Nordkorea? Dumm?

Klar haben die eine Grundlage. Wenn das Land schon den Holocaust abstreitet und droht ein Land auszulöschen und dann Atomwaffen produzieren könnte, ist das eine potentielle Gefahr, vor allem wenn das Land noch terroristisch verankert ist.
 
es geht doch auch gar nicht um eine grundlage was zu verbieten ich habe lediglich in frage gestellt ob es sinnvoll ist immer auf sein recht zu pochen gerade bei so heiklen sachen wie atomwaffen

das führt nur zu ständiger atomarer aufrüstung und zum nuklearen overkill

eine maus würde niemals eine mausefalle bauen.... :freak:
 
@Joshua & kisser: Genau das ist der Punkt;)
 
..aber eine Ratte in die Enge getrieben, wird Dich defintiv anspringen. :)

Vllt. sollte man zur Abwechslung Nordkorea nicht ständig gängeln, boykottieren oder drohen. Denn den darin lebenden Menschen ist damit am wenigsten geholfen und es führt wie wir sehen zu nichts und wiedernichts.
Mit China klappts doch auch, trotz Kommunismus, Atombombe und Menschenrechtsverletzungen.
 
Seit mal vorsichtig, China mit Nordkorea zu vergleichen! In NK gibt es Stalinismus und keinen Kommunismus. Wir wollen aber das Thema der Systeme bitte nicht auswalzen.

Wer sich mal einen Überblick über die Situation in Kordkorea machen will, soll sich ja mal "Die Parade" anschauen. Es ist zwar von 1989 aber viel geändert hat sich dort nicht...
 
In China gibts bzw. gabs genauso solche Paraden, wie auch damals im ganzen Ostblock.
Ich finde hier wird einfach aus wirtschaftlichen Interessen mit zweierlei Maß gemessen.
Und China hat die Atombombe seit über 40 Jahren, ist ja schliesslich eine der führenden Atommächte. Da geht die USA auf Schmusekurs.
 
Joshua schrieb:
.... so haben die USA wie auch andere Atommächte meiner Meinung nach keine moralische Grundlage anderen Staaten die Entwicklung von Atomwaffen zu verbieten.
Aus moralischen Gründen sollte kein Land Massenvernichtungswaffen besitzen. Aber hier ist nicht die Moral gefragt, sondern die Vernunft. Nicht nur die Atommächte, sondern auch alle anderen Staaten müssen darauf bedacht sein, daß sich das Atomwaffenpotential auf dieser Erde nicht noch weiter erhöht.
Die Frage, ob sich die Staatengemeinschaft zukünftig noch gefallen lassen kann, daß sich immer mehr unkalkulierbare Schwachsinnige ihre eigenen A-Bomen und Raketen bauen, ist völlig ungeeignet, um in diesem Zusammenhang seinen Antiamerikanismus auszuleben.

Auch wenn ich noch nicht davon überzeugt bin, daß es Nordkorea wirklich zu einer nuklearen Auseinandersetzung kommen lassen wird, so finde ich die Möglichkeit, daß Nuklearmaterial an terroristische Gruppierungen verkauft wird, schon bedrohlich genug.

Außerdem vermute ich, daß sich in Teheran schon einige die Hände reiben und gespannt darauf warten, ob sich die USA und Europa von Nordkorea auf der Nase herumtanzen lassen werden.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das Problem ist das NKorea schon bei der geringsten Kritik dermaßen aggressiv reagiert, das man echt Schlimmes fürchten muß.
Würdet ihr euch freuen wenn ihr auf Hawaii leben würdet und 100km neben eurer Insel eine Langstreckenrakete einschlägt, die das nächste Mal vllt einen Atomsprengkopf trägt?

Ich bin auch kein Befürworter der Bush Regierung, aber wenn eben besagte Rakete 100km neben meinem Staatsgebiet einschlägt würde ich denen dann auch mal aufs Dach steigen.

Und laut Japanischen Geheimdiensten hätte die erste Rakete genau dort einschlagen sollen.
 
NBB schrieb:
Wirklich nicht böse gemeint, aber dein Anti-USA Komplex ist ganz schön heftig.
Findets du denn alles schlecht, was die USA so gemacht hat?


Lass und mal zusammenzaehlen:

1) Guantanamo: die USA scheissen was auf Menschenrechte
2) Entfuehrungen durch CIA weltweit
3) Massaker und Folterungen durch US-Soldaten im Irak
4) Massenvernichtungswaffen-Luege
5) Bespitzelung der Kommunikation der Buerger der USA
6) Ueberwachung ALLER Geldtransfers ueber Banken weltweit
7) USA haelt sich nicht an Abruestungsabkommen
8) USA scheissen was auf Umweltschutz (Kyoto-Protokoll)

und so weiter. Die Liste kann man noch wesentlich erweitern, dass ist hier aber nicht Gegenstand diese Threads.
Ich kann an der derzeitigen US-Regierung nicht einen einzigen positiven Punkt finden wo ich sagen wuerde: das haben sie mal gut gemacht.

