NAS extension mit JBOD

paul1508

Captain
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Ich habe vor ein ineffizientes Sammelsurium an verschiedenen Festplatten etwas klüger zusammenzufassen.
Es gibt in dem Haushalt 5 verschiedene 3,5" HDDs zwischen 4 und 8 TB an Kapazität. Da der Hausherr ein Geizkragen ist würde ein 4bay NAS mit neuen Festplatten das Budget sprengen. Es sollen die vorhandenen Festplatten genutzt werden. Es muss außerdem nicht unbedingt ein NAS sein... so kam ich also auf die Idee ein QNAP Expansion Unit zu verwenden:

https://geizhals.at/qnap-expansion-unit-tr-004-a1940605.html

Für mich sieht das aus wie ein NAS welches eben nur per USB angesteckt werden kann. Hätte man beispielsweise eine Fritz!Box mit USB Anschluss könnte man diese Extension auch da anhängen wenn sie ins Netzwerk muss. Außerdem hat diese Expansion Unit den Vorteil, dass später mal ein 2 oder 4bay NAS dazu gestöpselt werden kann und dann hat man ein 6/8 Bay NAS.

Nun stehe ich vor dem Problem, dass eine 8, eine 6, eine 5 und eine 4 TB Festplatte bei RAID5 Konfiguration nur 4x4-4 also 12 TB ergeben würden und außerdem auf den Festplatten bereits daten sind welche bei einer Initialisierung in ein RAID verloren gehen würden.

Wenn ich die Festplatten jedoch nicht als RAID sondern als JBOD verwende, wird die Festplatte dann von einem QNAP NAS bzw. der Expansion Unit initialisiert und dabei formatiert? Oder bleiben die Daten erhalten?

Vielen Dank!
 
Ich kenn mich mit dem Teil nicht aus, aber vergiss den Fritzbox-USB-Anschluss. Der ist echt lahm. Was mir zudem noch auffällt, ist das zumindest laut den geizhals-Infos nur S-ATA 3GB und nicht mal 6GB möglich ist. Und bei dem Preis kann man auch gleich ein NAS kaufen und dort die alten Platten einbauen. Das kann man wenigstens per LAN anschließen.
 
Keine Ahnung, wie performant eine Fritzbox mit so etwas wäre aber ich habe meine Zweifel, dass das Spaß macht.
Dann wäre ggf. das günstige "echte" NAS-Drive ohne Platten doch die klügere Wahl, da ohnehin kaum teurer.
Platten als JBOD rein und ab geht's. Solange du im Bereich 1GBit bleibst, bringt dir ein RAID ohnehin keine wirkliche Performance, allenfalls eine einfachere Datenwiederherstellung im Falle eines Ausfalles.
Ein ordentliches Backup ist ja eh unabdingbar, egal ob RAID oder nicht.
 
Sind es NAS HDDs die vorhanden sind oder normale Desktop HDDs? Wenn das Desktop HDDs sind werden die früher oder später kaputt gehen da nicht mehr als eine HDD im Gehäuse sein darf. Meine Empfehlung wäre also zu verdeutlichen, dass ein NAS mit neuen NAS-HDDs deutlich besser wäre.
 
Je nach Fritzbox ist so 25 mb/s schreiben und 45 mb/s lesen drinnen. Für ein Datengrab reicht es. Und ob es 3GB/s oder 6 GB/s SATA ist, ist ja nun wirklich egal, oder? 3 GB/s sind 384 mb/s Brutto... Das soll jedoch nicht Gegenstand der Diskussion sein. Die Netzwerkkomponente ist in diesem Fall zweitrangig.
Ergänzung ()

@Cool Master
Nein sind keine NAS SSDs. Warum darf nicht mehr als eine HDD im Gehäuse sein bzw. wie wirkt sich das negativ auf die HDD aus? Meines Wissens nach zeichnen sich NAS SSDs ja vor allem durch die gute Dauerlaufeigenschaften aus? Da das NAS die HDDs jedoch bei Inaktivität eh immer parkt wird das hier nicht notwendig sein, oder? Wenn Geld keine Rolle spielen würde würd ich einfach ein 4bay NAS mit 4x 6 TB kaufen und die Sache begraben. Aber da sind wir bei mehr als 800 €.
Ergänzung ()

@Das MatZe
Und hier kämen wir zur eigentlichen Frage: Platten als JBOD rein --> werden sie dabei Formatiert?
 
