News Neue Petition befasst sich mit Kopierschutz

http://www.taz.de/1/leben/internet/artikel/1/flagge-zeigen-fuer-pirate-bay/


ganz interessanter fall, bezieht sich auf den Prozess in Schweden, genaugenommen ot

Seine Band wolle, dass ihre Musik auf der ganzen Welt bekannt werde, so der Frontmann. Und dafür gebe es kein besseres Medium als "Pirate Bay" mit seinen über 20 Millionen UserInnen. Kein Label könne der Gruppe Vergleichbares bieten. Das beweise auch, dass 24 Stunden nach der Veröffentlichung auf Pirate Bay die Webbseite von "Advance Patrol" schon 30.000 mal angeklickt worden sei.
Denn Geld will "Advance Patrol" natürlich auch verdienen mit den Downloads. Wer will, kann über ein Paypal-Konto einen Betrag spenden - auf freiwilliger Basis. Bei der Schriftstellerin Unni Drougge, die vor einigen Wochen einen ähnlichen Schritt getan und die Hörbuchfassung ihres neuesten Romans zum Download auf "Pirate Bay" veröffentlicht hat, ging diese Rechnung wirtschaftlich Bestens auf: Dieses Hörbuch sei ihr bislang lohnendstes geworden, berichtete sie kürzlich in einem Interview.
also, das war so ziemlich genau das was ich meinte ^^
 
Adam_Smith schrieb:
Ich argumentiere mit einem Fachbuch und du kommst mit Wikipedia ... na klasse ...
War ja klar, dass das kommen muss.

Adam_Smith schrieb:
Und dann noch mit einem Wiki-Artikel der in den kritischen Passagen nicht einmal Querverweise zu einem entsprechend Urteil des Bundesverfassungsgerichtes parat hat ...
Die Passagen enthalten verständliche Argumente, ein Urteil aus den 70er Jahren ist hier Kategorie Themaverfehlung, höchstens nützlich um auszudrücken, dass es zu dem Themenkomplex keine brauchbare Entscheidung des BVerG gibt, da derartig massive Probleme mit dem "geistigen Eigentum" nun einmal eine neuartige Erscheinung sind. Die BVerG-Definition von Eigentum wird im übrigen erwähnt.

Adam_Smith schrieb:
Die die in Satz zwei und drei definierten Einschränkungen der verfassungsrechtlichen Garantie des Urheberrechts bedeuten nicht, dass der Gesetzgeber die Rechte der Urheber auf ein Minimum reduzieren dürfte. Sie stehen der Legislative eine gewisse Gestaltungsfreiheit ein, diese muss allerdings immer "angemessen" sein.
Siehst du, und genau davon reden wir: einer angemessen Einschränkung des Urheberrechts.

Adam_Smith schrieb:
Die saubere Rechtsgrundlage zwischen Staat und Bürger existiert. Das anfertigen von Kopien, auch bei kopiergeschützten Medien, wird vom Staat nicht verfolgt so lange es sich um "Privatkopien" handelt.
Ich bin nicht der Meinung, das ein Verbot ohne Rechtsfolgen bei Verstoß gegen dieses Verbot eine saubere Rechtsgrundlage darstellt (sollte das in unserem Recht oft vorkommen, macht es das nur noch schlimmer). Das ist reine Lobbyarbeit ohne Sachkompetenz.
In den Fällen, wo die Kopien keine Privatkopien sind, sind sie sowieso legal (z. B. http://www.heise.de/newsticker/Bund...ranet-Klausel-fuer-Lehrer-ab--/meldung/119595) oder die Verfielfältigung ist auch ohne das Verbot einen Kopierschutz zu umgehen strafbar. Dieses Verbot ist also eine reine Verschärfung und Polarisierung.

Adam_Smith schrieb:
Was nun der Urheber mit seinen Daten anstellt, ist seine Sache. Und wenn er gerne einen Kopierschutz mit auf die CD/DVD bringen möchte, dann kann ihm der Staat das nicht verbieten...
Nochmal: Darum geht es auch nicht.

