News Neue E-Auto-Prämie: Bund fördert Neuanschaffung mit bis zu 6.000 Euro

Vorweg: Ich habe nichts gegen E-Autos (meine Frau will sich für ihre Kurzstrecken selbst eins zulegen)

Nichtsdestotrotz nochmal was zum Thema Verbrauch, weil ich es selbst ganz interessant finde:

Ich bin gestern von einer Dienstreise mit einem Passat-Diesel 190PS zurückgekommen.
Geschätzt 80% Autobahn; Rest Stadt/Landstraße auf knapp über 400km von Niederbayern nach Bamberg und zurück. ACC war fast die ganze Zeit auf 130km/h eingestellt.

  • Verbrauch Passat auf die Gesamtstrecke 5.1l Diesel
  • Der ID.5 bei uns verbraucht auf selber Strecke bei den aktuellen Temperaturen etwa 24KW. Wenns Morgens kalt ist nochmal etwas mehr; wenn es wärmer wird etwas weniger.

Rechnet man noch jetzt noch Ladeverluste von 10-15% oben drauf und nimmt einen realistischen Strompreis von 35 Cent und einen realistischen Dieselpreis von 1,65 Euro steht der Stromer gar nicht mehr so gut da.

ID.5: 27KW * 0,35 Cent --> 9,45 Euro pro gefahrene 100km
Passat: 5,1l * 1,65 Euro --> 8,42 Euro pro gefahrene 100km

Zumindest für die Autobahn kann ich nicht feststellen, dass ein E-Auto beim Realverbrauch günstiger zu fahren ist als ein vergleichbarer Diesel.
 
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cuthbert schrieb:
Äh nö, lies noch mal richtig:

Und exakt das ist ja das Problem. Einerseits ist gerade bei Dienstwagen nicht unüblich, dass die Plugins aus Bequemlichkeit oder mangels Option einfach nicht geladen werden. Andererseits sind die Akkus auf längeren (Dienst)Strecken schnell leer gelutscht.
Privat ist ein ungeladener PHEV zweifelsohne ziemlich sinnlos, da die reine hybrid-Ersparnis (aus meiner Erfahrung) bei rund 15 % liegt, was nicht in Relation steht.
Für (gelegentlich) längere Strecken "eignet" sich quasi nur noch Mercedes, weil sonst keiner E und Diesel kombiniert.

cuthbert schrieb:
Es handelt sich also um sehr wahrscheinlich das Verbrauchszenario, das so ein Dienstwagen haben wird.
Ich kenne die Firmen nicht, die für diese Statistiken sorgen sollen - aber es hat mich hier durchaus Nerven gekostet zumindest die Anschaffung von PHEV hinzubekommen, welche durchaus an den (damit zusammen angeschafften) Wallboxen geladen werden.
Ohne die Steuervorteile hätten wir hier aber wohl bis heute nur reine Verbrenner, da bin ich durchaus froh um jeden PHEV.
Und auch die Anforderungen dürfen gern angehoben werden: WLTP eher 100 als 80 km, damit fällt wieder einiges raus, was die technische Entwicklung nicht mitgegangen ist. Es gibt eigentlich keinen Grund einem PHEV im Jahr 2026 weniger als 100 km E-Reichweite und 11 kW AC-Lader zu verbauen.

cuthbert schrieb:
Und das sagen halt auch so gut wie alle Studien/Statistiken zum Thema, was du dich aus Gründen weigerst anzuerkennen, weil es nicht deiner Meinung entspricht. Deine Meinung über die Erkenntnisse aus den Studien zu stellen, ohne Gegendarstellungen zu liefern, die deine Meinung unterstützen, würde ich eher als Bild-Niveau bezeichnen.
Die Studie oben hat, wie geschrieben, eine ziemlich alte Datenbasis. Mir ist keine Firma bekannt, die reihenweise ungeladene PHEV betreibt. Mag aber an meinem Umfeld liegen. Außerdem hat die E-Reichweite zumindest bei manchen Herstellern seitdem deutlich zugenommen, was auch mehr Leute dazu bewegt, das zu nutzen.
S.o.: Ich bin durchaus dafür, dass die finanziellen Vorteile nur bei adäquater Nutzung gewährt werden. Das ließe sich über OBD problemlos auslesen, mitgeloggt wird ja inzwischen eh 'alles'. Liegt der E-Fahranteil <50 % gibt es eine Rückforderung (oder keine Rückzahlung...). Das wäre noch sehr entspannt geregelt und würde das "Die haben eh nur ungenutzte Ladekabel im Kofferraum"-Geplärre verstummen lassen.

