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Neugestaltung der Server- und Netzwerklandschaft -> Fragen

charmin

Fleet Admiral Pro
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Hallo zusammen,

kurz zur Ausgangssituation: Ich bin aktuell in den USA im Praxissemester (Wirtschaftsinformatik) bei der Niederlassung eines mittelständigen Unternehmens aus Deutschland bei dem ich auch schon meine Ausbildung zum Informatikaufmann absolviert, sowie vor meinem Studium 2 Jahre dort in der IT gearbeitet habe.

Meine Aufgabe ist es die Netzwerk und Serverinfrastruktur an einem (evtl. 2) US Standort und in einem Werk in Mexiko zu aktualisieren. Hier in den USA ist das soweit schon im gange, aber dazu habe ich später noch eine Frage. Für Mexiko sind wir gerade in der Planungsphase und ich würde gerne Feedback dazu bekommen. ;)

USA (~40 User zur gleichen Zeit):

-> 2 VMware Server mit Xeon 6-Core + 24GB RAM + 4x300GB SAS 10k im RAID 10
-> 1 VMware Server mit Xeon Quads + 12 GB RAM + 4x600GB SAS 10k im RAID 10 (oder 5 mit Hotspare?)
-> 1 Server als "Managementserver".
-> Die Server sind alle HP DL380 G7

Eine der beiden großen VM Kisten ist bereits in Betrieb, die anderen müssen noch aufgerüstet werden sobald die Hardware frei ist. Auf dem vorhanden VMware Server läuft bereits ein Radius Server, der primary DC, ein provisorischer Adminserver (der wandert auf eine Hardwarekiste sobald eine frei ist) sowie ein provisorischer Fileserver (aktuell nur zum testen, für den Livebetrieb wandert der auf den "kleinen" VMware Server). Virtualisiert werden soll unter anderem noch der Terminalserver und der Exchange (2010).

Hierbei würde mich interessieren ob es Probleme gibt wenn ich den Exchange einfach mit Acronis wegsichere und dann unter VM wieder einspiele (natürlich am Wochenende, so das wir den Exchange offline nehmen können und keine Mails verloren gehen).

Backups laufen auf mehrere NAS und alle 3 Monate auf 2.5" Platten. Ich weiß das das nicht optimal ist, aber das kann ich leider nicht ändern.

Um die Lizenzen optimal nutzen zu können gab es hier die Überlegung den TS, den Exchange und den DC von einer 2k8 R2 Standard Lizenz auf Enterprise upzugraden um die Standardlizenzen anderweitig nutzen zu können. Beim DC und Exchange ist mir da sehr unwohl, beim TS könnte ich das einfach testen da dieser aktuell ja noch auf eigener Hardware läut. Ansonsten würde ich eher das Geld in die Hand nehmen und noch 2 Standardlizenzen kaufen, wobei ich das natürlich nicht zu entscheiden habe. Wie seht ihr das ganze?


Mexiko (~25 User zur gleichen Zeit):

Aktuell laufen dort nur 2 Server (ein HP ??? G3 und ein 380 G4) mit einem 2003er DC auf dem G3 und ein einem TS auf dem G4. Ziel ist es eine ähnliche Struktur wie in den USA aufzubauen, sprich 2 VMware Server und ein Management/Backup Server. 2 VMware Server sind definitiv übertrieben, aber die Hardware ist deutlich günstiger als die 380er und da man nicht sicher weiß wie schnell dort defekte Hardware getauscht will das Unternehmen kein Risiko eingehen.

Hardware soll:

2x HP DL385 G7 mit 2 Opteron 16Core + 32 GB RAM + 4x 600GB SAS 10k -> VMware
1x HP DL385 G7 mit 2 Opteron 12Core + 16 GB RAM + 6x 1000GB SAS 7.2k -> Management+Backup

Evtl. ein LTO Laufwerk für den Backupserver.

Sofern es zeitlich möglich ist soll der DC und der TS auf 2k8 R2 hochgezogen werden (mit externer Unterstützung), ggf. wird ein Exchange aufgesetzt und es wird einen Fileserver geben.

