Neuen PC/Datenserver 24/7 zusammenstellen

mobby83

Cadet 4th Year
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Hallo zusammen, :)

das soll zunächst ein Thread zur Hardwareberatung werden. Das Folgende ist nur zum besseren Verständnis.

Ich beabsichtige mit der Supporteinstellung von XP und der damit verbundenen Betriebssystemumstellung auch meine Hardware zu aktualisieren (Momentan: AMD X2 3800+, 3GB Ram, System HDD, Daten HDD)

Nun schwebt mir vor zukünftig Linux (LTS) zu verwenden. Bei der Distri bin ich mir noch sehr unschlüssig. Dort sollen dann bis zu 3 Virtuelle Maschinen laufen, um alte Software aus der Studienzeit (Simulationstools), die noch gute Dienste leistet, weiter zu verwenden. Auch surfen würde ich gern in einer VM, um Systemwiederherstellungen zu vereinfachen. Zum Beispiel nach Virenbefall o.ä. Die VMs haben für mich auch den Charme, dass ich diese auf jeden anderen Rechner ohne großen Aufwand kopieren kann. Der neue PC soll aber auch Audio und Video im Wohnzimmer verteilen. (Der PC steht räumlich günstig im Nebenraum)

Der Rechner dient momentan sowohl als Datengrab als auch Arbeitsstätte (remote und direkt). Nichtsdestotrotz wird der Rechner wohl zu 90% im Idle sein. Der derzeitige PC ist nahezu 24h 7h/w am Netz. Vorrangig wegen der Verfügbarkeit der Daten im Netzwerk und WWW, aber auch da dort ein, zwei Programme durchweg Webzugriff haben sollen. (kein Filesharing) Darum sollte die Leistungsaufnahme im Idle 50W nicht überbieten. Gespielt wird auf dem Rechner nicht und o.g. Hardware stößt unter WinXP gelegentlich an seine Grenzen, grade bei Remotezugriff

(Sollten auf NAS auch artfremde Programm installierbar sein(?) so wäre die 50W Idle-Grenze hinfällig und auch WakeOnLan für mich vorstellbar)

Momentan schwebt mir folgende Hardware vor.
(> ... bedeutet in dem Fall "größer gleich")

CPU
4 Kern, >2GHz, ECC

Arbeitsspeicher
>8GB (ECC?)

Mainboard
DigitalAudio Out (nicht via HDMI),3x DigitalVideo Out (parallel betreibbar),>4x SATA, ECC Support, (RS232), der Rest ist wohl State of the Art

Den Rest werde ich wohl Wiederverwenden (HDDs, Netzteil, Gehäuse, ...)

Wie sicherlich überall, hab ich leider keinen eigenen Goldesel, daher ziehe ich bei CPU und MB auch Gebrauchtes in Betracht. Was an aktueller wie bis ca. 2 Jahre alter Hardware wäre für mich ausreichend.

Ich danke euch!
 
3x DigitalVideo Out (parallel betreibbar)

Das gibts auf Mainboards nicht, auf Servermainboards (du willst ja ECC) schon gar nicht.

Was für eine VM Software willst du denn verwenden? Wie groß werden die einzelnen VMs, also wieviel RAM und CPU brauchen sie jeweils?
 
Guck dir mal den Kaveri-Test von Golem an: 20 W idle, deutlich schneller als dein altes System und trotzdem günstig.

ECC wird aber schwierig. Die günstigste Plattform, die das kann, ist AM3+ , aber die ist schon älter und <50 W idle wird schwierig. Wenn du auf AM3+ setzt, dann guck dir vorher das Mainboard-Handbuch an. Ich weiß nicht, ob alle Asus-Boards auch ECC unterstützen.

Surf doch direkt mit Linux statt ner VM. Diesen Nerv würde ich mir nur da antun, wo es unbedingt sein muss (eigene Erfahrung). Bookmarks synchronisieren kannst du auch so.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo,

danke für eure schnellen Antworten.

Ich hatte an Virtual-Box gedacht..., da es überall läuft und OpenSource ist. Arbeitsspeicher pro VM sollten 2GB reichen(?). Falls ich da daneben liege, kann ich das Limit ja hochsetzen oder gar aufrüsten.

