Netzteil explodiert - Weswegen? Fotos!

Nothor

Lieutenant
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Juli 2010
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Hallo Zusammen,

ich habe den PC meiner Mom leiser und stylischer machen wollen. Hierzu sollte sie mein BeQuiet L7 430 Watt Netzteil bekommen mit 120 mm Lüfter, weil das alte Netzteil mit dem 80'er Lüfter ziemlichen Radau machte.

Okay, also alles umgebaut in das neue Gehäuse, dem Pentium D 830 einen Noctua NH U9B SE2 spendiert, alles ins Gehäuse eingebaut, angeschaltet - nix tut sich. Altes Netzteil dran: alles läuft super. Es geht recht beengt zu in dem neuen Gehäuse, die fehlende Aussparung für Backplates hat mich fürchten lassen, dass es da vielleicht zu Kriechströmen kommen könnte wenn sie das Gehäuse berührt usw....Testweise hab ich dann nochmal alles in das alte Gehäuse zurück gebaut, da das alte Gehäuse ein größeres cremefarbenes ATX-Case ist, und das neue ist nur ein kleines, schwarzes, invertiertes µATX-Netzteil mit Klavierlack-Front und Fenster.
Aber mit dem alten Netzteil liefs ja.
Also wieder rein in das neue Gehäuse und schrittweise den PC aufbauen. Erst nur Mobo und Graka, dann laufwerke hinzu und zuletzt die Lüfter. Schlussendlich lief der PC sogar mit dem BeQuiet Netzteil ganz gut, bis ich wieder etwas verändern wollte, alles auseinander nehmen musste, wieder zusammensetzte und dann tat sich wieder nix. :-( Ich habs ein paar mal an- und ausgeschaltet, plötzlich knallts, rauchts, die Sicherung kam (FI-Schalter), naja, Netzteil im Arsch.

Mit dem alten Netzteil läuft die Hardware aber noch, und ein zwischenzeitlich neu eingebautes BeQuiet L8 430 Watt läuft ebenso anstandslos.

Was war passiert? Auf der Netzteilplatine ist eine SMD-Kohlesicherung geplatzt. Ich würd nur gerne wissen wieso, denn ich hab keine Lust dass mir das Ding nochmal um die Ohren fliegt.

Fotos:




Hardware: Pentium D 830; AsRock Twins HD775, 3,25 GB RAM DDR2, HD 4530 passiv, eine IDE-Festplatte, einen IDE-Brenner, Kaltlichtkathode, PWM-Controller
und ein paar USB-Geräte.

Was kann die Ursache dafür sein? Das das alte und das nagelneue Netzteil ohne Murren funzen macht mich eigentlich zuversichtlich, dass das Built in Ordnung ist, und nur mein altes, geschundenes Netzteil nen hau weg hatte.
 
was ist denn auf der anderen seite der platine an dieser stelle? kannst da ma pls noch n foto machen?
 
Nun das passiert, bei mir war es auch nur ein kleiner Kondensator in dessen folge noch eine Diode und zum Schluß den Brückengleichrichter in Rauch auf gehen lies.
U.u. können es Spannungsspitzen beim Einschaltvorgang gewesen sein in dessen folge ein/das Bauteil beschädigt wurde.
Du solltest Dir da keine weiteren Sorgen machen.
 
Zum einen.
Ziemlich mutig (riskant) das NT auseinander zu bauen. Kondensatoren sind selbst nach Stunden noch geladen und wenn du mit dem Schraubendreher dran kommst, kann es schnell lebensgefährlich werden.

Zum NT.
Die L7 Serie neigt dazu gerne in Schall und Rauch des ende zu finden.
Bei unseren Büro Maschinen haben sich schon drei L7 NT´s abgemeldet, immer mit dem gleichen Knall. Von jetzt auf gleich PC aus, ließ sich nicht mehr einschalten. Erst nach einer 30min Wartezeit ging es wieder und dann kommt der Knall und das NT ist hin.

Der Be Quiet Support schweigt dazu, hat aber jedes mal ein E8 400W NT geschickt.
 
Okay, alles klar.
Das Netzteil ist schon 2 Jahre alt und ich hatte es zur Reinigung schonmal offen, also mit Garantie war da nix. Hat damals auch nur 35,- gekostet, insofern trauere ich da nicht. Gut immerhin, das sonst nichts mit kaputt gegangen ist. Das Netzteil geht auf den Schrott.

@ Olunixus: Auf der anderen Seite der Platine ist alles voll mit kabeln und Bauteilen, so dass nicht nicht sehen kann was direkt darauf gelötet ist. Aber das Problem liegt auch auf der Unterseite, da genau dort die Rauchspuren sind. Auf der Bauteilseite schaut alles ok aus.
 