Meine Überlegung hier war es die Platten auf den VMware Kisten im RAID 10 laufen zu lassen und dem Backupserver ein RAID 5 mit Hotspare Platte zu servieren, oder gibt es da von euerer Seite aus bedenken? Das Backup wird mit Acronis durchgeführt.

Würdet ihr einen DC mit maximal 50 angelegten Usern migrieren, oder die Domäne einfach neu anlegen, bzw. einen neuen DC zum primary machen und den alten dann aus der Domäne entfernen?


Das wäre es soweit mal. Ihr seht sicherlich das ich eine solche Umstellung noch nicht gemacht habe, daher bin ich für Tipps dankbar und wenn ich total auf dem Holzweg bin bitte ich um Korrektur. :)

Grüße
Jens
 
Hey Charmin

Also du hast ja dieses komplexe Thema enorm abgekürzt. Ich weiss, wenn du das ganze noch ausführlicher beschrieben hättest, hätte sich hier niemand mehr die Mühe gemacht den ganzen Thread zu lesen, aber trotzdem ;)

Ich habe da gleich ein paar Fragen:

1. Wieso genau wollt Ihr 2 Grosse physisch getrennte VM Server? Ich würde da eher in Richtung eines grossen gut ausgebauten tendieren, da man damit weniger Wartungsaufwand hat. den dann einfach so weit ausbauen, dass er auch 2 ersetzen kann. jenachdem dann halt mithilfe eines MSA.

2. Leider konnte ich jetzt nicht ganz durchblicken wieviele Server du auf wievielen Physischen Servern genau installierst, könntest Du das nochmal etwas vereinfachter darstellen? denn jenachdem finde ich sind 24GB RAM knapp bemessen, besonders da man bei Servern selten genug RAM haben kann und das auch kein wirklicher Kostentreiber ist.

3. Allgemein betrachtet finde ich, dass Du da ein wenig zu wenig Speicherplatz verbaust, oder ist der Einsatz eines MSA zu einem späteren Zeitpunkt eingeplant? durch den RAID10 "verlierst" du ja auch wieder Speicherplatz. Ich rede da aus eigener Erfahrung, wo wir mit 1.1GB für 35 Personen nach ungefähr 4 Jahren Arbeit so langsam knapp werden und schon beginnen mussten Material zu Archivieren.

Leider kann ich Dir beim Thema Migration nicht wirklich weiterhelfen, musste das noch nie machen, sondern habe nur neu aufgesetzt.

Also allgemein wäre cool wenn du die Server und deren virtualisierte Server, bzw. Zweck noch einmal aufführen könntest.

So Long
 
Was soll den überhaupt da alles laufen?
Hab ihr 'ne gescheite SAN hintendran für die ganzen VMWare-Kisten?

Grundsätzlich würde ich Backup immer solo auf nem Server laufen lassen. Backup to Tape ist Pflicht mMn.
Also LTO +1! :D

Auf den ersten Blick würde ich sagen, bei den Infos mit der Serverhardware weit über das Ziel hinausgeschossen.
 
Also gut, dann versuche ich das noch etwas genauer darzulegen, hoffentlich ließt sich das auch jemand durch... ^^

zu 1.)

Ganz einfach für den Fall das ein Server hopps geht der andere dessen VMs übernehmen kann. Also im Grunde eine Clustervorstufe (ein Cluster als solches ist aktuell aber noch kein Thema). Mit MSA meinst du ein SAN? Wenn dann kommt für die USA frühestens im kommenden Jahr ein Netapp Filer.


zu 2.)

