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Neuaufbau Netzwerk Komponenten - Kabelfrage bestehende Leerrohre

Astra-G

Lt. Junior Grade
🎅Rätsel-Elite ’25
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Juni 2011
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269
Hallo Community,
ich möchte mit meinem Netzwerk einen Neuaufbau (oder Anfang) wagen, um bestehende Altlasten loszuwerden.
Insbesondere bei der Verkabelung bzw. Kabelart in Verbindung mit den verfügbaren Leerrohren brauche ich eure Expertise und Einschätzung.
Gerne bin ich aber auch für die Netzwerkkomponenten offen für Vorschläge (das Cloud Gateway Max und das Modem 2 der Telekom liegen schon bereit).

Budget: Was sinnvoll ist und nicht komplett den Rahmen sprengt, ist ok. Ich rechne ehrlicherweise mit dem Umbau und der Komponenten mit ca. 3000 -4000 Euro (?), inkl. Gebrauchtkauf.

Ausgangslage:
  • die Immobilie hat mehrere Etagen
  • Glasfaser der Telekom FTTH 600/300 über eine Fritzbox 5590 per Glasfasermodul über den Keller
  • Verbunden sind die Etagen über die bestehende Coax-Leitung und der Devolo Gigabridge
  • In jeder Etage steht eine Fritzbox (7530, 7520), um dort als WLAN-AP und Switch zu fungieren
  • Zwei Synologys als NAS und BackUp-NAS
  • Synology Kameras zur Überwachung (cc400w - WLAN Kamera)

Neue Erkenntnisse:
  • Das Coax-Kabel liegt in einem Leerrohr von Etage zu Etage, das über Unterputzdosen und TV-Dose verbunden ist (in einer Ecke des Hauses) - bisher ging ich davon aus, dass das Rohr zw. Keller und den restlichen Etage unterbrochen ist (daher bisher die Gigabridge-Geschichte)
  • Es gibt ein zweites Leerrohr (hier liegen alte Telefonkabel), ebenfalls vom Keller bis über alle Etagen von Unterputz zu Unterputzdose (mehr oder weniger auf jeder Etage mittig)
  • Das Fritz-Mesh hat leider nicht funktioniert, es ging wortwörtlich nichts mehr :D
  • Die Backups der NAS (aus dem 2OG in den Keller) hat die Gigabridge komplett ausgelastet, hier kann man während der Backups (auch mit Beschränkung der Bandbreite) nichts mehr erledigen.

Neugestaltung und Ziel:
  • Ich möchte gerne künftig zur besseren Abschirmung des Heimnetz von IoT und Gästen mind. drei VLANs aufspannen (Home, Gast, IoT) -> Damit ist Fritz! bzw. AVM raus
  • Für eine höhere Bandbreite und Stabilität möchte ich die Gigabridge ersetzen
  • Ich möchte wieder Mesh-WLAN nutzen und über zentrale APs die Zugänge bereitstellen

Wie verlege ich die neuen Kabel:
-> Ich nutze bestehende Leerrohre
  • Das Leerrohr mit Coax hat zu Beginn nur 12mm Innendurchmesser (bis EG), danach 15mm, läuft immer gerade ohne Kurven
  • Das Leerrohr mit Telefonkabeln hat 15mm Durchmesser innen, allerdings sind hier Kurven vorhanden (wie eng und wie viele ist nicht ermittelbar - Bestandsbau)

Ideen zu Komponenten -> Siehe Bild -> ich möchte in das Unifi System wechseln

Kabel:
- Die Rohre sind leider nicht sehr üppig vom Durchmesser, weshalb das Einziehen neuer Kabel je nach Kabeltyp eng werden könnte.
-> Daher möchte ich in das enge Leerrohr Singlemode OS2 Glasfaser ziehen sowie ein Cat6a -> Das müsste nach Recherche von den Durchmessern her exakt passen.
-> Klingt das für euch stimmig? Glasfaser bietet halt als Backbone eine hohe Geschwindigkeit je Etage mit sehr dünner Ader / Faser.

