NAS / Teamspeak Server Eigenbau

Shririnovski

Captain Pro
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Moin und frohe Weihnachten zusammen,

Ich bin gerade dabei, mir einen Server aufbauen zu wollen. Anwendungsgebiet ist hauptsächlich Fileserver im Heimnetz, Druckerserver, ein Teamspeak-Server wäre ein netter Bonus (damit kenne ich mich bisher noch garnicht aus), Als Downloadplattform soll das Teil auch herhalten.
Ziel soll sein, schnellere Übertragungsraten und gute Ausbaumöglichkeiten zu haben, bei den Platten. Bisher mache ich das alles mehr schlecht als recht über ein LG N2A2 Nas (mir mit ca. 30MB/S deutlich zu langsam, nur 2 Sata-Ports sind zu wenig).
Eingebunden wird das ganze in ein GBit-Lan mit aktuell 6 Clients.

Ich habe nun 2 Fragen, zunächst die Hardware, die leidige Frage was brauch ich an Leistung, wie bekomme ich das am günstigsten und noch dazu möglichst Stromsparend?

Vorhanden sind:

- Gehäuse von Cooler Master (irgendein alter Big Tower, inklusive 4 80er Lüfter, nicht schön, nicht leise, stört mich aber nicht, das Teil steht sowieso unter der Treppe im Flur versteckt)
- 3x 2TB Samsung Spin Point F4
- 2x 1TB Hitachi
- 1x Mushkin Chronos 180GB SSD (Als Systemplatte gedacht)

Mir stellt sich jetzt die Frage, wieviel Leistung ich brauche für mein Vorhaben, reicht eine Atom-Lösung aus oder sollte ich eins größer gehen und auf ein System mit Celeron oder alternativ AMD A4 setzen? Wieviel RAM würde ich in so einer Kiste sinnvoll verbauen? Netzteil würde ich wohl ein kleines BeQuiet nehmen. Außerdem ist die Wahl des Boards so eine Sache, ich kann Formfaktor bis ATX verbauen, brauche naturgemäß viele SATA-Ports und die möglichkeit per Controller-Card nachrrüsten zu können.
Ich kann für Board, CPU, RAM und Netzteil zusammen maximal 250€ ausgeben, besser wären nur 200€.
Achja, Verschlüsselung spielt keine Rolle.

Der zweite Punkt, Betriebssytem und Filesystem.
Ich bin frisch von Windows auf Ubuntu umgestiegen (zum arbeiten gefällts mir besser und spielen tu ich sowieso kaum noch), sprich es sind zwar Linux-Kenntnisse da, ich werde für das NAS wohl trotzdem alles neu lernen müssen. Gleichzeitig kommen natürlich Windows Server System nicht in Frage.
Macht nun eine Desktop oder Servervariante von z.B. Ubuntu Sinn oder sollte ich besser zu einem System wie FreeNAS greifen? Welche Alternativen gibt es da?
Tja und das File System. Was macht Sinn, die Platten einzeln einhängen und als "normale" Ext4 Geräte einhängen oder ein Raid (Raid5 oder 6 wäre ja schon reizvoll, aber so teuer pro GB), oder das ganze mit einem ZFS aufbauen?

Ich freue mich auf Vorschläge und Ideen und bin wie gesagt bereit mich auch etwas tiefgehender mit der Materie zu beschäftigen.

Danke schonmal,

Euer Shririnovski
 
Alter 2-Kerner reicht, im Idealfall aber ein aktueller LowBudget-4-Kerner, den man noch untertakten kann. Das Ganze natürlich auf einem MoBo mit integrierter Grafikkarte. Dazu reichen eigentlich schon 2GB RAM, bei den Preisen sind allerdings 4GB sinnvoller. Definitiv Ubuntu auf die SSD, hast sogar genug Platz dafür auf die SSD dein Home-Verzeichnis mit diversen Serverapplikationen zu packen. Raid lohnt sich nicht meiner Meinung nach, und als Dateisystem definitiv ext4.
 
bei einem NAS macht RAID keinen Sinn -> denke lieber an eine unabhängiges Backup, das nicht dauerhaft am PC hängt, sondern nurm zum sichern.
Da ein Fileserver so gut wie keine CPU Leistung braucht, würde ich auch einen kleinen Celeron G550 setzen + 4GB 1333er RAM (zB Corsair Value RAM) + ein B75/H77 Board (https://www.computerbase.de/preisvergleich/759350 ATX, 6SATA Anschlüsse) + ein Cougar A300.
 
