Notebook GPU kaputt, jetzt mit iGPU benutzen?

EXAN

Lt. Junior Grade
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Guten Tag! Es geht um folgendes Notebook: Medion Erazer X6819-MD97908

Bei nem Kumpel ist sein Laptop abgeraucht. Am Anfang ging gar nix an, nachdem wir die gesteckte NVIDIA GeForce GTX 570M
ausgebaut hatten geht er an, es kommt allerdings kein Bild an den Laptop Bildschirm.

Mir ist eingefallen, das die ganzen Intel CPUs ja ne iGPU haben und nun wollten wir probieren das ganze über diese laufen zu lassen. Da wir aber kein Bild bekommen, wollte ich nun fragen, ob Jemand weiß, ob das möglich ist und was man tun muss (wenn es geht), damit der Laptop von der iGPU ein Signal an den Bildschirm liefert. Ein externer Bildschirm können wir auch anschließen das is kein Problem.

Danke für Antworten.
 
Da muss man garnichts tun, da Nvidia Optimus automatisch funktioniert. Höchstens gibt es einen Knopf, mit dem man die Grafik umschalten kann. Wenn der aber auch nicht vorhanden ist, dann unterschützt das Notebook kein Optimus und die IGP ist deaktiviert. Da kann man dann nichts machen.
 
@Precide erst informieren, dann posten. Das X6819 (auf Basis des MSI MS-16F2 Barebone) besitzt kein Optimus.... und das obwohl die CPU eine Intel HD 3000 Grafikeinheit besitzt. MSI (der Barebonehersteller) hat aber kein Optimus vor diese Serie vorgesehen.

@EXAN wie schon geschrieben, kann das Gerät keine Intel IGP nutzen, dies funktioniert erst beim Nachfolgermainboard (MS-16F3) Es wird eine andere Grafikkarte benötigt. Wenn du da eine Beratung wünchst, welche da überhaupt möglich sind, musst du es nur sagen.
 
Hab ich was anderes geschrieben? lol
 
Also heißt das es gibt keine Möglichkeit die iGPU zu benutzen?

Edit: Ah grade das @EXAN gefunden^^

Naja Beratung ist so ne Sache, kennt ihr ne Seite wo man passende GPU Steckkarten bekommt ohne gleich 400 Dollar zu zahlen? Alles was wir gefunden haben ist halt zu teuer und da das Notebook nicht gerade mehr das Neuste ist, wollten wir dann eher das Geld in neue bzw. gebrauchte Komponenten für ein Tower stecken.

Wenn ihr ne billige GPU findet sagen wir mal unter 100 Euro, dann ist das wieder was anderes. Sollte halt schon ein bisschen Leistung haben.
 
Zuletzt bearbeitet:
@EXAN genau, bei dem Model gibt es leider keine Möglichkeit, die iGPU nutzen zu können. Kostenpunkt für eine neue GPU wären zwischen 100-500Euro... Die optimalste GPU wäre eine GTX770M, denn das ist eine der wenigen Kepler Grafikkarten, welche im MS-16F2 funktioniert. Die Karte gibt es für um die 200-300Euro, benötigt denn allerdings noch eine andere Heatpipe (um die 70Euro), denn die GTX570M funktioniert nur mit GTX670M, GTX580M und der GTX675M. Alle anderen GPUs besitzen einen quadratischen DIE und benötigen daher eine andere Heatpipe. Es wäre ratsam, wenn die GPU´s aus MSI oder Medion Geräten stammen, dann funktionieren sie tadellos im MS-16F2 Barebone.
 
Ok dann sparen wir uns wohl das Geld und suchen uns nen billigen Tower 350 Euro für Reperatur ist ein bisschen viel. Da kriegt man sicherlich was gutes gebrauchtes.

Vielen Dank für die großartige Hilfe ;)
 
Ja, das würde ich auch empfehlen. Das kaputte x6819 würde ich zerlegen und in Einzelteilen verkaufen, dann bringt es noch um die 250-300€ ein. Man könnte die GTX570M auch für um die 100Euro reparieren lassen, aber lange wird sie nicht durchhalten, denn die Fermi Serie hat in der Ausbaustufe hat ein enorm hohes ausfallpotetial.
 
Ob sie passt,...., soll im F3 laufen, viel kühler(45Watt statt 75Watt) und auf Niveau der 570m für ca 130€, m.aliexpress.com/item/32366376361.html

Wenn Du die defekte Karte noch verkaufst, bist Du bei den 100€.
 
Hi!

Muss mich dem Thread anschließen - bin sonst nirgends fündig geworden..
Habe EXAKT das gleiche Problem wie EXAN - nur das mein MD97908 nach einmaligem Neustarten garnicht mehr angeht. Es startet kurz.. und dann stürzt es wie kurz vor dem Anmeldebildschirm ab. Geht dann 5-6 mal so und ich muss das teil für einige Stunden ausschalten..

Weiss jemand Rat 2020? Würde das ding gerne behalten wegen den sonst guten specs..

Grüße!!
 