USA:

1. großer VM Server:
- Terminalserver (die meisten Anwender haben einen Thinclient und arbeiten eben auf dem TS. Die aktuelle Ramauslastung liegt bei 10 von 12 GB.)
- 2. DC (Win 2k3 DC, da die Firewall noch nicht mit 2k8 R2 klar kommt)

2. großer VM Server:
- Exchange (aktuell 6GB RAM)
- 1. DC
- 2. TS (läuft nur noch eine begrenzte Zeit für alte Software, Win 2k)

kleiner VM Server:
- Fileserver
- Radius

Aktuell kommen wir mit dem Speicher gut zurecht, aber ich gebe dir Recht, auf dauer dürfte das zu wenig sein. Die Server waren leider schon alle gekauft bevor ich hierher gekommen bin, also hatte ich keinen Einfluss auf die Ausstattung (einer der 380er mit 24GB RAM kostet so viel wie die beiden VM Server für Mexiko...)

Management/Backupserver:
- kein VMware
- TFTP Server
- Acronis Managementkonsole
- vSphere Client
- was sonst noch so anfällt



Mexiko:

1. VM Server:
- TS, DC, evtl. Exchange

2. VM Server:
- evtl. App Server für Virenscanner und WSUS, Fileserver

Management/Backupserver:
- kein VMware
- TFTP Server
- Acronis Managementkonsole + Backups der anderen Server
- ggf. Tape Drive für Bandsicherung
- vSphere Client
- was sonst noch so anfällt

Ich weiß das die Hardware für Mexiko zu üppig ausgelegt ist. Aber die 385er (es müssen 380er oder 385er sein) mit einer CPU sind nicht wirklich billiger (würde ja für den Backupserver locker reichen) und bei den VMware Kisten soll eben genügend Power da sein um einen defekten Server über einen längeren Zeitraum überbrücken zu können, da wir den Support dort nicht einschätzen können.


zu 3.)

Der Speicherplatz ist ein ordentliches Upgrade zur aktuellen Situation und sollte dank dynamischer Datenträger auch nicht so schnell voll werden (immer nur 10GB frei lassen... :D). Evtl. wird im kommenden Jahr ein 12 TB Netapp Filer für den USA Standort angeschafft. Mehr Platten bekomme ich aber definitiv nicht, da wir sonst das Hardwarebudget überschreiten und ich SAS Platten nehmen muss.

Ein RAID 5 hatte ich mir jeweils für die beiden Managementserver überlegt, da ich dadurch Platz gewinne und eine Hotspare Platte ist ja auch nicht schlecht. Bei den VMware Servern würde ich aber entweder ein RAID 5 aus 4 Platten machen müssen (soll von der Performance her nicht so gut sein) oder würde eine Platte ebenfalls als Hotspare nutzen. Dadurch würde ich aber nichts gewinnen, oder sehe ich das falsch?



Ich hoffe das sind jetzt ausreichend Infos. Das Tape Backup in den USA werde ich nicht bekommen, da der Verantwortliche hier Tapes nicht mag. Bei Mexiko ist es ihm egal und ich werde versuchen das durchzubekommen.
 
Zuletzt bearbeitet:
also wenn die Hardware eh schon fix ist, ist die aufstellung sicher nicht schlecht. obwohl ich alles auf einem Server laufen lassen würde, da dafür 64GB RAM rein. wenn was kaputt geht sind es HDD's oder NT's, aber davon kann man ja einfach auf Lager haben, respektive redundant ausrüsten und RAID5 machen... hab noch nie erlebt, dass der Server an sich kaputt gegangen ist, nicht mal bei einem DL360 G4...

Naja aber eben, wenn das Fix ist, geh ich da nicht näher drauf ein. mit MSA meinte ich ein Modular Smart Array wobei beim googlen grad herausstach, dass das sehr HP spezifisch ist und wohl ein SAN ist :) Sorry für die Verwirrung ;) Das ist einfach praktisch, da du dann ein grosses verwenden könntest und mehrere Server den Speicherplatz nutzen könnten, wenn du die da dran schliesst.

joa wenn die Hardware so schon fix ist, find ich Deine Aufteilung gut, obwohl ich den kleinen VMware Server den Du dals Fileserver eingeplant hast, wieder verkaufen würde, den Fileserver auf der 2. grosse VMware Maschine laufen lassen und das Geld sonst wo einsetzen :)

