Hallo32 schrieb:
Keiner nötigt Micron dazu, Nands über Spectek sehr preiswert anzubieten. Wir wissen beide, dass die Anzahl der Nand Produzenten nicht so groß ist.
Das ist einfach die Positionierung der Marke Spectek: Das ist Microns Resterampe und verkauft als solche günstige NANDs, aber eben halt sicher nicht qualitatv gleichwertige NANDs günstiger als Micron selbst!
Es macht also keinen Sinn, hochwertige NANDs unter dem Label Spectek in direktem Wettbewerb zu Micron anzubieten.
Hallo32 schrieb:
Was bringt es Micron fertig produzierte Wafer im Lager zu behalten? Die Fab kann man nicht wie eine Glühbirne aus und wieder einschalten.
Wie schon gesagt: Micron verkauft auch komplett Wafer, was dann sicher die erst Wahl wäre, wenn sie die Chips darauf wirklich nicht testen könnten. Wie sonst sollten sie diese dann als für Spectek Norm xyz ausreichend einstufen können? Spectek ist ja keine eigene Firma mit eigenen Testgeräten, das ist nur eine Vertiebsfirma für die Chips, die den schlechstesten Micron Normen nicht genügen, aber trotzdem irgendwie funktionieren. Das geht bei denen runter zu NAND, welches man nur einmalig beschreiben sollte, denn auch dafür gibt es Anwendungen und natürlich wird ein Kunde dafür weniger bezahlen wollen, als für NAND mit 3000 garantierten Zyklen.
Hallo32 schrieb:
Die Anzahl der Anbieter, die passende Werkzeuge (Tools) anbieten, ist ebenfalls beschränkt und diese dürften eher just in time produzieren.
Wenn Micron die Qualität der Chips nicht testen konnte, dann werden die garantiert auch nicht mit dem Spectek Label angeboten, denn dann kann man ja auch nicht feststellen, ob diese überhaupt funktionieren und welche Qualitätsstufe diese innerhalb der Spectek Standards noch entsprechen. Die besten Spectek sind aber immer noch schlechter als die schlechtesten Micron NANDs.
Stegicb schrieb:
So wie ich die Sache sehe besteht Grund zur Annahme, dass ich eine SSD mit schlechten NAND Chips habe, allerdings nicht ausschließt, dass ich hochwertigen NAND speicher habe.
Gut und schlecht bezieht sich bei NANDs eigentlich nur auf die Zyklenfestigkeit und da wird kaum ein Heimuser die üblicherweise bei Micron garantierten 3000 P/E Zyklen auch nur annährend während der Nutzungsdauer seiner SSD ausnutzen. Wenn Deine also 1000 oder 2000 Zyklen halten, dann wirst Du den Unterschied nicht merken. Das ist Problem ist ehr, wenn dann auch ein Chip dabei ist, der keine 100 Zyklem schafft, denn so genau kann man das eben leider auch nicht vorher bestimmen (binnen). Dann kann das eben schnell mal zum Ausfall der ganze SSD führen.
Ebenfalls unschön könnte es sein, wenn die Data Retention zu schlecht ist, dann hast Du ggf. nach einer längeren Nutzungspause oder bei Daten die länger auch intern nicht umkopiert wurden, plötzlich Lesefehler.
Stegicb schrieb:
Laut Mushkin sollte die SSD folgende Daten vorweisen:
Read Speed: up to 555MB/sec
Write Speed: up to 525MB/sec
MTBF: 2 million hours
IOPS: 80,000
(Controller:SandForceWarranty:3 years limited)
Bis auf die MTBF kann ich das ja erstmal überprüfen.
Die MTBF ist ein Rechenwert aus den statstischen Ausfallraten der verbauten Einzelkomponenten und gilt nur bei ganz genau definierten Bedingungen, die Du alleine schon deshalb nicht einhalten kannst, weil der Hersteller sie i.d.R. nicht verrät (und Du keinen Klimaschrank hast). Wenn der Wert für alle Kapazitäten einer Baureihe identisch ist, dann ist der sowieso nur geraten, denn mit mehr NAND Bausteinen müsste ein wirklich errechneter Wert halt auch geringer werden.
Die 500+ MB/s kannst Du aber, wie bei den Sandforce üblich, nur mit extrem komprinerbaren Testdaten wie bei ATTO messen, mit
AS-SSD wird das, gerade schreiben und bei
async. ONFI NAND auch lesend, deutlich weniger sein.