News OpenAI & Co: Sammelklage sieht koordin­ier­te Verlangsa­mung der KI-Entwick­lung

Termy schrieb:
Du willst also implizieren, dass die Kläger das tatsächlich primär (oder auch überhaupt nur sekundär) in ihrer Funktion als Kunde - aus tatsächlicher Angst um schlechtere Leistung - aufziehen?
Ich impliziere nichts, die Klagenden klagen als Kunden der beklagten Unternehmen.

So steht es in der Klageschrift, schwarz auf weiß, für jeden nachvollziehbar und dem Gericht gegenüber als Fakt bestätigt.

https://storage.courtlistener.com/recap/gov.uscourts.cand.479357/gov.uscourts.cand.479357.1.0.pdf
 
incurable schrieb:
So steht es in der Klageschrift, schwarz auf weiß, für jeden nachvollziehbar und dem Gericht gegenüber als Fakt bestätigt.
Was aber halt nicht das Geringste über die Intention aussagt. Und da für Klagen als Investor deutlich andere Regeln gelten, ist es jetzt auch nicht wirklich weit her geholt, dass dies nur als Vorwand dient, um eine einfachere Prozessführung zu erreichen...

Aber ich würde vorschlagen, wir lassen unsere Diskussion ruhen - zusammen scheinen wir ja eh nicht zu kommen und zum Thema/Thread trägt es auch nicht wirklich etwas bei :)
 
mmdj schrieb:
merkwürdig dass gleich mehrere CEOs am selben tag oder woche zu einer branchenweiten verlangsamung zugestimmt hatten.
So merkwürdig ist das auch wieder nicht. Einer hat ein Statement zu einem bereits vorher heiß diskutierten Thema veröffentlicht, andere haben dem zugestimmt. Wenn das alles war, würde ich das noch für zu wenig für eine Kartellbildung halten. Da müsste man aus meiner Sicht schon konkreteres vereinbaren als eine (nicht eindeutig definierte) Verlangsamung.
DonDonat schrieb:
"KI" skaliert am aller, aller, aller besten über mehr Trainings-Daten.
Das stimmt so nur bedingt. Es hat eine Zeit lang sehr gut funktioniert, aber aus meiner Sicht schon länger ein Plateau erreicht. Zuletzt hat wohl RLHF eine entscheidende Rolle bei der Verbesserung der Modelle gespielt.
 
DonDonat schrieb:
Angenommen es gäbe diese Absprache, was am Kartellrecht wäre denn verletzt, wenn alle Beteiligten sich entschieden haben die Lichter länger an zu behalten und lieber weniger Geld aus dem Fenster werfen?
https://www.ruhr-uni-bochum.de/gna/Quellensammlung/06/06_shermanantitrust_1890.htm
Section 1
DonDonat schrieb:
Was genau schreitet "nicht gerade langsam voran"? Wenn du von immer neuen Investment-Runden im Kreislauf-/Schneeball-System "KI" sprichst, hast du recht. Wenn du aber von "KI Performance" redest, dann sind wir schon lange in den Diminishing Returns, so dass sich da kaum noch was ändert.
Ich arbeite täglich mit Codex. Wenn man ein paar Modelle zurückgeht merkt man schon deutlich dass sie besser geworden sind. Nur halt auch teurer.

KI-generierte Inhalte wie Bilder und Videos werden auch immer besser. Fehlerfrei sind diese jedoch immer noch nicht, idR sieht man ihnen noch relativ leicht an dass sie von einer KI stammen.
DonDonat schrieb:
Wie genau sollte die "KI" denn so viel besser werden?
Bessere Algorithmen, höherwertige Trainingsdaten, optimierte Hardware.

DonDonat schrieb:
"KI" skaliert am aller, aller, aller besten über mehr Trainings-Daten.
Das war am Anfang so und ist bereits lange Geschichte.
 
