Normales Studium an der FH oder Duales Studium?

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kalba

Gast
erst mal HALLO ich bin neu hier :)

Zu meiner Frage:
Ich bin zurzeit auf der Berufsoberschule und werde Ende des Monats damit fertig, davor habe ich eine Ausbilung absolviert.
Nun bin ich am überlegen ob ich ein normales Studium oder ein Duales Studium mit vertiefter Praxis beginnen soll (auch auf einer FH), wo ich während der vorlesungsfreien Zeit Seminare zu verschieden Themen hätte und auch im Betrieb mitarbeite (die Zusage hätte ich bereits).

Was würdet ihr mir empfehlen?
Mfg
 
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Naja, wenn du ne Firma hast die dich dort unterstützt, dann würde ich Dual machen. Da man dann meistens in den Firmen bleiben kann und keine Jobnot hat :)
 
Jup wennde da schon was hast mach nen Duales ansonnsten kannste ruhig nen normales studium an einer FH machen ist zum glück ja auch sehr praxis nah!
 
Würde dir auch ein duales Studium empfehlen. Vor allem hast du da direkt nach dem Studium fast schon ein sicheren Arbeitsplatz. Bei größeren Firmen musste erstmal durch hunderte Tests bevor du überhaupt in die engere Auswahl für ein duales Studium kommst. Wenn du das schon so angeboten bekommst ;)
 
Als beispiel, wenn du Elektrotechnik sutdierst, hasst du nachher kein Problem eine Stelle zu finden, weil so viele Elektroingeure gesucht werden. Wie es bei anderen Berufsrichtungen ist weis ich nicht.
 
Also an deiner Stelle, würde ich da unterscheiden, je nachdem was du vorhast zu studieren.
Pro Dual- Wenn du etwas machst mit nicht so guten Jobchancen ist eine Übernahmegarantie gut!
Contra Dual- Wenn du später auch nur etwas leicht anderes machen willst ist es schwer von der Firma wegzukommen, außerdem lernst gerade in technischen Berufen auch nur sehr viel Firmenbezogenes, sodass dir später eventuell der große Überblick fehlen könnte.

Daher gerade was Fächer wie z.b Maschbau E-Tech Informatik(Hier aber zum. nur Uni) oder andere Ingeneurswissenschaften anbelangt, würde ich dir generell davon abraten.
 
Das mit dem sicheren Arbeitsplatz ist wohl ein wenig Wunschdenken. Ich könnte dir Firmen innerhalb von Thyssen Krupp nennen, da gabs nur nen warmen handschlag.

Vorteil des dualen Weges ist einerseits das Gehalt, so um die 800 Euro und mann macht halt auch gleich ne Ausbbildung mit, was bei dir ja aber schon passiert ist.

Nachteilig (je nach dem) ist natpürlich, das einem auf die Finger geschaut wird und man einen Chef hat. Vorlesungen ausfallen lassen ist da meist nicht drin. Manche brauchen sowas aber auch.

Schlecht ist auf jeden fall keine der Wege, wenn du ne Zusage hast, hast du auch viele neider um so eine Stelle, andererseits muss es dir zusagen!
 
ich würde Elektro und Informationstechnik machen.

Gibt es dann Unterschiede zwischen den Studieninhalten von Dualen Studiengängen und von normalen Studieninhalten?
 
Graf-Porno schrieb:
[...] , außerdem lernst gerade in technischen Berufen auch nur sehr viel Firmenbezogenes, sodass dir später eventuell der große Überblick fehlen könnte.

Genau das habe ich durch diverse Gespräche bei einem kühlen Bier am Wochenende mit solchen Studenten auch heraushören können. Wird allerdings in den Zeitschriften wie 'karriere' nicht erwähnt, dass die Nähe zur Firma die Ausbildung auch behindern kann.

Der Schwierigkeitsgrad ist allgemein höher (ggü FH), es werden gute Noten erwartet und Praxisarbeit im Unternehmen wechseln sich mit den Vorlesungswochen ab -das weißt du aber bestimmt schon. Du weißt aber noch nicht, was für ein Typ du bist. Ich bin eher der Theoretiker, der sich ein paar Tage einschließt, Stoff aufsaugt und wieder herauskommt. Aufzgezwungene Unterbrechungen, etwa Vorlesungen mit Anwesenheitspflicht, würden mich da nur stören. Dabei ist das gesellschaftliche Klischee, das möglichst viel Praxis (und wenig Theorie) gut ist, auf keinen Fall das gelbe vom Ei. Im Extremfall wird man dann nämlich jemand, der weiß wie man ein SAP-System bedienen oder wie er die Festigkeit von einer eingeschraubten M10 prüfen kann. Er weiß aber nicht, was das System eigentlich macht oder was auf der atomaren Ebene mit dem Werkstoff passiert, wenn er axial belastet wird.

