NAS für Heimnetz

Z

Zimon

Gast
Hi allerseits,

evtl. gibt es ja bei dem Wetter doch noch den ein oder anderen, der im Forum antwortet :)
Also ich suche einen NAS für zu Hause; Etwas an Lektüre dazu habe ich schon hinter mir, will jetzt aber Meinungen haben.
Anforderungen etwa wie folgt:
- 2 Platten, Raid 1
- Datenspeicher hauptsächlich für Fotos, Musiksammlung und wenige Filme
- Geräte im Haushalt: 1 PC, 1 Laptop, 2 Android Telefone, evtl. mal ein Tablet, Playstation 3
- Möglichst geringer Stromverbrauch
- Leise (klar, dass die Festplatten leise sein müssen, aber ich meine speziell auch die verbauten Lüfter...)
- Budget bei max 300 € ohne Platten

Immer wieder liest man hier von Synology oder QNap. Konkrete Vor- Nachteile von einem zum anderen? Welcher hat die bessere Oberfläche? Mehr Community Support? Konkrete Modellempfehlungen? Performance-Technisch geben die Modelle in dem Bereich sich vermutlich nicht viel, daher kommt es mir wohl eher auf gute Qualität im Sinne von Haltbarkeit und ordentliche Software im Sinne von Support, Einfachheit und Möglichkeiten der Erweiterung an.

Bei Alternate gibt es da von QNap:
http://www.alternate.de/QNAP/QNAP+TS-221,_NAS/html/product/1071968/?
Und von Synology die Kiste:
http://www.alternate.de/Synology/Synology+DS213air,_NAS/html/product/1027635/?

Was für Platten sind zu empfehlen? Sind bspw. WD Greens ausreichend von der Performance, oder würden die hier den Flaschenhals bilden und es sind doch "normal" schnelle zu empfehlen? Stromsparend und durch die wenigen RPM wohl leise wären sie ja sonst ideal...

VG und noch einen angenehmen Sonntag
 
Ich kann grundsätzlich mal die Synology Kiste empfehlen. - Ich habe die DS413 mit 4 HDDs am start. - Einwandfrei.
Die Firmware von Synology ist für alle Modelle Identisch. - Du suchst Dir also nur die "Hardware" nach Deinen Bedürfnissen aus, die Firmware wird immer die gleiche sein.

Zu den HDDs gibt es vielleicht zu sagen, dass Du Dir überlegen musst, wie oft, und wie lange das NAS laufen soll.
Bei mir läuft es nur zu Datensicherungszwecken, also nicht 24/7. - Ich habe mich für 4Stück günstige Seagate 4TB HDDs entschieden. - Ich weiss, nur 2 Jahre Garantie, aber für mich erstmal ausreichend. - Auf dem NAS sind bei mir keine Daten, die nicht wiederbeschaffbar wären, wenn nicht gleichzeitig noch einer meiner anderen Rechner abfackelt.

Wie schnell eine HDD sein muss, hängt auch damit zusammen, wie Du das NAS bei Dir anbindest. - Machst Du es mit iSCSI, brauchst Du mehr Performance, weil einfach mehr Rohdaten über das Ethernet schneller geschickt werden, als wie wen Du es einfach nur über das "klassische" Netzlaufwerk einbinden von Windows machst.
Ich glaube aber nicht, dass Du eine HDD, die Du an ein NAS über Ethernet anbindest annähernd auslasten kannst. - Also sollten auch die "Green-HDDs", die am wenigsten Strom verbrauchen, aber dafür langsamer sind, völlig ausreichen.
 
Zuletzt bearbeitet:
freenas/nas4free und zfs würde ich nur empfehlen, wenn man sich damit auskennt bzw. die zeit einbringen kann, sich damit auseinander zu setzen

wenns nur plug&play sein soll, dann nimm was von qnap/syno/thecus...die jeweiligen oberflächen kannst du auf den herstellerseiten ansehen
 
Hab' auch nicht wirklich lust, selbst zu basteln. Bin mittlerweile eher bei Synology. Die Software gefällt mir definitiv besser. Allerdings ein Frage bleibt, auf die man nur widersprüchliches in irgendwelchen Foren findet. Im Raid1 bstrieben, was ist mit den Daten, wenn der NAS abraucht? Wie kommt man dann an seine Inhalte? Über einen PC anschließen? Gibt es extra Software? Oder nur mit einer neuen Synology Kiste?
 
kommt auf das dateisystem an.
soweit ich weiß kann man bei synology ein eigenes dateisystem nutzen, dafür bräuchtest du dann spezielle software zum auslesen oder eben ein neues NAS (vermutung meinerseits)
mit ext3/ext4 kannst du das so gut wie überall auslesen (linux unterstützt das sowieso und für windows gibts software).

da bei raid1 die daten ja nur gespielt werden, sollte das auslesen also kein problem darstellen (mit raid5++ wirds schon schwieriger, da bräuchtest du im schlimmsten fall den gleichen controller)
 
Ein Raid auf dem Nas sorgt für erhöhte Datenverfügbarkeit (Ausfall einer Festplatte wird kompensiert).

Die Datensicherheit wird erst durch ein Backup hergestellt.
Dieses Backup kann durch direkt an das Nas angeschlossene Festplatten über USB/ESATA oder sehr komfortabel durch ein zweites Nas, welches per Remote Replication ständig aktuell gehalten wird und bei Ausfall einfach den Dienst übernimmt, gestaltet werden.
Die externe(n) Festplatte(n) sollte(n) aus praktischen Gründen bei Windows mit NTFS formatiert sein zum direkten Anschluss an den PC für den Fall des Falles. Der/die Backup-Job(s) wird/werden auf dem Nas erstellt und läuft/laufen autark.

