Nachhaltigkeit im Alltag - Erfahrungen der Community

Buttkiss schrieb:
Würde ein Label das Kaufverhalten der Deutschen nachhaltiger machen? Wahrscheinlich. Also bitte...
Ich hoffe es zumindest, aber halten uns Verkehrsregeln vom Rasen oder falsch Parken ab?
Die Labels richten aber sicherlich keinen Schaden an und selbst das reicht ja schon aus und wenn es dann auch noch kleine Fortschritte bringt, dann reicht es ja schon.
Genug Leuten, keine Ahnung wie viel Prozent, juckt es null, siehe hier im Thread und ich hab mich hier ja auch schon geoutet, dass ich nicht der heilige Samariter bin.
Ich esse auch nach wie vor Fleisch, aber deutlich unter Durchschnitt und kenne tatsächlich einen Jäger sehr gut. Ich versuche halt beim Fleisch zumindest drauf zu achten es vom Bauern oder Metzger zu holen.
Ich glaube auch, dass nicht alles Nachhaltig sein muss, aber wenn jeder ein wenig was dazu beträgt ist viel geholfen. Ich kann diese grundsätzliche Ablehnung halt absolut nicht nachvollziehen.
Buttkiss schrieb:
Klassiker bei uns, das Toastbrot oder der Joghurt die 2 Tage nach Kauf eine neue Farbe bekommen haben.
So ist es. Oder Obst, welches wir ja gern noch x-fach um verpacken, was dann schon beim Auspacken schimmlig ist auf der Seite die man nicht sehen konnte.
 
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Also bei nährwerten gehe ich ja noch mit dass man diese mit ein wenig Ahnung bewerten kann wenn man will.

aber co2 Fußabdruck ist total abstrakt teilweise.

Und da Rede ich nur von dem Co2 zur Erzeugung, die Lieferkette ist dann nochmal etwas das ich ja garnicht nachvollziehen kann - egal wie gebildet ich bin.

Und das würde ich gern sehen - Beispiel Bananen:
Bananen haben entgegen der Intuition einen niedrigen Co2 Fußabdruck von 0,6Kg Co2 pro KG Ware - da ist der gleiche Abdruck wie z.b. Brot.

Frischkäse hat etwa das 10 fache an Co2

Aber ist der Frischkäse aus Deutschland ernsthaft Klimaschädlicher als die Banane aus Nicaragua? (kommen die daher? :D )
Oder die Tomate aus Holland vs die Tomate aus Spanien?

Ein einfaches label mit Erzeuger + Transport Co2 und jeder kann ganz einfach entscheiden was er kauft.

Hier ganz gut erklärt was da alles mit reinspielt.
https://nachhaltigkeit-mit-kopf.de/...lebensmittel/#elementor-toc__heading-anchor-1

irgendwie logisch das eine Wintererdbeere mehr co2 verursacht, aber ob eine Ananas ein Flugzeugimport oder ein Schiffsimport ist - das sehe ich nicht und da wäre ein Label von nöten.
 
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Corto schrieb:
Bananen haben entgegen der Intuition einen niedrigen Co2 Fußabdruck von 0,6Kg Co2 pro KG Ware - da ist der gleiche Abdruck wie z.b. Brot.

Frischkäse hat etwa das 10 fache an Co2

...wobei ich in einer typischen Mahlzeit eher weniger weniger kg Frischkäse zu mir nehme, als das mit Bananen der Fall ist... :mussweg:

Corto schrieb:
...als die Banane aus Nicaragua? (kommen die daher? :D )
Weiß nicht... im lokalen Supermarkt steht meistens 'Costa Rica' auf dem Etikett, seltener 'Ecuador'.
(Die Spanier rücken ihre kanarischen Bananen ja praktisch nicht 'raus...) :heilig:
 
Bei uns im Supermarkt gab es kurz mal einige wenige Produkte deren Preise CO2 Bereinigt waren (Also inklusive aller externe Kosten) Die gab es aber nicht lange :D

Ich hätte z.B. kein Problem damit wenn neben dem Verkaufspreis noch der "wahre" Preis angegeben wäre (Also rein Informativ) Kann ja jeder selbst entscheiden was er mit der Information dann macht.
 
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@Araska

Ja, true.

