Motherboard zum dritten mal in einem Jahr defekt.

Achilles3000

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Apr. 2018
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Hallo zusammen.

Ich bin neu hier und bedanke mich im Vorfeld schon mal für jegliche Hilfe.

Nun zu meinem Problem.

Ich habe vorhin den PC runtergefahren und wollte ihn, anschließend wieder starten. Kein Signal. Der Rechner springt nicht an.
Nun muss ich dazu sagen dass ich bisher das dritte Mal dieses Problem habe. Das alles innerhalb von nur 1 Jahr. Jedesmal lag es nach sorgfältigem prüfen am Motherboard.

Anfangs waren es zwei Msi Boards. Das jetzige Board ist ein ASRock 970 Pro 2.0 .
Ich weiß das ist kein high quality Board, dennoch macht es mich mittlerweile stutzig woran das liegen könnte.
Mein Netzteil ist ein Thermaltake Berlin 630
Meine CPU ein AMD FX 8350 und auf der CPU sitzt ein Alpenföhn.
Ich habe ihn zwar immer wieder durch Austausch des neuen Boards ohne Probleme zum laufen bekommen (win7.1) dennoch bin ich nicht der riesen Fachmann und Frage mich woran es liegen kann das so ein Motherboard immer wieder durch runterfahren des Computers und bei dem Versuch ihn erneut zu starten kaputt geht.
Dazu möchte ich erwähnen dass das NT schon 3-4 Jahre auf dem Buckel hat.
Könnte es daran liegen ? Oder eventuell an anderen Dingen ? RAM würde ebenfalls immer wieder ausgebaut und einzeln getestet.
Wenn es am NT liegen könnte, würde die Grafikkarte dann weiterhin immer wieder grün auf blinken ?
Ich verzweifel langsam. Es ist sehr mühsam den Computer alle paar Monate neu zu installieren. Auf Dauer macht es keinen Sinn immer wieder geld in neue Motherboards zu stecken.

Bin über jegliche Hilfe sehr dankbar.

Gruß Achilles3000
 
Welcher Alpenföhn?
Übertaktet?
Abstandshalter im Gehäuse?
Bluescreens gehabt?

Aber das ein Mainboard durch häufiges hoch und runter fahren kaputt geht ist mir noch nie unter gekommen. Evtl. hast du ja tatsächlich Spannungspitzen im Netzteil, sowas kann man aber nicht aus der Ferne prüfen
 
Was genau heisst den
Jedesmal lag es nach sorgfältigem prüfen am Motherboard.
?

Grundsätzlich könnte ein solches Fehlerbild schon auf das Netzteil hindeuten. Das Berlin 630 ist sicherlich keine Spitzenqualität, aber auch kein Elektroschrott. Sicherheitshalber würde ich aber das NT dennoch austauschen. Wie gesagt, es ist eine mögliche Fehlerquelle bei so einem Schadensbild. Ein Test, ob das NT wirklich Schuld ist, ist viel zu aufwendig. Da bräuchte man Profi-Equipment für, um Spannungsspitzen, Ripple & Noise zu messen... Ergo - tauschen und was vernünftigeres kaufen.
 
Das Netzteil hat im allgemeinen das größte Potential andere Komponenten zu zerstören. Ich persönlich würde es in so einem Fall mit mehreren toten Komponenten auf jeden Fall austauschen, das Risiko noch mehr Schaden anzurichten wäre mir zu groß im Vergleich zu den moderaten Kosten für ein vernünftiges Netzteil.

Ich würde aber auch nochmal genau nachsehen wie du festgestellt hast das das Mainboard das Problem ist, und überlegen ob es noch andere Erklärungen gibt für diese Probleme.
 
Jopp, hatte so ein ähnliches Thema da war das Netzteil defekt und hat mir auch 2 Boards gegrillt ...
würde daher wie die anderen auch auf das Netzteil tippen
 
Ich hätte auch gesagt, es liegt am Netzteil.
Hat aber mit "vernünftig" oder nicht nichts zu tun, er hat wohl nur ein Montagsmodell erwischt.
Ich hatte auch mit NoName-Teilen gute Erfahrungen.

Dann gibt es natürlich das ewige Problem mit den FX 125W-Hitzköpfen.
Da steht meistens, es soll ein Topblow-Kühler drauf, um die VRMs auf dem Motherboard mitzukühlen. Tower-Kühler können das in der Regel nicht.