cuthbert schrieb:
EDIT: und zu den "kastrierten" Motoren:

Das scheint mir nur logisch, dass in die selbe Karosserie wo sonst ein Antrieb (Elektro/Verbrenner) verbaut wird, mit Einschränkungen zu rechnen ist, wenn man da beide Antriebsarten rein packt. Beim E-Antrieb ist es ganz klar schon mal der kleinere Akku. Auch beim Verbrenner müssen Kompromisse eingegangen werden (weniger Hubraum etc).
Dazu führt es wie nun schon mehrfach gesagt insgesamt zu einem höheren Gewicht gegenüber den nicht Hybriden Lösungen und allein dadurch schon zu mehr Verbrauch.
Der Akku ist ja nunmal kein Antrieb sondern der Energiespeicher. Der ist üblicherweise auch in Form des Tanks reduziert. Bei mir gehen z.B. nur 50 statt 65 Liter in den Tank, was für mein Fahrprofil aber völlig ausreicht.
Die "Kompromisse" gehen die Hersteller freiwillig ein. In der C-Klasse sitzt ein vollwertiger 2 Liter Motor, in anderen Modellen gibt es das auch noch größer. Dass VW auf nur 1,4 Liter setzt hat nichts mit Systemzwang zu tun - es wäre kein Problem hier etwas mehr Hubraum zu verbauen ohne wesentlich mehr Bauraum zu benötigen. Natürlich führt das alles zu Gewichtsnachteilen, weil immer etwas "totes" rumgefahren wird.
 
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Buttkiss schrieb:
Wenn sich die Familie z.B. einen neuen ID3 für 36 Monate least dann bleiben nach der Förderung von 6k€ gute 2,5k€
Ja, im Optimalfall.

Wenn man innerhalb von den 3 Jahren aber mal irgendwo anfährt, ist man gezwungen das repaieren zu lassen weil das kein "Schaden" ist der aus normaler Nutzung hervorgegangen ist.

Und das schreckt natürlich viele Leute ab, gerade Familien mit Kindern / Haustieren.
 
Buttkiss schrieb:
Bei keinem der hier aufgeführten Produkte sind wir prinzipiell abhängig, die Rohstoffe sind weltweit relativ verteilt. Die aktuelle Abhängigkeit besteht nur darin das es für uns billiger ist die Produkte dort zu kaufen als sie selbst herzustellen. Bei Öl sieht das bekanntermaßen anders aus.

Die praktisch kompletter Basisvorketrte wurde aus Kosten und Auflasgegrüpnden zum Verlagern gebracht die wird NIE mehr wiederkommen, die Verlagerung geht auch immer weiter und auchj immer schneller weil in China immer mehr in dem Bereich gibt.

Zu meinen man müsse ja nur.... das ist zu glauben Deutschland könne eine Konkurrenz zu Nvidias und AMD auifbauen man müsse nur wollen das ist einfach Wunschdenken das mit der Realität nichts zu tun hat.

Bei EE und Akku wird Deutschland zu 100% komplett abhängiog von der Wohlwollen eines einzigen Landes - China.

Theoriegerde man müsse ja nur ist halt überhaupt nichts wert, wenn die Umsetzungung komplett unrealistisch ist.
Ergänzung ()

MrMorgan schrieb:
Das ist aber wie mit vielem, du kannst auch in ner Holzhütte im Wald wohnen, dein Holz selbst fällen. Ein 500.000€ Haus zu bauen ist ökonomisch absoluter Bullshit.

Naja am richtigen Standort gewinnt das Haus - oder zumindest der Boden - an Wert, der dann auch selbst über Erhaltung und "ständige" Modernisierung hinausgehen kann.
 
Bruzla schrieb:
ist man gezwungen das repaieren zu lassen weil das kein "Schaden" ist der aus normaler Nutzung hervorgegangen ist.
Für solche Fälle schließt man bei Neufahrzeugen in der Regel eine Vollkaskoversicherung mit üblicherweise 300€ Eigenanteil ab.
Uzer1510 schrieb:
Die praktisch kompletter Basisvorketrte wurde aus Kosten und Auflasgegrüpnden zum Verlagern gebracht die wird NIE mehr wiederkommen, die Verlagerung geht auch immer weiter und auchj immer schneller weil in China immer mehr in dem Bereich gibt.
Hier hab ich aufgehört zu lesen. Was?......
 
