Netzwerk mit Gigabit Router erweitern

Peer69

Lt. Junior Grade
Registriert
Juni 2001
Beiträge
435
Hallo zusammen,

ich habe hier einen gefritzten Speedport-Router der Telekom, der grundsätzlich ganz gut funktioniert. Für meine aktuellen Streaming-Ambitionen hätte ich allerdings gerne ein N-WLAN sowie ein Gigabit-Ethernet. Beides bietet dieser Router nicht, er soll allerdings wegen der Telefonanlage und der T-Home Entertain-Funktionalitäten erhalten bleiben.

Jetzt habe ich vor, hinter den Speedport einfach einen zweiten Router (dabei habe ich den TPlink TL-WR1043ND im Sinn) hinter den Speedport zu hängen, der quasi als Accesspoint fungiert und das N-WLAN sowie das Gigabit-Ethernet zur Verfügung stellt.
DHCP im zweiten Router aus, feste IP für den zweiten Router vergeben, alle Rechner am zweiten Router anschließen. Soweit klar.

Aber: Wie laufen jetzt die Daten im LAN? Über den langsamen Umweg des ersten Routers oder verteilt der zweite Router als Gigabit-Accesspoint die Daten im LAN auch wenn der erste Router die DHCP-Funktionalität übernimmt?

Danke für eure Antworten!
 
Warum brauchst denn die DHCP vom ersten Router? Ist ja nicht nötig ;)
Bei mir hängt derselbe Router auch hinter einer Fritzbox (via lan kabel) und an dem sind dann alle geräte angeschlossen, er fungiert selbst als dhcp verteiler
 
Du liegst mir deiner Vermutung richtig, die Anbindung an den T-Comrouter erfolgt mit 100 Mbit/s und die restlichen PCs tauschen ihre Daten komplett über den Gigabitswitch mit 1000 Mbit/s aus.
 
DHCP (Dynamic Host Configuration Protocol) bedeutet nur das der Speedport die IPs vergibt. Grundsätzlich laufen aber alle Dateien über den zweiten Router/Accespoint.
Es ist eigentlich auch egal welcher von beiden die DHCP Funktion übernimmt.
 
Das hatte ich so vor, weil ich nicht sicher bin, ob mir die Entertain-Box das Anstecken an den zweiten Router verzeiht. Evtl. funktioniert sie auch bei ausgeschaltetem DHCP an der Fritzbox, das müsste ich dann testen.
Sollte das funktionieren, kann Router Nr. 2 natürlich gern auch als DHCP-Server werkeln.
--

Super. Ich danke euch für die Antworten! Dann werde ich das morgen gleich in Angriff nehmen.
 
router hinter router kann auch manchmal zicken (thema nat), eleganter wäre ein einfacher switch und nen reiner ap. bis auf dhcp und dns geht dann nicht viel über die langsame 100Mbit vom speedport, ist ja das schöne am "switch" :D
 
es is egal wo die Entertain-Box dranhängt, da ja immer einer der beiden Router DHCP an hat und sie somit eh immer ne IP bekommt
 
Aufgrund von Streaming brauchst du sicher keine 1000Mbit/s.

Selbst eine gerippte BluRay hat max. 50MBit/s, du kannst also 2 BluRays gleichzeitig streamen bei einer 100MBit/s Verbindung.
 
Für das Streaming war auch eher das N-WLAN gedacht.
Das Gigabit-Lan macht mir dann den Austausch der Daten mit meinem NAS leichter. Daher hatte ich das so angedacht.
 
@ĴФĐλ ja nur das der Entertaine Receiver nicht ganz einfach mit dem Umgang am Router ist. Bis jetzt können offiziell nur fritzboxen und Speedports problemlos mit dem Receiver umgehen also wäre ich mir da nicht so sicher ob das so problemlos am TP-Link funktioniert.
 
Ok. Also nochmal umgedacht. Wenn ich jetzt einfach einen Gigabit-Switch an den Speedport und daran die Rechner sowie einen N-Accesspoint hänge, habe ich sowohl das Problem mit der Entertain-Box als auch die DHCP-Geschichte umgangen und habe trotzdem alles, was ich wollte. Wäre etwas teurer und ein Gerät mehr an der Wand, aber wenn es im Zweifel Probleme vermeidet ist es das vermutlich wert.
 
Wäre es nicht evtl. einfacher, eine FB 7390 bzw. 7370 zu holen? (nur als denkanstoss).
 
Eine FB 7370 kenne ich nicht. Wenn du die 7270 meinst, fehlt da aber m. E. das Gigabit-Ethernet.

Die FB 7390 käme tatsächlich infrage. Aber mal ehrlich, mehr als 200€ dafür? Das zahl ich nicht für das bisschen "Einfachheit", auch wenn es ohne Zweifel die eleganteste Lösung wäre.
 
So. Auch wenn ih tatsächlich kurz über eine neue Fritzbox nachgedacht habe, fiel die Entscheidung doch auf die gut 150€ günstigere Lösung mit Switch und Accesspoint.

Hier werkeln jetzt der TP-LINK TL-SG1005D Switch und der TP-Link TL-WA801ND Accesspoint hinter dem Speedport. Die Installation war völlig problemlos und die Geschwindigkeit überzeugt auch. Danke für eure Hilfe!
 
Peer69 schrieb:
Aber: Wie laufen jetzt die Daten im LAN? Über den langsamen Umweg des ersten Routers oder verteilt der zweite Router als Gigabit-Accesspoint die Daten im LAN auch wenn der erste Router die DHCP-Funktionalität übernimmt?

Der von dir ausgesuchte Router würde im Heimnetz als Switch fungieren. Die Daten gehen erst aus dem Router raus an den Speedport, wenn das Ziel im Heimnetz nicht zu finden ist. Wenn du Daten im Heimnetz schiebst, hast du das Gigabit LAN. Allerdings sollte der WLAN Router dann der DHCP-Server fürs Heimnetz sein, nicht mehr der Speedport. Der ist nur noch für die Verbindung zum Internet zuständig. Die Verbindung zwischen WLAN-Router und Speedport ist ein eigenes Subnetz, welches durch den WLAN-Router mit dem Heimnetz kommuniziert.

Hab das alles bei mir mit festen IP-Adressen geregelt. Das Heimnetz hat ein /28 Subnetz (max 14 Hosts) und die Verbindung zwischen meinem TP-Link und der B-Box ist ein /40 Subnetz (max 2 Hosts).
Der TP-Link ist Standard-Gateway für alle Hosts im /28 Netz und die B-Box ist der Standard-Gateway für den TP-Link im /40 Netz und verbindet direkt mit dem Internet.

Aber ich verstehe nicht, wieso du am Ende je eine Lösung für Gigabit LAN und N WLAN von TP-Link genommen hast. Warum nicht der 1043? Der hat das alles in einem Gerät.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das habe ich deshalb gemacht, weil es u. U. nicht möglich gewesen wäre, den zweiten Router per DHCP die IP-Adressen verwalten zu lassen, weil mein Entertain-Receiver evtl. nicht funktioniert, wenn er nicht am Speedport hängt. Und dieser bekommt ohne DHCP am Speedport vermutlich keine IP.
Daher erschien mir die jetzt gewählte Lösung etwas unanfälliger für Fehler.

Die Anschaffungskosten waren minimal höher und der Stromverbrauch des Switch fällt auch kaum ins Gewicht. Und es funktioniert ja jetzt auch alles wie gedacht.
 
Zurück
Oben