DonDonat schrieb:
Mir wäre neu, dass es ein Recht auf unendlich schnelle Investitionen gibt. Und die Katze beißt sich bei der Klage so etwas in den Schwanz, weil zahlende Kunden durch ein stabileres Geschäftsmodell durch sinkende Investitionen länger im Geschäft bleiben können, was eher gut ist als wenn man die Blase mit noch zwei Pumpen extra schnell zum platzen bringt.
Der entscheidende Punkt ist der Vorwurf der Absprache.

Wenn deinem Unternehmen ein Problem auffällt und das Unternehmen beschließt dieses Problem erst einmal anzugehen statt neue Produkte/Innovationen freizugeben, dann ist das eine legitime Entscheidung dieses Unternehmens. Die Entscheidung wird dabei von den Verantwortlichen getroffen. Bei einem Einzelunternehmer eben der Chef alleine, bei einer GmbH die Geschäftsführung, bei einer AG eben der Vorstand usw.

Hier steht aber der Vorwurf im Raum, dass Firma A sich an Firma B gewandt hat von wegen, "Hey, wie wäre es wenn wir in den nächsten Wochen keine neue Modelle freigeben und uns stattdessen folgenden Problemen annehmen...". Wenn so etwas geschehen ist, dann ist das illegal und zum Nachteil der Kunden. Dabei ist unerheblich ob das Behebn von Problemen etwas positives ist.

Vergleiche das mit den Absprachen im Diesel-Skandal zwischen den verschiedenen Herstellern.
 
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DonDonat schrieb:
ein Recht auf unendlich schnelle Investitionen gibt.
Die Absprache bedroht auch Zulieferer der KI Unternehmen. Diese haben selbst Produktionskapazitäten ausgebaut, langfristige Verträge mit deren Zulieferern geschlossen, Arbeitsplätze geschaffen etc.

Das Beispiel lässt sich problemlos auf andere Branchen übertragen. Solche Absprachen zum Schaden anderer sind einfach unzulässig.
 
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Wie absurd das ist. Was für eine völlig verquere Vorstellung von Ökonomie und Auslegung des Kartellrechts.

Man stelle sich nur mal vor große Automarken hätten vor 35 Jahren sich abgestimmt und beschlossen "wir müssen das Autofahren sicherer machen, es sterben zu viele Menschen im Strassenverkehr. Lasst uns alle mehr Ingenieurszeit in den Punkt Sicherheit stecken, als in das letzte Quäntchen PS in die neue Motorengeneration..."

Niemand hätte mit Kartellrecht gedroht, das Ansinnen das Leben mehr zu schützen, wäre überwältigend positiv aufgenommen worden.
Gekommen ist es anders, belegt aber die Systematik, dass reine Rohleistung nicht alles ist und Sicherheit ein großes Verkaufsargument sogar sein kann, welche Wettbewerbsvorteile generieren kann. Und so setzte z.B. der Airbag seinen weltweiten Siegeszug an. Er machte kein Auto schneller, das zusätzliche Gewicht muss auch noch beschleunigt werden, es machte Autos auch nicht günstiger und trotzdem will heute gefühlt niemand mehr ein Auto haben ohne Airbag. Zumindest wenn es um Fortbewegungsmittel und nicht um Sammelobjekte geht, wie beim Oldtimermarkt.

Zum Glück kann man sagen passierte das von alleine, all zu oft passiert das nicht von alleine und da brauch es dann staatliche Anreize, oder gesetzliche Leitplanken. Lobenswert wenn es von den KI Firmen selbst kommt, oder der Regulierungswunsch an die Politik herangetragen wird. Einzig fader beigeschmack dabei ist und bleibt, ob es nicht eine PR-Aktion ist. Auch nicht unwahrscheinlich, denn alle beteiligten CEO's wissen doch, dass die Trump Regierung mit der Axt jedwede Regulierung bisher versucht zu zerschlagen und dies in Teilen auch schon hat, also eine Chance auf Regulierung nahe 0 geht.
 