Ich würde beides ausschließen: Netzteil tauschen + Kühler tauschen + eventuell den Prozessor runtertakten.
Turbo auf jeden Fall im BIOS ausschalten.
Mit Hilfe eines Energiemessgeräts kannst du gut beurteilen, wie effizient dein Prozessor wird mit jeder Spannungsreduzierung.
0,1V sollte drin sein. Das müsste über 10W sparen und alles kühler und langlebiger machen.
 
Achilles3000 schrieb:
Hallo zusammen.
[...]
Ich habe vorhin den PC runtergefahren und wollte ihn, anschließend wieder starten. Kein Signal. Der Rechner springt nicht an.
Nun muss ich dazu sagen dass ich bisher das dritte Mal dieses Problem habe. Das alles innerhalb von nur 1 Jahr. Jedesmal lag es nach sorgfältigem prüfen am Motherboard. [...]
Gruß Achilles3000
Wie andere Forenschreiber schon geschrieben haben, ist die Wahrscheinlichkeit, dass das Netzteil nicht in Ordnung ist, ziemlich groß. Hole Dir ein gutes Netzteil und vor allem sollte auf ausreichende Dimensionierung achten, falls die Grafikkarte viel Strom saugt. Eher unwahrscheinlich, aber auchte auch darauf, dass alle DRAM-Riegel richtig sitzen und die Grafikkarte richtig reingesteckt ist. Außerdem schaue auch, dass der Stromanschluss am Motherboard/Netzteil (falls es sich um CM-Version handelt) richtig sind und fest sitzen.
Schließlich solltest Du eine gesicherte Steckerleiste verwenden. Bei Gewitterschaden hättest Du aber auch weitere Ausfälle zu beklagen gehabt.
Viel Erfolg und hoffe dass Dein nächtest Motherboard hält.
 
Erstmal vielen lieben Dank für die zahlreichen Antworten. Das ging ja super schnell.

Zu den Fragen.

Bzgl. Des Motherboards.
Bei jedem Austausch des Motherboards funktionierte der Computer wieder.
Der Lüfter ist ein Alpenföhn Matterhorn.
Abstandshalter sind ebenfalls mit angebracht worden.
Bluescreens hatte ich in keinen dieser Fälle und meine CPUs habe ich zwecks Mangel an wissen noch nie vorgenommen.

Vielen lieben Dank.
Ergänzung ()

Vielleicht wäre noch zu erwähnen dass bei mir hin und wieder die Sicherung in der Wohnung rausspringt. Das liegt daran dass das Gebäude sehr alt ist und viele Räume über eine einzige Sicherung läuft.
Daran hatte ich zunächst nicht gedacht das zu erwähnen. Könnt ihr Netzteile und Steckerleisten empfehlen die geschützt sind ?

Vielen vielen lieben Dank. Toll das man hier so eine Hilfe bekommt.

Gruß Achilles3000
 
Also wenn jedes Deiner Mainboards so eine schlechte Stromversorgung hatte wie Dein aktuelles, und Du jedes Mal den selben (Turm?) Kühler verwendet hast, wäre neben dem Netzteil natürlich auch eine Überhitzung der Spannungswandler möglich als Ursache.
Das Asrock Pro 2 ist jedenfalls dafür bekannt.
 
Vielen Dank für die Antwort.

Was bedeutet Spannungswandler in diesem Falle ? Ich benutze das Mainboard zum ersten mal. Davor hatte ich zwei Msi Boards.
Leider weiß ich die Bezeichnung nicht mehr.

Das selbe Netzteil benutze ich sei knapp 4 Jahren. Mit vielen Dingen wie Absicherung durch Stromausfälle kenne ich mich leider nicht aus. Sprich, welche Netzteile oder Steckdosenleisten dort zu empfehlen wären.

Der Kühler wurde bisher bei einem Msi und dem ASRock verwendet.

Gruß Achilles3000
 
Ich hatte bis letztes Jahr ein acht Jahre altes billiges NT drinne. NT ist generell anfällig aber ob es nach 4 oder 8 Jahren kaputt geht ist nicht immer pauschal zu beantworten. Würde ich keinem empfehlen, weder billig zu kaufen noch so lange zu verwenden, aber denke das 3-4 Jahre noch an der Grenze des Möglichen liegt, hängt natürlich auch unter anderem davon ab, inwiefern und häufig das NT in den letzten Jahren benutzt & belastet wurde.
 
In der CPU-Support-Liste steht bei deiner CPU:
"For cooling the CPU and its surrounding components, please install a CPU cooler with a top-down blowing design."

Mit deinem Kühler gibt es in dem Bereich zu wenig Luftzirkulation. Spannungswandler wandeln 12V in die für die CPU benötigten Spannungen. Zum Spannungswandler gehören mehrere Komponenten, welche in der Regel rund um den Prozessorsockel platziert sind.
 
