Ost/West Mentalität Schuld an Kindstötungen?

Salut Mustis,

du zerpflückst hier jede Argumentation die deiner vorgefaßten Meinung nicht entspricht. Könntest du dich vielleicht auch mal selbst konstruktiv in die von dir angeregte Diskussion einbringen und die deiner Meinung nach ach so fragwürdigen Thesen aus fragwürdigen Untersuchungen wirkungsvoll mit Fakten und Zahlen entkräften?

Und noch eine Frage: wenn man deiner Meinung nach diesen Schluß nicht aus den vorliegenden Zahlen ziehen darf, welchen Umkehrschluß soll man aus der Häufigkeit der Kindstötungen im Osten denn ziehen?





Rasemann schrieb:
Wenn eine Mutter ihre Kinder umbringt, dann hat das mit der Mentalität genau gar nichts zu tun.
Mit was denn dann um Himmels Willen? :mad:
 
Jules du hast anscheinend eine Diskussion nicht begreifen. Natürlich zerüflückt man die Argumente des Gegners und versucht sie zu widerlegen. Was sonst soll man in einer Diskussion machen? Wenn ich dazu Zahlen heranziehe, was mache ich denn da bitte anderes außer vll die Aussage zusätzlich noch mit einer Quelle zu belegen, was das Argument bekräftigt?

Und du gehst ebenfalls vom falschen Ansatz aus. Wer sagt denn, dass außerhalb dieser 3 Jahre die Kindstötung im Osten nicht höher war als im Westen? Herr Pfeiffer spricht in den hier vorliegenden Quellen 2004-2007 an. Wie bereits erwähnt reichen die vorliegenden Daten gar nicht aus um zu verifizieren, dass es sich hier nicht um ein Extrem handelt, dass die Gaußsche Verteilung zulässt.

Vorgefasst ist meine Meinung logischerweise. Schließlich muss ich in einer Diskussion einen Standpunkt haben. Meine Frage war nicht, was ich davon halten soll, bitte erklärt es mit.
 
Ja, der Halt, den in der DDR einst Familien und Nachbarschaft gaben, zerbröckelt unaufhaltsam. Wenn zb. die Angehörigen, Verwandschaft und Freunde in den Westen abwandern für Arbeit und ganze Landstriche veröden oder verkommen.
Aber auch Alter der Mütter und verändernde Bedürfnisse, Möglichkeiten und Werte wirken da mit ein.

Klar konnte man in der DDR viel unkomplizierter abtreiben als in der BRD.
Allerdings auch viel unkomplizierter ein Kind groß ziehen, vollkommen unabhängig der Schicht.

Heute glaube ich nicht selten, dass es schon eine Strafe ist, ein Kind zu bekommen oder zu einer Strafe gemacht wird.
Oder ein Kind wird zum blanken Kostenfaktor degradiert, sowohl politisch, als auch nicht selten gezwungenermaßen privat/wirtschaftlich.

Zu DDR-Zeiten hatte ich diesen Eindruck irgendwie nie. Nicht dass ich die Mauer wieder haben will. Aber die Bildungs- und Familienpolitik war mit Sicherheit nicht die schlechteste und vorallem konsequent, zuverlässig und einheitlich, trotz ideologischem Beigeschmack, aber immerhin überhaupt was brauchbares. WAS haben wir denn jetzt?

Die wirklichen Probleme liegen bestimmt nicht am DDR-Abtreibungsystem als Familienplanung. Die wenigsten Frauen treiben leichtfertig ab oder bringen ihr Kind später gar um. Als hätten DDR-Mütter ein gestörtes Verhältnis zu ihren Kindern... bzw. die DDR hätte gleichgültige Psychoten hervorgebracht. :freak:

Auch Alternativen wie Adoption o. Heimplatz, Jugendamt, Mütterberatung und sogar Familienhebammen gab es in der DDR.
Daher sind die Ursachen dahinter nicht mentalitätsbedingt aus DDR-Zeiten, denn gerade da wurden ja Kinder ganz im Gegenteil gefördert.
Völliger Käseladen, was diese Personen suggerieren und somit deutlichst übers Ziel hinaus geschossen.

