mSata oder mPCI-E?

Motorpsycho

Cadet 3rd Year
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Kann mir jemand mal erklären, ob die Z77 Boards mSata oder mPCI-E oder beides haben? Z. B. wird im Test bei Anandtech zum Asrock Extreme6 gesagt, dass das Board mSata hätte. Bei Asrock ist aber von mPCI-E die Rede. Kann das Board beides oder schreibt Anandtech da Unsinn?

Lt. Geizhals gibt es derzeit nur 7 Z77-Boards mit mSata, eins von Asus und der Rest von Gigabyte. Gibt es überhaupt einen Grund auf mSata oder mPCI-E zu setzen? Ist es richtig, dass dieses ganze Smart-Gedöns auch auf einer normalen SSD mit Sata (II/3/6) funktioniert und man von mSata/mPCI-E lediglich die Platzersparnis hätte?
 
mSATA ist einer dieser Schwachsinnsideen von Intel (siehe "Turbo Memory").
Eine der idiotien ist, der Slot ist physisch und elektrisch der gleiche wie mini PCIE, aber die Signale die anliegen sind nur für einen SATA Controller bestimmt...
So gesehen haben beide "Recht", die Aussage von Asrock ist aber extrem irreführend.
Die andere Idiotie ist so was überhaupt auf ein Desktop Board zu hauen. Bei einem Laptop ist es ne gute Idee, von der Art des Anschlusses abgesehen: es spart Platz und erlaubt eine SSD und eine HDD gleichzeitig, auch bei 12" Geräten, einzubauen.
Wenn man sich die Preise pro GB und die Datenübertragungsraten ansieht sollte man sofort sehen wieso dieses "Smart-Gedöns" insgesamt Blödsinn ist. Kauf eine SSD ab 60GB stattdessen und gut ist.
 
So wie ich das verstanden habe, besteht Mini PCI Express immer aus einer PCIe-Lane und einem USB-Anschluss. Darüber hinaus gibt es auch eine Variante, die zusätzlich noch einen SATA-Anschluss enthält und mini-SATA genannt wird.

Man kann also sagen, dass ein Mainboard mit mini-SATA in diesem Steckplatz auch immer einem PCIe- und einen USB-Anschluss bietet, aber umgekehrt eines mit mini-PCIe-Schnittstelle nicht zwangsläufig auch mini-SATA hat.

Wie sinnvoll so ein Steckplatz ist, muss jeder selbst wissen. Mit irgendwelchen zusätzlichen Features müssen die Mainboardhersteller versuchen sich von der Konkurrenz abzusetzen. Alternative Chipsätze gibt es ja nicht mehr.

Ein denkbarer Anwendungsfall dafür wäre SSD-Caching, aber das funktioniert natürlich genauso gut mit einer normalen 2,5"-SATA-SSD.

Ein anderer wäre ein besonders kompakter PC, der erst gar nicht mehr über irgendwelche Laufwerksschächte verfügt, sondern nur sein OS und die Anwendungen auf einer kleinen mSATA-SSD hat und der Rest läuft über das Netzwerk. Wobei natürlich die mini-PCIe-Steckplätze eher nur auf großen ATX-Boards zu finden sind und nicht auf den kleineren Formaten.

Oder man nutzt den Port für irgendeine andere mini-PCIe Karte (z.B. WLAN, wenn das Mainboard das nicht sowieso schon hat).

usw.
 
Schon mal danke für eure Antworten. Ich bin mir aber nicht sicher, ob ich es jetzt richtig verstanden habe. Ich kann in diesem Slot also sowohl eine mSata SSD als auch eine mPCI-E Karte betreiben, d. h. das Board erkennt was ich da reinstecke und schaltet entsprechend um?
 
Sollte theoretisch gehen, wobei es aber durchaus sein kann, dass Hersteller nur in der Funktion beschnittene Varianten verbauen, also welche, wo gar nicht alle Funktiones eines vollwertigen mini-PCIe/mini-SATA funktionieren.

In meinem Notebook (Dell/Alienware) ist z.B. ein Slot, der exakt wie ein mini-PCIe-Slot aussieht, aber darin scheint überhaupt nur der USB-Anschluss verdrahtet zu sein und das Ganze ist wohl nur für spezielle WIFI-Karten von Dell gedacht.
 
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