Online Banking auf der sicheren Seite

Wie das Programm funktioniert, steht auf seiner Homepage mit einem Demo Video:

http://www.youtube.com/watch?v=hrQABEKADwY&feature=player_embedded#

Was mich aber interessiert, warum kann gängige Antiviren Software "Man-in-the-Browser"-Attacken nicht, bzw. nicht zuverlässig erkennen? Im Video wird Avira Antivir Free als Antiviren Scanner verwendet, aber viele Antiviren Scanner enthalten oft noch eine Verhaltenserkennung bzw. HIPS, ist dann noch Secure Banking nötig?

http://www.secure-banking.net/

Ich bin momentan 20 Jahre alt und studiere Softwareentwicklung - Wirtschaft.
Respekt :D
 
@Boogeyman: Du willst mir unterstellen, ich hätte mich nicht über das Produkt informiert, bevor ich gepostet habe? Das hat mir ja nicht mal der Entwickler selbst vorgeworfen...

Aus gerade diesen Gründe bleibe ich bei meiner Kritik. Ich habe es angeschaut, und mir war nicht klar, welche Grenzen es für die Software gibt - wenn man von der Qualität seiner Arbeit überzeugt ist, kann man diese auch durchaus nennen. Sowas verbessert sogar das Vertrauen in ein Produkt, wenn der Hersteller mir direkt sagt, was es nicht kann...
 
1668mib schrieb:
@Boogeyman: Du willst mir unterstellen, ich hätte mich nicht über das Produkt informiert, bevor ich gepostet habe? Das hat mir ja nicht mal der Entwickler selbst vorgeworfen...
Habe ich irgendeinen Bezug zu deinem Posting hergestellt? Ich denke, du reagierst da nun etwas zu empfindlich. ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
Boogeyman schrieb:
Was mich aber interessiert, warum kann gängige Antiviren Software "Man-in-the-Browser"-Attacken nicht, bzw. nicht zuverlässig erkennen? Im Video wird Avira Antivir Free als Antiviren Scanner verwendet, aber viele Antiviren Scanner enthalten oft noch eine Verhaltenserkennung bzw. HIPS, ist dann noch Secure Banking nötig?

Warum AV-Programme so einen Schutz nicht anbieten kann ich dir leider nicht sagen. Ich kann dir nur soviel sagen das sie es nicht tun. :P
Einzig GDATA bietet ein ähnliches Tool an und zwar den BankGuard.
Macht im Prinzip das selbe, funktioniert allerdings nur mit Firefox und Internet Explorer und bietet ansich weniger Funktionen und kostet vorallem Geld.

Zum Thema HIPS / Verhaltenserkennung, das habe ich schon mal in einem anderem Forum erklärt:

Man kann die 2 Tools (HIPS/Verhaltensscanner - Secure Banking) miteinander nicht so vergleichen, denn sie haben beide eine komplett unterschiedliche Arbeitsweise.
Solche Behavior Guards überprüfen alle laufenden Prozesse auf ihr Verhalten. Das machen sie so, indem sie gewisse Funktionen wie z.B. WriteProcessMemory oder CreateRemoteThread hooken.
Ruft nun ein Prozess diese Funktionen auf (in Kombination mit ein paar anderen malwaretypischen Funktionen), stoppt der Guard den Prozess und spuckt eine Warnmeldung aus.
Zusätzlich kommt noch folgendes hinzu - Zitat von der Website von emsisoft:

Zitat:
Die Verhaltensanalyse kann Ihnen nicht sagen, ob der Wurm nun NetSky oder Bagle, oder ob der Trojaner Optix oder SubSeven heißt. Sie kann lediglich sagen,
dass es sich um einen Wurm bzw. um einen Trojaner handelt.

Im Prinzip nicht so schwierig und auch sehr effektiv. Doch es verwenden auch andere legitime Programme diese Funktionen (in dieser speziellen Kombination wie es Malware tut) und somit kommt es auch oft zu "False Positives".

Secure Banking hingegen prüft ledigtlich die Browser-Prozesse auf bestimmte Manipulationen, die NUR Malware vornimmt (Man-in-the-Browser Attacke).
Anhand dieser Manipulationen kann Secure Banking den Trojaner auch identifizieren, sofern er in der Datenbank ist. Anderenfalls wird halt ein unbekannter Trojaner entdeckt, welcher dann auch geblockt wird. (sofern möglich)
Der Vorteil hierbei ist, dass ich nur einen einzigen Eintrag des Trojaners in der Datenbank brauche und somit ALLE, wirklich ALLE Variationen dieses Trojaners erkennen kann.
Sprich, sie können noch so gut mit diversen Tools verschleiert/Verschlüsselt werden.

Anderst gesagt, Secure Banking prüft das "Verhalten" des Webbrowsers und nicht der Malware. Soviel zum Unterschied.
So kann es durchaus sein, das z.B. Mamutu das Verhalten eines Trojaners nicht erkennt, Secure Banking aber die resultierenden Manipulationen im Webbrowser schon.
Andersrum hingegen erkennt Secure Banking keine Malware, die den Browser nicht angreifen. Dazu gehören dann Keylogger, RATs, reine Bots (ohne Formgrabbing), etc.
(Rootkits werden ab Version 1.5.0 auch erkannt)
 
Zuletzt bearbeitet:
Naja, False-Positives ist für manche Produkte wie Avira Antivir ja nichts fremdes...