Adam_Smith schrieb:
Ich glaube, und das zeigt sich hier immer wieder, dass die millionenfache Verletzung des Urheberrechts dazu geführt hat, dass bei einer breiten Bevölkerungsschicht das Bewusstsein für die Rechte des Urhebers von geistigem Eigentum vollkommen verkümmert ist.
Die "millionenfache Verletzung" hat Gründe. Diese beruhen nicht nur auf "geiz-ist-geil", sondern auf technischen Veränderungen. Das sieht man daran, dass Schwarzkopien sich analog zur digitalen Technik und Netzwerken verbreitet haben.
Auf diesen Topf kriegt man keinen Deckel mehr drauf und das sollte man auch gar nicht. Das sagen übrigens auch Ex-CEOs der Unterhaltungsindustrie, sobald sie Tacheles reden können. Gesetze müssen an die Realität angepasst werden, nicht (oder nur in Sonderfällen) andersherum.

Adam_Smith schrieb:
Darum ging es in meiner Frage nicht.
Was möchtest du mit jenen Künstlern machen die sich deiner "Kulturflatrate" entziehen?!
Diese Künstler wird es mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auch geben.
Es gibt faktisch bereits eine solche Flatrate, die Abgaben auf Hardware. Diese werden auch nur an einen Teil der Künstlerschaft ausgeschüttet. Alle außerhalb des traditionellen Copyrights kriegen nichts.
Wenn du jetzt eine Kulturflatrate einführen würdest und alle Künstler außerhalb dieser Flatrate gehen leer aus, dann ändert sich also grundsätzlich nichts - du tauscht ein staatlich geschaffenes Geschäftsmodell gegen ein anderes.

Das heißt übrigens nicht, dass ich für die Kulturflatrate bin, ich hätte lieber (wie oben schon gesagt) im Gegenteil die derzeitige Flatrate eingeschränkt auf Kultur, die auch erhalten bleibt.

Adam_Smith schrieb:
Und was soll deiner Meinung nach dagegen getan werden?
In dem Paragraphen um den es hier geht sind auch Verbote über technische Maßnahmen (Software, etc.) zur Umgehung von Kopierschutzmaßnahmen. Auch diese Verbote machen die Privatkopie unmöglich, wenn man legal bleiben will.

Adam_Smith schrieb:
Zum einen ist ein Patent etwas vollkommen anderes als geistiges Eigentum. Bei einem Patent geht es um eine Idee die an sich noch nicht direkt einem wirtschaftlichen Nutzen entspricht.
Natürlich ist ein Patent auch ein immaterielles Gut. Und urheberrechtlich geschützte Werke könnten von indirektem Nutzen sein, z. B. Dokumentation und internes Material einer Firma, dass dieser eine bessere Organisation, Service oder Qualität ermöglicht.

Adam_Smith schrieb:
Erst die Umsetzung (meist die Herstellung des erfundenen Produktes) macht die Verwertung der Idee möglich.
Nein, man kann ein Patent auch verkaufen oder an andere lizenzieren, also genau das gleiche wie beim Urheberrecht.
 
lölchen, was geht ab:

http://winfuture.de/news,47758.html


Kiwi Camara, ein Anwalt aus den USA, will die RIAA, den Branchenverband der Musikindustrie, vor Gericht dazu zwingen, sämtliche bisher von Filesharern eingeklagten Geldbeträge zurück zu zahlen.


edit: testversuch mit ner flatrate
http://winfuture.de/news,47782.html

20$ ist schon recht heftig, entscheidend ist, dass das ne möglichkeit ist, kreative und konsumenten wieder zusammenzubringen, OHNE das sich eine nichtsnutzige industrie dazwischenklemmt und die kohle abzwackt. langfristig - wenn sowas mal in einem land verwirklicht wird - werden die kreativen selber dafür sorgen, das das geld korrekt verteilt wird
 
Zuletzt bearbeitet:
20$ sind heftig?