Wenn Du meinst, dass das mit dem Speicherplatz hinhaut, wirds wohl stimmen, Du kannst die Lage in Eurem Unternehmen besser einschätzen als ich. Ich hab bis jetzt einfach immer die Erfahrung gemacht, dass es kein "zu viel" gibt bei Speicherplatz und deine angaben überhaupt nicht nach "zu viel" klingen ;)

Tut mir Leid, dass ich Dir bei der Lizenzgeschichte nicht weiterhelfen kann, aber da wir Microsoft als Partner haben, habe ich nie Lizenzprobleme und kenn mich da überhaupt nicht aus :/

EDIT: noch was zum Backup: würde da auch eine Tapelibrary einsezten. haben selbst darauf umgestellt und das läuft wie geschmiert. vor allem läufts von alleine und ich muss nichts mehr machen :P

So Long
 
Die Hardware für die USA ist fix (war wie schon gesagt vor Ort bevor ich hierher gekommen bin), die für Mexiko meines Wissens noch nicht. Wenn du da einen anderen Vorschlag hast, nur her damit. :)

Der Speicherplatz für Daten reicht auf jeden Fall. Aktuell haben die Anwender 250GB verfügbar von denen etwa 15GB frei sind (in Mexiko sind 100GB frei).

1.2 TB für den Fileserver und 600GB je VMware Server sind ausreichend zum jetzigen Zeitpunkt (jeweils USA, jeweils Raid 10). In Mexiko haben wir dann 1.2TB (Raid 10) je VMware Server und 4TB ür Backups (bei Raid 5)

Ist halt nach wie vor die Frage wie es mit dem RAID aussieht, eher 10 oder 5?
 
Die Hardware ist schon mal ne gute Wahl - einer unserer Landschaften besteht aus 6 Stück HP DL380 G7 mit 2 mal Xeon X5650 und 128GBRam. Allerdings hängen dahinter 2 ordentliche Storages ;).

Irgendwie ist das Konzept, naja unausgereift bei dir / euch.
Und Thema Tape-Libary: Seit wann geht es bei so einem Thema um mögen? :freak:
Restore will jeder, aber gescheites Backup bezahlen will keiner.

Das andere Problem das du ohne Storage hast, hast du selber schon geschrieben - du willst den Exchangen umziehen und fängst dann an mit so Acronis-Zeug rumzufrickeln.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
charmin schrieb:
Würdet ihr einen DC mit maximal 50 angelegten Usern migrieren, oder die Domäne einfach neu anlegen, bzw. einen neuen DC zum primary machen und den alten dann aus der Domäne entfernen?
Jens

Was heißt primary DC? Ihr habt doch wohl mehr als einen DC?! Wie schaut es mit der Ausfallsicherheit aus? Wenn der Host weg ist, steht alles?

Wenn Du einen vorhandenen DC entfernen willst:
- Neuen DC als zusätzlichen DC für die Domäne aufsetzen,
- Replikation abwarten
- FSMO Rollen übertragen
- Evtl. DNS/DHCP ändern, falls der alte DNS Server ist
- Alten DC testweise runterfahren und prüfen, ob alles funktioniert
- Alten DC hochfahren und demoten (DCPROMO)
 
@Labtec:

Ein SAN ist dieses Jahr nicht im Budget enthalten und auch nirgends unterzubringen. Wie gesagt, nächstes Jahr kommt vermutlich eines und dann auch mit Tapelibrary.

Natürlich geht es beim Thema Backup nicht ums mögen, aber wenn aber jemand von Tapes nicht überzeugt ist, dann kann ich als Student da wenig dran ändern. Das Backup hier wird über 2.5" Platten sowie drei NAS gemacht.

Ansonsten kommt Acronis so oder so zum Einsatz. Damit sichern wir Unternehmensweit die Server und das klappt auch einwandfrei.

Was würdest du bei dem Konzept den ändern um alles was unausgereift ist auszumerzen? :)

@FBrenner:

Nein, an dem Standort gibt es nur einen DC. Mit Primary meine ich den DC der die ganzen Master Rollen hat, von daher ist die Ausfallsicherheit recht bescheiden (auch ein Grund warum VMware eingesetzt werden soll), oder meinst du was anderes?