Wer ist der Kläger? Der "Architekt"?
 
supermanlovers schrieb:
Die Absprache bedroht auch Zulieferer der KI Unternehmen. Diese haben selbst Produktionskapazitäten ausgebaut, langfristige Verträge mit deren Zulieferern geschlossen, Arbeitsplätze geschaffen etc.

Das Beispiel lässt sich problemlos auf andere Branchen übertragen. Solche Absprachen zum Schaden anderer sind einfach unzulässig.
Und weiter? Hier spricht man von einer Verlangsamung der Entwicklung und keinem Stopp?! Keiner kommt zu Schaden, bis auf die KI Firmen selbst?
 
QXARE schrieb:
Hier spricht man von einer Verlangsamung der Entwicklung und keinem Stopp?!
Verlangsamung bedeut aber weniger Rechenleistung, weniger Server Kapazitäten, spätere Hardware Upgrades etc.

Ein weltweites Wettrennen um eine AGI würde hingegen weiterhin für steigende Investitionen sorgen.
 
QXARE schrieb:
Keiner kommt zu Schaden, bis auf die KI Firmen selbst?
Wenn die Produktentwicklung im Kartell gebremst wird, werden die zahlenden Kunden benachteiligt, weil sie im Vergleich zu funktionierendem Wettbewerb entweder für schlechtere Leistungen gleiches Geld oder für gleiche Leistung mehr Geld zahlen müssen.
 
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Wieviele sich ihre Meinung schon wieder vor dem letzten Drittel gemacht haben...

@topic
Ich find die Klagebegründung durchaus nachdenkenswert. Alle Befürchtungen beim lesen der Überschrift wurden adressiert. Nur was sie ernst meinen und was juristische Winkelzüge sind weiss man nicht.
Und die praktischen Folgen sowohl eines positiven wie negativen Urteils find ich schwer abzuschätzen.
 
incurable schrieb:
Du wolltest wissen, wer die Klagen eingereicht hat. Der Verweis führt zur Antwort.
Vielleicht tut er es. Kann die Info da aber nicht finden. Der Text in deinem Post sagt mir genau null.
 
DonDonat schrieb:
Mir wäre neu, dass es ein Recht auf unendlich schnelle Investitionen gibt. Und die Katze beißt sich bei der Klage so etwas in den Schwanz, weil zahlende Kunden durch ein stabileres Geschäftsmodell durch sinkende Investitionen länger im Geschäft bleiben können, was eher gut ist als wenn man die Blase mit noch zwei Pumpen extra schnell zum platzen bringt.

Plus, was von Diminishing Returns hat die Anklage wohl auch noch nicht gehört und eine Metrik wie hier "Schaden" entstanden sein soll, muss man sich auch erst mal noch ausdenken.

Am Ende passt so eine Klage aber Perfekt in die "KI" Blase, wo alle den Verstand ausschalten damit man kurzfristig für wenige Schaufel-Verkäufer super viel Einnahmen generieren kann.
Keine der Absätze ergibt in irgend einer Weise Sinn. "Sinkende Investitionen belassen Kunden länger im Geschäft" Bitte was? Der letzte Satz ist irgend ein Meinung.

DR bei Forschung und Entwicklung? Hast du evtl. nicht verstanden das man hier GEMEINSAM die Entwicklung verlangsamt? Was hat das mit DR zu tun? Und der Schaden steht doch da, die Klage führt die bekloppten AI Köpfe an der Nase durch den Ring, zig Artikel die irgendwas von Auslöschung der Menscheit faseln aber zur gleichen Zeit erstmal Entwicklung droßeln? Du glaubst also allen ernstes das hat irgendetwas mit Sicherheitsmaßnahmen zu tun?

