NAS für VMWare Backup

Nilson

Grand Admiral
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Hallo,

wir sind auf der Suche auf einer neuen Backuplösung für unsere ESXI Hosts. (aktuell sechs Stück).
Da laufen unsere Engineering Systeme drauf. Geht also nicht darum, die höchste Verfügbarkeit zu erreichen, sondern bei einem Ausfall nicht bei Null Anfangen zu müssen (unsere Projekte werden noch mal extra Gesichert). Darüber hinaus sollen da VMs ausgelagert werden, die aktuell nicht benötig werden.

Ich dachte eigentlich an eine Synology DS418 mit 4x8TB WD Red im RAID5. Leider gibts die DS418 bei unserem Geschäftskundenzugang zu Conrad gerade nicht. Nur die DS418j oder die DS418play. Langt die kleine DS418j für reine Backupaufgaben?
Bei weiteren Vorschlägen wäre mir wichtig, das das Ding iSCSI kann.

Gruß
 
Zuletzt bearbeitet:
So lange die VMs dort nur als backup, bzw. geparkt rumliegen reicht die Leistung aus, nur beim Ausführen geht so einem NAS eben die Puste aus, für dein Vorhaben dürfte es also egal sein, welches NAS du nimmst. Wobei die DS418j nur 1GBit LAN hat, DS418 und DS418play kommen mit zwei Ports.
Ansonsten geb ich mal zu Bedenken, dass keines der NAS mit ECC-Ram daher kommt. Falls das wichtig sein sollte.
 
Ja die VMs die dort liegen, sollen von dort nicht ausgeführt werden. Bei Verwendung werden sie auf einen der Hosts migriert/verschoben.
Wie wichtig ist denn ECC bei reinen Backupaufgaben?
 
Welche Backupsoftware setzt ihr dafür denn ein? Oder soll das NAS als Storage eingebunden werden und die VMs werden einfach darauf migriert?
Ansonsten kann ich mich nur anschließend, der Flaschenhals werden die vier Platten im Raid 5 sein, viel Performance ist da nicht zu erwarten, für sequentielle Transfers wie sie bei Backup und Restore vorkommen reicht auch die Leistung der kleinen Büchsen schon aus.
 
Bisher war das Backup der VMs "irgenwie" und "jeder für sich". Es soll jetzt auch ein VCenter Server kommen. Deswegen die Idee, das NAS als Datastore über iSCSI anzubinden und dann über vMotion clonen/migrieren bzw. mit Scripts wie GhettoVCB zu arbeiten.
 
Ich würde da eher auf Veeam Backup gehen und die Sicherungen als VeeamZip Dateien auf das NAS legen. Das ist erstens sehr viel effizienter was den Platz angeht und dürfte sehr viel zuverlässiger laufen als die GhettoVCB Lösung.
 
War auch mein Favorit, aber ob ich meinen Chef zu beidem, VCenter Server und Veeam Lizenzen, überreden kann muss ich mal gucken ;)
 
Gute Frage. Manche schwören auf ECC und möchten möglichst keine Geräte ohne, anderen ist es egal, da sie diese Fehlerquelle als genügend unwahrscheinlich und unkritisch einstufen. Plus es kommt auf die Daten an, bei einem Video hat man dann vielleicht mal ein Artefakt im Bild, bei vielen anderen Daten ist gleich das ganze File hinüber.
Außerdem muss man bedenken, dass Speicherfehler überall auftreten können, ein Server mit ECC hilft kaum etwas, wenn alle Clients ohne laufen und dort ein Speicherfehler entsteht.
Und dann kommt natürlich noch die Kosten/Nutzen Rechnung dazu. Ob es die Mehrkosten und der Mehraufwand (in deinem Fall wäre wohl ein Server, samt entsprechend zu installierendem/konfigurierenden Betriebssystem nötig, statt einem einfachen NAS) wirklich wert sind.

Von daher: Die Frage nach ECC ist eher eine Grundsatzfrage und sollte von Fall zu Fall bewertet werden. Deshalb im Zweifel selbst genauer in das Thema einsteigen, die vorhandene Infrastruktur mit einbeziehen und dann für den eigenen Anwendungsfall entscheiden.
 
kann dir auch Veeam Backup empfehlen und auf dem NAS ablegen
 
Ich guck mir mal an, was die Free Edition alles (nicht) kann. Danke für den Tipp.
Bei der Hardware tendiere ich zur DS413j, scheint auf den ersten Blick ja zu langen.