Danke für die kurze Checkliste, ich werde mich mal einlesen, allerdings glaube ich nicht das ich das ohne Unterstützung machen will/kann.



Keiner eine Idee bzgl. RAID? :)
 
Hi,

redundante VMware-Server ohne eine gemeinsame Speicherloesung ist Unsinn, da das Migrieren da eine halbe Ewigkeit dauert und man es letztlich auch dann nicht machen wird, wenn ein Ausfall wegen Wartung oder so ansteht. Mit gemeinsamen Speicher ist das eine Frage weniger Sekunden, man kann wohl sogar eine Art Hotfailover konfigurieren, bei dem das Migrieren von selbst passiert, wenn einer der Server runtergeht.

Zudem, wie ebenfalls schon gesagt, ist der RAM-Ausbau der Maschinen fuer den Zweck ziemlich gering - DDR3 Registered ECC ist so teuer nun nicht wirklich. Fuer etwa 80 Euro gibts 8 GB... davon 6 Stueck kaufen und fertig (das sollte das Budget hergeben, wenn man die Anzahl der Platten reduziert - s.u.).

Ich wuerde folgendes machen:

Die beiden grossen Server auf ordentlich Speicher bringen - dazu aus einem allen Speicher raus und in den anderen rein und fuer den dann 48 GB neu kaufen.

Dann wuerde ich ALLE Platten aus beiden Geraeten entfernen und VMware ESXi von USB-Stick starten - dafuer ist es gemacht und das genuegt auch vollkommen.

Alle Platten dann in den "kleinen" Rechner und daraus einen Filer bauen, indem man OpenFiler, NexentaStor oder etwas in der Art (VMware hat auch ein Produkt, das fuer so kleine Installationen sogar kostenlos sein duerfte) drauf installiert und dann per iSCSI die Volumes exportiert. Darauf dann die VMs und schon kann man munter und im laufenden Betrieb zwischen den Servern hin- und her migrieren. Ob man das dann per Hardware-RAID oder Software-RAID (Nexentastor kann ZFS - das ist den meisten HW-Raids deutlich ueberlegen und kann noch viele andere nette Features) macht, kann man sehen. Bei so vielen Platten ist der Verschnitt dann auch kleiner... ich wuerde dann RAID6 ohne Spare benutzen oder eben RAID Z2 unter NexentaStor. Auf diese Weise sollte man insgesamt sogar weniger der teuren SAS-Platten brauchen und kommt zu einer deutlich besseren Architektur.

Fuer den anderen Standort wuerde ich das dann gleich so planen: Zwei kleinere Server fuer die VMs, einen kleineren Server als Filer und dazu noch die Backupkapazitaet.

Edit: Nur zur Sicherheit: Wir reden hier schon ueber Baremetal-Virtualisierung wie VMware ESXi bzw. vSphere, nicht ueber Gefrickel mit VMware Workstation oder so auf Basis von Windows oder Linux?

Viele Gruesse,

Jan
 
Zuletzt bearbeitet:
Das ein redundanter Aufbau eigentlich einen gemeinsamen Speicher benötigt ist soweit klar (der Filer für die USA soll wie gesagt nächstes Jahr kommen, der für Mexiko evtl. in 2 Jahren oder früher, je nach Wachstum), allerdings habe ich von der von dir genannten Variante noch nichts gehört, vielen Dank dafür. Werde ich mir anschauen! :)

Wie schon erwähnt habe ich den RAM Ausbau nicht zu verantworten und ich hätte die Hardware generell anders konzipiert, aber da hatte ich kein Mitspracherecht (weil ich noch nicht da war). 12GB kosten beim favorisierten Händler rund 600$, ich schaue mal ob ich was günstigeres finde.

