Nimmt die Geschwindigkeit, ab einer bestimmten Speichermenge, ab?

Grummelbart

Lieutenant
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Ich kann mich an Artikeln von 2014~ erinnern, in denen es darum ging eine SSD nicht mehr als zu 75% zu füllen, da sonst die Geschwindigkeit abnimmt.

Stimmt das?
 
Bei aktuellen SSDs nicht mehr wirklich.
 
Ja ab einem bestimmten Füllgrad einer SSD verliert man an Leistung. Kommt natürlich auch drauf an wie die SSD genutzt wird, als Datengrab oder als Systemfestplatte.
Bei Datengrab relativ egal, bei Systemplatte kommt es auf die Auslastung an.
 
Ich habe hier eine 500 GB SSD, wieviel Speicher sollte ich maximal belegen?
 
Für was nutzt du Festplatte?
 
Benutz die SSD einfach und kümmere dich nicht um veraltete Probleme. SDDs haben diese Reserven heutzutage versteckt integriert. Mal ganz abgesehen davon, dass dir den Unterschied wohl kaum auffallen würde.
 
Also wenn du die Festplatte voll machst und als Systemplatte nutzt brauchst dich nicht wundern, wenn das System einschläft. So 20 GB Reserve als System Festplatte kann man machen. Es brauch ja nur ein Spiel mal ein 10GB Update laden und schon wundert man sich das Windows einschläft.
 
Wie geschrieben immer etwas platz lassen, das das System arbeiten kann. Das ist bei jeder Festplatte gleich, egal ob HDD oder SSD. ;)
 
75% mit oder ohne Over-Provisioning?
Bei ner HDD sollte man aber den Platz haben damit große zusammenhängende Blöcke frei sind das ist auf einer SSD dank Zugriffszeiten relativ unkritisch.
Meine EVO war schon rand voll (bis aufs 10% Over-Provisioning) hat sie nicht gestört, allerdings war dort nicht das Betriebssystem drauf. Ob die in Benchmarks nun schlechter gewesen wäre ist mir Wurst, im Betrieb gabs keinen Unterschied außer der nervigen Meldung von Windows
 
Du kannst die SSD soweit füllen, bis Windows sich beschwert, dass es zu wenig Speicher hat.
 
Hallo32, wenn Windows sich beschwert, dann ist meist schon ein Schreibvorgang deswegen gescheitert und dies kann dann böse Folgen für das Windows selbst haben, wenn es eine wichtige Systemdatei war, denn Windows beschwert sich meist wirklich erst wenn nur noch wenige Hundert MB frei sind.
Ltcrusher schrieb:
Bei aktuellen SSDs nicht mehr wirklich.
Wobei dies sehr vom Modell und ggf. auch der FW Version abhängt. Pauschal kann man es also nicht sagen wie große der Effekt jeweils ist.
Groug schrieb:
Da geht es eher um die Haltbarkeit
Davon haben die SSDs aber genug, Heimanwender werden sie in ihrem PC wohl nicht kaputtgeschrieben bekommen.
Ahmbor schrieb:
Ich habe hier eine 500 GB SSD, wieviel Speicher sollte ich maximal belegen?
Mein Tipp ist: dass man immer dann wieder mal aufräumt wenn der Balken im Explorer rot angezeigt wird.
 
Mal abgesehen von der Performance, die tatsächlich bei so mancher SSD zunimmt wenn man das Over-Provisioning manuell höher einstellt, sollte man den Platz den Windows und so manches Anwenderprogramm nutzt auf keinen Fall unterschätzen. So habe ich es tatsächlich schon geschafft Photoshop zum Absturz zu bringen, weil der vorhandene ihm zugewiesene SSD-Platz (ca. 600GB) voll war, und ich eine Auslagerung auf die HDD-Partitionen in den Einstellungen deaktivierte. Aber auch das Temp-Verzeichnis kann während einer Installation gealtigt groß werden, wenn z.B. ein Spiel von 80GB Größe installiert wird. Selbst wenn nicht auf die SSD, sondern auf eine HDD installiert wird, benötigt man entsprechend viel Speicherplatz auf der SSD wo normalerweise das Temp-Verzeichnis liegt. Dies auf die HDD auszulagern ist übrigens so ziemlich das Dümmste was man tun kann. Der Performance-Verlust ist gewaltig und deutlich spürbar.

Alles in allem sollte man dem System immer ca. 100GB freien Platz zum Arbeiten gönnen, eine 512GB SSD die mit mehr als 400GB belegt wird ist mMn schon voll, und daher zu klein. Generell ist mMn 1TB die derzeitige Mindestgröße für eine SSD.
 
Holt schrieb:
Hallo32, wenn Windows sich beschwert, dann ist meist schon ein Schreibvorgang deswegen gescheitert und dies kann dann böse Folgen für das Windows selbst haben, wenn es eine wichtige Systemdatei war, denn Windows beschwert sich meist wirklich erst wenn nur noch wenige Hundert MB frei sind.
Möglicherweise kann das böse Folgen haben, wahrscheinlich aber nicht.

Vor ner Weile habe ich meine SSD relativ oft bis auf den letzten Byte vollgeschrieben - Windows hat gemeckert, ist etwas langsamer geworden, aber anhaltende Folgen sind nicht aufgetreten.

Heißt nicht, dass ich es empfehlen kann.
 
Solche anhaltenden Folgen können sein, dass man hinterher Probleme mit Updates hat oder etwas sich nicht mehr deinstallieren lässt, es kann halt alles mögliche sein womit Windows den User so ärgern kann und kaum einer denkt dann noch daran das ja vor einiger Zeit mal kein Platz mehr auf C: frei war.
 
Moderne SSDs nutzen dynamischen SLC-Cache um Schreiboperationen zu beschleunigen. Dazu wird ein fester Prozentsatz des freien Speichers im SLC-Modus beschrieben. Sobald der Cache voll ist oder die SSD wieder idle, wird im MLC-Modus umkopiert.

Wenn mehr Speicher frei ist, wird die SSD damit nicht schneller, nur die Menge an Bytes, die auf einmal schnell geschrieben werden können, ist dann größer.

Ahmbor schrieb:
Ich kann mich an Artikeln von 2014~ erinnern
Das war übrigens bereits 2014 so: https://www.computerbase.de/news/storage/micron-m600-ssd-mit-dynamischem-slc-cache.46471/

Unabhängig davon werden SSDs auch langsamer, wenn man sie randvoll beschreibt. Dann funktioniert die Garbage Collection nicht mehr so gut, und der SSD-Controller muss häufiger Daten umkopieren, wenn Dateien gelöscht und dann neue angelegt werden.
 
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