Du hast wohl keine Ahnung, was über solche Uni Leitungen abgeht..
 
rechne mal hoch, was da monatlich oder im Jahr zusammenkommt, wenn man das landesweit einführen würde! das ist schon übertrieben mE
 
Ähm, alleine bei uns im "Uni Wohnheim DC" sind im Moment über 45 TB an Daten, grob geschätzt rund 12-15 TB an versch. Sachen, die 24h am Tag von allen Studenten verfügbar sind (ohne Trafiic Limit, weil Netzintern..) Und das wird ausgiebig genutzt, der Hub verzeichnet knapp 6.5 TB an Traffic pro Tag!!

Außerdem haben wir 15 GB pro Woche nach "draußen", was auch gerne ausgeschöpft wird..

Und das ist ein Wohnheim mit knapp 650 Studenten.. Jetzt rechne dir das mal landesweit aus, das sieht nämlich an keiner Uni anders aus.. Und in den USA sind sie Vorreiter..

Sorry, aber dein "Erachten" ist hier wohl einfach etwas falsch..
 
Also wenn ich das richtig verstanden hab bezieht sich das auf jeden user.
$20 (also bei uns wohl €) + GEZ + DSL + (bei mir WoW) find ich schon happig für single Haushalte.
Ausser man könnt das monatlich löhnen.
Also quasi wenn in dem Monat gute CDs/Spiele rauskommen Kohle überweisen, saugen und Ende.
Rest der Zeit, nix löhnen und auch nix saugen was "illegal" wäre.
 
@herby

wieviel Fantastilliarden sollens denn werden andernfalls?!
 
Darum geht es nicht. Sondern nur um dein Verständnis, was für Mengen an Daten auf den Unis rumschwirren. 20$ sind keine 15€, also weniger als GEZ, wobei ersteres ausgiebiger genutzt wird..

Das Ziel sollte eigentlich sein, das Filesharing zu verhindern.. Der Rest ist nur Maniküre.
 
Das Ziel sollte eigentlich sein, das Filesharing zu verhindern..
besser wäre es, es gäbe staatliche server, wo einfach ALLES draufkommt und jeder das zieht was er mag, aber das meintest du wohl nicht


sollte es sowas wie ne Flatrate geben, dann möchte ich mal sehn, welche Diskussionen wir bekommen, wenn es um die Aufteilung der Kohle geht.

denn nach wie vor bleibt das Problem, das man die Sachen erst bezahlen muss, bevor man sie sich anschaun kann. Vermutlich werden die meisten dls binnen kurzem wieder gelöscht. Daher hoffe ich auf ein nachträgliches Bezahlsystem, so wie bei "normalen" Einkäufen auch (Rückgaberecht)
 
Klar, du kannst auch gerne umsonst arbeiten.. Vielleicht gefällt es deinem Chef und er bezahlt dir nen bissel was..

Mit dem Rückgaberecht ist es so eine Sache für sich bei z.B. Filmen. Man kann ihn sich ja auch ausleihen, aber der Mensch hat wohl von Natur aus den Drang, erstens alles sofort haben zu wollen und somit vor der DVD Veröffentlichung und zweitens nicht gerne bezahlen zu wollen, egal ob's gefällt oder nicht. (Bei letzterem ist der natürlich ausgeprägter..)
 
Mit dem Rückgaberecht ist es so eine Sache für sich bei z.B. Filmen. Man kann ihn sich ja auch ausleihen,
längst nicht alle Filme gibts in der Vthek

und zweitens nicht gerne bezahlen zu wollen, egal ob's gefällt oder nicht. (Bei letzterem ist der natürlich ausgeprägter..)

genau deshalb die flatrate


ich finde es völlig normal, das man neue Sachen erst probiern muss um festzustellen, ob es einem gefällt (wie beim klamottenkauf) daher mein Vorschlag, das man letztlich nur die Sachen bezahlt, die einem gefallen.

Umweltschutz ist auch ein Thema, wenn hundertausende PCs über Nacht laufen wegen div. downloads, und jeder seinen Mist auf Festplatten backuppt. Das ist ne gewaltige Umweltverschmutzung.


edit: wenn ich mir ne gebrauchte CD auf ebay kaufe, bekommt im heutigen System niemand mehr was ab.
 
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