Auf ein Failovercluster wollten wir im ersten Schritt verzichten (das werden sonst evtl. auch zu viele Themen für meinen Aufenthalt hier).
 
charmin schrieb:
Was würdest du bei dem Konzept den ändern um alles was unausgereift ist auszumerzen? :)

Die Sache entweder richtig oder garnicht aufziehen, ihr habt vor das Halb zu machen und in 1-2 Jahre die andere Hälfte. Ich kann dir jetzt schon zu 90% versichern das ihr das "Projekt" nie wieder anfassen werdet wenn ihr das so durchzieht, weil man eben wieder bei fast '0' anfängt.
Was ihr da "ausgeben" wollt ist grad mal ein kleiner / mittlerer 5-stelliger Betrag, damit geht halt nicht viel wenn man alles neu braucht. Aber zB ohne Shared Storage macht sowas wie Failover keinen Sinn (viel zu umständlich die Migration, macht man vielleicht 1 mal im Leben und dann freiwillig nie wieder).
Ihr müsst euch ja keine 250.000€ Storage-Lösung dahinstellen, aber an den paar Tausender sollte es nicht scheitern.
 
So da muss ich mich auch nochmal einhaken:

Ohne shared Storage brauchst du nicht mit zwei ESX Servern hantieren, einen Failover wird es hier nie geben. Es gibt zwar Möglichkeiten VMs in regelmäßigen Abständen von einem auf den anderen Host zu replizieren (Veeam oder vRanger), damit hast du aber nie den aktuellen Stand.
Ein shared Storage kostet nicht die Welt. Eine MSA von HP mit ~3,5TB Storage und iSCSI Anbindung gibts für knapp 16k EUR, und wenn das immer noch zu viel ist tut es auch ein NAS System das VMware Zertifiziert ist.

Dafür kannste dir den dritten ESX sparen und den RAM lieber in die beiden anderen Stecken. Auch die lokalen Platten brauchst du dann nicht.

Ansonsten solltet ihr noch in Erwägung ziehen lokal an den Standorten gar keine Hardware hinzustellen, sondern alles in der Zentrale. Setzt natürlich eine entsprechend dicke und zuverlässige Internetleitung voraus...
 
Ich glaube ich muss nochmals etwas Licht ins Dunkel bringen. In den USA soll es 3 VMware Server geben (wobei der kleine rein für den Fileserver ist und ansonsten im Worstcase zwei kleine VMs übernehmen soll), in Mexiko 2. Ein Failovercluster soll es frühestens nächstes Jahr geben ,davor auf keinen Fall. Das hatte ich allerdings auch schon geschrieben.

Warum sollen die Server dann virtualisiert werden? Nun, die Server werden täglich mit Acronis weggesichert und wenn es mal zu einem längeren Hardwareausfall kommen würde, könnte man einfach ein Image wiederherstellen (unabhängig von der Hardware).

Ein SAN im Bereich 20k $ war geplant, aber da erstens der Plattenplatz aktuell nicht benötigt wird und zweitens das Budget gestrichen wurde, geht es einfach nicht. Problem hierbei ist auch das es hier nur eine halbe IT Stelle gibt, das System also auch möglichst einfach zu betreuen sein sollte.

Das die Leute hier über DE arbeiten geht leider nicht. Erstens gibt es keine gemeinsame Domäne und die Internetleitungen würden das nicht verkraften. In den USA könnte man diese sicherlich aufrüsten, aber in Mexiko ist es schon schwer 5Mbit zu bekommen (wird vermutlich nur über Satellit gehen).

labtec schrieb:
Ich kann dir jetzt schon zu 90% versichern das ihr das "Projekt" nie wieder anfassen werdet wenn ihr das so durchzieht, weil man eben wieder bei fast '0' anfängt.

Das wird mit sicherheit wieder angefasst, da ist die IT aus Deutschland schon hinterher. ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
Hi,

In den USA soll es 3 VMware Server geben

Warum? Der Sinn erschliesst sich mir nicht. Ich bin mir auch nicht sicher, ob sich der Entscheider wirklich bewusst ist, was moderne Virtualisierungstechniken alles koennen.