Es ist eine Folge der aktuellen Situation, sowohl persönlicher Natur (geistig, seelig, wirtschaftlich), als auch der bisherigen Familienpolitik, zu der neben Bildungsangeboten auch entsprechende flächendeckende und für jedermann günstige Betreuungs- und Versorgungsangebote gehören, auch hinsichtlich Flexibilität für die Eltern. Auch dies zähle ich unter Chancengleichheit.

Es muß sich wieder lohnen, ein Kind in die Welt zu setzen und großzuziehen, für alle Seiten und Schichten.
Damit meine ich nicht so sehr finanzielle Anreize, sondern vorallem gesellschaftliche Fürsorge und Sicherheiten.
Wenn das nicht gegeben ist, braucht man sich auch nicht wundern und somit auch gar nicht erst mit dem moralischen Zeigefinger auf Eigenverantwortung Werte und Traditionen appelieren. Das löst auch keine Kirche.



Aber kommen wir doch nochmal auf die angesprochenen Statistiken, auf welchen ja diese mutmaßlichen Spekulationen beruhen zurück.
Dazu habe ich einen interessanten Artikel von "Die Zeit" gefunden:

Hier ein Auszug:

Was also sagen die Daten wirklich? Theresia Höynck erklärt, dass die amtlichen Zahlen nur nach dem Alter der Kinder erhoben werden. Alle null- bis fünfjährigen Kinder tauchen darin auf. Getötete Neugeborene stehen da neben Kindern von psychisch kranken Eltern und neben Kindern, deren Vater oder Mutter sich selbst und die Familie umbrachte (sogenannte „Mitnahme-Suizide“). Das Baby, das einmal zu stark geschüttelt wurde, ist darin ebenso enthalten, wie die Kinder, die vor den Augen der Eltern verhungerten oder zu Tode misshandelt wurden. Ähnliche Ursachen und soziale Hintergründe sind also nur teilweise zu vermuten.

Außerdem sind die Zahlen selbst nicht aussagekräftig. Die statistische Varianz ist sehr groß. Da die Bevölkerungszahl in Ostdeutschland wesentlich geringer ist als in Westdeutschland und Kindstötungen ohnehin sehr selten vorkommen, könnte das theoretisch bedeuten, dass ein totes Kind mehr in der Statistik einen Unterschied von 100 Prozent zum Vorjahr ausmachen würde.

Theresia Höynck nennt als Beispiel die neun getöteten Babys in Brandenburg. Sie wurden zwischen 1988 und 1999 geboren und starben bald darauf. Doch in der Statistik tauchen sie alle zusammen in dem Jahr auf, in dem sie entdeckt wurden. Das heißt, sie treiben die Zahlen für Ostdeutschland über mehrere Jahre in die Höhe.

http://www.zeit.de/online/2008/09/kindstoetungen-ddr-abtreibung?page=2

Ich wiederhole mich: Es wird hier übelste Panik- und Stimmungsmache betrieben, auf Ebene der Politik als auch der Medien. Umso schlimmer dies auch noch aus dem Munde eines Politkers, Ex-Gynäkologen und DDR-Bürgers ertragen zu müssen.

Ein ernsthaftes Problem der tatsächlichen vorsätzlichen Kindstötungen ist in seiner Gesamtheit überhaupt nicht relevant und geht aus diesen Statistiken auch überhaupt nicht hervor.

Die DDR kann nicht dauernd als Sündenbock wie es gerade passt herhalten. Also sollte man derartige Äusserungen, ja schon die Gedanken daran an allerletzte Stelle verbannen.

PS:
Wisst ihr was ich stattdessen vermute? Dass eher das bundesdeutsche wesentlich striktere und gängelndere Abtreibungsgesetz sowas eher fördert.
Eine Reise nach Holland kann sich auch nicht jede arbeitslose Ostfrau leisten und dort leben nun mal mehr davon.
Ansonsten schert sich auch so kaum einer darum. Wie sonst kann es denn völllig unbemerkt zu 9 toten Babys innerhalb eines Zeitraumes von 10 Jahren kommen?
Auch die Kirche hat außer im Nachhinein laut rumzublöken und den moralischen Zeigefinger zu heben absolut nichts getan. Also sollten auch sie mal ganz kleinlaut sein und sich eher schämen.
 
