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Patent auf Aufnahmezeitpunktbestimmung
- Ersteller laderio
- Erstellt am
1337 g33k
Vice Admiral
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Wobei die absolute Uhrzeit keine so große Rolle spielt. Das Offset bzw. die Relation der verschiedenen Zeiten in den Kameras sind das entscheidende, um die Fotos korrekt zu sortieren.ThomasK_7 schrieb:Problem 2: keinerlei Beweiskraft der Foto-Uhrenstellung
Generell stellt sich die Frage, ob ein derartiges Softwarepatent sinnvoll wäre. Einerseits recht weitreichend, andererseits wieder recht schwammig...
ThomasK_7
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Bitte für mich Dummi noch mal erläutern, was das bitte sein soll! Vielleicht auch an einem Bsp.Das Offset bzw. die Relation der verschiedenen Zeiten in den Kameras sind das entscheidende, um die Fotos korrekt zu sortieren
Mein Gegenbeispiel: 3 Fotografen mit unterschiedlicher Systemzeit fotografieren ein Ereignis von 2 Minuten oder 2Stunden Dauer, auf 40% der Fotos ist eine Uhr erkennbar, auf 50% davon 2 Uhren mit unterschiedlicher Zeitangabe, Fotos werden von den Fotografen zeitweise mit 10 Bildern / Minute angefertigt,
Was für eine Sortierung bekomme ich jetzt Deiner Meinung nach mit so einem Patent?
Wieviel Bilder werden sortiert?
Wie werden die Fotos der 3 Fotografen untereinander sortiert?
Welche Bilder fallen alle aus dem Sortiervorgang aus?
Ich schätze, nicht einmal 10% der Beispielbilder sind damit überhaupt auswertbar mit einer hohen Anzahl gleichrangiger Auswertpositionen. Von "korrekter Auswertung" ist das meiner Meinung nach weilenweit entfernt.
1337 g33k
Vice Admiral
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Mit Offset meine ich die Zeitdifferenz, die die Uhren der Kameras zueinander aufweisen. Ist dieses bekannt kann man bei den Aufnahmezeiten von Kamera 1 z.B. 13 Minuten und 37 Sekunden hinzurechnen und anschließend passt die Reihenfolge, die sich ja aus den EXIF-Daten (Aufnahmezeitpunkt) ergibt.
Man kann ja durchaus davon ausgehen, dass die Uhren der Kameras gleichmäßig laufen, also dass sie nicht einfach mal um mehrere Minuten springen. Gerade durch z.B. Zeitumstellung, die ja nicht jeder an seiner Kamera berücksichtigt können die Bilder eines Abends sehr durcheinander kommen.
In deinem Beispiel wäre entscheidend, dass von allen Kameras ein Bild einer Uhr existiert, auf denen diese die selbe Zeit anzeigt. Im Grunde würde es also reichen, 3 Bilder auszuwerten.
Man kann ja durchaus davon ausgehen, dass die Uhren der Kameras gleichmäßig laufen, also dass sie nicht einfach mal um mehrere Minuten springen. Gerade durch z.B. Zeitumstellung, die ja nicht jeder an seiner Kamera berücksichtigt können die Bilder eines Abends sehr durcheinander kommen.
In deinem Beispiel wäre entscheidend, dass von allen Kameras ein Bild einer Uhr existiert, auf denen diese die selbe Zeit anzeigt. Im Grunde würde es also reichen, 3 Bilder auszuwerten.
ThomasK_7
Vice Admiral
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In 99,999% der Fälle in der Praxis nicht bekannt oder seit wann bekommt man von Fotografen diese Rohdaten? Und ich finde es schon etwas praxisfremd, von Armbanduhren und Wanduhren auf Fotos die Sekundenzeit abnehmen zu können.Ist dieses bekannt
Im Eingangspost geht es um die "Aufnahmezeitpunktbestimmung", in der Überschrift und aus dem Text heraus!
1337 g33k
Vice Admiral
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Scheinbar doch.Das hindert niemanden daran, weiter zu denken
Eigentlich ist es ja nicht unsere Aufgabe, das tolle Patent auszuarbeiten. Trotzdem eine interessante Aufgabenstellung.
Angenommen die drei Fotografen fotografieren die Uhr gleichzeitig. Auf allen drei Bildern zeigt die Uhr die selbe Zeit an. Nun hast du eine Referenz, um das Offset zu berechnen.
Letztendlich ist der genaue Aufnahmezeitpunkt wirklich nicht bestimmbar, da wie bereits gesagt wurde die Korrektheit der Zeitangaben der Uhren auf den Bilder niemals überprüft werden kann. Aber den absoluten Zeitpunkt benötigt man doch überhaupt nicht, nur den relativen Zeitpunkt auf dem Zeitstrahl, um eine Sortierung vornehmen zu können.
