Neugier: Übertragungsraten gemäss Speedtest unlogisch

AnkH

Admiral
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Beim Staubsaugen ist mir aufgefallen, dass das Glasfaserkabel von der Glasfaserbuchse zur Internet Box (Router) bei mir zu Hause beschädigt war, möglicherweise nur äusserlich. Egal, neues Kabel installiert. Dann natürlich aus lauter Neugierde mal gemessen. Im Routermenü gibts dazu einen Speedtest Button, der misst die Geschwindigkeit von Router ins Internet. Ich habe das Wingo 10Gbit/s Abo (in der Schweiz) und sollte eigentlich auch um die 8Gbit/s erhalten an meinem Anschluss. Der Test gibt mir aber konsistent nur 3.2Gbit/s aus. Okee, dachte schon an ein Problem, habe meinen Desktop angeworfen, welcher mittels LAN Kabel mit dem Router verbunden ist und eine 5Gbit/s Netzwerkarte (on board) besitzt und was sagt mir Speedtest da? 4.8Gbit/s. Auch sehr konsistent über mehrere Messungen.

Was steckt da dahinter? Es interessiert mich einfach, offensichtlich ist da kein Problem mit der Verbindung, aber warum zeigt mir der Test vom Router ins Internet deutlich weniger an als ich gemäss Abo eigentlich hätte und der Test vom Rechner via Router ins Internet zeigt mir mehr an, fast am theoretischen Maximum der LAN Karte?
 
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Die Server, welche für den Speedtest verwendet werden müssen natürlich auch die entsprechende Geschwindigkeit zurück liefern können - vermute mal, dass das bei dem "internen" Test im Router nicht der Fall ist und somit halt nur die 3,2 Gbit/s rauskommen.
 
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Kann gut sein. Welche LAN Karte? Welche ssd? CPU?
Und dann müssen peering und Server das auch leisten
 
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Andere Gegenstelle für die Messung vielleicht?
 
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@AnkH: Du merkst, Privatleute haben unterschiedlich schnelle Internetanbindungen. Und nun kommt der Clou: Das gilt für Server genauso...

das klassische Missverständnis eines Speedtests ist (und da helfen Medien oft auch nicht, dagegen anzugehen), dass er den Anschluss oder die Internetgeschwindigkeit misst. Nein, ein Speedtest misst die Verbindungsgeschwindigkeit zwischen zwei "Geräten", und halt üblicherweise eines bei dir im Netzwerk, und eines im Internet. Aber es gibt halt nicht "das Internet", es gibt viele Geräte im Internet.

Und der Test macht im Übrigen keine Aussage, wer dafür verantwortlich ist, dass es keine höheren Raten gibt. Wenn man nicht am Router testet, kann es auch die eigene Netzwerkinfrastruktur sein... Grundsätzlich können es aber viele Ursachen sein, jede Komponente zwischen den beiden Geräten. Und wie madmax2010 andeutete: Limitierend kann, bei hohen Datenraten, auch die entstehende Rechenlast sein, nicht mal direkt die Netzwerkinfrastruktur...

@madmax2010: Ich glaube der Einfluss einer SSD dürfte für einenen Speedtest aber egal sein.
 
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AnkH schrieb:
Ich habe das Wingo 10Gbit/s Abo (in der Schweiz) und sollte eigentlich auch um die 8Gbit/s erhalten
Die 10Gbits Tarife in der Schweiz gelten immer für das komplette Cluster.
In der Regel teilen sich 64 Kunden in der Schweiß je nach Region auch mal 128 Kunden diese 10Gbits
Es kann da also durchaus zu Schwankungen kommen!
Es kann aber auch einfach Unterschiede beim Speedtest geben, welcher Server nutzt der Speedtest im Router und welchen nutzt du am PC? Schafft der Sever welchen der Router anspricht überhaupt so hohe Datenraten? Ist die Verbindung Punkt zu Punkt oder Multipunkt zu Multipunkt?
 
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Danke für die Antworten. Das Irritierende: ich habe es nun mehrmals an verschiedenen Tagen gemessen, der PC erreicht immer um die 4.8Gbit/s, der Router selber immer nur um die 3.2Gbit/s. Duplex ein möglicher Faktor? Ich weiss einfach: als ich das 10Gbit/s Abo ganz neu hatte, zeigte der Router immer 7.8-8.5Gbit/s an. Verwirrend
 
tollertyp schrieb:
@madmax2010: Ich glaube der Einfluss einer SSD dürfte für einenen Speedtest aber egal sein.
och wenn da wenig RAM ist, die CPU IOWAIT hat und eine QLC SSD Steckt leider schon


AnkH schrieb:
s ich das 10Gbit/s Abo ganz neu hatte, zeigte der Router immer 7.8-8.5Gbit/s an. Verwirrend
Die Erklärungen dafür stehen oben :)
 
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Der PC muss auch genug Rechenleistung haben, um einen so schnellen Speedtest zu absolvieren. Mit langsamer Ultrabook-CPU von 2016 und Ookla Web App wird das nichts.
 
