NAS selber bauen oder fertig kaufen

Stoppersocke

Lieutenant
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März 2008
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Hallo allerseits,

ich möchte mal eine Frage in die Runde werfen.

Problem
Mit der Zeit haben sich bei mir diverse Festplatten angesammelt und ich überlege jetzt,
ob es nicht sinnvoller wäre, diese in einem NAS unter ein Dach zu bringen.

Derzeit habe ich zwei NAS im Einsatz 1 x Black Armor 400 mit 4 Platten im Raid 5 (ca. 3 Jahre alt)
und ein Selbstbau NAS mit 8 (zu) kleinen Platten (5 Jahre alt).
Da ich meinen HTPC in Rente schicken möchte und mir stattdessen
einen kleinen Mini PC (ZOTAC) anschaffen will, stehen dann wieder ein paar Platten zur Verfügung, die untergebracht werden wollen.

Mein Do-it-yourself NAS ist in einem Sharkoon Gehäuse (echt cool, da Platz für 12 Platten) untergebracht.
In diesem habe ich noch eine spezielle Raid Controller Karte von 3Ware verbaut.
Nur habe ich so langsam den Eindruck, dass das Teil nicht mehr so ganz zeitgemäß ist.
Als "OS" läuft hier Free NAS.

Was will ich?

Ich überlege jetzt, ob ich das Gehäuse behalte und einfach nur ein neues Board verbaue
und das ganze von Raid 5 in JBOD umwandel. Datensicherung steht hier nicht an erster Stelle.

oder

ob ich mir doch lieber ein QNAP NAS kaufen sollte.
Wobei hier nur (wenns bezahlbar bleiben soll) 4 Platten rein passen.

Hab ihr irgendwelche Tipps für mich?
Welches Board würdet ihr empfehlen?
Eins mit fest verlöteter CPU?
Welches Netzteil?
Das ganze sollte möglichst leise und stromsparend sein.
Kann ich bei JBOD Platten verschiedener Größen einbauen?

Gruß
Andreas

P.S. Bin zweitweise dazu übergangen und habe alte Platten in externe Gehäuse gepackt und günstige Geburtagsgeschenke für Bekannte draus gemacht. Nur so langsam haben alle eine externe HDD, das hiermit auch kein Blumentopf mehr zu gewinnen ist. :D
 
Also ich hab mit Selfmade angefangen. Erst mit FreeNAS, dann umgerüstet auf Windows Home Server 2011. Die Möglichkeiten sind einfach viel grösser als bei einer Fertig Lösung. Ausserdem ist die Performence viel grösser. ;)
 
Hi. Ich habe mein NAS nach dem hier gebaut:

http://www.oc-facts.de/artikel-14-profi_nas_fuer_61_hdds_im_raid_fuer_325_euro

und bin sehr zufrieden. 120MB/s im LAN (also max. bei 1Gbit). Wenn Du natürlich mehr HDDs anschließen möchtest, nimm einfach ein größeres Gehäuse und eine größere SATA-Karte bzw. vielleicht kannst Du deinen alten Controller weiterbenutzen ? Das Board hat aber nur PCI-E.

Gruß
 
Stromversorgung: PicoPSU
Als CPU/Mainboard würde ich einen gut passiv gekühlten AMD E-350 oder E-450 nehmen. Falls du ihn wirklich lautlosmachen willst solltest du aber zu den teureren Boards greifen.

Das wäre zumindest mein Vorschlag für leise und stromsparend. Hab Beides in meinem HTCP im Einsatz.
 
Wenn das Budget da ist, selber bauen. Du bist zwar etwas teurer unterwegs, hast aber x Möglichkeiten mehr. Windows Home Server oder 2008R2 drauf - je nachdem was du vor hast & in die Finger bekommst und los gehts.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich würde ein Fertig-NAS nehmen, sofern das Teil Rund-um-die-Uhr läuft.
Denn die Stromkosten sind nicht zu verachten.
 