Mich würde mal der tatsächliche Grund für diese Maßnahme interessieren, haben die ein gravierendes Stromproblem? Oder geht ihnen tatsächlich die Hardware aus?
Ergänzung ()

DonDonat schrieb:
Angenommen es gäbe diese Absprache, was am Kartellrecht wäre denn verletzt, wenn alle Beteiligten sich entschieden haben die Lichter länger an zu behalten und lieber weniger Geld aus dem Fenster werfen?
Bitte was? Was ist das fürn Murks den du hier verzapfst? Du glaubst allen ernstes die KI Unternehmen sehen ein Ende der Fahnenstange oder was willst du ausdrücken?

DonDonat schrieb:
Die Preise gehen durch die Absprache nicht nach oben.
Wenn die Preise sich gar nicht bewegen obwohl sie das müssten dann ist das eine illegale Absprache. Wer würde heute noch 20€ pro Monat für ein KI Modell vom letzten Jahr ausgeben.
DonDonat schrieb:
Was genau schreitet "nicht gerade langsam voran"? Wenn du von immer neuen Investment-Runden im Kreislauf-/Schneeball-System "KI" sprichst, hast du recht. Wenn du aber von "KI Performance" redest, dann sind wir schon lange in den Diminishing Returns, so dass sich da kaum noch was ändert.
Das ist eine Meinung hat aber gar nichts mit dem Thema zu tun. Dein Glaskugel bzgl. KI Entwicklung != alle KI Unternehmen wollen plötzlich die Entwicklung verlangsamen.
DonDonat schrieb:
Wie genau sollte die "KI" denn so viel besser werden?
Das gesamte Internet ist bereits gelesen, alle Bücher gescannt, alle Videos gescraped, alle Foren geklaut.
Wo genau sollen die Peta-Byte an extra Daten herkommen, die die "KI" noch mal so viel besser machen?

"KI" skaliert am aller, aller, aller besten über mehr Trainings-Daten. Und da gibt es schlicht keine mehr.
Also kratzt man nun am Boden des Fasses (wie z.B. seltene Bücher kaufen, scannen und verbrennen, was absolut dystopisch ist) um noch mal das eine Prozent mehr zu bekommen.
Kenne mich zu wenig aus mit LLMs, aber ich bezweifle doch stark das es so vereinfacht ist. Allein die Performanceoptimierung wäre ein Parameter der genau für etwas sorgen würde wovor sich die KI Unternehmen wohl am meisten fürchten.
DonDonat schrieb:
Oder wie schon mehrmals hier geschrieben sind wir lange und stark in den Diminishing Returns.
Jede neue Server-Farm und jeder neue Mega-Watt an Leistung den man dazu schaltet, ändert da quasi nichts mehr und je mehr es wird, desto weniger bekommt man extra.

Daher ist die Klage hier auch komplett hanebüchen, da es den "Schadensfall" einfach nicht gibt, den das Kartellrecht abdeckt.
Schon geil, wie du dich hier aus dem Fenster lehnst.
 
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Tulol schrieb:
Vielleicht tut er es. Kann die Info da aber nicht finden. Der Text in deinem Post sagt mir genau null.
Vielleicht kannst Du näher erläutern, inwiefern Du an der Liste der Klagenden scheiterst?
 
Tulol schrieb:
Stimmt, streng genommen sind Aktien ein Wetteinsatz und Aktienhändler Buchmacher.

Wenn die Wette daneben lag, verliert man, wenn die Wette aufgeht, gewinnt man.
Das ist so nicht richtig. Erstmal ist das ein Kauf. Man kauft man einen Anteil an einer Firma, ggf. Stimmanteile und das Anrecht auf Dividendenausschüttung. Selbst, wenn die Aktie an Wert verliert, hat man immer noch den Unternehmensanteil und die anderen Rechte.

Es bleibt jedem überlassen, ob man mit dem Wert des Anteils zocken möchte, oder nicht. Kann man machen, werden auch die meisten machen, muss man aber nicht.
 
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