@DLMttH ein 9800X3D mit 64GB RAM sollte reichen :D Ich denke er hat noch eine 10Gbit Karte zusätzlich verbaut.
 
Wenn ich es richtig lese ist es eine 5Gbit/s Onboard-Schnittstelle, aber nicht der PC, sondern der Router selber zeigt eine niedrige Übertragungsrate an.
 
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AnkH schrieb:
der Router selber immer nur um die 3.2Gbit/s

schon mal überlegt, das der Router ansich zwar vielleicht 10 Gbit/s durchschleusen kann, die CPU / RAM aber für 10 Gbit/s Messung im Interface nicht ausreichend ist, da sich der Webserver etc ja auch dann Leistung krallt?
Kurz gesagt läuft der Router eventuell bei einen Speedtest über das Webinterface in einen Bottleneck?
 
Ultra_Force schrieb:
Ich denke er hat noch eine 10Gbit Karte zusätzlich verbaut.
Nein, ich nutze das LAN Modul meines ASUS ROG Strix B850-E WiFi Mainboards. Keine zusätzliche Netzwerkkarte.
Sebbi schrieb:
schon mal überlegt, das der Router ansich zwar vielleicht 10 Gbit/s durchschleusen kann, die CPU / RAM aber für 10 Gbit/s Messung im Interface nicht ausreichend ist, da sich der Webserver etc ja auch dann Leistung krallt?
Kurz gesagt läuft der Router eventuell bei einen Speedtest über das Webinterface in einen Bottleneck?
Möglich, aber eben, als der Router ein paar Tage alt war und ich die Verbindung mehrmals an verschiedenen Tagen getestet habe um zu prüfen, ob ich nicht nur ein 10Gbit/s Abo bezahle, sondern auch nutzen kann ( :D ), zeigte mir eben dieser Router sehr wohl mitunter über 8Gbit/s an beim Speedtest.

Jetzt kommt das ABER, was ich vorhin vergessen habe: ich habe das 10Gbit/s Abo bei Swisscom gekauft, zwischenzeitlich bin ich aber zu Wingo gewechselt (Billig-Anbieter von Swisscom). Kann es damit zusammenhängen? Dass der Routerspeedtest nun bei Wingo irgendwo landet, wo es gar keine 10Gbit/s zurückspielen kann und früher bei Swisscom halt schon?

Ist ja eigentlich auch egal, da beim Rechner ja soviel ankommt wie überhaupt möglich, aber komisch finde ich es trotzdem, danke auf jeden Fall schon für die diversen Erklärungsversuche, spannend.
Ergänzung ()

Incanus schrieb:
Wenn ich es richtig lese ist es eine 5Gbit/s Onboard-Schnittstelle, aber nicht der PC, sondern der Router selber zeigt eine niedrige Übertragungsrate an.
Genau das. Ich kann sogar auf dem einen Browserfenster den Speedtest vom Router und im anderen Browserfenster den Speedtest vom PC parallel laufen lassen, selbst dann zeigt der Router 3.2Gbit/s an und der PC deren 4.8Gbit/s.
Ergänzung ()

Da scheint einer die selbe Frage mal aufgeworfen zu haben, aus den Antworten dort werde ich aber auch nicht schlau: https://www.reddit.com/r/askswitzer...rmware_version_and_speedtest/?tl=de&rdt=40089
 
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Ja, auch ein anderer Anbieter mit potentiell anderem peering und ander "Priorisierung " in deinem segment kann ein Grund sein.
AnkH schrieb:
aber komisch finde ich es trotzdem,
Das Internet ist von Ende zu Ende ein geteiltes medium.
Dein lokales segment. Peering. Server. Leitungen unterwegs. Switches. Router.....
Ich betreibe server auf denen gerade 2000 Kunden ihre Dienste betreiben. Uplink für alle zusammen ist 10gbit/s und selten sind mehr als 500mbit/s benutzt. Bandbreite ist fast nie das Problem und bevor du mit richtigen Anwendungen 10G gescheit lokal nutzen kannst, brauchst du sehr viel bessere Hardware und solltest kein WLAN nutzen. Die Zahlen im speed test sind schön und gut, aber wie schon andere sagten selbst im einfachen speed test kann hardware limitieren.
 