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@ Relict
Der Name paßt, habe selten jemanden erlebt der so sehr im alten Ost-West Schema denkt wie du, denkst du ernsthaft das es im Westen Deutschlands keine Armut und Probleme gibt? Hast du dir mal die Mühe gemacht die Arbeitlosenstatistiken in vielen West-Regionen zu betrachten? Reicher Westen und armer Osten, der deshalb mehr Kindstötungen usw. hervorbringt? Wie du schreibst- Polemik und Panikmache, schade das du dazu beiträgst; wenn ich deine Beiträge so lese kann ich wirklich nur annehmen das in der DDR alles besser war. Es gab wunderbare Kinderbetreuung inkl. Wehrkundeunterricht, jeder konnte studieren wenn die Eltern nicht gerade von der Partei geächtet waren wegen kritischer Äußerungen, natürlich durfte auch jeder den Wehrdienst verweigern wenn er mit den Konsequenzen leben konnte usw. Das das aktuelle System korrupt und ungerecht ist heißt nicht das man aus einer Diktatur wie der DDR plötzlich im nachhinein ein Paradies fabulieren kann. Ein Hauptgrund für umfangreiche Kinderbetreuung lag auch in der ideologischen Beeinflussung der Heranwachsenden, Kontrolle und Indoktrination, wenn alles so toll war in der DDR warum gab es dann Zensur und ein Lehrer der nicht linientreu war bekam Berufsverbot? Aus so einem ernsten Thema hier ein Ost-West-Schlachtfeld zu machen ohne Not, weil die Kritik ja nicht mal aus dem bösen Westen kam, ist diesem Sachverhalt nicht angemessen
Gruß
 
Keilinho schrieb:
@ Relict
Aus so einem ernsten Thema hier ein Ost-West-Schlachtfeld zu machen ohne Not, weil die Kritik ja nicht mal aus dem bösen Westen kam, ist diesem Sachverhalt nicht angemessen
Gruß

Nicht Relict hat das Thema zum "Ost-West-Schlachtfeld" gemacht. Schon mal darauf geachtet, wie das Thema heißt?
 
Hallo
Kaum zu glauben, aber ich habe sogar den ganzen Thread gelesen, zwar ist schon der Titel unglücklich gewählt da ich mich nicht daran erinnern kann das Böhmer sich über die West-Bundesländer und ihre super-kinderfreundliche Mentalität geäußert hätte was wohl eher ein Witz gewesen wäre, aber aus dem Thema jetzt eine Heiligsprechung der Gesellschaftsordnung der DDR zu machen kann ja wohl nicht Sinn und Zweck einer Diskussion über dieses Thema sein, ebensowenig eine pauschale Verurteilung aller Frauen und Mütter die in Ostdeuschland geboren oder aufgewachsen sind. Dumpfe Pauschalisierungen von der armen arbeitslösen Ostfrau und der reichen Westschnepfe die fröhlich zur Abtreibung nach Holland fährt haben mit dem Thema nichts zu tun.
P.S. Das Betreuungssystem der BRD ist übrigens unter massivem Einfluß der West-Alliierten und der Erfahrung der NS-Zeit(vom Hort zu dem Pimpfen und HJ oder BDM) bewußt anders als in der DDR unter dem Einfluss der SU gestaltet worden.
 
@Keilinho
du hast es scheinbar igrendwie nicht verstanden oder denkst immer nur in eine ganz bestimmte ideologisch geprägte Richtung.
Nicht sozialistische Indoktrination, Wehrkundeunterricht und Stasi stets so sehr im Vordergrund sehen, sondern das Prinzip, den Ansatz ansich. Ich will nicht die DDR zurück, dafür bin ich damals nicht auf die Strasse gegangen. Es war aber trotz der negativen Begleiterscheinungen nicht alles schlecht und im Ansatz könnte der Westen sich durchaus einiges heranziehen. Und negatiove Begleitershceinugnen gibt es heute eben auch, sicher in anderer aber nicht minderschwerer Form. Auch die Ursachen diese Themas zähle ich dazu. Alles hat seine Vor- und Nachteile.

