News Nach KI-Klonen von Adobe-Apps: Entwickler erstellt Open-Source-Kopien von Microsofts Office-Apps

Mein erster Test mit CADCraft und VektorCraft:

Ja das Grundgerüst steht. Fehler gibts noch einige, aber die git Repos sind prall gefüllt mit Unterstützern. Da wird noch einiges kommen. Gerade das Grundgerüst aus Rust + moderner GUI könnte viele jüngere Entwickler anlocken. Die Idee von einem Programm, dass eine ähnliches Bedienkonzept zu bekannten Branchengrößen bietet, ist schonmal nicht schlecht. Ich würde persönlich noch ein paar Monate abwarten, bis zumindest die größeren Bugs weg sind, sonst kommt schneller mal Frust auf. Trotzdem eine wirklich spannende Suite.
 
Ich denke nir wenn wir es schaffen LibreOffice mit kollaborativer Bearbeitung auszustatten die keinen Webbrowser erzwingt sollte es nahezu perfekt für meine Arbeit in der Firma sein.
Brauche keinen vollständigen KI Nachbau von MS Office. Bisschen Politur reicht ;)
 
Snapuman schrieb:
Was allerdings heute schon durch LLM's massiv herabgesetzt ist, ist die Hemmschwelle, Zugangsschwelle und Komplexität um Programmieren zu lernen.
Da habe ich insofern meine Zweifel, weil man eben zum Vibe Coden den Code garnicht mehr verstehen muss. Ich habe in meinen über 30 Jahren als Entwickler unzählige Programmiersprachen benutzt, und bin dabei, je nach Bedarf, unterschiedlich tief eingestiegen. Irgendwann kam ich tatsächlich mal zu dem Punkt, wo ich sagte „the language doesn’t matter”.

Jetzt vibe code ich gerade meine erste macOS Anwendung in Swift, und ehrlicherweise habe ich mir den Code bisher nur oberflächlich angeschaut und werde mir auch nicht mehr die Mühe machen, wirklich Swift zu lernen.

Ich lasse mir von der KI die Architektur erklären, und mache da auch Vorgaben bzw. sage, was mir nicht gefällt. Aber das ich Code auf zeilenebene anschaue und verstehe, das wird eher nicht passieren.
Ergänzung ()

riloka schrieb:
Wäre es nicht einfacher gewesen und billiger wenn man diese Defizite direkt in sagen wir mal LibreOffice behoben hätte? Ich halte von dieser Schrottschusstaktik nichts.
LibreOffice hat eine grauenhafte, uralte und schwer durchschaubare Codebasis, vermutlich auch mit jeder Menge totem (also nicht mehr benutzten) Code. Sicher auch einer der Gründe warum es sich kaum weiterentwickelt. Mit einem KI Agenten würde das nur unnötig Tokens kosten (der muss ja den ganzen Code einlesen um ihn zu verstehen). Da ist ein Neubau „from Scratch” billiger.
 
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Das kann ich nicht beurteilen aber das dürfte bei allen größeren Projekten inklusive Photoshop und MS Office auch so sein. Irgendwann verliert man den Überblick und muss hoffen mit teilweisem Neuschreiben und kleinen Korrekturen alles stabil halten zu können.
Ich würde aber sagen: Geld und Personalmangel wiegt oft schwerer.
 
Ich verstehe die Kritik nicht an den Nachbauten. Das ist für ich einfach nur wieder Schlechtmacherei. Außerdem, nur weil man die Geschäftspraktiken ablehnt, muss man nicht die Funktionalität schlecht finden. Insofern ist es für mich ein legitimer Protest, es nachzu bauen. Ich glaube auch nicht, dass es so schwierig wäre, die Cloudfunktionalität nachzubauen. Da glaube ich inzwischen, dass eine KI das besser machen kann als MS selbst.

Die OpenSource-Varianten finde ich irrelevant im Zeitalter der KI. Heute kann ich einfach sagen, welche Funktionen ich haben möchte und fehlt eine, kann ich sie ergänzen lassen. Dann habe ich genau auf mich zugeschnittene Software. Ich habe überhaupt kein Interesse daran, mich noch mit irgendeinem Desktopprogramm von irgendeinem Hersteller (ob groß oder klein) abzugeben, wenn ich nicht dazu gezwungen bin (z.B. Windows und MS Office im Job ...).

