ökostrom, soll ich oder soll ich nicht?

Playn

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ich spiele mit dem gedanken auf einen ökostromanbieter zu wechseln.
was denkt ihr so zu dem thema? gibt es bestimmte anbieter die gut/schlecht sind?

oder eher gesagt, gibts überhaupt erfahrungen mit dem thema ökostrom?
 
vorher googeln ;) Das das auch Seriös ist, kannst auch Preisevergleichen!
 
Ich würde es lassen. Weil es kein Mensch garantieren kann das Du nicht doch Atomstrom bekommst. Du wechselst ja nur den Anbieter und nicht die Leitung, die bei Dir ins Haus kommt. Bzw. Dein altes EVU versorgt Dich weiter mit Strom. Du zahlst nur an einen anderen Anbieter.
 
Das der gleiche Strom ankommt ist wohl klar , aber man unterstützt finanziell nicht mehr den Anbieter der Energie aus Fossilen Energieträgern oder halt Atomenergie veräussert.
 
An der Steckdose wirst Du keinen Unterschied merken, es sei denn, es kommt gar kein Strom ;) Letztendlich ist es eine Vertrauensfrage, da Du selbst sowieso nicht kontrollieren kannst, woher der Strom tatsächlich kommt. Klingt jetzt natürlich sehr negativ, aber ich bin selbst bei einem Ökostromer (Entega). Hoffentlich bringt es was.
 
Monschy schrieb:
Ich würde es lassen. Weil es kein Mensch garantieren kann das Du nicht doch Atomstrom bekommst. Du wechselst ja nur den Anbieter und nicht die Leitung, die bei Dir ins Haus kommt. Bzw. Dein altes EVU versorgt Dich weiter mit Strom. Du zahlst nur an einen anderen Anbieter.

Achso und woher weißt du das alles? Also bringts auch nix Bio Food zu kaufen oder? und überhaupt... Müll trennen was solls... wer garantiert mir das am Ende nicht doch usw...

Ne mal den Quark beiseite, ich würde wechseln an deiner stelle... da Ökostrom vom Staat gefördert wird spart man sogar meist im Preisvergleich nochwas gegenüber dem Lokalen Hauptanbieter :-) Die Preise nehmen sich kaum etwas!
 
Seriös kann es nicht sein, da dein Strom aus dem gleichen Netz kommt wie der Strom aus Kohle und Uran.
Atromstron bekommst du soviel wie in Deutschland der Anteil ist, der Strom wird gemischt.
In der Schweiz 60% Wasser, 35% Atom, alternativer Stuss ;) *Ironie*,...

Wenn du was tun willst kauf die ne Windturbine oder ein kleines Sonnenkraftwerk, dies lohnt sich aber nur an bestimmten Stellen in Deutschland.
Wenn es sich finanziell nicht lohnt ist es Stuss.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wir sind seit einiger Zeit auch bei einem Ökostromanbieter. Da 15km von unserer Stadt entfernt das nächste Kernkraftwerk steht, gehe ich mal davon aus, dass wir auch Atomstrom bekommen. :p
Aber wir haben einerseits den Anbieter gewechselt, weil wir Atomstrom nicht unterstützen wollen und andererseits regenerative Energien fördern wollen. Inwieweit der Anbieter seriös ist, weiß ich nicht (das regeln meine Eltern) ;)
 
dass wir auch Atomstrom bekommen.
Ich denke ihr bekommt fast nur Atomstrom :lol:.
Bei uns sind 3 (der 4 in der Schweiz^^) Atomkraftwerke in 40km Entfernung.
Wir bekommen sehr warscheindlich auch fast nur Atomstrom, auch wenn wir noch Flusskraftwerke haben.
 
Wenn es deine Überzeugung ist und du bereit bist den Mehrpreis zu zahlen - dann wechsel !
Ich beziehe selbst Ökostrom, und für mich persönlich ist es ein gutes Gefühl, wenn ich weiss, mein PC läuft mit Strom aus Wasserkraft (auch wenn mir die Sache mit dem Strom aus der Steckdose selbstverständlich bewusst ist). Dennoch: Wenn mehr Leute zu Ökostromanbietern wechseln, werden die Regenerativen Energien ausgebaut, Kohle/Atomkraftwerke nicht gebaut wegen fehlender Nachfrage. Hier hat man als Verbraucher direkt die möglichkeit einfluss zu nehmen, das sollte jeder wahrnehmen!
 
