Nicht-smarte LEDs + nur optionale(!) HA Einbindung über Schalter möglich?

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Hallo zusammen,

ich bin ganz neu hier und im Smart Home Bereich und suche daher ein wenig Unterstützung / Beratung zur Planung einer Beleuchtung während einer Sanierung. Ich stehe vor einer Sanierung und habe ein paar Vorstellungen, weiß aber nicht wie bzw. mit welchen Firmen ich sie umsetzen kann.

Nach meinen bisherigen Recherchen und Erfahrungen, würde ich gerne folgende Kriterien erfüllen:
  • "Normal" aussehende, aber "smarte" Schalter und Drehdimmer in den Zimmern verteilt
  • Leuchtmittel: Philips WarmGlow, verschiedene Fassungen, keine "smarten" Leuchtmittel
  • Optionale(!) Einbindung der Schalter und Dimmer in Home Assistant, sodass ich bei Bedarf darüber die Schalter bedienen kann
  • Die Schalter sollen aber auch ohne Einbindung (d.h. vor dem Einrichten von HA oder bei einem Ausfall) durch "klassische" Bedienung funktionieren
Die komplette Elektrik wird neu gemacht und noch verlegt, d.h. da bin ich noch flexibel.

Hat da jemand Erfahrungen bzw. ist das so überhaupt möglich? Bei welchen Firmen bzw. Systemen (ZigBee, Z-Wave, Matter, etc.) könnte ich mich umschauen und auf was muss ich achten?

Vielen Dank im Voraus!

UPDATE 1.6.2026
  • Da die Frage bestimmt aufkommt, ich bin technikaffin und bereit mich in Dinge einzuarbeiten.
  • Die Dimmer sollten mit den Philips WarmGlow Leuchten kompatibel sein.
  • Wenn möglich sollte die Schalter teilweise Drehdimmer sein und es sollten für eine Leuchte mehrere im Raum verteilt sein. Geht das überhaupt, mehrere Drehdimmer für eine Lampe, ohne dass sie in ein Netzwerk eingebunden sind?
 
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Schau dich mal bei Shelly um. Recht sicher ist das mit deren Tastern und dimmbaren Schaltern machbar
 
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Shelly ist ein sehr guter Start. Du brauchst quasi "Zwischenschalter", die durch ein Signal des eigentlichen Schalters oder eben per Funk über HA den Strom zur Leuchte schalten können. Die kommen dann hinter den normalen Schalter in die UP-Dose.
Das wären für normale Leuchten z.B. Shelly 1 Gen4. Die haben einen Kanal. Gibts aber auch für mehrere Kanäle. Die Gen4 können quasi alle gängigen Funkstandards, außer Z-Wave. Shelly Dimmer Gen4 gibt es auch.

Wichtig hierfür ist, dass du keine Flachen UP-Dosen nimmst, sondern die mit ca. 60mm Tiefe. Ansonsten wird der Einbau der Shellys sehr nervig und die Leiter werden sehr gequetscht.
Und es sollten mindestens Phase und Neutralleiter in den Schalterdosen verlegt sein, aber das dürfte ja bei einer aktuellen Sanierung Standard sein. Einige Shellys gehen zwar auch ohne Neutralleiter, aber das kann z.B. bei geringen Lasten ein Problem geben und sollte möglichst vermieden werden.

Mit den UP-Shellys kannst du quasi die ganz normalen Schalterprogramme jedes Herstellers verwenden.
 
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Wie die Vorredner sagen, wenn du keine volle Hausautomatisierung verbauen willst, sind Shellys (und vergleichbare Produkte) eine Möglichkeit. Die Shellys sind quasi ein Relais, das auch WLAN hat und damit smart ist. Funktioniert dann so:

  1. Shelly kommt in eine (tiefe) Wanddose, ggf. hinter einen bestehenden Schalter
  2. Klassischer 230V Schalter oder Taster wird an den Shelly gekabelt
  3. Shelly nutzt den Schalter als Eingang
  4. Shelly wird an 230V und die Last (Lampe) geklemmt
  5. Du drückst den Schalter, Shelly schaltet - das klappt auch ohne WLAN, also "dumm"
  6. Du nutzt Smart Home via Shelly Cloud, lokalem HomeAssistant oder Google/Alexa Anbindung zum Schalten
Nachteil ist der zusätzliche Stromverbrauch, das sind so 1-3W pro Shelly. Vorteil ist ganz klar, dass sich deine Wohnung weiterhin wie gewohnt verhält - ein Laie merkt keinen Unterschied wenn er auf den Schalter oder Taster drückt. Ich persönlich würde Taster verbauen. Du brauchst zwingend N, L (und idealerweise PE) wo der Shelly sitzt und halt einen schaltbaren Draht zur jeweiligen Lampe. Ist das gegeben, ist Shelly kein Problem.

Ich saniere aktuell selbst und sehe an strategischen Stellen sogar Elektronikdosen (die mit der seitlichen Tasche) vor, weil das etwas entspannter zu verdrahten ist als "normale" tiefe Dosen. Letzteres klappt aber mit etwas fummeln auch. Für mich sind die Shellys smart genug und der Kompromiss ohne im Bestand komplett auf Systeme wie KNX, Loxone und Konsorten zu gehen. Dafür reißt man halt alles raus, was ich nicht will.
 
Als Alternative zu den Shellies kannst du auch Zigbee Komponenten verbauen.