Naja, 5 Jahre später hat solch ein Gerät nun natürlich defekt noch weniger Wert... Geld würde ich da auch nicht mehr reinstecken, es sei denn, du willst das unbedingt behalten. Du musst denn halt mind. 100-200Euro investieren. Die GTX770M wäre die einzige Karte, welche ich für das MS-16F2 / Erazer X6819 empfehlen würde.

https://de.aliexpress.com/item/3284...earchweb0_0,searchweb201602_,searchweb201603_

https://de.aliexpress.com/item/3296...earchweb0_0,searchweb201602_,searchweb201603_

Man muss halt wissen, das man schnellere Notebooks für unter 300Euro bekommt... hier mal ein Beispiel: https://www.ebay-kleinanzeigen.de/s...5-8gb-ddr4-gtx-950m-ddr5/1400905317-278-18382
 
Ich weiss, das du den hast, du hast oben schon die Medion Modelnummer genannt.

Und was der Verkauf der Einzelteile angeht... das ist ne reine Glückssache. Der RAM ist zwar groß, aber leider nur DDR3 mit 1.5V und somit nicht kompatibel mit den meisten Notebooks, da diese DDR3L mit 1.35V benötigen. Das Display wird vielleicht noch 20-30Euro einbringen, das Mainboard vielleicht 30-50Euro, das MS-16F2 ist recht unbeliebt. Das Gehäuse samt Keyboard ist nix mehr wert... sowas will keiner mehr haben. Es ist halt ein altes Gerät.
 
Ja habe mich bei der ersten Modellnummer vertan.. die MD98016 is die richtige...
habe mal nen Bekannten gefragt der sich damit auskennt und er meinte folgendes:

Die Grafikchips gehen so gut wie nie kaputt....
Der Grafikchip ist mit dem Mainboard mit 1000 Lötstellen verbunden....und der Chip dehnt sich bei Erwärmung aus und zieht sich bei Abkühlung wieder zusammen. Die Lötstellen machen das ne Weile mit...aber irgendwann kann es durch diese minimale Bewegung zu Lötstellenbrüchen (kalte Lötstellen) kommen. Das kann man reparieren mit einer BGA (ein Chiplöter). Dazu wird das Mainboard ausgebaut und auf die BGA gelegt. Dann wird der Chip punktuell auf bis zu 400 Grad erhitzt....der Lötzinn unter dem Chip verbindet sich wieder und alles ist wieder in Butter. In einigen Fällen wird er Chip sauber abgelötet, die Lötstellen werden neu mit Lötzinn bestückt, der Chip wieder drauf und dann mit der BGA verlötet....nennt sich reballing. Das ist eigentlich schon alles.....
Es gibt "experten" die sowas im heimischen backofen machen...die denken, die verlöten damit wieder....ist aber Quark....man "überdehnt den Chip damit nur und damit können die Lötstellen wieder losen Kontakt bekommen und es geht für eine begrenzte Zeit wieder. Außerdem dünsten bei der Backofenaktion toxische Dämpfe aus und Schwermetalle lagern sich ab....die bekommste auch mit Putzen nicht mehr raus. Der nächste Braten/Kuchen wird dann "gesünder" und ich muss nichts über Langzeitwirkungen von Schwermetallen wie Blei im menschlichen Körper ausführen. Man erhitzt da auch das ganze Mainboard und die Kondensatoren nehmen das nicht sonderlich freudig auf....denn dafür wurden die nie gemacht. Also komm bitte nicht auf den gedanken.
lass es von Profis nachlöten und dann ist das wieder perfekt und läuft jahrelang. Die geben auch gewährleistung drauf.
So eine BGA kostet mal schon 10000 Euro (eine gute) und es braucht erfahrung um die zu bedienen....sonst brennste Löcher ins Mainboard oder sowas.


Denkst du eine solche Reparatur lohnt noch?
 
Das was du meinst ist "Airflow" und ja, das Problem ist es bei dir auch. Das Problem ist, das Nvidia mangelhaften Lötzinn verwendet hat, wodurch die komplette Fermi Serie davon betroffen ist. Kaum einer GTX570M/580M/670M/675M von damals hat überlebt... da gibt es nur sehrsehr wenige Karten, welche noch funktionieren. Das einzige was dort hilft, ist ein Reballing, womit der Lötzinn ersetzt wird. Das wird nicht im Backofen gemacht, das geht nur mit einer Reworkstation... die Backofenmethode ist ehr das gleiche wie "Airflow", nur das beim Airfow die Hitze punktuell gesteuert werden kann, im Backofen wird halt alles "heiss".

Für ein Reballing nehmen die meisten "Experten" um die 100-200Euro, das lohnt sich ehr bei teuren Karten.

Dazu kommen noch die sehrsehr empfindlichen Spannungswandler der Serie, die fallen auch sehr schnell aus und müssen dann ersetzt werden.

Deine Grafikkarte befindet sich übrigens nicht auf den Mainboard, es ist eine einzelne Karte, eine MXM 3.0 Typ B Karte, dadurch lässt sie sich leicht austauschen. Die von mir empfohlene GTX770M (MSI Version) ist da schon sehr gut in Sachen Preis/Leistung.
 
Ok, also statt reballing würde preislich ja eher die GTX770M sinn machen..
Glaube keiner kann garantieren, dass nach dem Reballing das teil auf seine ursprüngliche Leistungsfähigkeit zurückkommt, richtig?

Danke dir für deine Einschätzung!
 
Richtig... Reparieren würde ich die alte Karte sicherlich nicht mehr.

Bei Bedarf kann ich mal meine Bastlerjungs fragen, ob die noch einen passenden Heatsink für weniger Geld rumliegen haben.
 

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