@Luki1992, meinst du deine Weisheit ist seriös.
Selbstverständlich wurde der Strom aus der Steckdose gegebenenfalls fossil oder mittels Atomkraft erzeugt.
Wie aber schon geschrieben, geht es darum die regenerative Stromerzeugung zu fördern.
Informiere die z. B. bei verivox wie die Verteilung bei den einzelnen Stromanbietern ist. Diese müssen
nachweisen können, aus welchen Quellen der Strom stammt, der in das Netz gespeist wird.
 
TeHaR schrieb:
Achso und woher weißt du das alles? Also bringts auch nix Bio Food zu kaufen oder? und überhaupt... Müll trennen was solls... wer garantiert mir das am Ende nicht doch usw...
Auch wenns OT ist, aber Bio-Food ist nicht gleich Öko. Es heißt nur, dass es unter bestimmten Umständen angebaut/aufgezogen wurde. Deine Tomaten kommen dann aber trotzdem aus Spanien oder sonst wo und legen tausende Kilometer zurück, auch wenns Tomaten aus dem lokalem Gewächshaus gäbe, die dann wirklich besser für die Umwelt wären.
Auch bei der Mülltrennung stellt sich die Frage ob es heutzutage wirklich noch nötig ist. Die Sortieranlagen sind mittlerweile wohl so gut, dass es prinzipiell nicht mehr nötig wäre (wenn man mal vom Papier absieht, was wohl doch noch besser zu verwerten ist, wenn es "sauber" ist)
 
@phil.
Axpo ist das führende Energieunternehmen der Schweiz. Mit rund 4000 Mitarbeitenden und dem klimafreundlichen Strommix hält Axpo die Schweiz in Bewegung. Was wir alles tun, um auch in Zukunft die Ansprüche von Gesellschaft, Wirtschaft und Umwelt in Einklang zu bringen, erfahren Sie auf dieser Website.

Wenn sie damit meinen, dass sie das 5te Atomkraftwerk der Schweiz planen und die Grimsel Pumpspeicheranlage wegen Umweltaktivisten nicht auf die doppelte Leistung gebracht werden kann, dann macht mich das stuzig.
Mein Vater arbeitet seit 40 Jahren im Generatorenbau für BBC/ABB/Alstom. Wir waren bereits auf der Halben Welt als er als Baustellenleiter gearbeitet hat. Wasserstrom ist nicht ganz sauber, aber immer noch viel besser als anderer Ökostrom, weil er als einziger in der Lage ist die Löcher bei Windflaute und "Sonnenflaute" zu stopfen.


Beteiligungen an Schweizer Kernkraftwerken
Anlage_______________ NOK______Axpo
Kernkraftwerk Beznau __100,0 %___100,0 %
Kernkraftwerk Gösgen ___25,0 %____42,5 %
Kernkraftwerk Leibstadt __22,8 %____52,7 %
Beznau sind 2 AKWs.

Umweltfreundlicher Strommix?
Nur weils mehr als 50% Wasser ist?
Bis vor einem Jahr stand auf der Axpo Website noch Atomkraft unter umweltschonender Energierzeugung.

Bitte lasst euch nicht so leicht übers Ohr hauen.

Axpo füllt ihre Pumpspeicher Nachts mit deutschem Atom und Kohlestrom, welcher sehr billig ist. Am Tage wird der "Wasserstrom" als extra umweltfreundlich nach Deutschland verkauft für ein Vielfaches des Preises, vesteht sich.
 
Zuletzt bearbeitet:
Nein, entgegen der weitverbreiteten Meinung "bringt" es so ziemlich überhaupt nichts, Ökostrom zu beziehen.

Warum?

Weil das deutsche Stromnetz mit etwas um die 15% Ökostrom im Strommix gespeist wird. Das ist eine fixe Quote. Wenn nun jemand Ökostrom bestellt, wird er einfach bei den 15% eingerechnet. Es ändert sich im Endeffekt nichts. Kein Ökostromanbieter bekommt mehr Geld (weil er sowieso eine fixe Strommenge einspeist). Erst wenn mehr als 15% (oder wieviel es eben genau sind) der strombeziehenden Haushalte Ökostrom bestellen würden, müsste der Anteil des Ökostroms im Strommix nach oben korrigiert werden. Und da sind wir so weit ich weiß noch sehr weit von entfernt. Das wäre der einzige Effekt.

