NVidia schlecht für einen Audio PC ?

Neoc

Ensign
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Da ich mir als Homerecordler nicht einen ausschließlichen Audio PC leisten möchte, muß der Rechner für alles herhalten, also auch Games

Nun behauptete jemand in einem anderen Forum, NVidia Grafikkarten würden durch ihren GPU boost Audioglitches verursachen und eine brauchbare Latenz unmöglich machen. Stimmt das ?
Hat jemand eine NVidia GTX Karte im Rechner, macht damit Musik und kann etwas dazu sagen?

Der PC soll eine 4790K CPU bekommen. Falls NVidia GPUs wirklich schlecht für das Musik machen sind, könnte ich dann nicht den Rechner einmal mit Intel Grafik, die ja auf der CPU ist, hochfahren um Musik zu machen und zum gamen einfach mit der NVidiakarte starten ? Kann man das im Uefi einstellen ?
 
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Das klingt schon ein wenig.... das ganze. Du nimmst doch nicht auf wenn du z. B. Crysis 3 Spielst oder...? Die Latenz der Soundkarte sind doch hier das Wichtigste. ASIO Treiber usw. Wenn ich mit Music Maker oder FL Studio oder, oder arbeite schläft meine GPU.

Bei einem damaligen Freund (Musiker), gab es auch absolut keine Probleme. Aber wie gesagt eine hochwertige Soundkarte mit MIDI einstellbaren Latenzen usw. wirst du ja eh schon haben als Musiker.
 
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Na so ganz Unrecht hat er nicht, High-End Nvidia-Karten haben im Vergleich zu AMD-Karten leider deutlich mehr Spulenfiepen, das lässt sich auch so pauschalisieren. Das ist jetzt nicht weiter schlimm, leider gibt es bei meinem Rechner Übersprechen von hochfrequenter Strahlung der Grafikkarte auf den Onboard-Sounchip und auch auf interne PCIe-Soundkarten.

Das klingt dann identisch wie das Spulenfiepen der Grafikkartenwandler, halt nur im Kopfhörer. Je höher die Framerate desto lauter das fiepende Störgeräusch. Abhilfe schafft hier nur eine USB-Soundkarte, zudem haben manche Mainboards mehr Probleme mit Übersprechen als andere.

Ich besitze übrigens eine GTX970, einen i7-5820k und ein Gigabyte X99 UD4.

Wenn du also externe USB-Interfaces für deine Audioarbeit nutzt sehe ich da keine Probleme, zudem sind die Störgeräusche nur in 3D-Anwendungen zu hören.
 
PRAXED schrieb:
Das klingt schon ein wenig.... das ganze.

Schon, aber mit dem DPC Latency Checker habe ich schon die merkwürdigsten Ergebnisse bekommen. Maus in den USB3.0 Port eines Asmedias Onboardchips gesteckt und schon war die Latenz hinüber.
 
Äh, was ist denn hier los? :D Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll.

Raubmordkopie schrieb:
Na so ganz Unrecht hat er nicht, High-End Nvidia-Karten haben im Vergleich zu AMD-Karten leider deutlich mehr Spulenfiepen, das lässt sich auch so pauschalisieren.
Hast du dazu eine seriöse Quelle?

Hier werden viele verschiedene Dinge wild durcheinander gewürfelt. GPU Boost, Audioglitches, Spulenfiepen, "hochfrequente Strahlung", Onboard vs. USB Audio Interfaces, MIDI Latenzen, sonstige Latenzen... :freak:
Das hat alles erstmal nichts miteinander zu tun, und man kann eben in den aller meisten Fällen nicht verallgemeinern, was solche Phänomene angeht. Eines stelle ich mal stark in Frage: Wenn die Grafikkarte funktioniert, wie sie soll, und der Treiber keine größeren Bugs hat, oder die Grafikkarte eben selbst nicht fiept, was deutlich hörbar ist, warum sollte der GPU Hersteller überhaupt eine Relevanz für die Eignung des Rechners als Audio Workstation haben? Man sollte wirklich nicht jeden Unfug glauben, den Leute in Foren von sich geben.

Als Beispiel schau dir doch mal den professionellen Bereich an. Dort hat Apple was Audio angeht seit vielen Jahren einen enormen Marktanteil. Die haben im Laufe der Zeit diverse verschiedene GPUs von sowohl Nvidia als auch ATI/AMD eingesetzt, was nie einen direkten Einfluss darauf hatte, ob sich der Rechner mehr oder weniger für Audio eignete, oder gar Probleme verursachte.

Davon abgesehen, hast du überhaupt nicht genannt, welche Anforderungen du an einen Rechner stellst - "Homerecording" oder "Musik machen" kann sehr viel bedeuten. Um weiterer absurder Spekulation vorzubeugen, solltest du erstmal erzählen, was genau du vor hast.
 
Ich hab zwar keine Ahnung ob das möglich ist, aber vielleicht sollte man zu dem Problem einfach den Graka-Takt festsetzen. Falls es die Probleme löst.
 
Also bei mir gibt es mit einer Gtx660 und interner Maudio Delta 410 keine Probleme beim Musik machen.
 
Als ich mich noch ernsthaft mit DAWs / Musik-Produktion befasst habe, war das Problem immer die fehlenden Echtzeiteigenschaften des Betriebssystems. (WinXP + MOTU via FireWire) ASIO existiert afaik aber noch immer, also vermute ich einfach mal, dass du eine "derartige" Schnittstelle für Aufnahme mit geringer Latenz verwenden möchtest. Alles was im System zur Nicht-Einhaltung von Deadlines führt (also RT-Kriterien verletzt) , wird sich mehr oder weniger in Audio-Glitches oder eben einfachem Jitter niederschlagen.

Ein anderes Thema sind EMV-Störungen durch sehr stark schwankende Lastprofile der Hardware. (Also Turbo / Boost / what-so-ever.) Hier solltest du zumindest während du aufnimmst versuchen, jede Art von Turbo zu vermeiden. Da sich die Grafikkarte die Leistung im Wesentlichen über den PCIe Stecker des Netzteils holt, reicht es vielleicht schon, dieses Kabel clever zu verlegen. Dennoch bleibt das Mainboard davon nicht gänzlich unbetroffen.

Generell sind diese Art von nicht-Mac Systemen derart heterogen, sodass man sich da kaum zu einer Verallgemeinerung hinreißen lassen kann. Grundsätzlich gilt wahrscheinlich schon: Wenig Interrupts durch zusätzliche Hardware (also wenig Steckkarten im PC lassen), bei USB Interfaces dafür sorgen, dass es an einem nativen - im Chipsatz integrierten - USB-Port hängt. Wenig oder gar keine andere Hardware mit dran. (Maus/Tastatur idealerweise via PS/2.) Boost und HT im CPU deaktivieren. (Sind so die Groben Hinweise für DAWs auf Linux-basis.)

MacOSX fährt mit CoreAudio eine andere Richtung. Die Architektur kenne ich nicht im speziellen, aber der Treiber und das Betriebssystem haben dahingehend einige Optimierungen erfahren.

Viele Grüße und viel Erfolg. Werde den Thread mal verfolgen, wenn es hier weiter geht. Liebäugele auch mit einem neuen Audio-Interface. :)
 
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