Eine kleine Anmerkung zur Softwaregestaltung auf dem Nas:

Normalerweise konfigurierst Du ein Nas am Anfang in den Grundeinstellungen und es versieht dann seinen Dienst im Normalfall still ohne weiteren nötigen Eingriff. Erst eine Änderung, bei mir vielleicht 1x im Jahr, macht es erforderlich wieder auf die Administrationsoberfläche zuzugreifen. Somit würde ich nicht meine Kaufentscheidung allein von der Gestaltung der Software auf dem Nas abhängig machen. Viel wichtiger ist die Zuverlässigkeit und die saubere Funktion des Nas und seiner Software dazu.
Hierzu gibt es die entsprechenden Reviews und Erfahrungsberichte in den Foren.

Tipp: Auch wenn es hier im Forum eine größere Fan-Gemeinde zu den verschiedenen Synology-Nas-Geräten gibt, heißt es noch lange nicht, das andere Hersteller (z.B. Qnap, Thecus) nicht mindestens gleichwertige Geräte herstellen. Im mehr professionellen/semi-professionellen Bereich spielt Synology eher keine Rolle.
 
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Jupp, ein Raid-1 bringt dir in deinem Anwendungsfall nichts, du brauchst eine externe Speichermöglichkeit.
 
computerbase107 schrieb:
Ein Raid auf dem Nas sorgt für erhöhte Datenverfügbarkeit (Ausfall einer Festplatte wird kompensiert).

Die Datensicherheit wird erst durch ein Backup hergestellt.
...
Das Prinzip ist mir bekannt. Ist nicht nur Bestandteil jeglicher IT Ausbildung sondern wird ja hier auch in jedem NAS oder Raid thread mindestens einmal genannt (vermutlich auch, weil das halt immer und überall gelehrt wird).
Dennoch wollte ich den Gendanken zum defekten NAS einmal Teilen und eine Antwort haben.

Ansonsten: Danke für deinen Beitrag. Ich lese heraus: Du befindest QNap und Thecus für die hochwertigeren Geräte?
 
Über das bekannte Maß hinaus gibt es neben der automatischen Routine zur Wiederherstellung eines Raids (nach Tausch der betroffenen Festplatte) noch manuelle Routinen im Nas oder im Worst Case den Service der entsprechenden Firma.

Zur Qualität der Nas-Geräte: Qnap war immer schon im Semipro bzw. Pro Bereich vertreten und hat sich ständig weiterentwickelt. Synology kam aus dem Billig-Segment und hat sich in den letzten Jahren hin zum Semipro Bereich entwickelt bzw. wollen sich hier etablieren. Thecus sehe ich ähnlich wie Qnap, obwohl diese Marke im Home-Bereich hier weniger bekannt ist, was in den USA schon anders aussieht.
Beispiel zur Qualität: Schaue einmal welche und wieviele Modelle bei Synology einen doppelten Gigabit-Ethernet-Anschluß in welcher Qualität haben und vergleiche dieses Ergebnis mit QNAP oder Thecus. Nur mal so als kleines aber wichtiges Beispiel für mich. Zudem werden Qnap durch Fujitsu und Thecus durch Allnet gelabelt.

Tipp: Schaue Dich einmal auf der "Small Net Builder" Seite um und dort im Bereich Nas zur Abrundung.

Nachtrag: Damit kein falscher Eindruck entsteht, inzwischen baut auch Synology brauchbare Geräte für den Home- und Semipro-Bereich.
 
Die Antwort dazu vom Synology Support (was übrigens sehr schnell ging)....
Raucht der NAS also ab, kommt man also noch an die Daten.

Vielen Dank für Ihre Kontaktaufnahme.
Ja, es ist möglich die Daten an einem PC auszulesen, Die Festplatten sind mit einem Software RAID formatiert und benutzen das Standard Linux Dateisystem Ext4. Mit einer Linux Live DVD ist es mir Bordmitteln möglich die Daten zu bekommen.

http://www.synology.com/support/faq_show.php?lang=deu&q_id=579

Alternative können Sie Daten auch auf einen andere DiskStation mitnehmen.

http://www.synology.com/support/tutorials_show.php?lang=deu&q_id=484

Falls Sie weitere Fragen oder Anregungen haben, zögern Sie nicht uns zu schreiben.

Mit freundlichen Grüßen
 
Diese Art des Zugriffs im Fall des Falles ist keine exklusive Sache von Synology. Dies bieten die namhaften anderen Hersteller so oder so ähnlich auch.

Jetzt fehlt eigentlich noch die Betrachtung der Wahrscheinlichkeit, ob bzw. wie oft so ein Fall eintritt mit welchem Modell von welcher Firma.
 
Hab auch nicht in Frage gestellt, dass das bei den anderen großen genauso läuft. Die Wahrscheinlichkeit wird im gleichen Preissegment auch ähnlich sein... Wollte nur eine konkrete Antwort auf die Frage.

E: Oder hast du konkrete Statistiken dazu in Petto? Wäre natürlich interessant. ...
 
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Ich persönlich kenne keine Statistiken dazu.

Erste Anhaltspunkte wären für mich in den entsprechenden Foren die Anzahl und Art der Klagen darüber, also im Qnap-, Synology- und im Thecus-Forum.

Vielleicht kannst Du Dich dieser Sache einmal annehmen und dann hier im Forum darüber berichten.
 
Zugegeben, die o.g. FreeBSD-Derivate sind nix für Plug&Play, man muss man sich ein bissl reinfinden und dann wissen, was man tut. Dafür ist es unglaublich flexibel und leistungsfähig. :-)
 
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