Du schreibst von 8 HDDs welche 5 Jahre alt sind. Wie gross sind sie denn, bzw. um wieviel Speicherplatz geht es? Und in deinem zweiten NAS?

Je nachdem wie die Antworten ausfallen:
Macht es Sinn jede alte HDD unterbringen zu müssen?
Bei mir tummeln sich auch mehrere HDDs zwischen 80-500GB...im Schrank. Ich würde aber nie auf die Idee kommen diese irgendwo einzubauen. EINE 2/3TB Platte finde ich da effizienter als eine Ansammlung von vielen kleinen.

Ein Eigenbau kommt dich wahrscheinlich günstiger und dürfte bei ähnlichem Preis auch mehr Leistung bieten (Übertragungsrate). Da du Erfahrung mit FreeNAS hast und es für dich keine "Frickelarbeit" wäre, könnte für dich ein Eigenbau besser sein, vorallem wenn der Preis ein Rolle spielt.

Ich selber habe ein QNAP und würde es nicht mehr vermissen wollen: klein, stromsparend und durch unzählige Plugins auch funktional gut erweiterbar.
 
Benötigst du einen WSUS, DHCP, AD oder Exchange? Dann baue oder kauf dir einen Rechner und mach einen Windows Server drauf. Wenn nicht und es nur um das Verteilen und gemeinsame Zugreifen von Daten geht, nimm eine fertige Lösung. Bis auf die oben genannten speziellen Server, beherrschen die fertigen Systeme die gleichen Funktionen, oft einfacher und komfortabler in ihrer Konfiguration. Hinzu kommen Funktionen die man bei einem Selbstbau oft vergeblich sucht. Die Aussage mit einem selbstbau habe man einfach mehr Möglichkeiten ist also Unfug, man bekommt wofür man bezahlt. Ist man Bereit 400€ für das NAS auszugeben bekommt man eine Performance, die mit einem Selbstbau locker mithalten kann.
 
P.S. Bin zweitweise dazu übergangen und habe alte Platten in externe Gehäuse gepackt und günstige Geburtagsgeschenke für Bekannte draus gemacht. Nur so langsam haben alle eine externe HDD, das hiermit auch kein Blumentopf mehr zu gewinnen ist.

du musst alte platten nicht zwingend weiterverwenden! schmeiss sie in die bucht.. und sind die platten auch gefuellt? mit sinnvollen daten? oder bist du ein daten-messi?
ansonsten einfach gescheit grosse platten nachruesten..
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich hatte auch erst ein Selbstgabautes NAS mit 5 Platten.
Erst mit Freenas rumexperimentiert, dann mit Windows Server 2008.

Alles schön und gut, aber da es im 24 Stundenbetrieb lief doch enormer Stromverbrauch.

Da bietet mein jetziges Qnap 419P doch irgend wir mehr.
Gibt nichts was es nicht kann und ich nutze bestimmt nur einen Bruchteil der Features.
Und da vier Platten schnell voll sind habe ich am Qnap noch eine
Sharkoon 5Bay Raidbox mit fünf Platten.
 
Das einzig vernünftige ist, viele kleine und alte HDDs auf möglichst wenige und möglichst große HDDs zu klonen und dann die alten HDDs zu verkaufen. Z.B. 4 x 500 GB = 1 x 2 TB

Dann brauchst Du nur noch Dein Qnap NAS und hast aus Sicht der Leistung und der Leistungsaufnahme vielleicht nicht die optimale, aber doch eine sehr gute Lösung.

Edit:

Alternativ kann man sich überlegen, daß nicht jedes Urlaubsfoto 8 Megapixel haben und 15 MB groß sein muß. Auch muß man nicht jeden Film und jede Serie über 10 Jahre aufheben. Ich z.B. habe 10 DVDs im Schrank und nicht einen Film auf der HDD. Der Grund ist einfach. Wenn ich einen Film einmal gesehen habe, dann reicht mir das. Irgendwann läuft das alles sowieso x-mal im Fernsehen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Guten Morgen allerseits,

sorry, dass erst heute was von mir kommt. Ich lag leider die letzten Tage flach.