Die 3 digitalen Video Out sind für die zwei vorhandenen Monitore und für den TV im Nachbarzimmer. Hier sind notfalls Abstriche hinnehmbar. (also einen der Monitore per VGA anschließen) Trotzdem -> 3 Video Out.

Servertechnik ist nicht zwingend. ECC wöllte ich gern schon wegen der VMs. Ich bilde mir ein bei AMD war das mal Standard(?) bei Intel weiß ich es nicht. Laufen die Xeons auch in Consumer-Boards mit ECC?

Eine zusätzlich GPU sollte nicht in den Rechner. Onboard brauch einfach viel weniger Saft aus der Dose im Idle.

Danke.


EDIT: Nach AM3 ist ECC auch bei AMD nicht mehr drin? Schade.
 
Zuletzt bearbeitet:
Also bei AMD und AM3-Sockel kann jede CPU ECC ... Für VMs sind die 4 Moduler durch die 8 CPU-Kerne prädestiniert. Sofern ein sparsames OS auf den VMs läuft, reichen 2 GB pro VM
 
ECC hat doch mit VMs nichts zu tun ? AMD CPUs auf dem Sockel AM3+ unterstützen das auch alle, nur eben nicht alle Mainboards (bei einigen Asus weiß ich dass es geht, zum Beispiel Sabertooth 990FX).

AM3+ CPUs haben keine Grafikkarte, eine 260 ist da natürlich Quatsch, die beste wäre eine 5450. Die 6450 hat schon wieder mehr Saft gezogen. Kannst du den PC nicht zeitgesteuert nachts runterfahren und morgens starten?
 
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Eine 260 braucht im Desktopbetrieb nicht wirklich mehr Strom als eine 5450. Und dank Zero Power sogar weniger wenn idle und der Bildschirm aus ist.
 
afaik können die AMD Grafikkarten doch 3 Video-Outs ?? da verbrennt allerdings schon die GPU die 50W ....
 
HominiLupus schrieb:
Eine 260 braucht im Desktopbetrieb nicht wirklich mehr Strom als eine 5450. Und dank Zero Power sogar weniger wenn idle und der Bildschirm aus ist.

Die kostet 102 Euro statt 23 Euro. Wie viele Jahrhunderte soll der Rechner laufen, bis eine Stromersparnis von vielleicht 2 W wieder reinkommt?
Ergänzung ()

phreeze schrieb:
afaik können die AMD Grafikkarten doch 3 Video-Outs ?? da verbrennt allerdings schon die GPU die 50W ....

nicht im idle
 
Frage: was erhoffst du dir von ECC?

Ich würde behaupten ECC mach wirklich nur sinn, wenn du bei den sonstigen Komponenten dann auch auf Redundanz setzt (Netzteil, HDD, ...) Du hast sonst erstmal keinen gravierenden Mehrwert...

Ich bin sehr zufrieden mit B85 Board und Haswell Pentium (ja - nur zwei Kerne, aber ich brauchte halt nicht mehr) - in meinem "großen" Rechner hab ich nen 1230v3 Xeon drin (VT-d, ECC, halt ne richtige Server/Workstation CPU) - nutze aber auch keinen ECC Ram.

Stromverbrauch und Lautstärke sind bei beiden Rechnern genial!

Gerade weil du die VMs ansprichst - hier bringt dir VT-d - nicht aber ECC - Vorteile.
 
Zuletzt bearbeitet:
master_0815 schrieb:
Frage: was erhoffst du dir von ECC?
Ich würde behaupten ECC mach wirklich nur sinn, wenn du bei den sonstigen Komponenten dann auch auf Redundanz setzt (Netzteil, HDD, ...) Du hast sonst erstmal keinen gravierenden Mehrwert...

Naja, da gibt's erstmal keinen Zusammenhang. Wenn er Speicherfehler korrigieren möchte, kann er das mit ECC erledigen. So wie man einen Airbag will ohne deshalb ein gepanzertes Auto haben zu müssen. Ob ECC unbedingt sein muss (auch bei zu größeren Kompromissen), würde ich auch in Frage stellen.