Speziell im Maschinenbau kenne ich einen TU-Studenten, einen FH-Studenten und DS-Studi. Während die beiden von Uni und FH immer auf gleicher Augenhöhe sprechen können (hey, hattest du nicht letztes Jahr die Laplace-Transformation? Weißt du noch wie ... ) erzählt der DS'ler immer von Eigenarten der Firma, während ihm die Theorie dazu oft fehlt. Die Leute haben eben nicht die Zeit, die Materie voll zu durchleuchten.

Das kann später ein echtes Problem werden, wenn man vor Schwierigkeiten steht, mit denen man kann gar nicht vertraut ist und dann theoretische Grundlagen fehlen, um das Projekt richtig und zügig anzugehen.
 
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wollte noch etwas ergänzen:
Vorteil BA: Die Ausbildung ist schnell fertig (2,5 - 3 Jahre) und die verdienst gleich Akademiker Gehalt. An ner Fh bist du mal mind. 4 Jahre

Vorteil FH: Mehr Freizeit, typisches Studentenleben. Außerdem hat man die Möglichkeit, sein Praxissemester oder gar DiplArbeit im Ausland zu schreiben. Die festen Schranken eines BA Studiums lassen dies meist nicht zu.
 
Woher kommen die Unterschiede Zwischen dem FHler und dem DSler?

Nach meiner Vorstellung müssten doch beide den gleichen Stand haben, ich dachte zuerst, dass der FHler eher weniger Erfahrung/ Kentnisse hat als der DSler, da ja dieser zusätzlich zur FH noch bei seiner Arbeit Erfahrungen sammeln kann?!
Ergänzung ()

Ich glaub da hast da was falsch verstanden, das Duale Studium das ich machen will wäre auch auf einer FH!
 
@ecsil.
Nein wird nicht, sondern du wirst erstmal entsprechend deinem Akademischen Grad eingestuft.
Praxis stimmt schon bekommst du, aber nur die Firmenpraxis, außerdem fehlen dir Theogrundlagen.
Mal davon abgesehen, wüsste ich kaum wie ich noch ein Ausbildung, neben meinem Studium (Informatik Uni) unterbringen sollte, das würde zeitlich einfach nicht gehen. Vielleicht ist die FH nicht so zeitfressend, jedoch würde ich mich gerade in diesem Bereichen nie an eine Firma binden wollen, gerade bei der aktuellen Jobsituation.

@Odium, kann ich alles nur bestätigen
 
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Im Hinterkopf behalten sollte man auch die späteren Karrierechancen. Grob gesagt, werden Uni-Absolventen eher Führungskräfte, während der Fachhochschüler zum Pragmatiker an der Front wird. Was die Dualgänger angeht, weiß ich ich, erste Zahlen deuten aber darauf hin, dass sie von Personalchefs aufgrund der kurzen Ausbildungszeit seltener für sowas in Frage kommen.
 
@Odium

würde ich nicht auf FHler verallgemeinern. Ich habe selber an einer FH den Bachelor in Computer Science absolviert und schiebe gerade den Master hinterher. Der ist sehr speziell und es wird einem geraten diesen nur zu machen, wenn man auch eine Promotion oder ähnliches anstrebt. Das hat sehr wenig mit Pragmatiker an der Front zu tun.

@Graf-Porno

Laut meine Erfahrungen nach, bzw. zwischen den beiden Studiengängen werden Leute mit Dualstudium lieber genommen, da sie nicht zu theoretisch denken (kommt auf die Arbeitsstelle an, auf die man sich bewirbt). Natürlich kann da viel Firmenbezogenes dabei sein, aber in der neuen Firma kann solch eine Erfahrung gut helfen => Umgang mit Menschen. Ich kenne bei mir genug Informatiker denen das leider total fehlt *g*
Binden tut man sich ebenso nicht an eine Firma. Nach dem Studium kannst du doch machen was du willst oder? Lernen leute im DS weniger als normale FHler? Bei uns an der FH ist das eigentlich nicht so. Es werden die selben Kurse belegt.

