OLED oder IPS bei Bildbearbeitung?

Was nutzt ihr für die Bildbearbeitung?

  • TN - nicht toll, aber einfach vorhanden

    Stimmen: 2 1,3%
  • IPS, matt ist der King

    Stimmen: 83 52,9%
  • OLED, weil Schwarz Schwarz ist

    Stimmen: 66 42,0%
  • Spiegelnd? Ja passt trotzdem

    Stimmen: 15 9,6%
  • Matt muss es sein

    Stimmen: 24 15,3%
  • IPS, spiegelnd, kann man machen

    Stimmen: 12 7,6%

  • Umfrageteilnehmer
    157
ich habe bisher nur sehr wenige wirklich gute OLED Laptops gesehen und wenn, dann kosten die „ein Vermögen“.
Bei zwei ähnlich ausgestatteten Modellen zu einem ähnlichen Preis und dann einmal OLED und das andere „normales“ IPS, kann ich mir kaum vorstellen, dass das OLED Display brauchbar ist.
allerdings habe ich mich das letzte Mal vor gut 3 Jahren intensiver damit beschäftigt. Als ich mir Laptops ganz grob um die 1500€ angesehen habe, hat mich gewundert, warum ca. die Hälfte davon so ein schlechtes Display haben (unnatürliche Farben bis hin zu extremen PWM artigen Flimmern). Erst nach einer Weile habe ich erkannt, dass die schlechten alles die OLED Teile waren und die IPS um Welten besser.

es stellt sich jetzt die Frage, wie/wann/wo man die Bilder bearbeiten möchte? Geht es nur um kleinere Korrekturen „vor Ort“ und für die „richtige“ Bearbeitung kommt Zuhause ein Monitor (inkl. entsprechend angepassten Umgebungslicht) dazu? Dann sollte man vielleicht auch noch diese Geräte gegeneinander „physikalisch abstimmen“ (um einen Abgleich/Kalibrierung mit einem Spyder o.ä. kommt man ja eh nicht herum).
 
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Mickey Mouse schrieb:
zwei ähnlich ausgestatteten Modellen zu einem ähnlichen Preis
Nein, davon ist nicht die Rede, sind laut Konfigurator fast 800 € Unterschied.

Mickey Mouse schrieb:
es stellt sich jetzt die Frage, wie/wann/wo man die Bilder bearbeiten möchte?
Ist zumindest bei mir immer am Laptop. Dem Desktop PC fehlt Leistung, der sieht gegen die Laptop-CPU kein Land.
 
Dr. MaRV schrieb:
Bildbearbeitung erfolgt i. d. R. in kontrollierten Umgebungen mit kalibrierten Bildschirmen.
Und da wollte ich andi_sco gerade noch fragem, ob er seine Bilder überhaupt in einem erheblich größeren Farbraum wie sRGB bearbeitet und später auch passend präsentiert.

Aber klar, der Priofi, der den ganzte Tag nichts anderes macht wie in seiner kontrollierten Umgebung mit entsprechenden Klamotten zu bearbeiten, der wird sowas vom AG eingerichtet bekommen (oder mind. vom Kunden bezahlt).

Elan1338 schrieb:
Der Papier-Vergleich passt gut.
Ja der Vergleich ist gut, wenn er denn zu den Umgebungen im privaten Umfeld passen sollte. Ich habe mittlerweile auf nahezu allen, regelmäßig im unkontrollierten Wohnzimmer genutzten Tablets (also alles, was nicht als 2FA Gerät dient oder gerade erst angeschafft wurde), eine matte (anti-reflex) Folie geklebt, weil das sonst bei mir schlicht unbenutzbar war.

