Nasa hat Bakterium entdeckt, das auf Arsen basiert

Ich habe recht und beziehe mich in meiner Überheblichkeitskritik explizit nicht auf die Naturwissenschaften als exklusiv arroganten Kreis von Wissenschaftlern. Nimm z.B. die Sozialtheorien in der Soziologie oder das Ricardo-Theorem in der VWL und überlege mal, was die Grundlage war bzw. die Motivation, solche Ideen zu veröffentlichen. Richtig, es waren politische Rechtfertigungen bestehenden oder revolutionären Handelns!
 
Tut mir leid, das kam dann anders rüber.
Bei VWL und dergleichen bin ich nicht direkt Kompetent. Aber da koenntest du teilweise durchaus recht haben. Da will ich mich aber nicht soweit aus dem Fenster lehnen. Nicht das ich falsche Schluesse ziehe.;)
 
Was in dem Zusammenhang ja auch durchaus interessant ist, ist wie sehr sich doch die Palette an Umweltbedingungen, unter denen Leben entstehen kann, geändert hat. Erst hieß es der Abstand von der Sonne muss relativ genau Stimmen, die Größe des Planeten, es darf kein Gasriese sein etc. (womit laut einigen hochrechnungen nur auf rund 100 Planeten in der ganzen Milchstraße die Bedingungen so wären, dass Leben überhaupt enstehen könnte).
Inzwischen weis man, das es Wasser in flüssiger Form durchaus auch ausserhalb dieses Lebensradiuses um die Sonne geben kann (z.B. bei uns auf dem Titan unter ein paar Kilometern Eis), und wenn ich mich recht entsinne hat man bei einer Simulation der Atmosphäre von Gasriesen vor kurzem sogar festgestellt, dass sich dort von alleine einfache Biomoleküle bildeten (natürlich nichts sagenhaft komplexes, aber wenn man bedenkt wieviele Gasriesen es gibt, könnte sich da ja durchaus etwas entwickelt haben).

Was die Vermessenheit der Wissenschaft gerade in diesem Bereich anbetrifft, so hat es mich auch schon häufig gewundert wie kategorisch bestimmte Dinge ausgeschossen wurden, gerade wo man weis, dass z.B. Silizium durchaus einige Ähnlichkeiten mit Kohlenstoff hat und von daher als Grundlage für Biomoleküle grundsätzlich durchaus denkbar wäre.
 
Leute nicht soviel populärwissenschaftliche Literatur lesen ...

Du schreibst von "es hieß ...", worauf beziehst du dich dabei, auf Bild.de/Mysterie oder auf die Was-ist-was Bücher ?

.... Ich will nicht wissen was in den Hinterstübchen der Unis dieser Welt so alles abläuft, bzw. welche kranken Theorien dort entwickelt werden, es ist aber naiv zu glauben, dass die Meinung in irgendwelchen Zeitungsartikeln bei allen Wissenschaftlern manifestiert ist ....

Und mal nebenbei bemerkt, um bestimmte Theorien geltend zu machen muss man einfach bestimmte Dinge strikt ausschließen können, d.h. aber nicht, dass es nicht neuere Entdeckungen geben kann die diese Dinge bestätigen/widerlegen, in diesem Fall muss die Theorie eben überdacht werden .... genau das ist eben Wissenschaft ....
 
Ich wollte eigentlich nur ausdrücken, dass bestimmte Bedingungen für die Entstehung von Leben allgemein angenommen wurden, und man nun doch immer mehr sieht wieviele "Ausnahmen" es doch geben kann, die sich zum Teil auch mit den angenommenen Notwendigkeiten (vorhanden sein flüssigen Wassers z.B.) decken.
"Es hieß" sollte eigentlich nur diese Grundannahmen (keine Theorien!)beschreiben, war vielleicht zu undeutlich.


Achja, vonwegen populärwissenschaftliche Literatur: Ich lese durchaus Fachmagazine, hab nur grad nicht mehr im Kopf woher was kam.
 
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