Musik-Produzent Power User PC

SIN7

Cadet 3rd Year
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Nov. 2012
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59
Hallo Leute,

ich möchte für einen Freund einen PC zusammenstellen.
Er ist Musikproduzent und verwendet Steinberg's Cubase 9.
Nach einem Telefonat mit Steinberg war klar, dass ein PowerUser PC gebaut werden soll.

-Der PC sollte möglichst leise sein!
-Die Leistung des PCs muss stabil sein
-Es sollen 2 Monitore angeschlossen werden
-PC soll die nächsten 4 Jahre möglichst nicht aufgerüstet werden müssen
-Preis sollte nicht über 2200€ überschreiten

Dazu habe ich mir folgende Konfiguration überlegt:

CPU: Intel Core i7-8700K
CPU Lüfter: be quiet! Dark Rock Pro 3
Mainboard: Gigabyte Z370 AORUS Gaming 3
RAM: Corsair DIMM 64GB DDR-2666
GPU: Gigabyte GeForce GT 1030 Silent LP 2G
Netzteil: be quiet! Straight Power 10 700W CM
SSD: Samsung 960 EVO 500GB M2
HDD: WD Black 4TB
Gehäuse: be quiet! Silent Base 800
OS: Windows 10 Home

Wenn ich die Teile mit dem Alternate-PC-Konfigurator zusammenstelle bekomme ich noch folgende Fehlermeldung:

"Arbeitsspeicher
Der von Ihnen gewählte Speicher entspricht nicht dem JEDEC-Standard. Daher werden wir diesen Speicher auf JEDEC-konforme Timings einstellen, falls Sie die Konfiguration inklusive Zusammenbau bestellen."

Weiß nicht ganz was das heißen soll, da der CPU die MHZ vom RAM unterstützt und der RAM auch auf der Mainboard-Kompatibilitätsliste steht.

Für Verbesserungsvorschläge wäre ich sehr dankbar.
Bitte gut begründen, warum ein Teil vielleicht durch ein anderes ersetzt werden soll!
Danke :)
 
Zuletzt bearbeitet:
Verdient er damit Geld? Bzw. ist das seine Haupteinnahmequelle? Dann lasst das von einem Hersteller machen, der im Zweifelsfall die Kiste innerhalb von 24 Stunden wieder funktionsfähig kriegt.

Und deine Links gehen nicht.

Und wozu die extra Grafikkarte? Oder geht's um 2x 4k?
 
benneque schrieb:
Und deine Links gehen nicht.

Und wozu die extra Grafikkarte? Oder geht's um 2x 4k?

Links sollten jetzt gehen. Habe gerade alle nochmal angepasst.
Und es geht um die theoretischen 2x 4k
 
Und die wichtigste Frage hast du nicht beantwortet. Oder ist's nicht schlimm, wenn die Kiste mal 'ne Woche ausfällt oder plötzlich sämtliche Daten der letzten Tage weg sind?
 
Das Netzteil ist ziemlich überdimensioniert, selbst mit einer richtigen fetten Graka würden 500Watt reichen.
Bei dieser Graka könnte man wohl auch bedenkenlos zu 350W-400W greifen.
Bei professionellen Geräten würde ich immer auf RAID1 setzen damit bei Ausfall direkt gesichert/weitergemacht werden kann.

LG KeyKon
 
700W Netzteil ist viel zu viel! 400-500W sind mehr als ausreichend hier.

Statt der M.2 SSD würde ich eine normale SATA SSD nehmen, dafür in 1TB.

Ob man nun 64GB Arbeitsspeicher braucht weiß ich nicht, 32GB sollten für Cubase ausreichend sein.
Es sei denn es wird mit sehr vielen PlugIns hantiert.
 
benneque schrieb:
Verdient er damit Geld? Bzw. ist das seine Haupteinnahmequelle? Dann lasst das von einem Hersteller machen, der im Zweifelsfall die Kiste innerhalb von 24 Stunden wieder funktionsfähig kriegt.

Ja/Nein.
Wir haben bei Herstellern geschaut und da kostet eine schlechtere Konfiguration fast 600€ mehr und das war er nicht bereit zu zahlen.
Bitte diesen Punkt nicht berücksichtigen!
 
Finde die Konfiguration geht in die richtige Richtung. Der 8700K ist derzeit für die meisten Cubase Projekte die empfehlenswerteste CPU. Gibt zwar einige Fälle wo es auch mal mehr Kerne sein dürfen, aber der hohe Takt ist in anderen Fällen ebenso entscheidend.

Hast du beim Board Infos, ob es bzgl DPC Latenzen keine Probleme gibt? Ansonsten könntest du dich an den Systemen von Scan Pro Audio orientieren und das Asus Prime Z370-A nehmen. Als professioneller Anbieter für DAWs sollten die das ordentlich ausgetestet haben.

Die Frage ob es 64GB RAM sein müssen, kann nur dein Kumpel beantworten, indem er bei seinen bisherigen Projekten auf die Auslastung achtet. Kommen viele Plugins mit umfangreichen Samplelibraries zum Einsatz, können selbst die 64GB nicht ausreichen. Manchmal reichen aber selbst 8GB aus. Ansonsten bekommst du für den Preis der Corsairs schon schnellere GSkilll Tridentz. Da gäbe es zu gegebenem Zeitpunkt die Möglichkeit höher zu takten.

Ist das mit der Kombination M2 SSD und 4TB HDD so stimmig? Dient die Platte als Datengrab? Für Projekte mag die HDD aufgrund des Speicherplatzverbrauchs noch Sinn machen. Vor allem Samples profitieren beim Laden von einer schnellen SSD. Persönlich würde ich lieber die HDD als Systemplatte haben wollen und die SSD als Sampledrive. Ich finde nichts kreativitätstötender, als bei der Soundsuche ständig Ladezeiten zu haben. Genau da würde die 960 Evo am meisten Sinn machen, womöglich ist sie aber zu klein und eine 1TB SATA SSD wäre aufgrund der Grösse der bessere Kompromiss.
Die optimale Kombination wäre eine eher kleine System SATA-SSD und eine große schnelle M2 SSD, wenn es denn überhaupt 2 Drives sein müssen.
Eine HDD hat auch sonst den Nachteil, evtl von von der Lautstärke störend zu sein. Meine alten 2TB WD Blacks waren diesbezüglich eine Katastrophe. Müsste mal jemand was zu sagen ob die aktuellen besser abschneiden. Aktuelle, schnelle 7200RPM Seagate Drives mit Heliumfüllung sind diesbezüglich deutlich erträglicher. Leider gibts die erst ab 8TB. Im Dauereinsatz ist auch unbedingt eine Platte mit 24/7 Freigabe für höhere Zuverlässigkeit empfehlenswert.

Das Netzteil ist mit 700W auf jeden Fall überdimensioniert. Das System braucht selbst moderat übertaktet keine 200W. Nimm ein Netzteil mit 400-500W und du landest dort beim halben Verbrauch, also in etwa der Punkt wo Netzteile ihre höchste Effizienz haben. Und damit die geringste Verlustleistung und somit prinzipiell leisere Kühlung. Be Quiet kann man nehmen, ich selber habe auch mit Seasonic gute Erfahrungen.

Ich bin der Meinung, wenn man selber PC-technisch fit ist oder jemanden im Bekanntenkreis hat, der zuverlässig & zeitnah hilft, kann man durchaus auf die Serviveverträge eines Systemhauses verzichten. Ist ja nicht so, dass sowas völlig umsonst ist. Und ein Restrisiko für Ausfallzeiten bleibt hier wie da.
 
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