Aber ich bin auch ein Banause, dem 2026 immer noch sRGB als Zielformat für meine Bilder genügt.

klampf schrieb:
Die sehe ich nicht, wenn ich auf den Inhalt schaue.
Ich sitze oft genug vor dem matten IPS Display, daneben steht ein Tablet mit Schminkspiegel (es ist aber kein 2000€ iPad Pro 13" sondern ein billiges Windows-Tablet) und ich muss dieses exakt so drehen, dass ich überhaupt etwas darauf erkenne. Auf dem Vorgänger klebte deshalb jahrelang eine Anti-Reflex Folie. Auch die reicht für jede Bildbearbeitung im Hotel oder unterwegs (wenn mit ein kleines Laptop/Tablet-Display also reichte).

Elan1338 schrieb:
Für professionelle Bildbearbeitung mit Farbverbindlichkeit gilt aber oft: lieber kalibriertes Mattes als unkalibriertes Glänzendes
Wer professionelle Bildbearbeitung mit einem nicht kalibrierten Gerät betreibt, für den sind die Farben entweder egal (bei Pressearbeit geht Geschwindigkeit meist vor) oder er hat seine Job verfehlt.

Bei andi_sco habe ich bisher nicht den Eindruck, dass er Produktfotografie oder Modeaufnahmen für Kunden bearbeitet.

Wenn ich Matt mit Anti-Reflex gleichsetze, ist meine Antwort auf die Umfrage jedenfalls klar.
Ergänzung ()

andi_sco schrieb:
Desktop PC fehlt Leistung
Mein Tablet, und früher auch der Laptop, hängen zu Hause immer am 27" Monitor, wenn ich sie nicht zum mobilen anschauen von Filmen in der Wohnung nutze.
 
gymfan schrieb:
Und da wollte ich andi_sco gerade noch fragem, ob er seine Bilder überhaupt in einem erheblich größeren Farbraum wie sRGB bearbeitet und später auch passend präsentiert.
Das, was Gimp standartmäßig anbietet, ganz plump also.
In der gesuchten Leistungsklasse des Laptops waren 100 % DCI-P3 halt eher ein Giveaway, als extra gesucht. Gutes Display ja, übertrieben nein.
Die Legion Pro sind zumindest da noch gut ausgestattet, bei der Tastatur hat Lenovo leider nachgelassen.
 
Finds schön wie neutral die Auswahlmöglichkeiten formuliert sind. :D
Im Endeffekt läuft das aber auf zwei Gruppen hinaus.

Gruppe 1 macht Bildbearbeitung einfach auf dem vorhanden Monitor und der ist dann immer ein Kompromiss gewesen, daher sind die Antworten fast irrelevant von dieser Gruppe ohne zu wissen welche Gewichtung das Thema Bildbearbeitung bei den Usern hat.

Gruppe 2 kauft sich extra ein Monitor speziell für Bildbearbeitung und da ist der Paneltyp dann recht egal, da gibt es sowohl IPS als auch OLED im Profibereich. Wobei der Anteil am Markt von IPS vermutlich extrem höher ist.
 
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klampf schrieb:
Zusätzlich führen die matten Ausführung (gerade IPS) sehr oft zu einem "Glitzern" weil die dahinterliegenden Farb-Subpixel.

Ja? Was?
 
@dx1 Das gemeinte Phänomen heißt "Sparkle-Effekt" oder "Crystal-Sparkle". Bei matten Displays entsteht durch die Antireflex-Beschichtung ein feines Glitzern besonders auf hellen Flächen. Wie stark das auftritt variiert stark zwischen verschiedenen Panel-Herstellern und Beschichtungsqualitäten.
 
@Elan1338 Ja, okay, aber @klampf wollte erklären, wie die "dahinterliegenden Farb-Subpixel."

Bzw., warum. Hier habe ich zu früh auf [Antworten] geklickt.
 
andi_sco schrieb:
Warum? Also warum lehnst du das ab?
Weil matt Kontrast und Schärfe raubt.

Was denkste wie scharf WQHD auf ein 27er aussieht oder wie kontrastreich ein IPS aussieht.

Matt würde ich mir nie mehr holen, was da an BQ gefressen wird.

Und wenn man ehrlich ist bringt bei direkten Licht matt och nüscht mehr..