  • In das 15mm Leerrohr bräuchte ich drei RJ45 Kabel, um über PoE+ die WLAN APs zu versorgen.
  • Mit drei Standard Cat6a klappt das vom Platz nicht (zumindest habe ich noch keine Kabel dafür gefunden)
-> Hier komme ich auf keine tragfähige Idee, wie das funktionieren könnte bzw. mit welcher Art von Kabel
-> Wäre dann z. B. auch Cat5e PoE+ tauglich oder rät ihr davon eher ab?
-> Habt ihr Ideen oder Erfahrungen, die mir helfen könnten?

Zur Veranschaulichung, was ich künftig vorhabe und wo welche Kabel laufen müssten / sollten, habe ich versucht eine Skizze anzufertigen.

Danke und Grüße
Astra-G

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Wieso willst du denn Glasfaser + Ethernet Kabel gleichzeitig durch die Rohre verlegen?
Reicht dir nicht die eine oder andere Technologie?
Ohne zu wissen wie der Biegungsradius ist in deinen Rohren musst du halt immer aufpassen mit Glasfaser.

Wegen POE willst du Ethernet, aber wieso dann Glasfaser?
 
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Das liegt leider an der Platzierung der Steckdosen.
Die sind in der Regel ca. 1 - 2 von den Unterputzdosen entfernt.
Bei LR2, also dem zweiten Rohr, gibt gar keine Dose in der Nähe. Daher hier das Cat für PoE.
Das andere Rohr ist für die Cat zu eng, daher die Glasfaser.
Die Mischung ergibt sich dann aus der Position der Dosen.
Ich hoffe, es ist klar, was ich meine?
Ich male auch gerne nochmal, wenn es hilft exemplarisch eine Etage auf :)
 
bzgl. deinen 3 Ethernet Kabeln nach LR2, es gibt APs (z.b. Ubiquiti) die haben einen Switch integriert, da könntest du dir ggf. Kabel sparen, wenn sich das Power Budget ausgeht.
 
"Das Leerrohr mit Telefonkabeln hat 15mm Durchmesser innen, allerdings sind hier Kurven vorhanden (wie eng und wie viele ist nicht ermittelbar - Bestandsbau)."
Da würde ich, bevor überhaupt an neues Kabel gedacht wird, testen ob sich das Telefonkabel ziehen lässt.

"In das 15mm Leerrohr bräuchte ich drei RJ45 Kabel, um über PoE+ die WLAN APs zu versorgen.
Mit drei Standard Cat6a klappt das vom Platz nicht (zumindest habe ich noch keine Kabel dafür gefunden)"
Cat 7 gibt es mit Ø 6mm. Cat5e Ø ist 5,6 mm.
Wenn das alles nicht klappt kann man auch über vorhandenes Telefonkabel die APs versorgen, sofern 8 Adern vorhanden. Die cu Adern sind dicker als bei LAN Kabel.
 
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Astra-G schrieb:
Bezüglich dem Switch an Standort „2OG LR2“: Gast im ganzen Haus oder nur bei einem Access-Point? Problem ist nämlich, dass die Modelle-Reiche „Flex“ noch kein Device Isolation (ACL) bietet. Das bedeutet, Du bräuchtest
(A) erheblich teurere Switche,​
(B) Switche anderer Hersteller oder​
(C) Du lässt das mit der Client-Isolation bei den Gästen untereinander.​
 
Vielen Dank für die Hinweise!
Das Telefonkabel hat leider nur vier dünne „Drähtchen“, das ist leider raus aus der Planung.
Aber: Es lässt sich bewegen um ein paar Zentimeter. Der Tausch wäre also möglich. Von der Straffheit her passen aber vermutlich trotz der Theorie keine 3 Kabel Cat durch.