Wie gesagt würde ich anhand des Golem-Tests eine Kaveri 45 W APU einbauen (idle 20 W). Bei AMD haben ALLE APUs (nicht nur die teuren!) Support für Virtualisierung und AES in Hardware (letzteres ist wichtig für Backups)! Als preiswerte und mehr als ausreichende Lösung steht für mich der A8-7600 an erster Stelle (erscheint demnächst), oder wenn es sofort sein soll, ein Richland wie dieser hier.. Genauso gut tut's aber auch eine 65 W APU, der Prozessor wird eh wenig zu tun haben. Vier Kerne würde ich aber schon nehmen. Wenn mal Last anliegt (Konvertierung o. Ä.) oder der Rechner doch anders genutzt werden soll zahlt sich das aus. Und so teuer ist ein preiswerter 4-Kerner ja nicht.
 
Ich wollte nur darauf Hinweisen: Die Gefahr wegen Speicherfehlern die Datenintegrität nachhaltig zu gefährden ist geringer als der Ausfall einer Festplatte - dein Vergleich hinkt also..

Du hättest eher schreiben sollen er will einen Seitenaufprallschutz ohne Airbag - oder Airbag ohne Sicherheitsgurt ^^ daher die Frage: Was erhoffst du dir von ECC-Speicher. Der alleine macht noch keinen "Server" ;-)
Ergänzung ()

Ich will nur noch hinzufügen - der Pentium G3220 übertrifft auch viele Quadcore AMDS - wenn du ECC ignorierst und nicht spielen willst, dann ist Intel einfach die bessere Wahl!

Mein Homeserver hat
CPU: 50 €
RAM (8GB): 55 €
MoBo: 40 €
HDD (2x 1,5 TB): 100 €
NT + Geh: 50 €

also in Summe weniger als 300 € gekostet - gut ich mach nix Video damit, bin mir aber auch nicht sicher, ob die Haswell Gpu nicht 3 Ausgänge unterstützt. Mein Homserver hat ganz gut CPU-Power und für HD reichts allemal. Ich Behaupte mal: Eine AMD-Kombi wird als Homeserver für den gleichen Preis weniger gut performen - zieht man externe Grafikkarten hinzu gibt es keinen Grund mehr für AMD.... ECC ist einfach rausgeschmissenes Geld

p.s. Ich habe auf meinem Server immer 2 VMs laufen (1x Win 7, 1x Debian) und Leistung reicht locker aus um noch über Teamviewer drauf zu "arbeiten"...
 
master_0815 schrieb:
Ergänzung ()

Ich will nur noch hinzufügen - der Pentium G3220 übertrifft auch viele Quadcore AMDS - wenn du ECC ignorierst und nicht spielen willst, dann ist Intel einfach die bessere Wahl!

Das stimmt nicht.

1. Intel beschneidet seine günstigen CPUs künstlich, damit man mehr Geld ausgeben muss. Bei dem Task , der auch im Office wirklich nervt - dem Backup - rechnet er sich bei AES tot, während AMD das in Hardware beschleunigt. Bei Truecrypt reden wir da über die Relation 280 zu 1740, das sind 600 % .
2. ist der Pentium in den meisten Benchmarks langsamer als ein kleiner AMD Quadcore!
3. ist die Grafik bei AMD um Klassen schneller. Der lässt sich auch als HTPC prima verwenden. Die jetzt kommende H.265-Komprimierung zum Beispiel wird über HSA beschleunigt. Der Pentium kann kein HSA.
 
Zuletzt bearbeitet:
1. Was hat Backup mit AES zu tun? Gar nix!
2. Ja - der Pentium kostet auch nur die hälfte ;-) und nein ein Athlon 2 x4 ist nicht wirklich schneller als der Pentium, verbraucht aber weit mehr Energie!...
3. und? Der Pentium reicht halt trotzdem.... ich sag ja nicht, dass AMD scheiße ist - ich hatte selbst Jahrelang AMD... Ich will ja nur darauf hinweisen das in einem Homeserver Intel die bessere Wahl ist.
- 1. Leistung (Ja, ich meine CPU-Leistung) ist besser als bei AMD (und die benötigt ein Homeserver nun mal in erster Linie)
- 2. Die Grafikleistung ist für jedes Homeserver-Szenario ausreichend (ja, auch HD-Wiedergabe)
- 3. Leistungsaufnahme (insb. im mittleren Lastbereich) ist niedriger als bei AMD
- 4. Man bekommt mehr CPU-Leistung für sein Geld

und das waren Fakten - nicht meine Meinungen..
 
