Nachfolger von SSD

haiflosse

Lieutenant
Registriert
Jan. 2017
Beiträge
640
Hallo!
Kann mir jemand sagen, wie der Nachfolger einer SSD Festplatte heißt. Er soll wesentlich schneller sein als SSD.
Vielen Dank für jede Antwort
 
Es gibt in dem Sinne keinen "Nachfolger". SSD heißt erstmal nur, dass dort kein rotierender Magnetspeicher drin ist und die Speicherchips auch ohne Strom den Speicherinhalt beibehalten.
Alles andere sind dann verschiedene Speicherchips, Controller, Schnittstellen, die den Unterschied machen.

@Unter mir: Ein DHD nutzt Kristalle zur Speicherung und dient als Anwahlgerät eines Stargates ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
Äh ... worauf zielt deine Frage ab? Wesentlich schneller als eine SSD: DDR4-RAM. Ansonsten ist deine Frage unsinnig. Die SSD ist ja auch nicht der Nachfolger der HDD, sondern schlicht ein schnelleres, aber auch deutlich teureres Speichermedium NEBEN der HDD.

Formuliere doch deine Frage anders. Welche Form von Wissen möchtest du erlangen? Warum fragst du nach einem Nachfolger?
 
Oder auch gefragt: Was meinst du mit SSD? Was ist für dich SSD?

Ich könnte mir vorstellen, dass du einen Formfaktor meinst.

Schneller als herkömmliche SSD im 2,5" Format über Sata angeschlossen sind z.B. M2:
https://de.wikipedia.org/wiki/M.2
 
Ich denke er meint herkömmliche SSDs mit NAND und Sata 3.
 
Danke für die Antwort.
Ich habe dies nur von jemanden gehört. Leider ist mir der Name entfallen.
Es kann aber auch sein, dass es um den Anschluss NVME geht.

Oder es gibt ein neues schnelleres Speichermedium.

Danke
 
Alles klar. Das könnte sein. D.h. dazu benötigt man dann einen eigenen Anschluss bzw. das Board des Computers (Laptop oder PC) muss dies zur Verfügung stellen - oder?

Danke
 
M.2 ist nur der Anschluss. Das sagt noch überhaupt nichts über die Geschwindigkeit des Speichers aus, der da rein gesteckt wird. Und EBENSOWENIG sagt der Anschluss etwas darüber aus, wie dieser angebunden ist. Das kann per SATA sein, was keinerlei Vorteile bringt, nicht mal theoretisch, gegenüber eine 2,5" SSD. Kann aber auch PCIe-Anbindung sein, was aber auch nur etwas bringt, wenn der Speicher damit umgehen kann und schneller ist, als SATA anbietet.
 
Du brauchst Drei Dinge. Den passenden Slot / Formfaktor. Das wäre M.2, dann die passenden Anbindung, in dem Fall per PCIe und dann muss das Bios des Rechners noch mit dem NVME Protokoll umgehen können. Das ist aber immer noch eine SSD.

Du musst bei SSDs die Schnittstelle und den Formfaktor unterscheiden und nicht in einen Topf werfen.

Und nach der SSD kommt halt was anderes. Aber die Entwicklung von SSDs ist lange noch nicht am Ende. Es werden einfach schnellere Schnittstellen und Protokolle kommen, die schnellere SSDs bedienen können.

Angefangen haben SSDs mit IDE und unter 100 MB Transfergeschwindigkeit. Heute kann eine SSD 5000 MB und mehr übertragen. Über die Schnittstelle PCIe.
 
haiflosse schrieb:
Alles klar. Das könnte sein. D.h. dazu benötigt man dann einen eigenen Anschluss bzw. das Board des Computers (Laptop oder PC) muss dies zur Verfügung stellen - oder?

Danke
Das begrenzende an der Geschwindigkeit ist weniger die SSD, als die Datenleitung zur CPU oder zum Chipsatz.
Es gibt prinzipiell drei Arten, das bekannte Sata Kabel, die neue M2 Schnittstelle oder ein PCIe Slot mit direkter Anbindung an die CPU. die Geschwindigkeit unterscheiden sich erheblich

Sata III ungefähr max. 600MB/s https://geizhals.de/?cat=hdssd&xf=4832_1
M2-PCIe 3.0x4 max. 8.000 MB/s https://geizhals.de/?cat=hdssd&xf=4832_3~7127_30.04
Slot PCIe 3.0 x 16 max. 32.000 MB/s https://geizhals.de/?cat=hdssd&xf=4832_5~7127_30.16

siehe https://www.computerbase.de/artikel/grafikkarten/grafikkarten-mit-pcie-test.1570/seite-2
 
Wenn mans genau nimmt, haben SSDs schon viel früher angefangen:
https://de.wikipedia.org/wiki/Solid-State-Drive#Frühe_SSDs
Ergänzung ()

@Rotkäppchen: Das ist Quatsch, du fängst richtig an und nimmst dann die Datenrate der Schnitstelle und stellst es hin, als wäre das die Geschwindigkeit des Speichers. Das ist absolut falsch und fahrlässig
 
rg88 schrieb:
....als wäre das die Geschwindigkeit des Speichers. Das ist absolut falsch und fahrlässig
Ich stelle es als Potenzielle Geschwindigkeit hin.
M2 geht aktuell bis 3500MB/s und warten wir ab, was als nächster Schritt kommt
PCIe x 16 kann man vier M2-SSDs reinpacken und im Raid = gehen die bis 14.000MB/S