Aber mich würde wirklich mal der Co2 Abdruck einer Banane inklusive Transport und Lagerung gegenüber einem milchintensiven Lebensmittel wie Frisch oder Hartkäse interessieren.
 
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Wäre auch eher überraschend, da die meisten keineswegs wissen, was so wirklich nötig ist, um ein Produkt zu erzeugen. Da sehen scheinbare Übeltäter wie Bananen dann aber plötzlich richtig vorteilhaft aus gegenüber scheinbaren Vorbildern wie regionaler Frischkäse... Einfach nur regional muss keineswegs CO2 neutraler sein. Fleischlastig regional ist definitiv umweltunfreundlicher als vegan/vegetarisch mit Obst und Gemüse aus Südeuropa und Südamerika. Das mal für die "ich bin soviel besser als die jungen von heute, weil ich ess ja so regional!!" Verfechter

Ich hatte hier aber schonmal einen Artikel verlinkt, der zumindest angedeutet hat, dass das alles andere als Einfach ist. Da ging es auch um Erdbeeren...
 
@Erkekjetter

vollkommen undurchsichtig wird es ja bei hochverarbeiteten Lebensmitteln. Kommen die Einzelzutaten aus extensiver Landwirtschaft am anderen Ende der Welt? Weiß kein Mensch.

Es sind ja auch nahezu alle Eiprodukte nicht aus Freilandhaltung. Nur bei frischeiern hat man da überhaupt die Möglichkeit irgendwie das weniger schlechte zu kaufen.
 
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Je komplexer das Produkt, desto schwieriger sowas herauszufinden. Liegt in der Natur der Sache. Da wird man auch kaum wirklich Transparenz reinbekommen. Denn der Aufwand das dann zu dokumentieren, also verlässlich und nachprüfbar) steigt exponentiell (vll etwas übertrieben, aber der Aufwand steigt stark an) und ob dass dann noch vom Durchschnittskunden verstanden wird, sei mal dahingestellt. Also da seh ich schon Probleme in der Praktikabilität. Festzuhalten bleibt aber, dass Fertigprodukte/komplexe Produkte dazu tendieren, eher schlechter umwelttechnisch zu sein.

PS: Hochverarbeitet würd ich an der Stelle vermeiden wollen. Die NOVA KLassifikation muss man verstanden haben. Hochverabrietet muss nicht zwingend bedeuten, was in der PRaxis dann oft damit verbunden wird. https://de.wikipedia.org/wiki/NOVA_(Lebensmittelklassifikation)
 
Ich meinte wirklich hochverarbeitet. Also Fertiggerichte, 5 Minuten-Suppen, Chips und sowas.
 
Dazu kommt das die Hersteller oft gar keine festen Zulieferer haben, die kaufen ihre Zutaten auf dem Markt wo es gerade verfügbar oder günstig ist. Dann kommen die Eier für die Mayonnaise mal aus Holland und nächsten Monat aus den USA. Je komplexer das Endprodukt, desto unklarer der ökol. Fußabdruck.
 
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Corto schrieb:
wirklich hochverarbeitet
lol, ja aber was du meinst ist dann halt anderen nicht bekannt. Definiert ist Hochverarbeitet über NOVA. Und die ist dahingehend nicht unbedingt präzise bzw. spiegelt eben nicht wieder, was man darunter umgangssprachlich gern versteht.

Und schon bei Fertiggerichten wird das deutlich. Ich würd zum Beispiel klar einen Unterschied zwischen Frosta und ja! oder so sehen. Und Fertiggerichte müssen umwelttechnisch nicht schlechter sein als unverarbeitete Lebensmittel. So dürfte Frosta dahingehend nicht schlechter abschneiden als unverarbeitetes Fleisch als Beispiel.

Das Thema ist schlicht nicht einfach und sehr multidimensional.
 
Hier sieht man ja schon, dass eine Kennzeichnung anhand realistischer Werte einem mammutprojekt gleichkommt, was kaum zu bewerkstelligen ist. Am Ende entscheidet dann wahrscheinlich eine Kommission, welche Lebensmittel nachhaltig sind und welche nicht. Nein danke!
 
Als zumindest für Frischlebensmittel ist das doch überhaupt kein Problem.