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AnkH schrieb:
Nein, ich nutze das LAN Modul meines ASUS ROG Strix B850-E WiFi Mainboards. Keine zusätzliche Netzwerkkarte.

Möglich, aber eben, als der Router ein paar Tage alt war und ich die Verbindung mehrmals an verschiedenen Tagen getestet habe um zu prüfen, ob ich nicht nur ein 10Gbit/s Abo bezahle, sondern auch nutzen kann ( :D ), zeigte mir eben dieser Router sehr wohl mitunter über 8Gbit/s an beim Speedtest.

Jetzt kommt das ABER, was ich vorhin vergessen habe: ich habe das 10Gbit/s Abo bei Swisscom gekauft, zwischenzeitlich bin ich aber zu Wingo gewechselt (Billig-Anbieter von Swisscom). Kann es damit zusammenhängen? Dass der Routerspeedtest nun bei Wingo irgendwo landet, wo es gar keine 10Gbit/s zurückspielen kann und früher bei Swisscom halt schon?

Ist ja eigentlich auch egal, da beim Rechner ja soviel ankommt wie überhaupt möglich, aber komisch finde ich es trotzdem, danke auf jeden Fall schon für die diversen Erklärungsversuche, spannend.
Ergänzung ()


Genau das. Ich kann sogar auf dem einen Browserfenster den Speedtest vom Router und im anderen Browserfenster den Speedtest vom PC parallel laufen lassen, selbst dann zeigt der Router 3.2Gbit/s an und der PC deren 4.8Gbit/s.
Ergänzung ()

Da scheint einer die selbe Frage mal aufgeworfen zu haben, aus den Antworten dort werde ich aber auch nicht schlau: https://www.reddit.com/r/askswitzer...rmware_version_and_speedtest/?tl=de&rdt=40089
Mach lieber mal eine vernünftige Messung mit iperf lokal und im wan (vserver oder ähnliches).
Wer eine 10 Gigabit Messung mit Webtools macht ist selber schuld...
Lies dir bitte die Beiträge von @madmax2010 durch, da steht alles wichtige.
 
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@cartridge_case Kostet nichts, ich zahle für mein 10 Gigabit FFTH 29.90 CHF und mit Public IPv4 39.90 inkl. TV und Festnetz. Bei meinem Telco gibt es auch nur ein Abo und zwar 10 Gigabit FFTH.
2035 wird bei uns das Kupfernetz abgeschaltet, das hat unsere Regierung schon vor Jahren beschlossen.
 
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Auch den weiteren Poster ein Danke. Aber iwie ist meine Message noch nicht angekommen, es geht mir gar nicht darum, ein Problem herbeizureden oder sonstwas in dieser Richtung, da ich ja am Rechner die maximal mögliche Bandbreite stets zur Verfügung habe. Ich verstehe einfach den Speedtest des Routers nicht, aber egal.

@cartridge_case gäbe es ein 5Gbit/s Abo, hätte ich natürlich dieses genommen :D
 
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AnkH schrieb:
Ich verstehe einfach den Speedtest des Routers nicht, aber egal.
Steht beim Speedtest des Routers irgendwo, mit welchem Zielserver der Speedtest gemacht wird?
 
AnkH schrieb:
@cartridge_case gäbe es ein 5Gbit/s Abo, hätte ich natürlich dieses genommen :D
Bei Wingo oder Salt Glasfaser bezahlt man aus meiner Sicht vor allem den Anschluss an sich und nicht jede einzelne theoretisch mögliche Mbit/s. Ob die volle Geschwindigkeit überhaupt genutzt wird, ist in der Praxis eine andere Frage. Bei wenigen Nutzern läuft so ein Anschluss im Alltag sowieso selten dauerhaft am Limit.

Wenn man dafür noch verschiedene Stufen, Sonderregeln oder Einschränkungen einführt, entsteht vor allem zusätzlicher Aufwand: mehr Administration, mehr Rückfragen, mehr Support und mehr Erklärungsbedarf. Dieser Aufwand muss am Ende auch wieder irgendwie bezahlt werden und macht das Ganze eher teurer, obwohl technisch kaum etwas gewonnen ist.

Darum ist ein einfaches, schnelles Abo sinnvoller: weniger Aufwand, weniger Diskussionen und am Schluss das bessere Verhältnis zwischen Preis und Nutzen.
 
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