Danke schon mal an alle.
 
Wie viel willst du denn sichern?
Alternativ kannst du dir ja auch eine gebrauchte DELL MD, oder sonstiges Storage holen - dann hast du Spielraum bei der Kapazität.
 
Was die Free hauptsächlich nicht kann ist regelmäßig automatisch sichern. Du musst immer selbst anstoßen, ansonsten sind auch die Möglichkeiten der großen Version enthalten, also z.B. einzelne Mails aus Exchange Server extrahieren oder einzelne Objekte aus AD Controllern. Sogar Bandlaufwerke können damit angesprochen werden.
 
Bei 6 ESX-Hosts ist es ja fast schon kriminell nicht vCenter zu haben, alleine schon weil die Storage-API für alle brauchbaren Backup-Produkte (inklusive Veeam) nicht freigeschaltet ist. Da müssen dann entsprechende Stunts mit GhettoVCB oder Agent-basierten Backup-Lösungen gemacht werden, die in Summe einfach schwerer zu administrieren sind.

Von wieviel VMs reden wir hier überhaupt? Wieviel Speicher belegen die? Benutzt Ihr überhaupt irgendeine Form von Shared Storage (SAN über iSCSI, FC, SAS usw.), oder hat jeder Host eigene Festplatten?

Eure Herausforderung ist z. Z. imho jetzt nicht unbedingt das passende Backup-Programm zu finden (Veeam; Hands down), sondern die Verwaltung oder sogar das Design eurer Serverinfrastruktur zu überdenken. 6 Produktions(?)bleche, und wir reden immer noch von GhettoVCB... Alter.

Geht also nicht darum, die höchste Verfügbarkeit zu erreichen, sondern bei einem Ausfall nicht bei Null Anfangen zu müssen (unsere Projekte werden noch mal extra Gesichert).

Haha, tja, halte ich für ein Gerücht dass Verfügbarkeit den Verantwortlichen erst mal nicht so wichtig sei ^^ Wenn shit den Fan unter Murphy's Law hittet, wird es Freitagnachmittag exakt den Host treffen mit exakt der VM, die dann plötzlich doch verfügbar sein muss. Die VM dann aus dem Backup anzuwerfen und innerhalb von ein paar Minuten wieder behelfsmäßig zum Laufen zu kriegen, statt den lahmen Komplett-Restore abzuwarten und zu hoffen dass die Maschine dann anfährt, ist schon schwer zu toppen.

Es ist aber letztlich alles eine Frage des Aufwandes. Vergleicht bzw. projiziert Zeit/Aufwand/Kosten eurer jetzigen Struktur (6 Standalone-ESX mit DAS & GhettoVCB) in Bezug auf Bedienung, Wartung, Zuverlässigkeit mit einer "ausgewachseneren" Lösung (6 ESX unter vCenter mit SAN (?) + Veeam).

Ihr leiert euch aber einen ziemlichen Wasserkopf (technische Schuld) an, wenn Ihr jetzt nur inkrementelle Änderungen macht weil eine spezifische Anforderung erfüllt werden muss, statt dass mal einer ausrastet weil er zum x-ten mal in der Woche manuellen Blödsinn machen muss und mal eine grundlegende Änderung anstößt. Im Consultingsprech: Eure Lösung skaliert nicht.

Generell, was das Design vom Backup-Server angeht: Wenn Ihr die Richtung Veeam + vCenter einschlagen solltet, wäre das Optimum ein dediziertes (!) Blech mit Windows Server + genügend lokalem (!) Storage, welches unter ReFS läuft.
 
Das ist alles, wie heißt es so schön: historisch gewachsen. Dann wurden aus einer Abteilung zwei und beide haben dran rumgebastelt ... Ich bin schon froh, dass sich überhaupt mal was tut. Und ja bisher haben die Hosts alle parallel als Inseln existiert.
Und ja mir wäre was 'gscheits' auch lieber, und wenn man heute bei Null Anfangen würde, würde man es wohl gleich richtig machen, aber es fehlt an Geld und vorallem an Zeit. Wir sind alle Projektingenieure die sich Nebenbei um die Dinge kümmern.
 
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