BeQuiet eben :lol:
Marktführer in Deutschland...
wie auch immed die das geschafft haben. Weder liefern sie Qualität noch sind sie günstig.
(an die foreneigenen Zensoren: ganz subjektive Meinung)

Ich nehme mal an, dass irgendein Bauteil (bestimmt einer der billigen Chinakondensatoren) die ganze Zeit einen Fehler hatte und sich nun verabschiedet hatte. Der Pentium D ist eines der ineffizientesten Stücke Hardware aller Zeiten. Der zieht im Idle schon horrende Strommengen. Was musste das Netzlteil vorher versorgen? Kann schon sein, dass da ne einzelne Schiene (ich glaube Pentium 4 hat noch ganz gerne die 5V Leitung strapaziert) eine Überlast weg bekommen hat.

Und bitte... Tu uns einen Gefallen und entsorge das Netzteil vorsichtig ohne groß dran rum zu spielen. Kann gefährlich sein. Wenn auch nicht ganz so schlimm, wie hier im Forum die Meinung gilt (was aber gut ist).

E:
Ganz vergessen: schreibe doch mal den Typen von BAQ direkt an. Die haben hier im Forum Support.
Aber ich denke eine ehrliche Antwort wirst du aus (verständlichen) unternehmenspolitschen Gründen nicht bekommen. Die BQ Leute sind mir bisher eigentlich nur dadurch aufgefallen, dass sie Diskussionen über die BQ Netzteile abwürgen und mit ihren Adminrechten alles löschen, was z.B. "BeQuiet Bug" beinhaltet.
 
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Jetzt nässt euch bloß nicht ein vor Angst. Die gespeicherten Ladungen in so nem armseligen Netzteilklumpen sind absolut harmlos. Ist halt Elektroschrott wie jeder andere auch und fertig.
 
Hm? Ich hab das Netzteil auseinander genommen für die Fotos, habe mir den Lüfter ausgebaut und alle Schrauben in mein Ersatzteillager übernommen. Der Rest vom NT kommt auf den Wertstoffhof.
Wie gesagt, das neue Netzteil hat das doppelte gekostet (65 ,-, dann habe ich noch weitere NT von BeQuiet verbaut und bislang alles problemlos. An sonsten vernehme ich auch nicht viel schlechtes über BeQuiet. (!?!?!?!).

Voher hat das NT ein i7 875k, HD 6850, ein Paar Deltalüfter, eine SSD und ein ODD versorgt. Und das eigentlich immer sehr zuverlässig. Wegen dem Low End Netzteil mach ich da jetzt kein Fass auf, aber ich achte natürlich bei den übrigen, die noch recht neu sind, und bei denen ich noch alle Kaufunterlagen habe, auf ein ähnliches Verhalten.

Und mal ehrlich, in einem Netzteil für 35 EUR kann ich nun echt kein Highend erwarten, es wirkte auch sonst nicht wirklich hochwertig.
 
Der Defekt ist auf der ANDEREN Seite der Platine (lol). Nimm es doch auseinander wenn du es wegschmeissen willst, dann mach nochmal Fotos.

Im übrigen bin ich der Meinung ,das Ein/Aus Schalten das Netzteil (jedes) strapaziert, da es hohe Ladeströme und Spitzen gibt. Die Netzteile sind grösser als deine üblichen 10Watt Haushaltsnetzteile. Das kann der Grund sein.
 
Wozu? Ich hab das defekte Bauteil doch gefunden. Es war ein kleines SMD-Bauteil explodiert, ein Kondensator oder ein Widerstand.

Sicherlich wird jedes Netzteil beim Einschalten strapaziert, aber dazu ist es ja da, das MUSS es abkönnen. Immerhin halten die Netzteile in Hifi-Recievern, die noch deutlich mehr liefern als 430 Watt, ja auch durchaus 10 Jahre und länger.

Das alte Netzteil von "Excellent Power" 350 Watt hat ja auch gehalten.
 
netzteile in Hifi-Recievern sind i.d.R. auch Linearnetzteile, und keine Schaltnetzteile :)
 
Als bei den ersten 2 (Bequiet E5) der Lüfter nach kurzer Zeit den Dienst verweigerten, fielen beim 3tem ( auf Garantie) von Anfang an die Kabel aus dem ATX Stecker, das Spulenfiepen bei ausgeschaltetem Rechner war teils auch unerträglich. Vor 2 Wochen ist mir das Bequiet auch gestorben.
Auch Aufgeschraubt, aufgefallen ist mir das die Capxon Kondensatoren oben aufgebläht sind und Elektrolyt austrat.

Weil Bequiet immernoch auf Capxon Kondis und ne Hartpapier-Platine setzt bin ich jetzt auf Antec (Seasonic) umgestiegen.

Mit dem NT aufschrauben warte ich auch ne halbe Minute, wer sicher gehen will, 5 Minuten oder es lassen.:)
 
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