Shririnovski schrieb:
Gleichzeitig kommen natürlich Windows Server System nicht in Frage.
Weil...?


Was die Hardware angeht: Ein Celeron G540 und dazu ein ASRock B75M oder B75 Pro3-M + 4 GB RAM macht ca. 115€.
Da ist dann noch genug Luft für ein ordentliches Netzteil und eine zweite Netzwerkkarte.

@Über mir:
Das Board hat 8 SATA-Anschlüsse ;)
 
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stimmt, aber eigtl. 6 vom B75 Chipsatz und 2 externe über Controller. Und die sind immer ein wenig fehleranfällig was die Stabilität angeht (meiner Erfahrung nach...). Hab das Board eigtl nur genommen, weil 6 Anschlüsse reichen und es ATX ist.
 
Windows Server kommt nicht in Frage, weil ich nicht bereit bin für etwas Geld auszugeben, das ich mit etwas Einarbeiten in die Materie auch kostenlos haben kann. Bin leider kein Student mehr, sprich ich komme nicht mehr an Kostenlose Windowssysteme herran.
Zumal ich denke, dass es sinniger ist in einem Linux Netzwerk auf einen Linux-Server zu setzen, wenn NFS und Ext4 unter Windows Server nur halb so elend sind wie NTFS unter Ubuntu, dann bin ich auch da ganz gut am Basteln.

Was Hardware angeht tendiere ich aktuell auch stark zu einem Celeron-System.
Netzteil will ich definitiv was anständiges, ich tendiere da halt stark zu BeQuiet, habe mit denen bisher nur gute Erfahrungen gemacht.
Das Asrock B75 Pro sieht auf jedenfall spitze aus, 8Sata-Ports, USB3.0, gefällt mir.

Kein Raid im NAS/Server, warum nicht? Das ist ja genau mein Problem, rein vom Prinzip her habe ich damit ja dann eine erhöhte Verfügbarkeit des Rechners, da auch mal eine Platte ausfallen darf ohne gleich alle Daten zu verlieren. Ich sehe da vor allem den Verlust an Speicherplatz und die Mehrkosten wegen mehr Platten für gleichen Speicherplatz als Hindernis.
Ich tendiere selbst aktuell auch dazu, ohne Raid auszukommen, vielleicht übersehe ich allerdings auch einen entscheidenden Vorteil ;)

Backup ist sowieso auf externen Platten vorhanden, zumindest von allem, was weh tun würde, wenn es weg ist. Die Platten stehen sogar leicht örtlich getrennt im Nachbarhaus ^^

Danke auf jedenfall schonmal für die Antworten :)

Edit: also die Sata-Anschlüsse über zweiten Controller sehe ich erstmal als unkritisch an, hat mein Asus P8P67 auch, funktioniert völlig problemlos.
Die genannten 6 Sata-Ports reichen theoretisch schon, aber 8 sind auf Grund von definitv kommender Erweiterungen doch besser, brauche ich länger keinen Sata-Controller dazu kaufen.

EDIT 29.12.12:
Habe nun das empfohlene System (Celeron G540, ASrock B75 Board, 16GB RAM) angeschafft und in Betrieb genommen, aktuell mit FreeNAS und ZFS (RaidZ2) am Laufen. Wie soll ich sagen, das Ding rennt wie Hölle, absolut kein Vergleich mit meinem alten NAS.
Bin blos am überlegen, eventuell Ubuntu Server oder so drauf zu hauen, um noch ein wenig freier zu sein, was Anwendungen und Konfiguration angehen. Mal sehen, teste ich wohl im nächsten Urlaub mal.

Auf jedenfall Danke an alle Berater hier :)
 
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