Naja gibt da einige Vorteile und Nachteile. Wenn die Firma namhaft ist und nicht als Ausbeuterfirma gilt würde ich dennoch das DS vorziehen.

gruß
 
Das duale Studium muss ja auch nicht die letzte Station der akademischen Laufbahn sein. Man kann an einer Dualen Hochschule auch zunächst den Bachelor absolvieren und danach ein Master-Studium an einer FH/Uni anschließen. In Baden-Württemberg, dem Erfinder des dualen Studiums, wurden Anfang dieses Jahres die acht staatlichen Berufsakademien in vollwertige Hochschulen, sogenannte Duale Hochschulen, umgewandelt. Durch die Verleihung des Hochschulstatus vergeben diese nun wie jede andere Hochschule auch akademische Grade (sogar den 210-ECTS-Bachelor anstelle des 180er) und nicht mehr nur staatl. Abschlüsse. Damit ist die Option, ein weiterführendes Master-Studiums absolvieren zu können, praktisch sichergestellt. In den letzten Jahren war das in BW sogar schon lange Gang und Gebe, nun wird es wohl in sämtlichen Bundesländern unproblematisch über die Bühne laufen können. Ich weiß bspw. von der TU Karlsruhe, dass es dort bei Bewerbungen um einen Master-Platz völlig egal ist, ob man von einer Uni, FH oder DH (ehem. BA) kommt. Das Ranking entsteht dort aus einer Kombination von den Noten der Bewerber, von den ECTS-Punkten, die sie in bestimmten, ausgewählten Fächern gesammelt haben sowie von den sonstigen Tätigkeiten der Studenten, die im Zusammenhang mit dem Studiengang stehen.

Mein Cousin hat bspw. Wirtschaftsinformatik dual an einer BA studiert und macht jetzt einen WiInf-Master an einer Uni – und kommt dort gut zurecht! Ich habe nach meinem DH-Studium dasselbe vor. Wie gesagt, dass duale Studium muss nicht das Ende sein. Und wenn man zunächst einen Bachelor dual an einer DH macht und später noch einen Master an einer Uni dranhängt, dann kann die Vorteile beider Wege prima miteinander verbinden.
 
Ich studiere Informationstechnik an einer FH. Mir gefällt das sehr gut. Wir sind immer maximal 40mann im Hörsaal, das ist ein ganz anderes lernen als an einer Uni mit mehreren Hundert. Man hat im schon gut was zu tun, ne Ausbildung nebenbei wird anstrengend. Ich habe nen Kumpel der macht sowas und der hat wirklich ne 60 Stunden Woche.
 
TB87 schrieb:
Wir sind immer maximal 40mann im Hörsaal, das ist ein ganz anderes lernen als an einer Uni mit mehreren Hundert.

Würde ich nicht so verallgemeinern.. ich hatte im Studium an der Uni auch Vorlesungen mit nur 2/3/4 Teilnehmern.

Das extremste was ich hatte war eine Vorlesung mit zwar formell 150 Teilnehmern, aber die waren lieber zu Hause und schauten sich das Skript an, da war ich dann öfters sogar alleine im Raum mit dem Prof.


Aber klar, es gibt auch solche Vorlesungen wie Mechanik für Erstsemester, da können dann schonmal 500 - 1000 Leute dabei sein.
Wobei ich dieses nicht schlimm finde, das ist halt Standardstoff für den es eh geschätzt >100 Bücher gibt (um mal ein bischen zu übertreiben).
 
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TB87 schrieb:
Ich studiere Informationstechnik an einer FH. Mir gefällt das sehr gut. Wir sind immer maximal 40mann im Hörsaal, das ist ein ganz anderes lernen als an einer Uni mit mehreren Hundert. Man hat im schon gut was zu tun, ne Ausbildung nebenbei wird anstrengend. Ich habe nen Kumpel der macht sowas und der hat wirklich ne 60 Stunden Woche.

Die Anzahl der Studis in einer Vorlesung ist doch egal, solang niemand auf den Gängen sitzen muss, wichtig ist doch dass die Gruppen in den Übungen und Praktika nicht überfüllt sind und man dort vernünftig betreut wird.
 
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