Zum Beispiel:
https://www.into-led.com/de/rotary-smart-zigbee-led-dimmer-05300-w-2724191.html
https://plusled.de/zigbee-dimmer-3.0-max.-200w-led-400w-halogen-philips-hue-kompatibel-7850

Vorteile von Zigbee:
  • Geringerer Stromverbrauch (macht sich gerade bei vielen Aktoren bemerkbar)
  • Benötigt keine IP im Netzwerk und "spammt" das Netzwerk nicht zu (macht sich gerade bei vielen Aktoren bemerkbar)

Nachteil von Zigbee:
  • Benötigt einen Koordinator (Stick, Hub, Gateway, whatever....)
 
SaxnPaule schrieb:
Als Alternative zu den Shellies kannst du auch Zigbee Komponenten verbauen.
Die Shellies haben doch auch Zigbee. BT, Zigbee, WiFi, Matter. Da fehlt nur Z-Wave, was ich persönlich überhaupt nicht vermisse. Wobei Matter hier leider nur Matter over WiFi ist und nicht Matter over Thread.
 
Moep89 schrieb:
Die Shellies haben doch auch Zigbee.
Ja, du hast Recht. Die neueren Versionen haben auch Zigbee. Leider bleiben die Nachteile dennoch, da man ihnen das WiFi nicht abdrehen kann/sollte.

Gab erst kürzlich einen Thread wo ich das schonmal angesprochen und Quellen verlinkt hatte.


Edit:
Mit Zigbee ~0,8W
https://shelly-forum.com/thread/33038-stromaufnahme-leistungsaufnahme-im-ruhezustand/

Ich hatte mal einen Zigbee Zwischenstecker gemessen, der lag bei 0,1W (ausgeschaltet) und 0,3W (eingeschaltet). Hat man die LED deaktiviert, waren es nur noch 0,2W im eingeschalteten Zustand.
 
Zuletzt bearbeitet:
Waoh, vielen Dank für eure vielen Antworten in so kurzer Zeit!

Shelly klang auf den ersten Blick ziemlich vielversprechend. Dann bin ich allerdings etwas verunsichert worden, was Shelly mit Philips WarmGlow angeht. Scheinbar gibt es da Probleme:
https://www.reddit.com/r/smarthome/comments/19dp9zf/philips_warm_glow_and_smart_dimmers
Dort werden Leviton, Insteon und Lutron genannt, von denen ich allerdings noch nie gehört habe.

Allerdings weiß ich nicht so recht wie ich herausbekomme welche Dimmer am Ende mit den Philips WarmGlow kompatibel sind ohne es live zu testen. Hat da jemand Erfahrungen? Sonst mache ich dafür vielleicht noch mal einen separaten Thread auf.

Verstehe ich das eigentlich richtig, dass es mit Home Assistant dann egal ist (abgesehen vom Einrichtungsaufwand), wenn ich verschiedene Systeme einbinde, weil dann sowieso alles in einer zentralen App gebündelt wird? Es kommen nämlich noch Schalter für die Rollläden dazu und später ggf. Elemente der Solaranlage/Speicher/etc..

SaxnPaule schrieb:
Als Alternative zu den Shellies kannst du auch Zigbee Komponenten verbauen.

Zum Beispiel:
https://www.into-led.com/de/rotary-smart-zigbee-led-dimmer-05300-w-2724191.html
https://plusled.de/zigbee-dimmer-3.0-max.-200w-led-400w-halogen-philips-hue-kompatibel-7850

Vorteile von Zigbee:
  • Geringerer Stromverbrauch (macht sich gerade bei vielen Aktoren bemerkbar)
  • Benötigt keine IP im Netzwerk und "spammt" das Netzwerk nicht zu (macht sich gerade bei vielen Aktoren bemerkbar)

Nachteil von Zigbee:
  • Benötigt einen Koordinator (Stick, Hub, Gateway, whatever....)

An ZigBee dachte ich bereits. Wäre der SONOFF Zigbee 3.0 USB-Dongle Plus ein solcher Koordinator? Den besitze ich zufällig schon, weil ich mich mal mit Home Assistant auf einem Pi versuchen wollte um einen ZigBee Sensor auszutesten :) (leider kam ich noch nicht dazu)
Ergänzung ()

Ich habe mal folgende Informationen in meiner Hauptanfrage ergänzt:

batch.consuming schrieb:
UPDATE 1.6.2026
  • Da die Frage bestimmt aufkommt, ich bin technikaffin und bereit mich in Dinge einzuarbeiten.
  • Die Dimmer sollten mit den Philips WarmGlow Leuchten kompatibel sein.
  • Wenn möglich sollte die Schalter teilweise Drehdimmer sein und es sollten für eine Leuchte mehrere im Raum verteilt sein. Geht das überhaupt, mehrere Drehdimmer für eine Lampe, ohne dass sie in ein Netzwerk eingebunden sind?
 
Zuletzt bearbeitet:
batch.consuming schrieb:
Verstehe ich das eigentlich richtig, dass es mit Home Assistant dann egal ist (abgesehen vom Einrichtungsaufwand), wenn ich verschiedene Systeme einbinde, weil dann sowieso alles in einer zentralen App gebündelt wird?
Korrekt
batch.consuming schrieb:
An ZigBee dachte ich bereits. Wäre der SONOFF Zigbee 3.0 USB-Dongle Plus ein solcher Koordinator? Den besitze ich zufällig schon, weil ich mich mal mit Home Assistant auf einem Pi versuchen wollte um einen ZigBee Sensor auszutesten :)
Ja, perfekt.
 
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