Und ich setze noch eins drauf: Ein Anwalt sagte mir letztens, dass DDR-Straffrecht und Zivilgesetzbuch war vom Grund her nicht mal schlecht. Es war nicht mal 1/4 so dick. In entschärfter Form würde es auch jetzt völlig ausreichen und alles locker abdecken.

Aber warum einfach, wenns auch kompliziert geht. Und genauso sehe ich das eben auch beim thema DDR-Familienrecht.

Es war nicht alles grundsätzlich schlecht, nur weil es aus der DDR kam. doch wa shaben wir übernommen, ausser dem grünen Ampelmännchen und dem Sandmännchen sogut wie nichts. Alles wurde zerredet oder stur platt gemacht. Nicht böser Westen, ignoranter und eigensinniger Westen.
 
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Habe eben gehört, dass sich der Verantwortliche Herr Pfeiffer entschuldigt hat und angeblich falsch interpretiert wurde. Wer es glaubt.

Zusätzlich fällt mir noch auf, dass bei nicht wenigen Frauen, die ihre Kinder töteten, eine psychische Störung vorlag. Wie kann man also in dem Fall überhaupt von einer mentalen Ursache sprechen? Für die Statistik ist das in meinen Augen nicht unerheblich.
 
@evox
Mentale Ursachen kann es ja meinetwegen haben, aber doch keine DDR-bedingten. Mich stört das Thema DDR an der ganzen aufgebauschten Schose. Sicher auch weil dies nicht zum ersten mal geschieht und Ausnahme sei. Hier scheint was ganz anderes bei anderen noch viel zu tief zu sitzen, leider nach 18 Jahren immer noch. Die Mauer ist in den Köpfen eben noch nicht gefallen und wird es durch derartiges auch nicht. Nicht nur im Osten werden gewisse Traditionen und Vorstellungen an die Nachkommen weitergegeben. Das ist ein beiderseitiges Problem.
 
@relict Da stimme ich dir 100%ig zu, den goldenen Westen hat es ebensowenig gegeben wie das alles schlecht war in der DDR. Ich bin nur wie du in Zwischenzeit 18 Jahre nach der Wiedervereinigung von dieser ewigen Spalterei genervt, das das Problem der Kindstötungen nun einfach auf böser Osten und guter Westen reduziert werden soll hat mit Sicherheit auch Böhmer nicht gewollt. Das pauschal alles verdammt wurde was aus der DDR kam hat Gesamtdeutschland einige Chancen genommen es besser zu machen wie wir gerade in Zeiten des sich gerade entgültig entfesselnden Manchester-Kapitlismus aktuell feststellen können, das ist aber ein Problem von Gesamtdeutschland, und in Westdeutschland gibt es viele Regionen wo die Arbeitslosigkeit bedeutend höher ist als in der Region Leipzig z.B.. Mit diesem ewigen OST/WEST auseinanderdividieren werden wir keine Probleme lösen, die einzigen die sich ins Fäustchen Lachen sind die Politiker und Wirtschaftsbosse die zuschauen wie damit von den wirklichen Problemen schön abgelenkt wird-Brot und Spiele einmal anders.
Gruß
 
@Keilinho
Aber gerade von Leuten wie Böhmer hätte ich mehr Sensibilität bei derartigen Äußerungen erwartet. Ich will ihm ja nix unterstellen, aber immehrin war er im Osten Arzt und zählte somit zur Intelligenz im Arbeiter- und Bauernstaat und vllt. noch zu ganz anderem. Heute gehts ihm auch noch gut und gar noch besser.

Egal. Ihm muß jedenfalls klar sein, das die Presse das als gefundenes Fressen ausschlachtet, da sollte er Profi genug sein und Negativbeispiele bei anderen Politikern in der Vergangenheit dürften ihm geläufig sein. Aber vllt. auch Methode, man weiß es nicht und will es wohl auch gar nicht. ^^
Jedenfalls reißt so was immer noch latente Klischees wieder auf. Und das vermag auch keine nachträgliche Entschuldigung mehr restlos zu kitten.
Das Pfeiffer und die Kirche auch noch aufs Boot aufspringen hatte mich keine Sekunde verwundert.