Code ist für mich auch irrelevant, weil ich für mich einfach nur die Funktionalität haben möchte. Ich habe einen langen Weg der Softwareentwicklung inkl. Assembler (jaja Hochsprachen sind Ketzerei) hinter mir und ich bin froh, dass es jetzt KI gibt.
 
TomH22 schrieb:
Da habe ich insofern meine Zweifel, weil man eben zum Vibe Coden den Code garnicht mehr verstehen muss.
Ja die Zweifel sind durchaus berechtigt, habe auch schon von EDV Buden gehört die ihren youngstern in Ausbildung aus dem Grund anfangs das nutzen von LLM's verbieten - um sie erst mal trocken an Code zu gewöhnen.

Ist halt wie mit jeder Technologie, es ist ein Werkzeug, die Frage ist, wie nutzt man sie.

LLM's haben auf jeden Fall das potentiell dein individueller allzeit Bereiter persönlicher Tutor zu sein der dir jede Zeile Code bis zur Unendlichkeit erklären kann.
Ob man das dann auch noch dafür nutzt, das Ding einfach nur stumpf machen lässt, oder einen Mittelweg wählt, das kann ja letztlich nur jeder für sich entscheiden.
Das Potential wäre aber da es vernünftig und katalysierend zu nutzen.

fandre schrieb:
Die OpenSource-Varianten finde ich irrelevant im Zeitalter der KI.
Ist doch quatsch. Mir scheint du betrachtest das zu sehr "aus der Fachidiotenbrille".
Nicht jeder hat deine Kompetenz. Die wenigstens haben das. Und LLM's orchestrieren braucht nach wie vor Kompetenz.

fandre schrieb:
Heute kann ich einfach sagen, welche Funktionen ich haben möchte und fehlt eine, kann ich sie ergänzen lassen. Dann habe ich genau auf mich zugeschnittene Software. Ich habe überhaupt kein Interesse daran, mich noch mit irgendeinem Desktopprogramm von irgendeinem Hersteller (ob groß oder klein) abzugeben, wenn ich nicht dazu gezwungen bin (z.B. Windows und MS Office im Job ...).
Das mag im privaten möglicherweise teils so sein, im professionelle Umfeld aber sicher noch nicht.

fandre schrieb:
Code ist für mich auch irrelevant, weil ich für mich einfach nur die Funktionalität haben möchte. Ich habe einen langen Weg der Softwareentwicklung inkl. Assembler (jaja Hochsprachen sind Ketzerei) hinter mir und ich bin froh, dass es jetzt KI gibt.
Das ist dann aber auch was ganz anderes wenn du viel Software/Programmiererfahrung bis auf Assemblerebene runter hast. Du verstehst Code und Computer prinzipiell. Du weisst bereits wie man Software baut und auf was man da alles achten muss.

Das kann man keinesfalls mit jemanden vergleichen, der ohne all diese Erfahrung jetzt mit LLM's anfängt Software zu produzieren!
 