Danke erst mal für die vielen Antworten.

Ich habe mich jetzt dazu durchgerungen, ein fertiges NAS-Gehäuse zu kaufen.
Hinzu kommt, dass ich mir eine Z-Box zulegen möchte und dadurch die HDDs aus dem HTPC irgendwie untergebracht werden müssen.
Hier kommt dann die nächste Frage.
Kann ich vier verschieden große HDDs, die alle Daten in unterschiedliche Menge drauf haben, zu einem JBOD zusammenstellen ohne das was gelöscht wird.
Wobei es im Grund ja noch nicht mal ein einziges Volume werden muss. Ich kann auch mit vier weiteren Laufwerken leben. Das Alphabet ist ja lang genug.
Ich will im Grund nur alle Platten in einem kleinen Stromsparenden Gehäuse haben.
Evtl. kommt hier auch die Sharkoon Box in Frage, da die Z-Box eh immer an sein wird.

Gruß
Andreas
 
Willst Du du Z-Box als HTPC am Fernseher / Verstärker / Reciver über HDMI benutzen?

Lies dir mal die Bewertungen der ZOTAC ZBOX NANO-AD10-E inkl. AMD Fusion E-350 auf www.alternate.de durch.

Es gibt Berichte, nicht nur bei Alternate über Brummen und Störungen im Audiosignal bei der HDMI Tonausgabe bei den Z-Boxen. Vermutlich interne schlechte Abschirmung.
Dann doch lieber selbst ne Zbox bauen... mit dem MSI E350IA-E45 inkl. AMD Fusion E-350 Board.
 
Moin moin,

Z-Box
ich habe seit Freitag den Unitymedia HD-Festplatten-Recorder.
Bislang habe ich immer über meinen HTPC inkl. Novas S2 TV karte aufgenommen.

Der Zotac soll mir eigentlich nur die Möglichkeit geben, vom Sofa aus ins web zu gehen und ggfs. mal einen Film vom NAS zu streamen.

Habe gerade mal die Rezis überflogen. Die sind doch eigentlich durchgängig gut.
Ich möchte ja auch nicht die Nano sondern die normale.
Werde heute aber mal alle Rezensionen ausführlich durchlesen.

NAS
Wäre halt schön gewesen, die alten Festplatten so zu verwurschten.
Was würde denn passieren, wenn ich die nur so im Qnap oder der "billig Variante" Sharkoon Box einbaue, also ohne ein Raid oder JBod?
Würde das gehen?

Gruß
Andreas
 
Du kannst ja die alten Festplatten sowohl im Qnap als auch im Sharkoon Gehäuse als Jbod verwursten. Nur die Daten sind erst ein mal weg. Müsstest also alles irgend wo zwischenspeichern und es dann wieder auf das Jbod Kopieren.
 
Hi,

@Benzer
Leider gibt es bei DVB-S auch kein Schowi (wie mein Vater das gerne nennt).
Habe bislang aber nur die Pay-Kanäle aufgenommen. Da klappt es super.
Bei den anderen muss man dann halt ein paar Minuten vor und nach aufnehmen.

JBOD

Bin ich denn gezwungen, die Platten in einem Verbund (ich weiß, JBOD ist kein Raid) laufen zu lassen.
Mir würde es ja reichen, wenn 4 Platten in einem Gehäuse untergebracht sind und jede ihren eigenen Laufwerksbuchstaben bekommt.

Edit: Habe gerade gelesen, dass ich die Platten im Sharkoon 5-Bay Raid box auch im Clear-RAID-Modus anschließen kann. Damit hab ich doch alles was ich will.

Gruß
Andreas
 
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