Nach Netztrennung kein Boot und LED blinkt

Khaotik

Captain
Registriert
Juni 2007
Beiträge
3.796
Hallo Leute,

ich habe seit einiger Zeit ein Problem, das sich immer weiter verstärkt.
Mein System seht ihr in der Signatur.

Das Problem wirkt sich folgendermaßen aus: Wenn ich den PC normal herunterfahre aber die Steckerleiste NICHT ausschalte, kann ich den PC jederzeit wieder ganz Normal hochfahren.
Wenn ich nun die Steckerleiste vom Stromnetz trenne (Stecker ziehe), zb. über Nacht, so fährt der PC am nächsten Tag nach wieder einstecken nicht hoch. Einzig die grüne LED auf dem Mainboard blinkt etwa 2x pro Sekunde.
Zuerst hat es gereicht, 2-3 min zu warten, dann war die LED dauerhaft an und der PC ist hochgefahren.
Mittlerweile kann das schonmal 30min dauern.
Dabei passiert es dann, dass der PC während des Hochfahrens wieder ausgeht. Das kann einige male passieren, wobei er bei jedem Boot weiter kommt.

Leider kann ich aktuell mein Handbuch nicht finden und das Internet hat soweit auch erstmal nicht viel hergegeben.

Groß geändert habe ich am System die letzte Zeit nichts. Lediglich 2 neue Lüfter wurden eingebaut, welche aber direkt am NT hängen.


Der PC läuft, sobald er hochgefahren ist, absolut stabil und stürzt auch nicht ab. Wiegesagt, solange ich den PC nicht vollständig vom Netz trenne, läuft alles wunderbar.

Ich kann mir das nicht wirklich erklären. Erste Vermutung wäre die Mainboard-Batterie gewesen.


Für Hilfe wäre ich sehr Dankbar. Es nervt, jedes mal eine halbe Std. auf den PC warten zu müssen:lol:


Schöne Grüße
 
Probier mal ein anderes Netzteil aus. :)
 
Wahrscheinlichkeit: 90% das Netzteil, 10% defekte Kondensatoren auf dem Mainboard
Der Rechner ist ja mittlerweile auch schon uralt. Kannst ja mal die Kondensatoren auf dem Mainboard anschauen, ob man das was sieht.
 
Kann es was damit zu tun haben, dass ich eine Steckerleiste verwende die mit Master-Slave arbeitet?

Letztens hab ich festgestellt, dass die Leiste dauernd klickt, was wohl immer das Sperren und Freischalten der Slave-Anschlüsse bedeutet. Das müsste doch heißen, das der PC ständig Strom im Standby zieht, dies aber nicht in einer konstanten Größe tut und sich somit die Leiste ständig wieder an- und abschaltet?


Aber dann werde ich mir wohl ein neues Netzteil zulegen müssen. :/
 
Das ist bei der Fehlereingrenzung der erste Schritt, solche Master-Slave-Steckerleisten rauszunehmen. Die machen teilweise den größten Mist.
 
Diese Steckerleiste habe ich bereits durch eine neue Ersetzt. Ein klicken ist da nicht mehr zu hören. Das Fehlerbild bleibt allerdings das gleiche.
Ich denke, ich probier mal, den PC direkt mit dem Stromnetz zu verbinden ohne irgendwelche Leisten dazwischen.
Dann kann ich zumindest sicher sein, das es wirklich iwas am NT oder so sein könnte.

Muss dann gleich mal nachsehen, von wann das Netzteil ist. Ggf. könnte sogar noch Garantie drauf sein, nachdem das dann mittlerweile mein drittes ist, das den Geist aufgibt -.-
 
ja, das meinte ich mit großen Mist. Die Leisten (können) nämlich Netzteile killen und noch anderen Spuk erzeugen. Ich hasse mittlerweile die Dinger und rate ab, sie zu benutzen. Sicher sind sie praktisch, aber leider ist das Schaltscenario in keinster Weise an das Einschaltverhalten von Schaltnetzteilen angepasst. Es fackeln auch immer mehr Häuser und Wohnungen deswegen ab. Leider interessiert sich weder der Tüv, noch sonst wer dafür, daß sich Schaltnetzteile beim Einschalten komplett anders verhalten, als man das von "analogen" Stromverbrauchern kennt.
 