Womit wird denn das Backup verschlüsselt? ;)
Also die Benchmarks z. B. bei Computerbase sagen sehr wohl, dass der Quadcore schneller als der Pentium ist.
...(jetzt grad keine Zeit mehr)
 
Hallo,

danke für euren vielen Antworten. Ich bin gestern nicht mehr dazu gekommen Stellung zu nehmen :)

Von ECC erhoffe ich mir etwas mehr Datensicherheit. Mit den VMs hat das nicht viel zu tun, Voraussetzung dafür ist es nicht. ECC hat ja nur den Sinn im laufenden Betrieb "Bitkipper" zu erkennen. Eine volle Redundanz brauch ich nicht. Wenn sich rausstellt, dass mich der ECC-Wunsch zu viel Aufpreis/Aufwand kostet, bleibt er außen vor. (Für die HDD gibts BackUps und Images)

Da die Frage indirekt kam: Das Hardwareupdate soll bis Ende März diesen Jahres zusammengestellt sein, um dann den alten Rechner außer Betrieb zu setzen.

Ob es AMD oder Intel wird ist mir gleich. Ich habe da keine besonderen Präferenzen :)
Meine Daten-BackUps mache ich derzeit wöchentlich per Skript vorrangig als 1zu1 Kopie oder über 7Zip (verschlüsselt) ohne Komprimierung - Je nach Inhalt. Das System wird i.d.R. vierteljährlich per Image gesichert (leider noch umständlich per Boot-CD) Das reicht, um deb Rechner bei HDD-Ausfall, ohne riesen Aufwand binnen eines Tages wieder nutzen zu können.

Danke nochmal!


EDIT: Ich habe schonmal gesucht ob Xeons auf Consumer-Mainboards passen bzw. dort ECC nutzbar wäre. Klare Antworten fand ich jedoch nicht. Kann hier Jemand zur Aufklärung beitragen? (grade bei den Generationen auf LGA1155)
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich habe meinen Xeon 1230v3 auf einem H81 und einem B85 Mainboard (Hersteller AsRock) ohne Probleme betrieben. ECC konnte ich nicht testen - vermute aber mal es geht nicht. AsRock z.B. schreibt schon, dass die H81 / 87 Boards die E3 Xeons unterstützen, beim RAM steht aber imer ... non-ECC unbuffered ...

Keine Angst - ich will dich auch nicht Krampfhaft ins Intel-Lager ziehen - ich hab mir nur wirklich lange gedanken gemacht, wie ich meinen Homeserver zusammen baue und es war mir in erster Linie wichtig, dass das ding günstig zu bauen ist und wenig verbraucht.

Zu der ECC Geschichte: Ja - dass musst du selber abwegen - ich wollte nur darauf hinweisen, dass du damit in erster Linie Blue-Screens vorbeugst und dich dafür schützt, das alle 3 bis 4 Tage ein Bit falsch in eine Datei geschrieben wird (was keine Auswirkung haben muss - nur kann)... Bei allen anderen Komponenten das Risiko aber (nachvollziehbarer Weise) trägst. Wie du schon schreibst - meist ist es am Ende eine Risiko/Kosten-Abwägung.
 
master_0815 schrieb:
Ich habe meinen Xeon 1230v3 auf einem H81 und einem B85 Mainboard (Hersteller AsRock) ohne Probleme betrieben. ECC konnte ich nicht testen - vermute aber mal es geht nicht.

Korrekt, für ECC brauchst du ein C22x Board, also die Workstationvariante der 8er Reihe. Ist bei den E5 Xeons auf Sockel LGA2011 auch so, ECC geht auch nur auf C600 Chipsätzen, nicht auf dem X79.
 
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