Office Rechner - Sockel 1150 oder 1151

maxik

Commodore
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Servus,

ich soll für einen Arbeitskollegen einen Office Rechner zusammenstellen. Hab nun aber 2 Fragen

1. Auf welchen Sockel soll ich gehen? Ich tendiere ja eher zu 1151 da "Zukunftssicher". Will nicht noch in ein 1150 System Geld stecken und womöglich wird "morgen" kein DDR3 Ram mehr gebaut und es schnellen die Preise in die Höhe, also ist man bei einem Defekt bzw. Upgrade gezwungen tief in die Tasche zu greifen. Oder kann ich ohne Bedenken noch "altes" verbauen?

2. Dachte an ein yATX Board mit 2 Ram Slots. Würde erstmal nur einen Riegel zu 4 gb verbauen- reicht das aber?
Die Maschine wird ja nur für Office, Internet und als Fotospeicher verwendet. Dementsprechend sollten auch nicht viele Hintergrundprogramme ausgeführt werden welchen den RAM vollaufen lassen. Bei bedarf wird in Zukunft halt ein zweiter Riegel nachgerüstet


Danke vorerst
 
1. Macht keinen Sinn 1150 überhaupt zu betrachten, 1151 ist der Nachfolger und die Hardware dafür ist auch nicht teurer oder so. Würde also keinen Sinn machen auf 1150 zu gehen, das hätte nur Nachteile.
2. Es gibt auch mATX Boards mit 4 Slots, falls Bedarf besteht, aber bei einer reinen Officemaschine spielt das eh keine Rolle. 4 GB sind völlig ausreichend, sofern man einfach nur klassische Office Workloads hat, d.h. Browser, Excel/Word, Skype und so weiter.
 
Office?

Intel Core i3-6100T http://geizhals.de/intel-core-i3-6100t-bx80662i36100t-a1329943.html 122€
ASRock B150M Pro4S http://geizhals.de/asrock-b150m-pro4s-90-mxgzx0-a0uayz-a1318332.html 74€
Kingston HX421C14FBK2/8 http://geizhals.de/kingston-hyperx-fury-dimm-kit-8gb-hx421c14fbk2-8-a1235029.html 48€
be quiet! Pure Power L8 300W http://geizhals.de/be-quiet-pure-power-l8-300w-atx-2-4-bn220-a960670.html 42€

usw...

CPU-Kühler weg lassen (Boxed verwenden), Grafikkarte weg lassen (iGPU verwenden).
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo maxik,

auf jeden Fall 1051. Das steht außer Frage. Sofern Du nicht jeden Cent umdrehen mußt, überwiegen die Vorteile der aktuelleren Plattform ganz klar den Nachteil des leicht höheren Preises. Doch das ist jetzt eine rein objektive, sprich technische Betrachtung. Subjektiv betrachtet, sprich in der gefühlten Leistung, hängt es von den einzelnen Anwendungen ab, aber auch vom jeweiligen Anwender ab, ob überhaupt ein Unterschied zu spüren ist.

Viel wichtiger für die subjektive Leistung ist das Nutzen einer SSD. Keine andere Hardwarekomponente macht z.Z. einen so großen Unterschied aus, wie der Wechsel von HDD zur SSD. Auch auf einem Officerechner/HTPC ist die Anschaffung einer SSD als Systemplatte heutzutage Pflicht.

PS:
Wie mein Vorgänger würde ich auch zu 8GB raten, allein schon um Dualchannel Betrieb zu ermöglichen. Doch wirklich spüren wirst Du diesen meistens nicht. Einen Unterschied zwischen 4GB und 8GB kann man aber je nach Situation teils deutlich spürbar merken. Allerdings ist das P/L Verhältnis ein negativ logarithmisches, sprich die Leistungssteigerung ist nicht linear. Doch gerade in diesem Bereich (4-8GB) ist der Nutzen auf jeden Fall noch ausreichend gegeben um einen Kauf zu rechtfertigen.

PS 2.0:
Der PC als "Fotospeicher" weiß durchaus mehr/schnelleren RAM, aber vor allem eine SSD zu schätzen, schon allein bei der Verwendung des Bildbetrachters, in Zusammenhang mit heutigem Pixelwahn riesigen Bilddateien, die manche User oft auch im gemischten JPG-/RAW-Format speichern, ohne den Nutzen des RAW-Formats überhaupt zu kennen. Hier spielt RAM, aber viel mehr eine schnelle SSD eine sehr große Rolle, die auch von einem absoluten PC-Laien wahrgenommen wird. "Nur ein paar Fotos" ist einer der am meisten unterschätzten Faktoren im PC-Sektor heutzutage.
 
Zuletzt bearbeitet:
Für eine Maschine "nur für Office, Internet und als Fotospeicher" kann es sogar ein Sockel 1155 mit Sandy- oder Ivy-Bridge-CPU sein, da ist auch eine 2010er-CPU mehr als hinreichend. Die älteren CPUs haben nur einen relevanten Unterschied: Sie verbrauchen etwas mehr Strom. Daher sollte man ältere Komponenten schon deutlich günstiger als aktuelle kaufen, damit sich das ausgleicht. Sobald der Preis unwichtig ist oder aber die ältere Plattform nicht genug einspart, sollte es der aktuellste Sockel sein.