Ich habe uebrigens keinen Anti-USA Komplex sondern allenfalls einen Anti-Bush&Konsorten Komplex.
 
@aggitron
Warum reagiert denn NK so aggressiv?
Es macht eben schon einen Unterschied, ob ich sie auf diplomatische Art und Weise deutlich bitte derartige Tests nicht in meiner Nähe auszuführen,
oder ob ich ihnen mit irgendwelchen Androhungen und Boykotts verbiete überhaupt solche Waffen zu besitzen.

Und die anderen Länder sollten sich gerade in dieser Testgebietsfrage mal ganz schön zurückhalten und nicht das Moralapostel spielen. Denn Dreck hat wirklich jeder genug selber anstecken.
Klar ist es nicht in Ordnung und zu billigen. Aber der Ton macht nunmal die Musik.

@Kisser
ich habe oben einen Link der ausländischen Interventionen der USA angehängt.
Da sind echt richtige "Schmankerl" dabei, wo man nur noch mit den Kopf schütteln kann.
Kein Wunder dass die USA vor diesen Staaten nicht gerade glaubwürdig wirken, gelinde gesagt.
 
Zuletzt bearbeitet:
@Relict
Schau dir mal die Polnische Reportage von 1989 an. Die Dokumentation gibt keinerlei Wertung dabei ab, sondern betrachtet das Ganze nur als Stiller Beobachter von Außen. Es geht dabei um den gesamten totalitären Machtapparat und weniger um eine einzelne Parade. Ist sehr empfehlenswert, sich das mal anzuschauen. Den meisten wird dabei das Lachen vergehen. Es gibt in dem Bezug auch noch einige Reportagen aus jüngerer Zeit, bei dem Eisenbahnfreunde sich nach Nordkorea "eingekauft" haben, um einige der ältesten Dampfeisenbahnen der Welt im Betrieb zu sehen. Auch sehr interessant.

Ich kann mich dabei recht gut noch an den Anfang meiner Jugend in der DDR erinnern. Bloß die Indoktrinierung in Nordkorea ist wesentlich perfider und perfektionierter. Und glaub mir, eine solche Parade wie am Ende von "Die Parade" gab es in keinem anderen Land der Welt.

Ein Land was 3/4 seines BIP für die Rüstung ausgibt, kann ich nicht verstehen. Alle schimpfen auf die USA, aber diese haben jahrelang mit Japan und Südkorea das Überleben der Zivilbevölkerung gesichert.

Nochmal zu den Atomwaffen:
Kein Land der Erde sollte an Sich eine solche Art von Waffen besitzen. Die Arsenale in den großen Ländern sind auf Grund des kalten Krieges geschaffen worden. Allerdings zur Abschreckung und nicht zum Angriff in dem Bewußtsein, dass ein Einsatz ohne eine fast vollständige Auslöschung der Bevölkerung nicht möglich ist. Damit waren sie wieder an Sich als reine Waffe nutzlos. Ein besonders schönes Beispiel ist dabei die russische "Zar Bomba" .
Im Widerspruch dazu ist die Schaffung der Atombombe in Nordkorea ein reines aggresives Druckmittel. Ein Staat der so die internationale Anerkennung erlangen will, ist meiner Meinung nach, jämmerlich.

Lange wird das somit nicht mehr gutgehen, da damit die Isolation von NK weiter vorran getrieben wird. Sie drängen sich somit selbst in die Ecke. Daraus entsteht ein Teufelskreis, der möglicherweise zu einer Eskalation führt.
 
Relict schrieb:
..aber eine Ratte in die Enge getrieben, wird Dich defintiv anspringen. :)

Vllt. sollte man zur Abwechslung Nordkorea nicht ständig gängeln, boykottieren oder drohen. Denn den darin lebenden Menschen ist damit am wenigsten geholfen und es führt wie wir sehen zu nichts und wiedernichts.
Mit China klappts doch auch, trotz Kommunismus, Atombombe und Menschenrechtsverletzungen.


Nicht "trotz" sondern gerade wegen der Atombombe hat China Ruhe vor den USA.
So beschissen das jetzt auch klingen mag, aber die Atombombe ist die einzige Moeglichkeit eines Landes sich gegen die US-Aggressoren zu wehren. Das Prinzip der Abschreckung zieht hier immer noch.


