Neubau NAS

ABC

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Es wird Zeit die beiden alten Synology 4-Bay-NAS-Systeme auszumustern (EOL).
Neubau NAS.. Ziel möglichst Stromsparend.
Das Gehäuse (AeroCool Cipher ACCM-PB28004.11 / Cipher-S-BK-v1) hat Platz für 11 x 3,5" HDs.
Es sollen 9 x 3 TB HDDs eingebaut werden (1. Ausbaustufe). Habe noch weitere HDDs rumliegen (< 3 TB). Mal sehen was noch läuft.
RAM min. 8, besser 16 GB.
Einsatz als Fileserver (nur für Backup; evtl. kommt noch ein Wiki und eine Datenbank dazu). Software Truenas oder irgendwas mit ARC.

Welches Mainboard, welche CPU brauche ich? Sollte möglichst preiswert sein. Vielleicht reicht auch ein gebrauchtes System.
Ist ein C236-System heute noch zu empfehlen?

Ich bitte um Vorschläge.
 
ABC schrieb:
Ziel möglichst Stromsparend.
ABC schrieb:
Es sollen 9 x 3 TB HDDs eingebaut werden (1. Ausbaustufe). Habe noch weitere HDDs rumliegen (< 3 TB). Mal sehen was noch läuft.
Da ist direkt Optimierungspotenzial. Der Overhead beim Energieverbrauch durch 3-TB-HDDs ist nicht zu unterschätzen.
ABC schrieb:
Ist ein C236-System heute noch zu empfehlen?
Na klar. AM4 wäre auch noch eine Alternative, die auch ECC supportet. Zusammen mit irgendeiner passenden CPU, von der Leistung her spielt es keine wirkliche Rolle, wenn du keine speziellen Anforderungen hast.
 
Also ich hab letzt einen Ryzen 5700G (5600G ginge sicher auch) mit 32GB Ram gebaut, auf einem Gigabyte B550 Board gebaut. Leider den Fehler gemacht einen 9300 HBA zu kaufen, statt einem 9400, was ca. 20W/h Unterschied ausgemacht hätte. Werde ich irgendwann auch noch austauschen. Case ist bei mir ein Jonsbo N5, ist aber ein gutes Stück teurer als das AeroCool, hat aber auch eine Backplane, getrennte Zones für HDD und Computing und kann viel mehr als 12x HDD aufnehmen.
 
Ich kann versteh, wieso du bei den aktuellen HDD-Preisen alte HDDs weiter betreiben willst. Aber 3TB Modelle sind nach aller Wahrscheinlichkeit wirklich alt und die Menge an Laufwerken ist an sich echt ungünstig für Lautstärke, Performance, Verlässlichkeit vom Raid und Energiebedarf (selbst wenn du die HDDs schlafen legst).

Da du keine großen Anforderungen nennst:
Mainboard mit Intel N100 Prozessor: https://geizhals.de/asrock-n100dc-itx-90-mxblm0-a0uayz-a2989278.html?hloc=de
Sata Controllerkarte mit ASmedia1166: https://geizhals.de/?cat=iosasraid&...ax=&v=e&plz=&dist=&fcols=497&sort=p&bl1_id=30
Die ASM1166 gibt es auch als M.2 Karte. Dann hätte das ganze Konstrukt 2+6+6 = 14 Sata Anschlüsse.

Oder du nutzt die PCIe Slot bzw. M.2 Sockel um da eine 2.5GBe bis 5GBe Karte zu stecken. Der M.2 Slot fürs Wifi kann kein PCIe!


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Mehr Performance, Option auf ECC-Speicher, etwas mehr Strombedarf:
AMD APU der Pro Serie, fpr AM4: https://geizhals.de/?cat=cpuamdam4&...6_Ryzen+PRO+4000~16686_Ryzen+PRO+5000~820_AM4
Passende Mainboards (mit ECC): https://geizhals.de/?cat=mainboards...tzung&pagesize=30&sort=p&promode=true&hloc=de

Nimm KEIN Board mit X570 Chipsatz, die saufen zu viel und nimm Boards mit so wenig Ausstattung wie möglich! 2.5GBe Netzwerkkarten gibt es zum Stecken günstiger in Anschaffung und Energiebedarf als die Featuremonster an Mainboards die 2.5GBe haben.
AM5 Plattform ist raus, DD5 ECC Speicher ist schlicht zu teuer.