Danke für die erneuten Antworten

Also was den Kühler betrifft, sollte ich eher etwas anderes verwenden ? Da der Alpenföhn Matterhorn ja wirklich von der Seite her belüftet wird.
Ich hatte auch durch Zufall eine All in One Wasserkühlung gesehen. Habe aber überhaupt keine Erfahrungen diesbezüglich.
Gesehen hatte ich die Corsair Hydro H80i V2.
Sie wurde mir bei Amazon angeboten.

Wäre sowas sinnvoll ?

Und wäre ebenfalls sinnvoll eine Steckerleiste zB. APC PM5 GR mit Überspannungsschutz zu besorgen ? Habe jetzt einfach nur gegoogelt.

Wäre über jegliche Info sehr dankbar. Eventuell gibt es ja schon passende Threads zu dem Thema.
Gruß Achilles3000
 
Mit der AIO-Wasserkühlung würden die Spannungswandler auch nicht gekühlt.
An deiner Stelle würde ich die Plattform in den Ruhestand schicken und was neues (bzw. gebrauchtes) kaufen, je nach Budget.
 
@ TE:
eine AiO ist das schlechteste was du hier verwenden kannst. da werden die VRMs gar nicht mehr gekühlt. bei nem towerkühler kommt ja wenigstens etwas luftzug bei den teilen an.

edit: und für ne 120er-AiO würde ich ganz sicher nicht über 90€ ausgeben.
 
Da hast du Recht. Ich halte mal Ausschau nach einem Bord mit Spannungswandlerkühlern.
Ich kenne mich wie gesagt diesbezüglich gar nicht aus.
Vielen lieben Dank für eure ganze Hilfe.

Gruß Achilles3000
 
Bevor du weiteres Geld ausgibst: prüfe einmal genau die Verteilung der Hausanschlüsse. Du hast in Post 9 ergänzt, dass es im ganzen Haus gelegentlich Probleme mit der Stromversorgung gibt und dass die Sicherungen rausspringen. Das tun sie dann, wenn eine (oder mehrere) der Sicherungen kurzzeitig überlastet sind.
Das bedeutet für den PC: die Stromversorgung dürfte generell Schwankungen aufweisen (manchmal bis zum Sicherung rauspringen). Wenn zuwenig Strom 'reinkommt', muss das PC Netzteil 'mehr arbeiten', um die verschiedenen Stromschienen mit den 12V, 5V etc. zu versorgen. Knallt nun plötzlich der Verursacher der Überlastung fürs ganze Haus rein (oder raus!), kann das irgenwann zuviel fürs MoBo sein.

Also prüfe, ob beispielsweise der Tiefkühler, die Waschmaschine, ein älterer Fernseher, eine potente Lampe etc. etc. auf der gleichen Sicherungsgruppe liegen. Hausinstallationen haben üblicherweise mit 10 Ampére abgesicherte Leitungen (was eine abgesicherte Leistung von 2,2kW ergibt), die sich in älteren Häusern auf 2 bis 3 Zimmer verteilen.
Vermutlich wirds auch Gruppen von Leitungen geben, die zusätzlich bis 380V abgesichert sind und an denen Starkverbraucher wie ein Kochherd, eine Waschmaschine u.dgl. hängen. Aber wenn eine solche Gruppe an der Belastungsgrenze läuft, ist es möglich, dass ein Einschalten oder eine andere Spitzenbelastung (bzw. Ausschalten und Spitzenentlastung) eben auf die an der gleiche Gruppe hängenden Leitungen durchschlagen.

Natürlich sollte das so nicht sein, kommt aber gerade in älteren Häusern, wo auch mal was gebastelt wurde, immer wieder vor.

=> Verschaffe dir einmal minutiös und sorgfältig einen Überblick, welche Verbraucher über welche Sicherung bzw. welche Gruppe laufen. Damit kannst du dann nicht nur eruieren, ob und welcher Stromfresser die Leitung deines PC belastet, sondern findest auch heraus, was eure Sicherungen immer wieder rausspringen lässt.
 
Vielen lieben Dank für den Beitrag zazie.
Das ist sehr hilfreich für mich.
Es ist so dass die halbe Küche, der Flur und mein Arbeitszimmer mit 1 Sicherung auskommen müssen.
Das doofe ist dass dort wo die großen Stromfresser dran hängen, sprich Waschmaschine, Kühlschrank, Ofen und Trockner alle über diese eine Sicherung laufen. Dazu kommt eine Lampe im Flur. Mein PC und Router im Arbeitszimmer und zwei Lampen im Arbeitszimmer. Hin und wieder werden kleine Geräte angesteckt oder aber auch Mal der Staubsauger von 750w.