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mike2105 schrieb:
Wie kann man guten Gewissens 2026 einen Verbrenner kaufen, nur weil man aktuell persönlich davon profitiert, aber im Gegenzug dafür allen anderen und vor allem den Kindern schadet? Ich habe keine Worte für dieses Verhalten.
Deine Fragen wurde leider beantwortet,siehe
MrMorgan schrieb:
Solche Leute wie du sind leider mit ein Grund warum aus Trotz an vielen Ecken und Enden weiterhin Verbrenner gekauft werden

Leute die "aus Trotz" Verbrenner kaufen, sind geistig irgendwo in der Pubertät stehen geblieben.

Leider verhalten sich viele Erwachsene bei diesem wichtigen Zukunftsthemen wie trotzige kleine Kinder.

Das ist peinlich und verantwortungslos.

Es ist schon Strange das ihr so viel Aufwand in die Erziehung eurer Kinder steckt, aber gleichzeitig deren Zukunft zerstört weil ihr keine Lust habt zu euer Auto aufzuladen statt zu tanken oder eine vernünftige Heizung zu kaufen
 
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Buttkiss schrieb:
Für solche Fälle schließt man bei Neufahrzeugen in der Regel eine Vollkaskoversicherung mit üblicherweise 300€ Eigenanteil ab.
Und du tust irgendwie so, als wären das keinerlei relevante Kosten... die Vollkasko ist obligatorisch bei neuen Autos, korrekt.

Aber sowohl die Versicherung, als auch den Eigenanteil und natürlich ggf. Erhöhungen wegen Schäden sind realistische Kosten die man vor einem Leasing durchdenken muss und das kann nicht jeder Haushalt stemmen.
 
M@tze schrieb:
Ja, Diesel-Dieter - das bezweifelt auch niemand. Alle die einen Diesel fahren, weil ihr täglicher Arbeitsweg die Strecke München - Hamburg und zurück umfasst, sind beim Thema BEV einfach schlecht aufgehoben. 😉 Trotzdem gibt es mittlerweile jede Menge Aussendienstler, die trotzdem BEV nutzen und dafür die anderen gebotenen Annehmlichkeiten schätzen, welche von Verbrennerfreunden immer gerne ausgeblendet werden. Selbst wenn es beim Preis eine Parität gibt, wäre der BEV ja immer noch die bessere Wahl. (…)
Das ist doch völlig unabhängig von der gefahrenen Strecke.
Die Aussage war, dass jeder der häufiger Autobahn fährt (und seien es nur 20km) mit einem sparsamen Diesel oft günstiger fährt.

Aber ich weiß:
E-Auto-Fahrer fahren natürlich alle maximal 100km/h, haben eine eigene PV Anlage auf dem Dach und fahren niemals weiter als 50km, vor Allem nicht im Winter…
 
Wichelmanni schrieb:
Dann lieber für 1,50/2,00€ Benzin und Diesel tanken 😍
So lassen sich die hohen Strompreise relativieren. Deine Aussage entspricht im Grunde:
„Der Preis ist mir egal, ich tanke immer für 20 €.“. Sehr vernünftige Einstellung!! Solltest Politiker werden mit diese Fähigkeiten. :D
 
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Wan900 schrieb:
Die Aussage war, dass jeder der häufiger Autobahn fährt (und seien es nur 20km) mit einem sparsamen Diesel oft günstiger fährt.
Für 20km Autobahn kauft sich aber (hoffentlich) niemand einen Diesel. Dass der Verbrauch beim BEV bei höherer Geschwindigkeit stark steigt ist bekannt, dann fahr eben nur 120km/h. Du hast bei Deiner Rechnung aber einfach zu viele Dinge weggelassen, die kann ich gar nicht ernst nehmen.

  • für den BEV rechnest Du immer den Worst Case Wert (ich schaffe keine 24kWh mit meinem Enyaq), beim Diesel immer den besten Wert (der Durchschnittspreis in Deutschland war für Diesel laut Google 1,70€ und wird nächstes Jahr um 20-40 Cent steigen)
  • das der Verbrauch des BEV bei wärmeren Temperaturen erheblich sinken wird, während der Diesel konstant das selbe verbrauchen wird ist auch nicht erwähnenswert?
  • KfZ Steuer, gerade beim Diesel nicht unerheblich, und Werkstattkosten fallen einfach unter den Tisch
  • die Freude, weder Lärm noch Abgase zu erzeugen und ertragen zu müssen, ist für mich auch ein nicht unerheblicher Teil des BEV "Benefits"
  • mittlerweile kostenloses Parken in vielen Städten, zumindest in Bayern? Geschenkt...
  • die Vorteile des Vorheizens im Winter und Kühlung im Sommer? Egal...