Auf arbeit muss ich da auch de Vorhänge zu machen da sonst sonne und co groß gestreut wird drauf.
 
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kachiri schrieb:
Witzig, dass Profi-Monitore gerade für die Bildbearbeitung (bspw. auch von EIZO) in aller Regel entspiegelt sind
Wird in DE auch vom Bund so vorgeschrieben (ASR A6 Bildschirmarbeit). In 6.3.2 werden in Abschnitt 5 explizit entspiegelte Displays als Standard genannt sofern nicht spezielle Gruende dagegen sprechen (Kapitel 6.3.14 Abschnitt 12).
Bildverabeitung gehoert zwar mit zu den Ausnahmen aber wenn jemand nicht ausschliesslich den Bildschirm dafuer nutzt koennte es bei strikter Auslegung dazu fuehren dass 2 Bildschirme eingerichtet werden muessen (DE hat einen Hang zum exzessiven abmahnen). Duerfte auch ein Grund gewesen sein wieso es Apple in DE recht schwer hatte den iMac in Bueros zu etablieren. Mit Einfuehrung von Nano-Textur bieten sie mittlerweile ebenfalls eine entsprechende Option an.
 
Vielleicht sollte man auch Präsentation und Bearbeitung unterscheiden.

Bildbearbeitung nur auf einen matten Display. Zum Präsentieren kann es, wenn es die Umstände zulassen, auch spiegelnd sein.
 
Da es ja eher um die Couch geht, wo man die Lichtverhältnisse evtl. nicht immer optimal beeinflussen kann, würde ich schon von daher zu einem matten IPS raten. Ich bearbeite meine Bilder in einer eher dunklen Ecke des Arbeitszimmers, aber selbst da scheint für ein oder zwei Stunden am Tag die Sonne mal komplett auf einen Teil des Schreibtischs und spiegelt dann leicht am Bildschirm. Das würde mich bei einem spiegelnden Display extrem nerven, weil ich ja nicht nur den Helligkeitseindruck hätte, sondern ggf. auch Formen und Gegenstände im Spiegel sähe.
Ich mache aber auch viel Astro-Bildbearbeitung. Da sind die Auswirkungen der Nachführung, des Kamerasensors oder der Belichtungszeit wesentlich stärker als das letzte Prozent Farbtreue oder Schärfe in der Bearbeitung.
 
Ich nutze am liebsten mein Notebook mit OLED Display. Da ist auch die Farbtreue am besten.

Ansonsten muss auch mal der VA Monitor am PC herhalten.
 
dx1 schrieb:
@Elan1338 Ja, okay, aber @klampf wollte erklären, wie die "dahinterliegenden Farb-Subpixel."

Bzw., warum. Hier habe ich zu früh auf [Antworten] geklickt.
Im Satz verstorben ... "ungleichmäßig bricht"
Also in die Gegend reflektiert.
Hier bei Reddit ein Beispielbild:
https://www.reddit.com/r/ultrawidem...erence_in_subpixel_clarity_by_screen_coating/

Grisselig würde ich sagen, Hazy gern auf englisch.

War früher? gerade bei LG IPS Panels sehr schlimm und die wurden auch sehr gerne für EBV-Monitore genutzt.

Keine Ahnung mein letzter Monitor war zwar 5K IPS hardwarekalibriert aber einer der wenigen Glossy.
Jetzt QD-OLED nur noch SW-kalibriert.
Nicht so tragisch, es wird mit Farbmanagement SW im nativen Farbraum "gearbeitet" (mehr so hobby inzwischen).

