.
JumpingCat schrieb:
Ich habe einen Intel (jetzt Asus) i3 NUC mit 64GB. Idle ist unter 10W. Konkretea Modell kann raussuchen
Um 10 Watt herum wird die Auswahl scheinbar schon größer.
Mordi schrieb:
Muss es unbedingt ein Windows sein als Hypervisor? Hätte da jetzt eher an ein Linux gedacht. Debian mit Docker drauf passt doch? Sehe da grad kaum Vorteile in Virtualisierung und würde das direkt Bare Metal machen.
Muss nicht aber ich wollte es einfach erstmal damit testen. Mit virtualisierten Linux Systemen habe ich immer gute Erfahrungen gemacht aber auf Hardware hat es mich zuletzt zweimal geärgert und da dachte ich, Treiber, Hardware und so weiter ist doch bestimmt eh für Windows first optimiert und getestet. Entsprechend mache ich das was bei ASUS vermutlich auch durchgetestet ist. Abgesehen vom Windows eigenen Ressourcenbedarf (augenscheinlich im idle wenig CPU Last aber unnötig viel RAM Auslastung) sollte es für die Software in der VM dank VT-x, VT-d und EPT ja keinen großen Unterschied machen?
MetalForLive schrieb:
Das würde ich mir auch gut überlegen. Ich hatte lange Zeit auch Windows Server inkl. Hyper-V laufen und bin jetzt zu Proxmox gewechselt. War die beste Entscheidung.
Allerdings sollte man schon mal gewisse Linux Grundkenntnisse mitbringen oder zumindest gewillt sein, sich diese anzueignen. Denn hier und da ist man doch auf die CLI angewiesen.
Linux Kenntnisse sind nicht das Problem. Die Grundlagen kenne ich und alles was fehlt wird sich adhoc im Prozess erarbeitet. Wie oben beschrieben ist Windows Stand jetzt aber eine bewusste Entscheidung. Was hat sich für dich nun als größten Vorteil von Proxmox herausgestellt?
Hier noch zwei schnelle Screenshots aus HWinfo. Ich glaube dem internen Wattmeter des Board kann man trauen als dem 230V Steckdosenmessgerät (welches für solche geringe Lasten warscheinlich suboptimal ist).
Der erste Screenshot zeigt das System im vollständigen Leerlauf ohne gestartete VM. Der zweite Screenshot ist ebenfalls im Leerlauf aber mit laufender VM und darin laufenden Docker mit immich-app und einem Container für librespeed.
Zuzüglich Wandlungsverluste vom Netzteil (bei diesem kleinen FSP 19V Netzteil ist der Wirkungsgrad hoffentlich auch bei Niedriglast gut) scheint der Durchschnittsverbrauch ja zirka bei 5 bis 6 Watt zu liegen. Dann habe ich mein Ziel ja halbwegs erreicht.
PS: Bei der vorherigen Recherche und dem Schreiben hier im Forum hat der Desktop vermutlich die Energie, welche der NUC in einem ganzen Jahr benötigt verbraucht.