Ich habe mit den Unifi U6 InWall geplant entlang des LR2.
Die haben einen PoE Switch. Das müsste ich dann mal durchrechnen, ob sich das ausgeht.
Den ersten kann ich per Cat6a und PoE+ verbinden.
Dann könnte ich von dort über zwei der vier Ports über PoE die beiden weiteten verbinden (in der Theorie, das rechne ich nachher mal vom PoE Budget her durch).
Evtl. bekomme ich ja zwei Cat6a durch, dann wäre es ohne Thema möglich.
Habt ihr zufällig Empfehlungen für ein praktikables Cat6a? Ich finde in der Regel nur dicke Kabel oder welche mit dem Titel stranded, also keine festen Adern. Oder spielt das gar keine Rolle?

Danke für den Hinweis mit dem Flex Switch.
Ich bräuchte tatsächlich an jedem Endpunkt die VLANs. Dann gehe ich nochmal auf Switch-Suche.
 
Auch wenn es gegen deinen Anspruch geht... aber warum nicht nur ein Kabel durchs Leerrohr und dann dort wo es rauskommt in einen Switch rein der PoE bereitstellt?!
 
Astra-G schrieb:
Ich bräuchte tatsächlich an jedem Endpunkt die VLANs.
Nur damit kein Missverständnis entstand: Das Problem betrifft Dich nur dann, wenn Du an einem Endpunkt zwei Geräte im selben VLAN hast und diese über zwei Ethernet-Kabel kommen, aber die Geräte sich gegenseitig nicht sehen/zugreifen sollen.
 
Die Kabel von Hornbach schaue ich mir mal an, Danke! Die sind tatsächlich dünner.
@v3nom das klappt bei LR1, hier sind jeweils die Steckdose neben der Dose mit dem Leerrohr.
Beim LR2 sind die Dosen eben weiter weg, da klappt das nicht aufgeräumt.

@elo22 ich muss dir vermutlich beim LR2 Recht geben. Das muss ich mit dem System einmal testen, ob zumindest ein Cat6a passt.
Beim LR1 geht es nur gerade aus nach oben. Hier ist nur der Biegeradius ein Thema, aber da habe ich mir davon so Adapter-/Abstandsrahmen angesehen, dass ich den Biegeradius einhalten kann.

@norKoeri Danke für die Info. Die Geräte innerhalb eines VLAN dürfen sich sehen. Sie sollen nur nicht in die anderen Netze kommunizieren dürfen.
Dann klappt das mit dem Flex, das ist doch schon mal was :D

Dann werde ich es mal mit der Taktik versuchen, LWL durch LR1, und mal ein Cat6a durch LR2. Und dann schau ich mal weiter.
 
Du meinst, weil die gängigen Stecker RJ45 eigentlich nur mit AWG23/AWG24 passen?
Ja, das kann ein Problem sein. Ich wollte da mal nach Steckern suchen, die das mit AWG26 können.
Ansonsten bleibt es dabei, dass ich erstmal ein Standard Cat6a versuche mit PoE+ und dann über zwei der PoE Ports des ersten WLAN AP die beiden weiteren versorge.
Das müsste sich dann mit zwei Kabeln im Rohr ausgehen.
 
Also ich vermute bei @elo22 für dieses Problem
Astra-G schrieb:
Du meinst, weil die gängigen Stecker RJ45 eigentlich nur mit AWG23/AWG24 passen
nicht das was du meinst, sondern dass was er in #11 schrieb.
elo22 schrieb:
Nächstes Problem sind die nicht vohandenen/falschen unter Putz Dosen.
Damit meint er das die Dose wo du deine Netzwerkleitung auflegen willst, nicht tief genug ist, es gibt verschiedene Dosenarten umgangssprachlich heißen sie eine tiefe Dose und eine flache Dose, früher hat man ausschließlich die flache Variante verwendet, heute macht man dass anders und man benötigt für eine Netzwerkverkabelung die tiefe Dose oder noch eine ganz andere Variante die Elektronikdose.

In jeden normalen Baumarkt sollte man die Unterschiede erkennen können.

Mit diesen Punkt hat er schon recht,
elo22 schrieb:
Biegeradien können nicht eingehalten werden.
dass wird in der flachen Dose nicht funktionieren, ist schon in der tiefen Dose nicht immer möglich.
 
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