Die müssen ja jetzt auch alles mögliche Nachweisen, dann können die doch auch mal zusammenrechnen wieviel Wasser,Sprit und Strom für ihre Lebensmittel draufgehen. Der Importeur gibt seine Verkehrskosten an und Aldi rechnet das zusammen und druckt es drauf.

Dazu zackige Strafen falls man dabei bescheißt und fertig.

Jedes Bio oder Fairtrade siegel, die Rainforest alliance - alle machen sowas schon, nur aus anderem Blickwinkel und nicht für Co2.
 
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Rote Rose schrieb:
Hier sieht man ja schon, dass eine Kennzeichnung anhand realistischer Werte einem mammutprojekt gleichkommt, was kaum zu bewerkstelligen ist.
Das ist nicht wahr, du verdrehst hier einfach meine Aussagen nach deinem Gusto und interpretierst dort was rein, was ich überhaupt nicht aussagte. Das galt das für einen realistischen CO2 Ausdruck, nicht für die Label, um die es hier im bisherigen Verlauf ging. Und das unter der Einschränkung auf ganz bestimmte Produkte und nicht generell.

Ich sage dir hiermit klar und deutlich: Du verfälschst meine Aussagen zum Thema in einer Art und Weise, die absolut überhaupt nicht mehr mit dem übereinstimmt, was ich ausgesagt habe und daher widerspreche ich dir aufs deutlichste! Deine Aussage ist falsch.

Label zur Zucker, Tierhaltungsform, Ernährungswert, Bio etc. sind definitiv keine Mammutaufgabe und hervorragend soweit zu vertretbarem Aufwand umsetzbar.
 
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Rote Rose schrieb:
Am Ende entscheidet dann wahrscheinlich eine Kommission, welche Lebensmittel nachhaltig sind und welche nicht.
Wer sollte es denn entscheiden? Leute, die auf niedriger Flughöhe verstehen, wie sich Dinge zusammensetzen und auf Basis von Regularien entsprechende Statistiken erstellen oder du, obwohl deiner Meinung nach die Bestimmung
Rote Rose schrieb:
realistischer Werte einem mammutprojekt
gleichkommt?

Eigentlich lieferst du ja genau den Grund, warum sich Gremien, Wissenschaft und Forschung mit so etwas auseinandersetzen und ggf. Labels und Tabellen entwickeln sollten. Sonst wüsstest du nicht einmal, was du deinem Körper an Nährstoffen überhaupt zuführen musst und worin diese enthalten sind.
 
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Nehmen wir eine Orange als Beispiel;

Nachhaltigkeit hängt von Dutzenden Faktoren ab, darunter:

-wasserverfügbarkeit während der Wachstumsphase
-Transportmittel
-Transportweg
-Düngeverbrauch während der Wachstumsphase


Eine Orange die während einer Dürre gewachsen ist, ist nicht so nachhaltig, wie eine ohne Dürre.

Wie möchte man das bitte nachvollziehen? Um eine aussagekräftige Kennzeichnung zu ermöglichen, müsste man das für jede gelieferte Charge tracken und kennzeichnen.

Durchschnittswerte zählen nicht! Ein Konsument der bewusst Orangen außerhalb der dürrezeit kaufen möchte, würde durch Durchschnittswerte in die irre geführt.
 
Wie sage ich, dass ich keine Ahnung habe wie das System funktioniert ohne zu sagen, dass ich keine Ahnung habe wie das System funktioniert.

Oder ist es die Nachhaltigkeit selbst bzw. um was es geht was nicht verstanden wird?
 
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Rote Rose schrieb:
Ein Konsument der bewusst Orangen außerhalb der dürrezeit kaufen möchte, würde durch Durchschnittswerte in die irre geführt.
Und du meinst, du kannst das alles besser einschätzen, als ein System, was durch Leute erstellt wurde, die sich damit befasst haben? Ist ein "okayes" System nicht besser als gar keines? Du kannst dich ja dennoch auch noch weiter informieren.

Aber wie schon geschrieben: Es geht nicht um einzelne Menschen. Und es geht auch nicht immer nur um Themen, bei denen du dich evtl gut auskennst.
 
An dem Status quo muss natürlich etwas geändert werden, undzwar die Bildung in der Schule und die Erziehung durch die Eltern. Früher hat es auch funktioniert ohne Labels und co.
 
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