Zuletzt bearbeitet:
paul1508 schrieb:
Je nach Fritzbox ist so 25 mb/s schreiben und 45 mb/lesen drinnen. Für ein Datengrab reicht es. Und ob es 3GB/s oder 6 GB/s SATA ist, ist ja nun wirklich egal, oder? 3 GB/s sind 384 mb/s Brutto...
Ausprobiert ? Die Raten erreiche ich bspw. an meiner 7490 nicht. Zudem wird das Teil bei USB-Dauerlast ziemlich warm, was zumindest bei mir nicht gerade Vertrauen weckt.
Und 12 TB Daten mit 25 MB/s ... Das würde mir persönlich außerdem viel zu lange dauern.
 
Meine 7590 schafft eben diese 25 mb/s schreiben über USB 3.0 auf eine angehängte 4 TB 2,5" Festplatte (lesen teste ich nachher). Die 12 TB bespielen würd ich natürlich über USB 3.0 und nicht über die Fritz!Box übertragen. Und nachkommen tut es ja nur stückweise. Ist nicht so als würde ich die Gesamtkapazität des NAS wöchentlich umwälzen.
 
paul1508 schrieb:
Warum darf nicht mehr als eine HDD im Gehäuse sein bzw. wie wirkt sich das negativ auf die HDD aus?

Wegen den Vibrationen der HDDs. NAS und Enterprise HDDs haben Sensoren die Vibrationen erkennen können. Deswegen sind die WD RED z.B. mit bis zu 8 und die RED Pro mit bis zu 16 HDDs pro Gehäuse zertifiziert. Klar geht es auch mit den Desktop HDDs aber da spielt man halt mit dem Feuer, dass auf einmal eine oder mehrere HDDs ausfallen.

paul1508 schrieb:
Meines Wissens nach zeichnen sich NAS SSDs ja vor allem durch die gute Dauerlaufeigenschaften aus?

Ja, das ist ein Punkt. Dazu haben sie eine andere Firmware die besser mit RAIDs arbeiten.

paul1508 schrieb:
Da das NAS die HDDs jedoch bei Inaktivität eh immer parkt wird das hier nicht notwendig sein, oder?

Hatte ich eine Zeitlang auch so gemacht. Habs dann durchgerechnet das sind 10 € mehr im Jahr an Strom wenn sie laufen --> juckt einfach nicht.

paul1508 schrieb:
Wenn Geld keine Rolle spielen würde würd ich einfach ein 4bay NAS mit 4x 6 TB kaufen und die Sache begraben. Aber da sind wir bei mehr als 800 €.

Ja das ist schon ne Menge Holz aber es lohnt sich einfach und ist der sicherste Weg vor allem für die Daten. Meine Empfehlung wäre also NAS + entsprechende HDDs.
 
Naja derzeit stehen die Festplatten gestapelt in Einzelgehäusen übereinander... Wahrscheinlich sind sie im NAS sogar noch besser entkoppelt und belüftet als so ^^
Ich bin mir auch nicht sicher was die HDD mehr kaputt macht. Das ständige Parken und Anfahren oder das dauerhafte Drehen.
 
paul1508 schrieb:
Naja derzeit stehen die Festplatten gestapelt in Einzelgehäusen übereinander...

