Netzwerkdose richtig auflegen

moeppi

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Hallo zusammen,

ich habe eine blöde Frage, allerdings hatte ich vorher noch nie mit Netzwerk-Thematiken zu tun.
Meine Eltern habe seit Kurzem Glasfaser im Haus. Im Keller hängt der Mediawandler. Damit reicht ein Ethernetkabel zwischen Router und Media-Wandler, um eine Verbindung herzustellen.

Aktuell gibt es aber kein Netzwerkkabel zwischen den Geschossen, nur das alte Kupferkabel.
Ich möchte nun selber Ethernetkabel verlegen und Aufputzdosen anbringen. Dazu habe ich folgendes Bild gemalt und eine Frage:
Brauche ich im Erdgeschoss zwei Dosen? Also eine, zu der die Leitung aus dem Keller führt und eine weitere, die zu der Dose im Obergeschoss führt? Oder kann ich es wie auf dem Bild machen, nur eine Dose und somit insgesamt nur drei Dosen verwenden?
Ich habe nämlich in einem der Videotutorials gehört, dass man sich innerhalb der Hausinstallation für L oder R entscheiden sollte.

Ich freue mich auf euren Input
Michael

IMG_3263.jpeg
 
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Hallo redjack,
du meinst, weil ich auf der Seite auch einfach einen Stecker anbringen könnte? Ein Elektriker meinte, dass es einfacher ist eine Dose zu patchen als die RJ45-Stecker dran zu fummeln.

Geht das denn mit der einen Dose so im Erdgeschoss?
 
redjack1000 schrieb:
Die Dose im Keller kann man sich sparen.
eigentlich nicht...
die Dosen werden mit Verlegekabel verkabelt, das sollte man nicht als Patchkabel missbrauchen!

also wenn man es "ordentlich" machen möchte, dann genau so wie auf dem Bild. Außer man stellt den Router auch unten in den Keller.

und da ich die Frage kommen sehe: 568a oder b ist völlig egal, nur auf beiden Seiten gleich (wobei selbst das heutzutage auch meist im Mix funktioniert). Wichtig ist allerdings, dass die Adern PAARE tatsächlich exakt nach einer Art aufgelegt werden, sonst hat zwar jeder Pin Kontakt zu seinem Gegenpart, aber eben nicht über die richtigen verdrillten Adernpaare.
 
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Ich nehme an, du sprichst von Duplex Dosen mit 2 RJ-45 Anschlüssen. An diese schließt man ja Verlegekabel an, die überlicherweise unterputz in Leerrohren verlegt werden. Dann brauchst du überall, wo es von Wand auf Gerät gehen soll, eine Dose. Es ist nicht gut, Verlegekabel direkt mit einem Stecker zu versehen und an ein Gerät anzuschließen.
Bei der Dose im Erdgeschoss kannst du das sicher so machen, wie auf dem Bild zu sehen. Wenn das vernünftig beschriftet ist, spricht nichts dagegen.
Man muss sich bei der Hausinstallation nicht auf L oder R festlegen. Man kann da auflegen, wie man lustig ist. Hauptsache es ist irgendwo dokumentiert, damit spätere Nutzer wissen, was wo hin geht.
Das Auflegeschema TIA-568A oder B ist Geschmackssache. Das muss man auf jeden Fall konsistent halten zwischen 2 Verbindungen. Da legt man sich am besten auf eines fest und behält das in jeder Dose bei.
 
moeppi schrieb:
Ein Elektriker meinte, dass es einfacher ist eine Dose zu patchen als die RJ45-Stecker dran zu fummeln.
Dafür nimmt man Heutzutage Keystone. Super einfache Installation, auch ohne Werkzeug.
 
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Danke für eure superschnellen Antworten, bin total überwältigt!
Mickey Mouse schrieb:
Wichtig ist allerdings, dass die Adern PAARE tatsächlich exakt nach einer Art aufgelegt werden, sonst hat zwar jeder Pin Kontakt zu seinem Gegenpart, aber eben nicht über die richtigen verdrillten Adernpaare.

Ich bin mir nicht sicher, ob ich das hundertprozentig verstehe.
Reicht es, wenn ich das so mache?

KellerErdgeschossObergeschoss
L(A) | - L(A) | R(A)- | R(A)
IMG_3265.jpeg

---


WingX schrieb:
Ich nehme an, du sprichst von Duplex Dosen mit 2 RJ-45 Anschlüssen.An diese schließt man ja Verlegekabel an, die überlicherweise unterputz in Leerrohren verlegt werden.
Ja, das ist korrekt. Ich werde die Kabel aufputz verlegen, ist aber bei dem über 50 Jahre alten Haus ja nicht tragisch...
WingX schrieb:
Dann brauchst du überall, wo es von Wand auf Gerät gehen soll, eine Dose. Es ist nicht gut, Verlegekabel direkt mit einem Stecker zu versehen und an ein Gerät anzuschließen.
Genau, das hat der Elektriker auch gesagt. Ich wollte jetzt bloß nicht zwei Dosen im Erdgeschoss anbringen, wenn es nicht nötig ist.