@Boogeyman: Mag sein, aber es wirkte was den Zeitpunkt deines Postings angeht halt schon ein wenig so, als würdest du es auf mich beziehen...
 
False Positives sind überall ein Thema.

Aber wie gesagt, Secure Banking und Verhaltensscanner haben eine ganz andere Arbeitsweise. Deswegen überschneiden sich deren Einsatzgebiete nicht, sondern ergänzen sich.

Edit: Secure Banking ist in dem Sinne schon auch ein Verhaltensscanner, da er nicht auf Signaturen o.Ä. für das erkennen der Trojaner (nicht fürs identifizieren) angewießen ist. Aber eben nicht ein solcher wie z.B. Mamutu, da er doch wieder komplett anderst arbeitet. ^^

Ich hoffe Ihr blickt noch halbwegs durch. :P
 
Zuletzt bearbeitet:
Die Software ist doch wieder nur ein kleiner schritt zu mehr sicherheit in windows. Irgendwie wird das immer schlimmer mit windows, man muss immermehr software installieren und teilweise auch noch geld dafür hinlegen (antivirenscanner, sandbox, noscirpt, secure banking, usw....), da lobe ich mir linux (das ohne diese ganze "sicherheits"-software trotzdem viel sicherer, einfacher und sogar kostenlos ist).
 
So klein würde ich den Schritt gar nicht nennen, die Bedrohung durch Banking-Trojaner (Zeus, SpyEye, Carberp, ...) ist doch schon relativ groß. Und Secure Banking ist Freeware.
 
Ich finde das Tool sehr interessant, unter anderen Umständen würde ich es auch auf meinem PC installieren. Wäre aber für mein Sicherheitskonzept eher doppelt gemoppelt. Wie sieht denn eigentlich der aktuelle Ressourcenverbrauch unter Windows 7 64bit aus?

@Phantom2k: Ob du es glaubst oder nicht, mit den richtigen Programmen (alle gratis) und den richtigen Einstellungen dieser und von Windows bekommst du den Rechner auch relativ sicher und man braucht KEIN LINUX.
 
Ich hab jetzt momentan unter Win7 x86 einen insgesamten RAM-Verbrauch von ca. 3,5MB und eine CPU-Last zwischen 0%-1%.

Also überhaupt nicht spürbar.
 
Danke für die Info Niki, das sind ja Traumwerte:cool_alt:
 
Gute Arbeit, weiter so!
 
green-e schrieb:
@Phantom2k: Ob du es glaubst oder nicht, mit den richtigen Programmen (alle gratis) und den richtigen Einstellungen dieser und von Windows bekommst du den Rechner auch relativ sicher und man braucht KEIN LINUX.
wär schön wenns so wäre, entspricht aber leider bei weiten nicht der realität
 
Phantom2k schrieb:
wär schön wenns so wäre, entspricht aber leider bei weiten nicht der realität

Abgesehen davon, das es hier nicht um die Frage geht - Linux oder Windows, ist immer noch der User in erster Linie für die Sicherheit zuständig. Solange er das nicht begreift und sich mit dem Thema beschäftigt bringt das alles nicht viel unter Windows. Da ist der Linux-User im Vorteil, der brauch was die Sicherheit auf seinem System betrifft noch nicht so viele Vorkehrungen treffen um sich zu schützen. Aber ist Linux sicherer? Mein Hauptsystem basiert schon immer auf Windows und ich hatte bis zum heutigen Tage keine Infektion auf den Systemen.
 
Sicheres Online-Banking mit Bankix
Beschreibung

c't Bankix ist ein von Ubuntu abgeleitetes Live-Linux-Betriebssystem, das speziell für sicheres Online-Banking konzipiert wurde und von CD oder USB-Stick arbeitet. Die Version 12.04.1, die in c't 16/12 vorgestellt wurde, ist die dritte von grundauf neu entworfene Version des Online-Banking-Systems und basiert auf Ubuntu 12.04 LTS.

Beim Entwurf von c't Bankix stand der Gedanke im Vordergrund, das System gegen Angriffe von außen und gegen Schadsoftware abzusichern. Einmal auf einer CD installiert, kann es auch von einem Angreifer nicht mehr manipuliert werden. Durch einen mit Signaturen und Prüfsummen gesicherten Update-Mechanismus lassen sich dennoch im laufenden Betrieb aktuelle Security-Fixes aus vertrauenswürdiger Quelle installieren, ohne die Sicherheit des Systems zu gefährden.

Zudem haben wir bei c't Bankix Vorkehrungen gegen sogenannte Zero Day Exploits getroffen: Selbst wenn ein Angreifer über eine bislang unbekannte Schwachstelle eindringt, bietet c't Bankix ihm keine Gelegenheit, sich dauerhaft auf dem PC einzunisten, da die internen Festplatten Ihres Rechners durch einen speziellen Patch des Linux-Kernels unerreichbar und das Bootmedium von c't Bankix schreibgeschützt sind.
Quelle: heise.de Mehr Beschreibung und eine Downloadmöglichkeit findet ihr auf der verlinkten Seite.
 
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