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Snapuman schrieb:
Ja die Zweifel sind durchaus berechtigt, habe auch schon von EDV Buden gehört die ihren youngstern in Ausbildung aus dem Grund anfangs das nutzen von LLM's verbieten - um sie erst mal trocken an Code zu gewöhnen.
Das halte ich heute für nicht mehr zeitgemäß. Die Menschen sollten mMn Ansätze, Konzepte, Architekturen, Algorithmen und Tests (tut es das, was ich wollte) verstehen lernen (können die meisten Coder mMn nicht). Konkret Code anzuschauen ist nicht mehr relevant. Letztendlich vertrauen wir heutzutage ja auch blind Parsern, Compilern und Interpretern (wer schaut Bytecode und co. an?). Wer schaut noch in jede Zeile eines open-source-Projekts. Kaum jemand, weil man darauf und einer Community vertraut.
Snapuman schrieb:
Ist halt wie mit jeder Technologie, es ist ein Werkzeug, die Frage ist, wie nutzt man sie.
So sehe ich das auch
Snapuman schrieb:
Nicht jeder hat deine Kompetenz. Die wenigstens haben das. Und LLM's orchestrieren braucht nach wie vor Kompetenz.
Das war vielleicht noch bis vor paar Wochen so. Das hat sich weitgehend mit den aktuellen Modellen erledigt. Das Problem in meinem Kundenkreis ist oft, dass sich die Situation von der "die KI kann alles"-Sicht bei vielen zu einer "ich weiß gar nicht, was die KI alles könnte"-Sicht gewandelt hat, weil die Entwicklung zu schnell ist, selbst für Fachmedien.
Snapuman schrieb:
Das mag im privaten möglicherweise teils so sein, im professionelle Umfeld aber sicher noch nicht.
Dem möchte ich etwas widersprechen und es deckt sich nicht mit meinen Erfahrungen aus dem KMU-Umfeld in Deutschland. KI-generierte Software ist gerade der Ansatz, der es kleinen Unternehmen ermöglicht mit kleinen Budgets von alten oder besonders teuren Systemen wegzukommen.
Snapuman schrieb:
Das kann man keinesfalls mit jemanden vergleichen, der ohne all diese Erfahrung jetzt mit LLM's anfängt Software zu produzieren!
Das stimmt und führt mich zum ersten Punkt zurück. Der Code ist mMn nicht relevant, man muss verstehen, was passiert. Die KI wird immer mehr Binaries direkt generieren und nicht einen menschenlesbaren Quellcode. Der Trend weg von Python hin zu "Rust" ist da vielleicht ein Schritt in die Richtung.
 
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fandre schrieb:
Das halte ich heute für nicht mehr zeitgemäß. Die Menschen sollten mMn Ansätze, Konzepte, Architekturen, Algorithmen und Tests (tut es das, was ich wollte) verstehen lernen (können die meisten Coder mMn nicht). Konkret Code anzuschauen ist nicht mehr relevant.
Das sehe ich definitiv auch so. Verbote haben eh noch nie groß geholfen (egal bei was) - das halte ich in dieser strikten Form daher auch für einen eher unbeholfenen Ansatz.
Daher ja auch mein Plädoyer für 'lernen mit der "KI"' - jemand muss den angehenden Entwicklern beibringen wie man vernünftig mit dieser Technologie umgeht und wie man ganz allgemein guten Code gute Software schreibt.

fandre schrieb:
Das war vielleicht noch bis vor paar Wochen so. Das hat sich weitgehend mit den aktuellen Modellen erledigt. Das Problem in meinem Kundenkreis ist oft, dass sich die Situation von der "die KI kann alles"-Sicht bei vielen zu einer "ich weiß gar nicht, was die KI alles könnte"-Sicht gewandelt hat, weil die Entwicklung zu schnell ist, selbst für Fachmedien.
Ja interessant, ich hab selbst eigentlich nur halbgare Scripting Kenntnisse (OOP war mir leider immer zu hoch) aber beobachte das Thema sehr interessiert von der Seitenlinie aus.
Hab gestern die aktuelle Freakshow Folge gehört, da meinte Tim Pritlove (der ja nur seit 'ner Weile auch recht aktiv agentisch codet, auf "geilen Code" viel Wert legt und selbst sagt, dass seine Programmiersprache inzwischen die natürliche Sprache ist) was ganz ähnliches...
Da war auch von "seit vlt. 2 - 3 wochen ist das vorbei" die Rede...

fandre schrieb:
KI-generierte Software ist gerade der Ansatz, der es kleinen Unternehmen ermöglicht mit kleinen Budgets von alten oder besonders teuren Systemen wegzukommen.
OK vlt. muss man hier noch zwischen Standardsoftware und Individualsoftware unterscheiden. Ich meinte damit eher erstere. Bei letzterer mag das (in fähigen Händen) dann wohl wirklich inzwischen soweit sein.

fandre schrieb:
Der Code ist mMn nicht relevant, man muss verstehen, was passiert. Die KI wird immer mehr Binaries direkt generieren und nicht einen menschenlesbaren Quellcode. Der Trend weg von Python hin zu "Rust" ist da vielleicht ein Schritt in die Richtung.
Ja das kann ich so unterschreiben
 
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Ich finde es mehr als beachtlich, was die Jungs (und Mädels natürlich auch) da innerhalb kürzester Zeit auf die Beine gestellt haben. Das sind ja keine Hobbyprojekte - oder irgendwas, das im Rahmen einer Seminararbeit entstanden wäre. Da steckt einfach auch sehr viel Know How und professionelle Vorgehensweise drin. Angefangen mit dem ganzen Clean-Room - Ansatz, der Auswahl der Werkzeuge, der professionellen Doku etc. pp.