Sata Controller wären wieder aus Basis von ASM1166

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Irgendwelchen Professionellen Sata HBAs mit LSI-/Broadcomchipsatz würde ich als ambitionierter Nerd lassen. Das Gebastel mit irgendwelchen gebraucht geschossenen Karten und den Versuchen die Firmware so zu flashen, dass die Dinger im "IT-Mode" arbeiten. Alles für 2 mehr Sata Ports (bei i8, ansonsten halt mehr) bei gesteigertem Energiebedarf.

Edit: Sata HBAs mit Marvell auf AMD würde ich auch lassen. Nach meiner Erfahrung (N=2) ist es Glücksspiel welche Firmware auf den Karten ist und ob/wie oft/unter welchen Bedingungen die Karten LinkResets auf den Sata-Ports durchführen und so Raids vernichten.
Edit2: Wie sich Marvell auf Intel verhält weiß ich schlicht nicht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Piktogramm schrieb:
Nimm KEIN Board mit X570 Chipsatz, die saufen zu viel und nimm Boards mit so wenig Ausstattung wie möglich
Irgendwie glaub ich das nicht wirklich. Ich bin selber am testen mit b450 ITX, x470 atx, a520 matx und nächste Woche b550 matx.
Mein b450 ITX ist aktuell am sparensten mit 15w Steckdose (Pro 5655g, 32gb ECC 3200CL22, keine HDD/SSD aber ASM1166 Controller).
Was mich extremst wundert ist das A520 was ja eigentlich nix hat aber trotzdem 17w Steckdose zieht.
Das x470 zieht mit 19-21w nur minimal mehr dafür das das ein Crosshair VII ist.
 
Piktogramm schrieb:
Irgendwelchen Professionellen Sata HBAs mit LSI-/Broadcomchipsatz würde ich als ambitionierter Nerd lassen. Das Gebastel mit irgendwelchen gebraucht geschossenen Karten und den Versuchen die Firmware so zu flashen, dass die Dinger im "IT-Mode" arbeiten.
Es ist jetzt wirklich kein Hexenwerk, die Firmware des SAS-HBAs zu flashen. Und wer das nicht kann und nicht lernen will, der kauft sich einfach direkt einen SAS-HBA mit der aktuellen IT-Firmware drauf.

Wenn man mehr Ports braucht, dann ist ein SAS-HBA die einzige ernsthafte Lösung.
 
Die HDDs sind halt da ( 2 NAS je 4 x 3TB). Eine 3 TB ist Reserve. Die beiden NAS sind EOL. Das ganze ist halt mit der Zeit gewachsen. Klar die HDDS sind schon recht betagt (> 50.000 h).
Das Jonsbo N5 sieht gut aus, ist mir aber viel zu teuer (Faktor 4 ggü. AeroCool).
Einzig der HBA bin ich noch unschlüssig. Die Kosten doch recht viel. Evtl. reichen weitere SATA-Karten?
 
Die sind halt so unglaublich langsam. Engpass ist der Netzwerkanschluss.
 
an manchen Nas Systemen kannst du auch über usb3.0 ein 2.5gbit usb Dongle nutzen. Aber transferierst du denn sehr oft mehrere GB oder ist das nur ab und zu? Bei mir wünsche ich mir auch manchmal mehr als gbit aber ich kopiere vielleicht einmal in der Woche ein paar GB rüber. da lohnt sich das upgraden nicht.
 
Crispy Bearcon schrieb:
Irgendwie glaub ich das nicht wirklich.[...]
Das x470 zieht mit 19-21w nur minimal mehr dafür das das ein Crosshair VII ist.
Das Board mit x470 braucht mehr Saft, die was der von mir getätigten Aussage entspricht.

Khorneflakes schrieb:
Es ist jetzt wirklich kein Hexenwerk, die Firmware des SAS-HBAs zu flashen. Und wer das nicht kann und nicht lernen will, der kauft sich einfach direkt einen SAS-HBA mit der aktuellen IT-Firmware drauf.