Der Typ "yATX" für Boards ist mir nicht bekannt, ich kenne aber µATX (auch uATX genannt). Jedenfalls ist tatsächlich die Entscheidung DDR3 vs DDR4 hier der relevante Faktor, allerdings nicht so sehr aus Preisgründen, denn für die nächsten zwei Jahre dürfte DDR3 noch keinen Wird-Fast-Nicht-Mehr-Hergestellt-Preisanstieg bekommen. Vielmehr ist es wichtig, ob RAM später in einen Nachfolge-Rechner übernommen werden soll. Da ab sofort kaum noch DDR3-Neuerscheinungen kommen, würde man DDR3 beim nächsten Wechsel definitiv wegschmeißen.

Bei der Zahl der Speicherslots kann für einen Einzelfall niemand genau sagen, ob zwei reichen. Man kann mit 2x8GB ja auch in nur zwei Slots 16GB verbauen, bei DDR4 gehen sogar 2x16GB für 32GB. Da muss aber auch die Bereitschaft vorhanden sein, kleiner Module auszumustern und durch größere zu ersetzen, anstatt nur mehr dazu zu stecken. Ich persönlich versuche, immer mindestens vier Slots zu haben, weil das sicherer ist. Ich nutze den Rechner aber auch für viel mehr Aufgaben, und oft ist auch das Budget entscheidend.
 
Unsere Office-PCs schreiben wir folgendermaßen aus:

Zweikerner mit hoher IPC (= Intel i3 > 3,5 GHz), aktuell wohl einen i3-6100, an sich reicht aber auch ein Pentium mit > 3 GHz (spart Geld).
8GB (Kisten laufen 5-6 Jahre) - braucht man dann nicht mehr anfassen.
120 oder 240 GB SSD
eventuell DVD-Laufwerk.
- LEISE (< 28 dB)
 
Nixdorf schrieb:
Für eine Maschine "nur für Office, Internet und als Fotospeicher" kann es sogar ein Sockel 1155 mit Sandy- oder Ivy-Bridge-CPU sein, da ist auch eine 2010er-CPU mehr als hinreichend.

Diese Aussage fußt auf den Erkenntnissen der letzte 8 Jahre, in denen sich immer mehr gezeigt hat, dass Computer für solche Allerwelts-Aufgaben nicht mehr schneller werden müssen. Natürlich gibt es viel schnellere Topmodelle, aber gekauft wird in Massen inzwischen der i3, wo es mal der i5 war. Und oft reicht sogar ein aktueller Pentium. Die große Menge der Käufer kauft nicht mehr "schneller", sondern ersetzt durch "gleich schnell, aber sparsamer".

Es ist sogar so weit gekommen, dass viele sogar mit der Leistung von Tablets gut auskommen, und da sind ja "nur" Atoms drin (oder ARMs, aber ich bleibe mal bei x86 wegen der Vergleichbarkeit). Ja, verglichen mit Dekstop-CPUs sind die langsam, aber ein aktueller Silvermont-Atom ist halt immer noch dreimal so schnell wie ein alter Pentium 4, und damit liegt er genau in dem Bereich, wo sehr viele das als "schnell genug" empfinden.
 
Danke für die rasche Hilfe

Wie gesagt, in erster Linie ging es mir mehr darum zu klären wie "langlebig" DDR3 noch sein könnte das eine Investition in den 1150 Sockel noch rechtfertig und nicht primär um die Leistung - ist damit aber gegessen

Rein von der Leistung her ist ein i3 mehr als nur übertrieben - der Pentium reicht locker, auch noch über Generationen hinweg
Ram Frage ist somit auch geklärt
SSD - steht außer frage


thx a lot!
 
Sandy und so lohnt sich aber nur als gebrauchtkauf.

@ maxik: Naja, Hast du noch Ram, den du verwenden willst? Wenn du nämlich eh neu kaufst, macht Haswell wirklich absolut kein sinn. Du sparst nix, hast aber die schlechtere Plattform. egal ob du den Leistungsunterschied merkst.

Definiere "langlebig". Wenn er nicht kaputt geht, kann er noch 10 jahre halten. Aber da DDR4 nun das "aktuelle" ist, sowohl bei Intel, als auch bei der kommenden AMD generation, ist DDR3 aktuell an dem Punkt, an dem DDR2 2008-2009 war~.

B150 Board mit DDR4 slots, 8gb DDR4 Speicher, und nen Pentium für 60€~, und gut ist.
 
Das war eben meine Überlegung - Worst Case ist der 3er Ram nach Gewährleistung im A**** und man darf dann tief in die Tasche greifen da Knappheit oder man darf CPU, Mobo und RAM wechseln

Nein wird alles Neukauf!
 
Also nachdem ich Deine Signatur gelesen habe, fällt mir eine weitere Möglichkeit ein: Selber auf Skylake aufrüsten und deine Hardware an den Kumpel weitergeben. Ich gehe mal davon aus, daß Du stärker den Rechner nutzt und dementsprechend mehr von einer aktuellen Plattform profitieren würdest. Bei dem Deal können durchaus beide profitieren. So habe ich es immer früher gemacht. Auf diese Weise hatte ich meine Hardware selten länger als 1/2 Jahr, ohne Unsummen zu investieren.;) Dafür bekamen die Leute einen 1A-gebauten und konfigurierten Rechner und waren auch immer zufrieden und dankbar mit dem Deal. Vor allem konnten sie ja vorher schon sehen was sie kriegen, und wie flott der entsprechende Rechner war.
 
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