Irgendwie ist es immer das selbe bei solchen Diskussionen. Es werden nur die wenigen Vorteile des Verbrenners wie die höhere Reichweite mit einer Füllung und das schnellere Tanken gegen sämtliche vermeintliche Nachteile des BEV aufgewogen - nie andersrum. 🤷‍♂️
 
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Nun, bei der aktuellen Förderung geht natürlich nicht nur um Umweltaspekte, sondern auch um Wirtschaftsförderung. Das lässt sich hier nicht trennen und ist auch nicht so gedacht. Mit der Förderung werden Kaufanreize gesetzt, die mehreren Zielen gleichzeitig dienen. Verringerung CO2-Ausstoß, Erneuerung des Fahrzeuggesamtbestandes, Unterstützung nationaler Wirtschaft. In dem Sinne ist das auch kein Geschenk, sondern dient diesen Zielen.
 
Worst Case beim BEV wären 1,35€ pro KWh für Adhoc Laden. ;)

Bei Neuwagen sind Spritkosten eh uninteressant. Der Wertverlust liegt so Faktor 5 über den Treibstoffkosten. Sparer sind und waren sicher nie die Zielgruppe der Subventionen. Das ist ja auch der Witz von solchen Politikerlügen. Für Familien, Arme, Sozial, bla, bla, bla. Ne nur für Leute die es sich eh leisten können.
 
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Wan900 schrieb:
Das ist doch völlig unabhängig von der gefahrenen Strecke.
Die Aussage war, dass jeder der häufiger Autobahn fährt (und seien es nur 20km) mit einem sparsamen Diesel oft günstiger fährt.

Aber ich weiß:
E-Auto-Fahrer fahren natürlich alle maximal 100km/h, haben eine eigene PV Anlage auf dem Dach und fahren niemals weiter als 50km, vor Allem nicht im Winter…
Also wir fahren im Winter mit dem Zoe für 12K€ 220-260km weit. Und zwar - Frau mags warm und Kind ist erst 3 - bei 23°C, 2x Sitzheizung und Lenkradheizung. 20KW / 7€ auf 100km. Im Sommer dann 12KW/100km und 4€ bzw. - du hast es ja schon angekrazt - dank PV Anlage weit weniger.
PS: Im Sommer 340-380km
 
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Botcruscher schrieb:
Ich hab vor ein paar Seiten den ADAC mit seiner Betrachtung unter verschiedenen Stromkosten verlinkt.
Welche bis 0,35€/kWh doch eine ganz gute Bilanz für den BEV ausgeben, oder? Mal davon abgesehen, dass da ein BEV wie der ID.7 GTX 4Motion mit 340PS einem Passat 1.5 TFSI mit 150PS gegenübergestellt wird. 😂

Botcruscher schrieb:
Für Laternenparker ist es einfach ein absolutes Minusgeschäft.
Warum? Auch diese können Tarife abschliessen, wo sie am Schnelllader 0,35€-0,39€ bezahlen?

Botcruscher schrieb:
Worst Case beim BEV wären 1,35€ pro KWh für Adhoc Laden.
Wo soll das sein und wer soll das bezahlen? 😖
 
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muss ich jetzt wirklich 38 seiten lesen und das OT raussammeln? spitze. :D

thread öffnet irgendwann wieder. vielleicht.
 
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aufgeräumt und weiter gehts. ich will hier nichts mehr über PV oder gebrauchte lesen. Sonst hätte ich noch härter aussortieren müssen. offensichtliches nichtmal angesprochen ;)
 
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Dazu passend die Zahlen über Neuzulassungen 2025 in der EU:

https://www.acea.auto/pc-registrati...8-in-2025-battery-electric-17-4-market-share/

Auch wenn hier nicht zwischen privaten und gewerblichen Zulassungen unterschieden wurde, setzt sich der Trend im Übergang zur E-Mobilität weiter fort. E-Fahrzeuge legen auch schon ohne Förderung (in Deutschland) weiter zu, während der Anteil Verbrenner weiterhin zurückgeht.

Über 60% gehen auf PHEV, HEV und BEV.

Vermutlich wird die neue Förderung in D den Trend verstärken. Spannend wird, wie stark.
 
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werd die Tage mal zum Händler gehen, da mein aktuelles Leasing zu Ende Mai ausläuft. Bin mal gespannt wie das Angebot für ein neues aussehen wird, Förderung müsste ich so ~4.000€ beanspruchen können.
 
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