Und ich weiß natürlich auch, dass es auch im Westen nicht wenige Gebiete mit hoher Arbeitslosigkeit gibt.
Aber nur weil dort statistisch gesehen weniger Kinder unter 6 Jahren vorsätzlich sterben, kann man keine radikalen Vergleiche zu lange untergegangenen Systemen ziehen.
Ansonsten landen wir gleich im Mittelalter, wo die Kirche durch ihre ehefixierten Regeln viel Unheil verursachte oder gar in der Antike, wo Kindermord legitim an der Tagesordnung stand. Das gesamte in sich funktionierende System sollte stets betrachtet werden, nicht nur Teile heraus gepickt. Am besten das aktuelle. Denn die DDR konnte die neuerlichen Kindstötungen gar nicht mehr verhindern. Also darf man es ihr auch nicht vorwerfen bzw. sich noch fingerzeigend darüber stellen. Das ist nur peinlich und armseelig.
 
Da mein letzter -sich v.a. auf Kindererziehung beziehender- Post im Aquarium landete aufgrund des ungehörigen Anteils OT, kommt hier nun der neue Versuch. (nicht, HappyMutant?;) )
Ich muss keilinho zustimmen, dass Wolfgang Böhmer (nicht Bähmer, Böhme, Böhmert) GANZ sicher nicht wollte, dass hier eine Anti-neue-Bundesländer-mentalität entsteht. Ihr scheint zu vergessen, dass er der Landesvater von Sachsen-Anhalt ist, eines der neuen Bundesländer.
Es wäre das letzte was er tun würde. (Wie ihr auch schon festgestellt habt ist er Gynäkologe, Ex-DDR-Bürger).

Ich halte das Thema für wichtig, bin aber nicht der Meinung, dass es eine erneute öffentliche Ost-West-Eskalation wert ist.

Und relict, es tut mir leid, aber das einzige was deine Posts aussagen ist im Endeffekt "Die DDR war besser als der Westen und heute ist es eh alles schlimmer, Böhmer schäm dich."
Ich bin weder mit Mustis noch mit relict einer Meinung.

Doch eines ist für mich klar: Der Großteil der Menschen, die so denken wie relict tuen dies als Reaktion auf die Westdeutschen, die nach der Wende ankamen und den Ostdeutschen unbedingt erklären mussten, wie schei**** doch das Land war, ind em sie die letzten 40 Jahre lebten/litten/versuchten, Mensch zu bleiben.
Schönen Abend noch,

Funkaphil
 
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Keilihino. ud ruderst jetzt zwar ein wenig zurück aber kannst du mir mal erklären, wie du derart abgehen kannst, nur weil man EINEN positiven Punkt bei der DDR sieht? Hier hat niemand, wirklich niemand die DDR glorifiziert. Ich und Relict haben uns sogar eindeutig davon distanziert, jemals wieder eine DDR zu wollen. Und trotzdem darf man die DDR in einem bestimmten Sachverhalt positiv erwähnen ohne gleich der Polemik und der Glorifizierung verdächtigt zu werden? Der Titel geht so vollkommen in Ordnung schliesslich haben Böhmert und Pfeiffer davon gesprochen. Wo eine Ost-Mentalität herrscht muss auch auf der anderen Seite eine West-Mentalität sein. Und genau das habe ich ja in Frage gestellt ob dies so existent ist und wenn ja, man derlei Sachen wie Kindstötung darauf zurück führen kann. Das Zitat von Relict zeigt doch deutlich das, was ich vermutet habe. Pfeiffer arbeitet wissenschaftlich nicht genau und kommt daher zu Thesen, die seine Meinungen stützen wie es auch bei der Killerspieldebatte der Fall war! Das er nun sich auch wieder entschuldigt, zeigt doch, dass er wohl anscheinend nicht haltbare Aussagen getroffen hat, die einer genaueren Prüfung nicht stand halten. Das er falsch interpretiert wurde ist doch heutzutage ein Standardfloskel, die fast jeder politischen und öffentlichen entschuldigung angehftet wird...