Was soll das für Auswirkungen auf das PC-Netzteil haben? Das wird ja am Master angeschlossen und ist immer am Strom, solange die Leiste nicht abgeschaltet wird. Nur die Slave-Geräte sind ständig belastet durch permanente Ein/Aus-Schaltungen wenn die Leiste falsch reagiert
 
@rg88
Das Einschalten eines Schaltnetzteils erzeugt eine Reihe von Störungen, die sehr wohl auf das Netzteil selber rückschlagen können und das gern auch tun. Wir haben ein Firmeneigenes Testlabor, da wurde das mal näher angeschaut und auch die Wechselwirkungen mit Master-Slave-Verteilern und anderen Einschaltgeräten untersucht. Da ist unsere Entwicklungsabteilung sauber erschrocken, auf was jetzt geachtet werden muß. Ich hab das nur am Rande mitbekommen, da ich in der Fertigung arbeite, aber einige Dinge wurden da angepasst, um solche Störungen und Aus/Wechselwirkungen zu vermeiden. Mein Vorgesetzter hat dann erwähnt, daß sie dem Tüvmenschen, der bei uns in Haus kommt, von den Ergebnissen berichtet haben, der aber das mit einem Lächeln und dem Text "wissen wir schon, aber interessiert keinen" abgetan hat. Das hat unseren Oberen dann ein Kopfschütteln abgerungen, aber es ging wohl die Devise raus, wir machen es richtig, dann können sie uns später nicht an Bein pinkeln.
 
Das müsste aber dann doch auch faktisch für jede Steckerleiste mit Schalter gelten, oder?
 
Ich kann leider nur wiedergeben, was ich so Laienhaft aus dem Testlabor mitbekommen habe, bzw. über Gespräche und Erläuterungen, die uns in der Fertigung betreffen.
Es scheint wohl so zu sein, daß normale Verteilerleisten, bestückt mit einer Vielzahl von Schaltnetzteilen, schneller kaputt gehen. Genau genommen der Schalter. Die Kontakte scheinen wohl sehr zu verkohlen, das hat damit zu tun, daß beim Einschalten sofort ein relativ hoher Strom fließt. Da kommt es an den Kontakten zu einem Überschlag, noch bevor der Kontakt richtig hergestellt ist. Eine sogenannte Funkenstrecke. Hat was mit der Schaltträgheit zu tun, bei Relaise geschalteten Verbrauchern soll es kein Problem sein, die schalten auch blitzschnell um.
 
So, um mein Problem hier abzuschließen, möchte ich euch noch kurz mitteilen, was abhilfe geschaffen hat.

Nachdem ich am Wochenende ein fast neues BeQuiet! Netzteil geschossen habe, konnte ich Montag direkt einen Test machen.
Der PC hat auch nicht funktioniert, wenn man ihn an eine ganz normale Mehrfachleiste anschließt (ohne Schalter oder sonstiges).
Da der PC vorher die ganze Zeit am Netz hing, konnte ich auch nach kurzem Umstecken wieder sofort einschalten. Nachdem er aber 10 min vom Netz getrennt war, hat die Mainboard-LED wieder fröhlich vor sich hingeblinkt und es ging nichts.

Also neues Netzteil eingebaut und siehe da - alles funktioniert wieder.

Aufgrund des Fehlerbildes und dem Gespräch mit einem bekannten gehe ich davon aus, das im Netzteil ein Defekt an einem Kondensator oder ähnlichem vorliegt.
Es hat jedenfalls damit zu tun, wielang der PC vom Netz getrennt ist bzw. ob er das ist. Solange die Versorgung aufrecht erhalten wird, hat das Netzteil auch wunderbar funktioniert.


Soviel jedenfalls von mir dazu, falls jemand mal auf ein ähnliches Problem stoßen sollte. ;)
 
Zurück
Oben