Du siehst, die Größenordnung stimmt. Die sequiensille Maximalgeschwindigkeit ist aber ziemlich egal, für uns is tdie 4K leserate auch ganz wichtig, um Nachladeruckler für Texturen zu minimieren
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
desmoule schrieb:
Da gibt es viele Anwärter. FeRAM, MRAM, 3D XPoint. Zu kaufen ist bisher nur letzteres. Die Intel Optane Reihe z.B.
Wobei dies auch SSDs sind und 3D XPoint etc. allenfalls Nachfolger von NAND Flash als Medium in den SSDs sindsind.

dB150 schrieb:
Schneller als herkömmliche SSD im 2,5" Format über Sata angeschlossen sind z.B. M2
M.2 ist nur ein Formfaktor, die M.2 SSDs nutzen SATA oder PCIe als Schnittstelle, M.2 SATA SSDs sind daher auch nicht schneller als SATA SSDs im .25" Formfaktor, dafür aber auch i.d.R. nicht teurer.

haiflosse schrieb:
Es kann aber auch sein, dass es um den Anschluss NVME geht.
NVMe ist nur ein SW Protokoll, welches aber eine PCIe Anbindung für die SSD voraussetzt, NVMe SSDs haben also immer ein PCIe Interface, aber sie müssen nicht im M.2 Formfaktor daherkommen. Es gibt auch PCIe (NVMe) SSDs in den Formfaktoren Add-In-Card und 2.5" (U.2).
haiflosse schrieb:
Oder es gibt ein neues schnelleres Speichermedium.
3D XPoint, s.o.!
Rotkaeppchen schrieb:
Das begrenzende an der Geschwindigkeit ist weniger die SSD, als die Datenleitung zur CPU oder zum Chipsatz.
Das kann man so pauschal nicht sagen, es hängt immer vom Einzelfall ab.
Rotkaeppchen schrieb:
Es gibt prinzipiell drei Arten, das bekannte Sata Kabel, die neue M2 Schnittstelle oder ein PCIe Slot mit direkter Anbindung an die CPU. die Geschwindigkeit unterscheiden sich erheblich
Da hast Du aber Formfaktoren und Schnittstellen munter durcheinander geworfen. :evillol:
Rotkaeppchen schrieb:
Nein, pro Richtung sind real maximal so 3500MB/s drin, wenn auch in beide Richtungen gleichzeitig.
Rotkaeppchen schrieb:
Die HP Z TurboDrive Quad Pro sind keine einzelnen SSDs, sondern Adapter ganz ähnlich wie die ASUS Hyper M.2 X16 Card (90MC05G0-M0EAY0) mit 4 M.2 PCIe SSD mit mit PCIe 3.0 x4 Interface, aber es braucht dafür eine entsprechende Plattform bei der der Port auch PCIe Lane Bifurcation unterstützt um alle 4 SSDs überhaupt ansprechen zu können. Bei der aktuellen Intel S. 2066 (nur mit Skylake-X oder Skylake-W und S. 3647) sowieso AMDs TR4 Plattform gibt es nun auch VROC bzw. die AMD NVMe RAID Treiber Lösung, sonst bleibt nur ein SW RAID oder man spricht die SSDs einzeln an. Eine PCIe 3.0 x16 SSDs ist dies also nicht!
 
Holt schrieb:
Danke für soviel Mühe, es ging mir doch nur um Prinzipielle Unterschiede und grobe Daumenwerte.
Alle Drei sind unterschiedliche Anbindungen, Sata hängt am Chipsatz, M2 hängt über PCIe am Chipsatz und PCIe-Slot direkt an der CPU, Ausnahmen bestätigen die Regel.
 
PCIe SSDs müssen auch nicht immer an den PCIe Lanes des Chipsatzes hängen und umgekehrt hängen die PCIe Lanes der PCIe Slots nicht immer direkt an der CPU! Du verallgemeinerst für meinen Geschmack viel zu sehr.
 
Holt schrieb:
Du verallgemeinerst für meinen Geschmack viel zu sehr.
Das mag stimmen, für jemanden, der aber ganz im Dunkeln tappt ist es oft hilfreicher, grobe, wenn auch ungenaue, Kategorien zu schaffen, um das Problem überhaupt erstmal greifen zu können und die unglaublich vielen Detail dann Stück für Stück zu erörtern. Das halte ich didaktisch für besser, auch mit der Gefahr hier und da schwammiger Informationen zu geben.

Natürlich gibt es viel mehr Anbindungen als nur Sata, M2-PCIe 3.0 x 4 und Slot mit PCIe 3.0. x 16, trotzdem zeigt es exemplarisch das Potenzial und zum standard kann man Sata und M2-PCIe 3.0 x 4 erheben. Die Server SSDs mit PCIe 3.0 x8 oder x16 sind immer überteuerte Exoten, aber es zeigt, was technisch machbar ist und PCIe 4.0 steht vor der Tür, da geht also noch mehr.

Ebenso ist es gut zu wissen, ob eine SSD direkt an der CPU oder über den Chipsatz angebunden ist. Je nach Anwendung macht das Unterschiede, weil die CPU entlastet wird dafür Latenzen steigen, oder auch nicht. Und wenn wir alle Details und Ausnahmen aufschreiben, liest das eh keiner.
 
Es ist recht egal, was du für "didaktisch besser" hältst. Was du geschrieben hast, ist eben schlicht falsch. Entweder schreibs richtig oder lass es.
Mit Falschinformationen ist niemandem gedient.
 
Zurück
Oben