Götterwind schrieb:
Nochmal zu den Atomwaffen:
Kein Land der Erde sollte an Sich eine solche Art von Waffen besitzen. Die Arsenale in den großen Ländern sind auf Grund des kalten Krieges geschaffen worden. Allerdings zur Abschreckung und nicht zum Angriff in dem Bewußtsein, dass ein Einsatz ohne eine fast vollständige Auslöschung der Bevölkerung nicht möglich ist.

Weise Worte. Und ich denke, das koennte mit der restlichen Welt sogar funktionieren, aber die USA werden niemals ihre Atom-Waffen aufgeben. Und deshalb wird es nie eine Atomwaffen-freie Welt geben.
 
Zuletzt bearbeitet:
kisser schrieb:
Lass und mal zusammenzaehlen:
....

Bezieht sich mehr oder weniger auf die mom. Regierung. Meinte jedoch die letzten (sagen wir mal) 100 Jahre... ;)

Im übrigen lässt sich deine Liste in vielen Punkten 1:1 auf andere europäische sowie nicht-europäische Staaten übertragen. Sehe also nicht ein explizites Problem in den Handlungen der USA, sondern vielmehr in dem Verhalten einer wenigen Staaten, dass es immer und immer wieder zu (unnötigen) Spannungen kommen muss...
 
@kisser
Das nukleare Potential von China ist lächerlich. Auch sie haben verstanden, dass das nicht der richtige Weg ist.

Zwar sind die USA nicht die Moralapostel an Sich, aber dort herrscht eine freie Meinungsäußerung. Allein für eine solche Diskussion wie wir sie hier führen, wären wir ALLE in Nordkorea verhaftet worden. Nach einer paar-monatigen Umerziehung wären die meisten (wenn auch für ihr Leben lang beschattet) wieder "frei", wenn man das so nennen darf. Also erst überlegen, dann erst schreiben. Vielleicht denkt ihr jetzt mal etwas nach...

Edit:
Mir ist nochwas eingefallen: Immerwieder wird auf den amerikanischen Auslandgeheimdienst geschimpft. Hier wird aber vergessen, dass jedes Land seinen Geheimdienst hat. Die Verschleppung von Zivilisten ist insbesondere eine Spezilität des nordkoreanishen Geheimdienstes gewesen. Insbesondere Japaner und Südkoreaner wurden in den 70er/80er Jahren zu Tausenden in den Norden Koreas verschleppt.
 
Zuletzt bearbeitet:
kisser schrieb:
Nordkorea macht es richtig.
Die lassen sich nicht von den Amerikanern einschuechtern wie der Rest der Welt, der nach Bushs Pfeife tanzt.
Man muß nicht unbedingt Pro-Bush eingestellt sein (und ich bin es wahrlich nicht), um Deine Aussage als mächtigen Unsinn zu krotisieren.
Was macht denn dieser geisteskranke Verbrecher Kim Jong Il richtig ?
Etwa dass er 85 % der Staatsausgaben in eine ohnehin sinnlose Rüstung steckt und sein Volk elendig verhungen und verrotten lässt.
In Nordkorea sterben tägliche tausende Menschen an Hunger und medizinischer Unterversorgung und dieser Bastard steckt das Geld in seine Rüstung. Unfassbar.

Aber solange er Sympatisanten für sein Handeln findet, wird er weitermachen.
 
Dieses völlig oberflächliche immer wieder "Scheiß USA" gemecker, geht einem langsam auf die Nerven.

Wie hier so schön gesagt wurde, JEDER hat auf seiner Art ud Weise Dreck am Stecken.

Und das hier welche irgendwas noch am Iran oder Nordkorea schönsprechen wollen, zeigt, daß sie alles akzeptieren würden, nur um die Vereinigten Staaten am Boden zu sehen.
Wenn ihr glaubt, daß Bush ein Psychopath ist, wieso lassen wir nicht das kranke Nordkorea Hirn mal an die Macht?

Was glaubt ihr, was DANN erstmal los wäre.

Und wo wir schonmal dabei sind, vom guten Ton in der Musik zu sprechen.

Wenn das andere kranke iranische Hirn davon spricht, Israel auszulöschen, sind wir da genau richtig. Aber das wird dann wiederum nicht kritisiert, sondern schießen wir uns doch wieder gleich auf die Amerikaner ein.

Ich bin froh, (wenn auch selten einer Meinung mit denen) daß die Amerikaner die "Weltpolizei" spielt.
Und ich als europäisches demokratisches Land brauche mich ja nun überhaupt nicht bedroht fühlen.