Das ist schon großes Kino und hat meinen vollen Respekt.

Es gibt im Artikel allerdings einen wichtigen Aspekt, der bei der Diskussion m. E. zu kurz kommt: Software kann man "nachbauen", neu programmieren oder von einer KI entwickeln lasse, Was auf diese Weise NICHT geht, ist das einfache Kopieren des Cloud-Speichers, der mit vielen dieser Standard-Anwendungen verbunden ist.

Ich selbst nutze Office-365 nur noch sehr selten, um ein paar alte Schätzchen im docx oder sogar noch doc-Format korrekt öffnen und anzeigen zu können. Viel wichtiger ist mir mittlerweile der umfangreiche OneDrive-Speicher, den ich zusammen mit meinem Family-Account erhalte.

Für 8 Euro (oder so) im Monat erhalte ich nicht nur den Zugriff auf alle Anwendungen aus der Office-Reihe, sondern bekomme auch noch 5 x 1TB Cloudspeicher sozusagen als "Dreingabe".

OK, ich könnte mir vorstellen, dass das bei den Adobe-Abos ein bisschen anders aussieht. Aber ganz ehrlich: Adobe weine ich auch keine einzige Träne nach. Die haben schon so oft Software aufgekauft, um sie dann zu vernichten - und die haben schon so oft ihre treuen Kunden eiskalt im Regen stehen lassen.

Da hält sich mein Mitleid wirklich sehr in Grenzen.

Am Ende trifft es mit Microsoft und Adobe keinen sprichwörtliche "Armen" oder "Unschuldigen". Beide Konzerne haben in der Vergangenheit schon oft gezeigt, dass sie weder im Umgang mit Kunden, noch im Umgang mit dem geistigen Eigentum anderer besonders zimperlich sind.

Deshalb: ArtCraft go!!! Meinen Support habt ihr erst mal ... 👍🫡👍:)
 
Snapuman schrieb:
OK vlt. muss man hier noch zwischen Standardsoftware und Individualsoftware unterscheiden. Ich meinte damit eher erstere. Bei letzterer mag das (in fähigen Händen) dann wohl wirklich inzwischen soweit sein.
Ja, da habe ich auch zu wenig differenziert. Es lässt sich nicht einfach alles einfach nachprogrammieren. Typisches Problem ist oft, das nicht klar ist, was die alte/bestehende Software kann und was davon noch benötigt werden. Oft sind das z.B. irgendwelche Reporte, die generiert werden, von denen keiner mehr weiß, wozu die überhaupt waren oder irgendwelche Ausnahmefälle.
Was gut geht, sind aufwändigere Analysen/Auswertungen von Messungen, wenn bekannt ist was bei gegebenen Input auch rauskommen sollte (und der Quellcode nicht mehr verfügbar ist und der Hersteller/Entwickler seit Jahren nicht mehr existiert und das System nicht mehr einfach ins Netzwerk gebracht werden kann oder keine Ersatzhardware für den Windows 95 Rechner vorhanden ist ...)
 
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@fandre Ja das ist ja wohl auch einer der Hauptgründe, warum der Dev der ArtCraft Suite da so schnell so weit gekommen ist.
Abgesehen davon, dass er als ehemaliger Adobe Dev vermutlich schon mal selbst grundlegend tiefere Kenntnisse der Architektur besitzt, ist zudem der gesamte Workflow der Adobe Apps allerbestens Im Netz bis auf den hinterletzten Button ausführlichst dokumentiert.
Das sind natürlich die besten Vorrausetzungen überhaupt um via Frontier LLM wie Opus 5.5 die Teile sauber from the scratch funktional und optisch identisch neu zu bauen.
 
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