Dazu ist es notwendig eine Uhr (Egal ob die Zeit der Kamera oder die Uhr auf dem Bild) als Referenz zu nehmen, anhand derer den Ursprung des Zeitstrahls zu definieren und letztendlich das Offset jeder anderen Uhr (Egal ob Kamera oder im Bild) daran auszurichten.
Ob dieser Zeitstrahl sich mit der echten Zeit deckt ist egal. Man will schließlich nur die korrekte zeitliche Abfolge der Bilder bestimmen.
Seit man digital fotografiert. EXIF-Daten und so. Oder meinetwegen das Änderungsdatum der Bilddatei auf der Speicherkarte, das ja auch gespeichert wird von der Kamera.seit wann bekommt man von Fotografen diese Rohdaten
Das ganze funktioniert dann aber nur wenn dann auch wirklich alle drei Fotografen auch das eine Motiv mit der Uhr fotografieren. Lässt einer das eine Motiv aus oder fotografiert es aus einem Winkel wo die Zeit nicht abgelesen werden kann, funktioniert das schon alles nicht. Die Idee ansich ist ja nicht shclecht, aber die Umsetzung birgt doch so einige fallstricke, so dass es dann wohl nur für wenige Szenarien funktioniert.
Ein großes Problem sehe ich aber auch in der auswertung der Uhrzeit.
Wenn irgendwo eine Person eine Armbanduhr trägt, dann wird die nicht gerade sehr gross auf dem Bild sein. dann muss man auch noch den weniger als einen mm grossen Minuten vom Stundenzeiger unterscheiden können und dann noch auf dieselbe Uhrzeit kommen, wenn aus verschiedenen Winkeln fotografiert wurde. Bei Kirchturmuhren wird das kein Problem sein, aber ansonsten halte ich das für sehr sehr aufwendig. Ob das dann noch in einem Verhältnis zum Nutzen steht?
Ein großes Problem sehe ich aber auch in der auswertung der Uhrzeit.
Wenn irgendwo eine Person eine Armbanduhr trägt, dann wird die nicht gerade sehr gross auf dem Bild sein. dann muss man auch noch den weniger als einen mm grossen Minuten vom Stundenzeiger unterscheiden können und dann noch auf dieselbe Uhrzeit kommen, wenn aus verschiedenen Winkeln fotografiert wurde. Bei Kirchturmuhren wird das kein Problem sein, aber ansonsten halte ich das für sehr sehr aufwendig. Ob das dann noch in einem Verhältnis zum Nutzen steht?
ThomasK_7
Vice Admiral
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@1337 g33k
Du hast meiner Meinung nach überhaupt gar keine Ahnung von Patenten.
Die Technologie der Synchronisation von temporären Zeitablaufen auf einen gemeinsamen Zeitpunkt, dem Synchronisationszeitpunkt, zum Zwecke der Sortierung ist keine schützenswürdige Neuerung, sie ist schon seit Jahrhunderten bekannt und kann von Jedermann ohne Lizenzgebühr gewerblich angewandt werden.
Allenfalls die vollautomatische Sortierung anhand automatisch gewonnener Bildinformationen wäre vielleicht eine patentwürdige Neuerung, wenn Sie denn nachprüfbar dauerhaft funktionieren würde, was ich stark bezweifle.
Problem Uhrenerkennung
Bei der Vielfalt der vorhandenen Uhren und deren zum Teil eigenwilligen Gestaltung wird es schwer sein Erkennungsalgorithmen zu entwickeln, die z. Bsp. Besteck auf einem Teller und andere Kreiskörper mit Zeigerelementen (z. Bsp. Schatten) ausschließen können. Auch halte ich die Detailerkennung von zufällig fotografierten Armbanduhren für noch nicht ausreichend (außer James Bond & Kollegen). Analoguhren dürften generell ein enormes Ablesefehlerpotential beinhalten.
Problem Uhren-Anzeigerahmen
Man kann von einer abfotografierten Uhr nur die Information herauslesen, die diese auch anbietet. Das dürften im Normalfall 24 Stunden sein. Nicht jede Uhr bietet Sekundenanzeige an. Üblich werden dann Minutentaktschritte sein. Kleiner als 1 Minute und größer als 24h kann daher in den meisten Fällen gar nicht aufgelöst und sortiert werden! (wichtig)
Problemkreis nicht jede Uhr ist eine geeignete Uhr
Uhren, die nicht die chronologische Tageszeit messen und Ihr dürft ruhig lachen, stehen gebliebene Uhren, gleich aussehende Uhren mit abweichenden Realzeitangaben
Fallbeispiel 1 Auswertungstatbestand
3 Fotografen fotografieren den Bahnhofsvorplatz jeweils mit Kamerasystemzeit am 2.1., 3.1.und 4.1. um 10:05 Uhr (Anzeige Bahnhofsuhr) aus leicht oder total unterschiedlichen Blickwinkel, auf allen Bildern ist die Bahnhofsuhr zu erkennen, der restliche Bildinhalt weicht zu xy Prozent ab
Was spricht außer der Wahrscheinlichkeit dagegen, dass alle z. Bsp. am 3.1. vor dem Bahnhof fotografiert haben?