Mach es so, wie ich es weiter oben gesagt habe: Nimm 2 VM-Server und mach aus dem dritten mit ALLEN Platten ein NAS auf Basis von z.B. Nexentastor. Das ist bis 18 TB (dahin kommst du hier lange nicht) kostenlos und du bekommst unter Verwendung genau der Hardware, die es schon gibt, eine wirklich redundante Loesung (die dann vermutlich sogar Geld spart).

Im Endeffekt ist diese Loesung sogar billiger, weil du eine ESX-Lizenz sparst.

Viele Gruesse,

Jan
 
Das hört sich für mich an wie "die typisch deutsche Firma":
IT? Klar, voll wichtig und so.
Ach sooo viel kostet das? Mh ne du lass mal stecken.

Ihr spart am falschen Ende - das ganze Konzept stimmt einfach so nicht.
3 Kisten die völlig eigenständig laufen sollen, zweifelhafte Backup-Strategie, keinerlei Ausfallsicherheit, ...

JanR hat dir nen guten und vorallem einzig sinnvollen Ansatz gegeben, wenn an dem Budget nix zu rütteln ist. An RAM für die Kisten wirst du aber nicht rumkommen, 12GB ist schon arg wenig.
 
Kann mich da Labtec eigentlich komplett anschließen. Die Konfiguration aus mehreren Stand-Alone-ESXis macht wenig Sinn und wird im Endeffekt später teurer, als wenn man es gleich richtig macht.

Am Ende wird es sogar günstiger sein, wenn man bei der Erstkonfiguration nur 1 ESXi + 1 Storage kauft.

Wenn es unbedingt ein HP sein muss, wäre ein DL360 oder DL380 G8 mit zwei Xeon E5-2670,128 GB RAM und natürlich ohne Festplatten mit Embedded ESXi völlig ausreichend. NetApp hat aktuell noch ne schicke Promo Aktion für nen FAS2040 Filer mit 12 x 600 GB SAS Platten für ~8.000 Euro, was ebenfalls genügen sollte.

Später kann man dann immernoch einen zweiten ESXi-Server und ein VMware vSphere Essentials Plus Acceleration Kit (3 Hosts + vCenter) dazunehmen.

Grundsätzlich würde ich mir überlegen, eine weltweite zentrale Domäne aufzubauen, wo Mexiko dann am Ende lediglich nen abgesetzten RODC bekommt.
 
Hui Charmin in deinem Thread gehts ja rund :D

Ich muss mich dem allgemeinen Kanon hier dennoch anschließen.

Wenn das angegangen wird dann richtig. Im Zweifelsfall kann man auch erstmal gebrauchten Storage kaufen:
EMC Clariion CX3-20

Die Server sollten auf jeden Fall als Cluster aufgebaut werden, zusätzlich ist das doch sehr viel CPU Power und ziemlich wenig RAM für deine Anwendungszwecke. Grade der geplante Exchange 2010 genehmigt sich doch einiges an Leistung und Plattenplatz.

hab noch nie erlebt, dass der Server an sich kaputt gegangen ist, nicht mal bei einem DL360 G4..

Das geht einwandfrei, glaub mir. Charmin hat schon Glück, dass die 380 G7 heil angekommen sind. Kunden von uns, die die neu bei HP-Resellern oder bei HP direkt bestellen machen zu fast 40% Calls bei uns auf, weil die schon kaputt bei denen ankommen.

Als BackupLösung entweder eine Library oder ein LTO Wechsler. Der Wechsler+Bänder ist nicht allzu teuer und allemal besser als die Geschichte mit den 2,5" Platten. ...Obwohl alles geht, nur nicht Norton BackupExec für sowas nehmen. Das ist das Grauen dieses Ding :D
 
@FBrenner

Spart Replikationstraffic und bei so einem kleinen Außenstandort muss keiner direkt darauf schreiben können. Wenn die WAN-Leitung ständig wegreißt, kann man sich immer noch Gedanken über einen vollen DC machen.

@Zensai

Ne CX3 ist hier völlig Overkill und die Fibre-Channel-Infrastruktur frisst so ziemlich alles auf, was man an der Gebrauchtware spart.
 
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