Matt ist hier nur der Laptop vom Arbeitgeber mit LowRes-Display.
Ergänzung ()

schneup schrieb:
Wird in DE auch vom Bund so vorgeschrieben (ASR A6 Bildschirmarbeit). In 6.3.2 werden in Abschnitt 5 explizit entspiegelte Displays als Standard genannt sofern nicht spezielle Gruende dagegen sprechen (Kapitel 6.3.14 Abschnitt 12).
Bildverabeitung gehoert zwar mit zu den Ausnahmen aber wenn jemand nicht ausschliesslich den Bildschirm dafuer nutzt koennte es bei strikter Auslegung dazu fuehren dass 2 Bildschirme eingerichtet werden muessen (DE hat einen Hang zum exzessiven abmahnen). Duerfte auch ein Grund gewesen sein wieso es Apple in DE recht schwer hatte den iMac in Bueros zu etablieren. Mit Einfuehrung von Nano-Textur bieten sie mittlerweile ebenfalls eine entsprechende Option an.

Entspiegelt also (engl. anti-refelctive) ist ja auch super, schönes Coating drauf, dass die scharfe Reflexion stark reduziert, aber den Bildschirm klar hält. Bin ich voll dafür.
Das matte (engl. anti-glossy) ist halt die billigste Form der Entspiegelung und nichts für mich.

Deutsch unterscheidet das sprachlich leider nicht.
 
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@klampf Vielen Dank. Dieses oder so ein Bild hatte ich schon mal irgendwo gesehen. Wusste nicht, dass Du das meinst. Ist dieses Glitzern etwas anderes als "IPS glow"?

Wenn ich dran denke, bzw. drauf achte, nehme ich bei meinen Uralt-IPS-Bildschirmen bei Weiß bis Hellgrau auch so etwas wie "Körnung" wahr. Diese stört mich aber gar nicht. In dunklen Bildbereichen mich selbst zu sehen dagegen wäre schrecklich. :D
 
dx1 schrieb:
@klampf Vielen Dank. Dieses oder so ein Bild hatte ich schon mal irgendwo gesehen. Wusste nicht, dass Du das meinst. Ist dieses Glitzern etwas anderes als "IPS glow"?
Ja, IPS Glow beschreibt helle Ecken im Gesamtbild, das ist relativ typisch für IPS Panel, da die in der diagonalen Richtung einen eher schwachen Kontrast haben.
Kann man technisch was gegen machen, gab es früher mal, dann wieder nicht, aber derzeit wieder unter der Bezeichnung IPS Black soweit ich das verstehe
https://www.computerbase.de/news/mo...bei-schwarz-und-kontrast-nicht-zu-viel.81469/

Gebe zu, ich habe IPS nicht mehr so im Blick was die aktuellen Trends betrifft und habe mir noch nie ein IPS Black wissentlich angesehen ... gucke nur noch wirklich nach OLEDs und was vielleicht danach kommt.

dx1 schrieb:
Wenn ich dran denke, bzw. drauf achte, nehme ich bei meinen Uralt-IPS-Bildschirmen bei Weiß bis Hellgrau auch so etwas wie "Körnung" wahr. Diese stört mich aber gar nicht. In dunklen Bildbereichen mich selbst zu sehen dagegen wäre schrecklich. :D
Na dann kannst Du ja für Dich eine ganz informierte Entscheidung treffen und das Passende kaufen.

Ist ja derzeit immerhin schon gut, dass man eine gewissen Auswahl an glossy hat.
Matt zu bekommen, war ja eigentlich nie ein Problem.
 
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Ich habe einen farbtreuen IPS und daneben einen OLED und bearbeite viele Fotos mit Lightroom.

Der Kontrast von OLED ist einfach viel besser und Fotos sehen viel natürlicher (wie ich es mit meinen Augen gesehen habe) aus.

Der 32‘ 4K IPS Zweitmonitor ist perfekt für Outlook 🤣🤣🤣
 
Hier scheint es an grundlegendem Verständnis zu Farbmanagement zu fehlen. Aber jeder startet mal :)

Kann das Handbuch von Cleverprinting sehr empfehlen, gibt es kostenlos als PDF. Hat mir damals sehr geholfen bei dem Thema durchzusteigen.

Und natürlich https://www.pdfx-ready.ch/ für die Rezepte, Preflights und Farbprofile.

Wenn ich mal mehr Zeit habe, helfe ich auch gerne hier aus.
 
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