So, das war das ganze in Kurzfassung, stand sehr ausführlich und interessant vor einigen Wochen in der Zeit online.
 
Also bei uns gibt es die Möglichkeit den Ökostrom von den örtlichen Stadtwerken zu beziehen. Und die Gewinne, die das Unternehmen so macht, werden innnerorts verwendet, um Solarzellen auf Dachflächen öffentlicher Gebäude zu bauen. Eine Biogasanlage bei der Kläranlage soll auch irgendwann mal kommen.
Auf diese Weise bleibt das Geld in der Stadt und kommt dieser zu Gute anstatt dem Vorstand von EnBW in den Rachen gestopft zu werden.

Aus finanzieller Sicht ist es nur deshalb rentabel, da es einen Wechselbonus in höhe von 50€ im ersten Jahr gibt. Sprich: Es lohnt sich nicht. Allerdings ist es so, dass wenn die EnBW wieder die Preise erhöht und die Stadtwerke gleichbleibende Preise haben, dann lohnt sich's natürlich schon noch.

Der wahre Grund ist aber wie gesagt, örtliche Unternehmen zu unterstützen. Außerdem sind die letzten Preiserhöhungen der EnBW einfach ungerechtfertigt. Und das schlimmste: Die Leute lassen das mit sich machen. Wenn jetzt viele wechseln würden, würde dies sozusagen ein Zeichen setzen und das Quasi-Monopol in Süddeutschland würde zerschlagen werden.
 
Wenn in den 70er keiner gegen AKW demonstriert hätte, wenn die Nachfrage nach alternative Stromerzeugung
nicht wäre würden wir unter 1% Ökostrom erzeugen. Warum möchtest du Interessierte daran hindern deine/die
Grenze von 15% weit zu überschreiten?
 
Kraligor hat es prinzipiell erfasst.

Der einzige Effekt ist insofern, dass die Anbieter regenerativer Energien etwas mehr Geld verdienen, als wenn sie ihren Saft über die Großen mit absetzen. Aber generell haben die Multis in den letzten Jahren kräftig an der Preisschraube gedreht was diese kleinen Einschnitte mehr als ausgeglichen haben dürfte. Die Ökostromanbieter sind da aber bislang auch immer mitgezogen.

Warum möchtest du Interessierte daran hindern deine/die Grenze von 15% weit zu überschreiten?

Weil sich der Staat (EEG) das nicht leisten kann?
 
Zuletzt bearbeitet:
Na super das du weisst, was sich der Staat leisten kann und was nicht :freak:

Weil die Kosten für Atommülltransporte, deren Sicherung und die Endlagerung ja auch von den Stromkonzernen übernommen wird, aye?

Das 15% Argument ist ungefähr so sinnvoll wie : "Wozu wählen gehen, ich bin eh nur 0,0000001 hoch was weiss ich %, die Partei die ich an der Macht haben will brauch dafür 40% hat aber nur XX%."

Die Leute, die Fossile Brennstoff verteidigen sind niedlich. Kann die Menschheit ja in absehbarer Zeit wieder bei Kerzenschein in Höhlen sitzen. Ach und wenn jetzt jemand mit Atomkraft kommt: macht euch mal zum Thema Uran Vorkommen schlau ;)
 
Na super das du weisst, was sich der Staat leisten kann und was nicht

Weiß ich ehrlich gesagt nicht. Wozu setze ich wohl das Fragezeichen? Hatte gehofft jetzt kommt eine sinnvolle Gegenposition, aber das war wohl nix.

Was ich geschrieben habe war außerdem prinzipiell falsch, wie ich gerade merke, die Anteile werden in Deutschland ja auf die Verbraucher umgelegt. Aber auch da muss man sich ja überlegen inwiefern sich die einkommensschwachen Haushalte das noch leisten können.
 
@FSS

Es geht nicht darum, einen guten Zweck nicht zu unterstützen. Es geht darum, ein fadenscheiniges System, das einzig auf Gewinn aus ist, und diesen Anspruch hinter einem populistischen Schlagwort wie "Ökostrom" versteckt, nicht zu unterstützen.
 
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