@ Funkaphil auch für dich nochmal. Zeige mir wo relcit per se die DDR glorifiziert! Er spricht einen einzigen Punkt an, der besser war als im Westen. Und das sehen übrigens viele so, dass die Kinderbetreung dort sehr gut war. Ärztehäuser wurden auch nach der Wende alle geschlossen und dann auf einmal stellte man fest, dass es wirklich praktisch war, wenn mehrere Ärzte direkt in einem Haus ihre Praxis hatten. Ein weitere der WENIGEN! Punkte wo die DDR vorzeigbar war. Nur weil man diese 2 Punkte anspricht gorifiziert man doch nicht den gesamten DDR Staat. wie kommt ihr auf diesen Blödsinn?
 
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Ich distanziere mich hiermit von Christian Pfeiffer, seine Beiträge zum Thema Computerspiele haben dafür gesorgt, dass ich seine "wissenschaftlichen" Aussagen nicht mehr ernst nehmen kann.
 
@Funkaphil
Der Großteil der Menschen, die so denken wie relict tuen dies als Reaktion auf die Westdeutschen, die nach der Wende ankamen und den Ostdeutschen unbedingt erklären mussten, wie schei**** doch das Land war, ind em sie die letzten 40 Jahre lebten/litten/versuchten, Mensch zu bleiben.
Und es gibt nicht wenige Leute, die das auch heute immernoch versuchen. Und ja auch dagegen kämpfe ich selbstverständlich an. Denn über den Tellerrand blicken und sich von alten Feindbildern und Klischees lösen gilt nunmal für hüben wie drüben.
Und gerade Du siehst doch genauso blind nur das böse politische System DDR, die negativen Seiten, alles andere wird quasi völlig ignoriert und verdrängt, wenn ich Deine Posts so lese. Genau DAS wirfst Du mir wiederum im umgekehrten Falle vor.
deine Posts aussagen ist im Endeffekt "Die DDR war besser als der Westen und heute ist es eh alles schlimmer, Böhmer schäm dich."

Nicht schlimmer, aber auch nicht allen Belangen besser, er ist schlicht anders. Ich versuche zu vermitteln, aufzuklären und bestimmt keine Stimmung zu schüren. Das tun ja wie bekannt andere, bewusst oder unbewusst. ^^
Was Du nun alles noch hinein interpretierst kann ich nicht ändern, da unterscheiden sich eben unsere Sichtweisen und Erfahrungen. Du brauchst es ja nicht akzeptieren, aber tolerieren.
Schönen Abend noch.
 
Wo rudere ich denn zurück, ich stimme einfach zu weil plötzlich auch mal die andere Seite angesprochen wurde. Die Tatsache das die eigentlich gute Kinderbetreuung in der DDR von der herrschenden Elite zur Indoktrination und Gleichschaltung mißbraucht wurde wurde doch vorher überhaupt nicht angesprochen, diese Form der rundum-Betreuung hatten wir in Deutschland zwischen 33 und 45 auch, und bestimmt auch nicht aus Menschenfreundlichkeit, schon mal an differenzieren gedacht? Auch eine eigentlich gute Grundidee kann durch Mißbrauch ins Gegenteil umschlagen, was aber das schlimmste daran ist scheint mir das durch die Diskreditierung der guten Kinderbetreuung wegen der politischen Instrumentalisierung diese Idee nach der Wende 20 Jahre tot war, ebenso wie andere positive Aspekte der DDR.
 
Relict, ich dachte ich hätte klar genug versucht, deeskalierend zu wirken. Und ich mache einen weiteren Schritt. Lasst uns alle ab sofort nicht mehr sagen: "Dein beitrag ist so und so..." oder ähnlich.
Ich respektiere und erkenne deinen standpunkt, relict. Aber ich wollte dich unbedingt auf etwas hinweisen.
 
Da ich keine Lust und Zeit habe den gesamten Thread zu lesen sage ich einfach mal meine Sichtweise zu den Kindstötungen:

Es geht nicht darum ob OST oder West (alleine das klignt sehr nach Sensationpresse a la Bild-Zeitung -Axel Springer Verlag lässt grüßen)