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User38 schrieb:
Dafür nimmt man Heutzutage Keystone. Super einfache Installation, auch ohne Werkzeug.
Ach, und das geht auch mit Verlegekabeln?
 
moeppi schrieb:
Ach, und das geht auch mit Verlegekabeln?
Klar, dafür sind sie ja gemacht ;)

Ich benutze nur noch Keystones um einfach Verbindungen zu machen (und natürlich auch beim Patchpanel), 2 Keystones und als Verbindung dann ein fertiges Kabel mit zwei Steckern. Das ganze kann man überall verstecken oder in jeder Aufputzdose packen.
 
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Mickey Mouse schrieb:
eigentlich nicht...
die Dosen werden mit Verlegekabel verkabelt, das sollte man nicht als Patchkabel missbrauchen!
100%ack, ich habe das falsch betrachtet.

Ich nehme alles zurück und behaupte das Gegenteil.

Cu
redjack
 
moeppi schrieb:
Ach, und das geht auch mit Verlegekabeln?
Ja, genau dafür sind Keystones da. Sie werden dann in einen Rahmen eingeklipst, Abdeckung drauf und fertig. Oder hast Du die Dosen mit LSA-Anschluss schon?
 
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Man kann auch gleich sechs Kabel vom Keller aus verlegen, zu jeder Dose zwei, wenn man schon dabei ist.
 
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Man sollte Verlegekabel aber nicht aus der Wand und mit Keystones an ein Gerät benutzen. Das macht man einfach nicht. Es gibt Situationen, da ist es vertretbar. Aber sobald die Möglichkeit besteht, das das Kabel sich bewegt, ist es hin mit der langen Haltbarkeit. Deswegen zum Verlegen Verlegekabel mit Dosen und zum Patchen Patchkabel mit Steckern. Die flexiblen Patchkabel gehen evtl schneller kaputt, aber die kann man ja auch schneller tauschen, sind ja nicht in Wänden oder Kabelschächten verlegt, sondern nur 1 bis 2 m von der Dose zum Gerät. Mir ist die langlebige Installation lieber als alle 10 Jahre ein defektes Kabel in oder an der Wand zu tauschen.
 
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Keystones statt LSA-Klemme war aber doch eigentlich nur gemeint und keine freifliegende Verdrahtung.
 
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HITCHER_I schrieb:
Man kann auch gleich sechs Kabel vom Keller aus verlegen, zu jeder Dose zwei, wenn man schon dabei ist.
Öhm nein? Im Keller steht keinerlei Switch und auch kein Router. Zu Letzterem sollte schon erstmal die Verbindung zum Mediawandler aufgebaut werden...

Wenn dann macht man das ja schließlich von nem Switch aus zu jeder Dose, um dann für die Geräte zur Verfügung zu stehen. Darum gehts hier nur überhaupt nicht...
 
Wäre aber wahrscheinlich besser. Also Router in den Keller stellen, der hat wahrscheinlich auch schon einen Switch eingebaut für die oberen 2 Dosen je 2 Kabel?
 
@Incanus Genau darum geht es. Der Router stand bisher im Obergeschoss und der repeater lief im Erdgeschoss.

Jetzt war die Idee halt, weil meine Eltern mehr im Erdgeschoss sind, den Router da anzubringen, auch für besseres WLAN.

@Incanus Ja, genau dafür sind Keystones da. Sie werden dann in einen Rahmen eingeklipst, Abdeckung drauf und fertig. Oder hast Du die Dosen mit LSA-Anschluss schon
Ich habe schon drei Dosen hier liegen, kann die aber natürlich auch umtauschen.

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Ich überlege ja auch noch, ob ich Leerrohre im Keller benutze oder einfach nur klebbare Befestigungssockel für Kabelbinder. Das ganze muss nur zweckmäßig sein, aber nicht schön. Ein anderer Elektriker wollte für das oben gezeigte mit Leerrohren im Keller und Aufputz-Monate der Kabel im Erdgeschoss (+ zwei neue Aufputzsteckdosen) 880€. Daher kommen übrigens gerade meine ganzen Überlegungen das selber zu machen mit wenig Aufwand.
 
Hast Du auch das Auflegewerkzeug?
Ich habe selber bisher noch nicht mit Keystones gearbeitet, aber allgemein heißt es, dass es einfacher zu verarbeiten sei, vor allem für Unerfahrene. Also wenn Du sie noch tauschen kannst, warum nicht?
 
Incanus schrieb:
Ich habe selber bisher noch nicht mit Keystones gearbeitet, aber allgemein heißt es, dass es einfacher zu verarbeiten sei, vor allem für Unerfahrene.
Keystones sind meistens (zumindest kenne ich nur die) ohne Werkzeug zu installieren, die werden zusammengepresst/gesteckt und dann halten die.
 
Wie es geht, weiß ich schon ;). Habe es nur noch nicht gemacht.
 
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