Ich kenne mich null aus.
Weiß aber das die Sicherung heraus springt wenn ich Waschmaschine, Trockner und Ofen anhabe. Zumindest wenn mein PC lief und dann knallte die Sicherung schon mal raus.

Deshalb meiden meine Freundin und ich nun die Dinge gleichzeitig zu betreiben.
Ich hatte den Vermieter mal gefragt ob er Schaltpläne bzw. Zeichnungen von den Leitungen hat oder ob er weiß welche Leitungen über welche Sicherung gehen.

Er sagte mir dass dazu leider nichts mehr existiert da es damals eine alte Schule war. Meine Küche war der Klassenraum vom alten Krupp hahahaha. Naja wie auch immer.

Der Vermieter ist Anwalt und arbeitet für die Stadt Düsseldorf. Ich vertraue ihm dass er keine Infos darüber hat. Leider bringt mir das nichts. Eventuell gibt es andere Möglichkeiten es zu messen.

Ansonsten eventuell irgendwie Geräte umpositionieren und auf andere Sicherungen bringen.

Hilft es eine vernünftige Schutzsteckdose davor zu setzen, sprich alle Geräte vom Computer darüber laufen zu lassen ?habe nur eine alte und olle Mehrfachsteckdose bisher.

Kannst du diese Steckdosenleisten mit Überspannungsschutz von Brennenstuhl empfehlen ?

Vielen lieben Dank.

Gruß Achilles3000
 
Danke fürs Feedback. Ich kenn mich mit dem deutschen Mietrecht nicht aus, aber aus meiner Sicht ist dieser Zustand unhaltbar. Dass die Mieter wegen einer nicht mehr zeitgemässen und gefährlichen (!) Installation Nutzungseinschränkungen (bestimmte Geräte nicht miteinander betreiben) und Kosten (Schäden am PC) in Kauf nehmen müssen, geht nicht!

Ich rate dir zweierlei:
1. Kurzfristig: Schliesse deinen PC an einer Steckdose an, die NICHT an dieser heftig beanspruchten Gruppe/Leitung hängt. Nötigenfalls Kabelrolle einsetzen und Strom im Keller (oder so) anzapfen. Nebenbei bemerkt: Die Überspannungsgeräte von Brennenstuhl sind nicht billig, aber gut. aber es handelt sich dabei NICHT um Ursachenbekämpfung!
Deshalb ...
2. Mittel- und langfristig: setze dich einmal mit dem Verband der Elektroinstallateure in deiner Gemeinde/Region/Bundesland in Verbindung und bitte sie um eine Zusammenstellung der aktuell gültigen Elektroinstallationsvorschriften (oder so ähnlich). Vielleicht gibt's das sogar online, ich habe jetzt nicht danach gesucht.
Dann suchst du den Kontakt mit dem Vermieter und legst ihm die aktuellen Vorschriften vor. Auch ein Vermieter (und besonders ein Anwalt, der in öffentlich-rechtlicher Anstellung arbeitet) muss sich an die geltenden Vorschriften halten - auch in Altbauten. Du musst ihn darum bitten, dass er einen Sanierungsplan für die Elektro-Anlagen in deiner Wohnung/deinem Haus ausarbeiten lässt. Defekte oder überalterte Elektroinstallationen sind (immer noch ...) lebensgefährlich!
Für einen Sanierungsplan braucht es in erster Linie eine genaue Bestandeserhebung durch einen Fachmann. Also wird ein Elektriker halt in Handarbeit (wenn wirklich keine Pläne mehr vorhanden sind) eruieren müssen, wo die Hausanschlüsse sind, wo der Verteilerkasten mit den Haupt- bzw. Haussicherungen hängt, wie die Lasten auf die Gruppen verteilt und wie diese abgesichert sind, ob die bestehende Installation die gesetzlichen Erfordernisse noch erfüllt (falls nicht: das MUSS saniert werden) und - bewusst ganz zuletzt erwähnt - ob es Verbesserungsmöglichkeiten gibt und was diese kosten würden.

Mit andern Worten: Im Gespräch mit dem Vermieter geht es noch nicht darum, "ins Blaue hinaus" zu sanieren. Aber du kannst vom Vermieter ohne erpresserischen Unterton verlangen, dass die problematischen Zustände (bezüglich Sicherheit, Nutzungseinschränkungen und durch eine mangelhafte Installation verursachter Kosten) analysiert und dort, wo nötig, instandgestellt werden.
 
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