Wenn man mehr Ports braucht, dann ist ein SAS-HBA die einzige ernsthafte Lösung.
Wo ist der Sinn einer solchen HBA, wenn sie geflasht wird damit sie auf eine schlechtere Funktionalität kommt im Vergleich zur ASmedia-Lösung wird? Höherer Anschaffungskosten, höherer Energiebedarf, erhöhter Aufwand alles dafür, dass man dann eine HBA hat, die kein natives AHCI mit den Lautwerken spricht sodern das alles von Hinten durchs Auge mittels STP (Sata Tunneling Protocol) regelt. Wobei STP mitunter[1] arg Probleme hat mit Hot-Plug, APM (Advanced Power Magement) und/oder propritären Lösungen wie Seagates SeaChest zur HDD Steuerung/Kontrolle.
Wo ist da der Punkt, der das zu "ist ein SAS-HBA die einzige ernsthafte Lösung" erhebt?

So LSI/Broadcomzeug kann man nehmen, wenn SAS und dessen Features bewusst genutzt werden sollen.

[1] Je nach Karte, Firmware(-version) und Laufwerke.
 
Zuletzt bearbeitet: (Formulierungsupsi behoben)
Naja so direkt sehe ich das nicht. Das Board hat einen usb 3.0 Header mehr, deutlich mehr USB Ports, 2 Sata mehr als a520, und ggfs. andere feature die man auf dem anderen Board mit zusätzlicher Hardware nachrüsten muss die ja dann auch mehr Strom fressen.

HBA Vs ASmedia stimme ich dir zu. ich nutze auch seit Ewigkeiten ASM1166 Karten damals mit btrfs oder ZFS ohne Probleme und für den Privatanwender mehr als ausreichend.
 
Piktogramm schrieb:
Irgendwelchen Professionellen Sata HBAs mit LSI-/Broadcomchipsatz würde ich als ambitionierter Nerd lassen. Das Gebastel mit irgendwelchen gebraucht geschossenen Karten und den Versuchen die Firmware so zu flashen, dass die Dinger im "IT-Mode" arbeiten. Alles für 2 mehr Sata Ports (bei i8, ansonsten halt mehr) bei gesteigertem Energiebedarf.

Die kommen schon auf IT Modus geflashed, an sich muss man da gar nix machen. Es gibt aber eine neue Firmware dafür, die sollte man flashen, ist aber wirklich kaum schwieriger als ein Bios Update früher
 
ABC schrieb:
Einzig der HBA bin ich noch unschlüssig. Die Kosten doch recht viel.
Die bekommst du gebraucht auf Ebay recht günstig auch schon auf IT-Mode geflasht.
Bei ZFS bietet sich natürlich ECC RAM an, das soll in Form von DDR4 RDIMMs (womit C236 aber imho wegfällt) preislich noch halbwegs erträglich sein. Aber dann solltest du auch eine USV einplanen.
Wenn der Stromverbrauch eher egal ist, würde ich nach einem gebrauchten Supermicro Board gucken, evtl. noch weiter zurück gehen und eins mit Sockel 2011-3 nehmen.
Oder du nimmst direkt einen gebrauchten Server im Rack, die Dinger sind auch meist günstig, aber laut wie die Hölle, da musst du aber darauf achten, dass die Caddys für die HDD mit dabei sind.
 
HerrRossi schrieb:
Bei ZFS bietet sich natürlich ECC RAM an
ZFS braucht ECC nicht zwingender als andere Dateisysteme/Raidlösungen. Empfehlenswert ist es Imho generell, wenn irgendwo kritische Daten zwischengelagert werden sollen.
Ergänzung ()

@Crispy Bearcon
Auch bei dir fehlt der Teil mit der Begründung, wozu das Ganze? Der Umstand, dass es die LSI-/Broadcomteile günstiger gibt löst die anderen Probleme nicht.
 
Naja die LSI HBAs nutzen und vor allem kaufen. Die 9300-i8er gibt es auf den ersten Blick ab~60€. Alter Chipsatz, hoher Verbrauch, kein AHCI zur Laufwerkskontrolle.
Hohe Kosten, kein AHCI aber dafür die Aussicht auf (machbares) Firmwaregefummel.

Für 25€ gibts es Karten mit ASM, mit vollem AHCI, weniger Energiekosten.
 
Piktogramm schrieb:
ZFS braucht ECC nicht zwingender als andere Dateisysteme/Raidlösungen.
Von zwingend hatte ich auch nichts geschrieben ;) Man kann halt zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: ECC mitnehmen und günstigeres, gebrauchtes Server RAM kaufen.
 
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