Vollkommen ok wenn sie mit so Gummi- oder Filzkleber getrennt sind. Bewegen sich also genau innerhalb der Herstellerangaben.

paul1508 schrieb:
Wahrscheinlich sind sie im NAS sogar noch besser entkoppelt und belüftet als so ^^

Nein die Lüfter erzeugen auch Vibrationen. Sie sind zwar kühler was etwas bringen wird aber optimal wäre es nicht.

paul1508 schrieb:
Ich bin mir auch nicht sicher was die HDD mehr kaputt macht. Das ständige Parken und Anfahren oder das dauerhafte Drehen.

Na ja Kaputt nicht direkt aber das Anfahren ist die höchste Belastung. Da muss der Motor am stärksten arbeiten und es ist immer das Risiko wenn die Köpfe auf die Platter gehen. Sind diese mal drauf und der Motor dreht konstant ist die Gefahr eher gering und es gibt kaum "Verschleiß". Beim starten benötigen die HDDs auch am meisten Strom.

Es wird gehen was du vor hast alles in ein Gehäuse zu stecken aber man sollte es nicht machen mit Desktop HDDs.
 
Bevor man alle Festplatten durch neue ersetzt würde ich die lieber mit Gummi entkoppeln um die Vibrationen zu dämpfen. Da gibt es (für Silentbedarf gedachte) Gummistopfen als Verbindung. Klar ist das nicht zertifiziert, aber wenn es sich nicht gerade um Hochkapazitätsplatten handelt sollte das passen. Gerade ältere Platten waren da nicht so empfindlich.

Falls du planst mit älteren Platten zu arbeiten solltest du aber überlegen, ob das Gehäuse vielleicht Raid1 auf Partitionsebene kann. Dann könntest du einen Teil als sichereren Speicher nutzen und den Rest als JBOD. Je älter die Platten umso höher wird die Ausfallchance, also sollten zumindest wichtige Daten wie Bilder, Dokumente und ähnliches gespiegelt sein. Musik, Filme und andere eher unwichtige Daten können dann auf dem JBOD Teil lagern.
 
Ich verfolge langfristig das Ziel alles als RAID5 laufen zu lassen... Ist leider mit lauter verschieden großen Festplatten etwas blöd. Dinge die wirklich sicher sein sollen sind zusätzlich in der Cloud.
RAID 1 auf Partitionsebene ist aber bis da hin ein guter Tipp, vielen Dank!
 
paul1508 schrieb:
Es sollen die vorhandenen Festplatten genutzt werden. .... und außerdem auf den Festplatten bereits daten sind
Dann würde ich mal sagen USB-Hub kaufen und an die Fritte klemmen (keine Ahnung ob die mehrere Platten gleichzeitig erkennt) oder Neukauf und die alten Platten verkaufen (Festplatten sind ja relativ wertstabil)
 
Der Vorteil von JBOD wäre halt, dass man nur einen virtuellen Datenträger hat und nicht 4.
 
Na ja der Vorteil einer neun HDD wäre, dass man alles auf eine HDD bekommt ;) Wie bereits gesagt am besten wäre es neue HDDs + NAS und mit einem RAID 5 bzw. 6 einrichten. In dem Atemzug aber die Backup Platte nicht vergessen, da RAID kein Backup ist.
 
Nur weil du es 5x sagst werden sich die 800 € auch nicht in Luft auflösen ;) Danke für den Tip, aber wenn alles neu kaufen eine Option wäre hätt ich die Frage nicht gestellt.
 
Als letzte Möglichkeit würde mir dann noch SnapRAID einfallen, da müsstest du dann nur eine neue Platte für die Parität kaufen und natürlich irgendein Rechner als Host.
 
Ah wow, coole Sache! Also wie eine Disk auf dem RAID5 mit welcher beim Ausfall einer Platte die Informationen wiederhergestellt werden können. Theoretisch könnte man damit ja sogar ein RAID0 absichern, oder sehe ich das Falsch?
 
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