Vielmehr sehe ich das Problem in den sozialen Schichten/Milieus etc. oder eifnach psycholgische oder gesellschaftliche Probleme vorhanden sind bei der jeweiligen Person.
Mal eine Frage ist euch nicht aufgefallen das Kindstötungen bei Familien stattgefunden haben die zerstritten sind, bzw. bei Abtreibungen die Mutter oft verzweifelt ist weil kein Vater quasi da ist der für das Kidn später sorgen wird. Bzw. die Frau eine ungewollte Schwangerschaft hatte. Und diese Frauen oder Familien aus sozialen Brennpunkten stammen. Und das einzige an der DDR ist vielleicht das soziale Problem dort. Hohe Arbeitslosenquote etc. Aber das der DDR-Mentalität etc. hinzuschieben ist wirklich eine sehr poplistische und polemische Ansicht. Was hat DDR-Gedankengut (vermeintlicher) mit der heutigen Realtität zu tun, die heutigen Jugendlichen wissen nichts mehr davon...

Sensationspresse pur. Das war auch beim Thema Killerspiele so. Zudem warum greifen wir Wesis immer unsere Osis so stark an? Das spüre ich hier des öfteren in den Medien totaler Schwachsinn. Als ob es nach der Wende diese blöden alten Vorurteile immer noch gäbe. Reine Sündenbock-Funktion damit mal wir Wesis besser dastehen. (Komm aus Hessen deswegen sag ich: wir Wesis)

Tja danke Bild-Zeitung macht unsere Bevölkerung mehr zu Klatsch und Tratsch Leuten... Und danke an solchen vermeintlich seriösen Expertenmeinungen oder Journalisten. Ich stehe heutzutage der Presse sehr kritisch gegenüber. Auch das Internet, was es da für Informationen gibt unglaublich wie viele Tatsachen und Fakten man verdrehen kann/darf. Jeder der sich für was hält darf heutzutage seine unseriösesten wenn ich sagen darf sehr sehr intelligenten Ideen *Ironie* etc. verstreuen und am Ende glaubt es noch jeder.... Stille Post-Prinzip könnte da auch grüßen lassen.
 
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Keilhino. Erklär mit bitte wie ich ein völlig normaler Mensch werden konnte, der sich in einem kapitalistischen System hervorragend zurecht findet, wenn ich fast ein Jahrzehntlang in der DDR-Kinderbetreung dieser angeblich Indoktrination ausgesetzt war. Grad in dieser leicht prägsamen Phase. Und dennoch stehe ich heute hier, als ein Mensch, der eher den kapitalistischen gedanken lebt als den sozialistischen. Ich wähle liberal und nicht links. Das dürfte deinem Wissen nach gar nicht möglich sein, da ich als Kind jahrelang einer gemeinen Gehirnwäsche unterzogen wurde.

Vll interssiert dich ja die Wahrheit. Wir haben in der Schule nie irgendwelchen ideologischen Unterricht gehabt. Vll war es zu dieser späten Zeit der DDR anders als früher. Aber ich musste auch als Bub keiner staatlichen Organisaton beitreten und musste auch in der Schule keine patroitischen Lieder singen. Bist du Ex-DDRler? Wenn nicht solltest du mir als einer der es miterlebt vll mehr glauben als das was du vom hören sagen kennst.
 
@mustis:

Die DDR wurde in den 80ern Jahren stark verändert seit der Ära Honnecker vielleicht beantwortet dir das die Frage. Wurde sehr vieles aufgelockert. Es wurde auch eine Annäherung zur BRD gemacht seit den 70ern soweit ich weiss. Der Mauerfall war nur eine logische Konsequenz aus politishcer Annäherung und wirtschaftlichen Problemen der Sowjet sowie Warschauer-Pakt Staaten. Endlich durften West-Deutsche ihre Ost-Deutschen Verwandten frei besuchen etc...

Außerdem man darf nicht vergessen Deutschland hatte den Kommunismus nie gewollt. Und die Ost-Deutschen lebten nur 40 Jahre mit den Kommunsismus die Russen dagegen länger und wurden mehr manipuliert als die Ost-Deutschen. Zudem glaub kaum das eine Ost-Deutsche Familie wirklich so sehr kommunistisch zu Hause bei Tisch erzogen wurde... Wenn ich es vorsichtig ausdrücken darf die deutschen Ideale und Traditionen noch da waren in einer Familie, die deutsche Kultur in Ostdeutschland konnte durch den Kommunismus zum Glück nicht zerstört werden... Aber in manch anderen ländern dagegen schon.
 
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