Probiert euch doch mal auszumalen, wie es wäre, wenn wir einen dieser kranken Diktatoren aus dem Iran oder N.Korea als "Weltpolizei" hätten.

Dann würdet ihr merken, wie "harmlos" dagegen die Vereinigten Staaten sind.

Und eure blöden Vergleiche, wegen der ganzen Missetaten der Amerikaner sind doch echt peinlich. Sie sind in keinster Weise zu verharmlosen, aber NKorea oder Iran sind nicht in der Position, soviel Macht und Druck gegenüber anderen auszuüben.
Aber denkt mal realistisch, was wäre, wenn sie es könnten?
 
Relict schrieb:
@aggitron
Warum reagiert denn NK so aggressiv?
Es macht eben schon einen Unterschied, ob ich sie auf diplomatische Art und Weise deutlich bitte derartige Tests nicht in meiner Nähe auszuführen,
oder ob ich ihnen mit irgendwelchen Androhungen und Boykotts verbiete überhaupt solche Waffen zu besitzen.

Die Welt! hat es sehr wohl zuerst auf diplomatischem Weg probiert. Übrigens auch Deutschland.
Auf diese diplomatischen Bemühungen hat NK allerdings negativ bzw. gar nicht reagiert.
Erst darauf hin haben einige Länder mit Sanktionen gedroht.
Als dann wieder niemand in NK zu Gesprächen bereit war hat Japan als erstes Land seine Sanktionsandrohungen umgesetzt.
 
Ob Nord Koreas Atom- und Raketentests gut oder schlecht sind, sei mal dahingestellt.
Das dort reingepumpte Geld wäre in meinen Augen in Lebensmittel besser investiert gewesen.

Japans Reaktion auf den letzten Raketentest ist richtig und
die Drohgebärde Nord Koreas in Richtung Japan ist normal und abzusehen gewesen.
Das aber umsetzen ist was ganz anderes.
Soweit wird Nord Korea die nicht gehen. Die Reaktion darauf könnte zum "Flächenbrand" werden.

Jetzt sind die Diplomaten gefragt.
 
@Götterwind.
Ich bin auch gelernter DDR-Bürger und habe auch schon genug Reps über Nordkorea gesehen - (auch nach der Wende ^^) .
Und ich kenne durchaus den Unterschied zwischen Stalinismus, Kommunismus, Maoismus und viele -ismusse mehr. ;)

Und Ja es ist jämmerlich, naiv und dumm.
Aber sie sahen und sehens doch nicht anders und ziehen eben derartige Schlussfolgerungen.

Es wird von den Atommächten zugeteilt, wer darf und wer nicht.
Wer auch heute noch genug A-Bomben und Waffenarsenal hat, hat mehr Einfluss auf der internationalen Weltbühne,
siehe USA, China usw.. neuerdings auch Indien und Pakistan.


@aggitron
Die sogenannte Welt hat NK bisher nur Vorwürfe gemacht, Verbote, Bedingungen und Auflagen erteilt. NK wurde nie wirklich als Staat akzeptiert.

Klar aus vielerlei Hinsicht durchaus nachvollziehbar, aber prinzipiell betrachtet nicht.
Ich möchte mal andere Länder sehen, ob sie sich so grosszügig in ihre Innen- und Aussenpolitik reinreden und bestimmen lassen und noch dazu auf dieser Grundlage.

Sie sind halt noch nicht so weit, wie viele andere auf der Welt auch noch nicht.
Aber man kann sowas doch nicht gewaltsam erzwingen, sondern es immerwieder versuchen, Zusammenarbeit anbieten und appellieren.

Ich bin ganz bestimmt nicht für das System in NK und mir wär eine sofortige Öffnung und Auflösung dieser Diktatur auch lieber.
Aber ich bin auch nicht für dieses heuchlerische Schurkenstaatengetue und Zwangsdemokratisierung der westlichen Staatengemeinschaft. Denn irgendwo kommen da wieder alte Erinnerungen des kalten Krieges und Machtspielchen hoch. Die sich ja in den letzten Jahren wieder häufen.

Und wer weiss was hier im Hintergrund wirklich abgeht, das NK auf einmal aus seinem "Tiefschlaf" erwacht und hastig ohne Rücksicht auf Verluste Waffen testet.
 
Ach was die Koreaner wollen sich nur wichtig machen und haben angst das die Amerikaner irgendwann mal in korea einmaschieren. Die testen auch wieweit sie gehen können, denn schenbar haben sie ja gute Beziehungen zu Russland und China, denn die beiden Länder werden sich einem eingreifen seitens der USA sicher widersetzen
 
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