Die Problemstellung wird übrigens nicht viel leichter, falls alle z. Bsp. um exakt 10:05,07 Uhr die Bahnhofsuhr mit fotografiert hätten!
Fallbeispiel 2 Auswertungstatbestand
Bei einem 50 km gehen Sportwettkampf fotografieren 3 Sportreporter mit unterschiedlicher Kamerasystemzeit im Zielstadion 3 unterschiedliche Uhren den dauerhaft anzeigendem neuen Weltrekord (link) von 3:34:14, aber jeweils um 3 Minuten versetzt oder auch mehrmals hintereinander die unterschiedlichen Zeitanzeigen im Stadion (neben Laufbahn, Großleinwand, neben der Laufbahn später mit Sieger in Pose).
Den Auswertungsentscheidungsalgorithmus zur Sortierung der 3 Fotografen zueinander möchte ich einmal sehen!
Fallbeispiel 3 fehlende Ermittlungsmöglichkeit des realen Aufnahmezeitpunktes ohne weitere externe Vorgaben
Selbst wenn wir der Vereinfachung halber annehmen, es wird die Kamerasystemzeit für die vollautomatische Sortierung sehr hoch gewichtet, kann sich folgendes ergeben: Ereignis in einem Land und Fotoreporter aus mehreren Zeitzonen reisen an und haben demzufolge (vermutet) alle eine andere Kamerasystemzeit. Ereignis wird von den 3 Fotoreportern abgelichtet und auf einem Foto haben alle 3 eine sekundengenau anzeigende Uhr 11:05,05 Uhr.
Systemzeiten für dieses 1 Foto: 2.1.11 10:05,03 Uhr, 2.1.11 10:05,5 Uhr und 3.1.11 11:05,05 Uhr
Alle 3 Kamerasystemzeiten könnten der real richtige Zeitpunkt sein! Aus den zur Auswertung vorhanden Informationen lässt sich nichts Genaueres weiter ermitteln. Das Ereignis hätte auch am 4.1.11 statt gefunden haben können. Woher soll ein Auswertungsprogramm dies wissen?
Und was passiert mit den Aufnahmen, wo der Fotoreporter während der Dauer seines Einsatzes seine Kamerasystemzeit auf lokale Ortszeit umstellt? Da wird der Synchronisationszeitpunkt doch hinfällig für alle Aufnahmen nach Änderung. Die Software kann doch nicht erkennen, dass und wann (!) der Fotograf den Tageszähler z. Bsp. einfach um 1 Tag vor-/zurückgestellt hat. Für die Software hat er dann einfach 24 Stunden lang nicht fotografiert oder bei zurückgestellt gibt es jetzt den Vortag doppelt (unterschiedliche 2 Bilder für die gleiche Kamerasystemzeit).
Und was passiert mit all den Fotos, die technisch bedingt überhaupt gar keine Kamerasystemzeit mitgespeichert haben oder diese Information nachträglich geändert wurde (z. Bsp. Bildauschnittwahl)? Können die überhaupt mitverwendet werden?
Nun ja, ich sehe den TE und auch Dich sehr sehr weit weg von einem Patent, auch wenn ich, wie gewünscht, einen Schritt weiter denke! Es scheitert schon an rein logischem Ansatz heraus, von der heutigen technischen Machbarkeit ganz abgesehen.
Die Einschätzung von Einem (->ich), der gerade als Mitglied eines Forschungsvereines ein eigenes Patentprüfungsverfahren aktiv mit verfolgen kann.
Überprüfe doch einmal Deine Digitalkamera, was die so an EXIF-Datumsangaben so preisgibt! Meine Kamerasystemzeit hängt der realen um 1 Minute 21 Sekunden hinterher – gerade überprüft mit link und ich habe noch nie irgendwie im Urlaub diese Uhrzeit umgestellt. Nach einer normalen Bildbearbeitung sind diese Datumsinformationen bei mir auch regelmäßig verschwunden.
Mach den Selbstest!
Du hast meiner Meinung nach überhaupt gar keine Ahnung von Patenten.
Die Technologie der Synchronisation von temporären Zeitablaufen auf einen gemeinsamen Zeitpunkt, dem Synchronisationszeitpunkt, zum Zwecke der Sortierung ist keine schützenswürdige Neuerung, sie ist schon seit Jahrhunderten bekannt und kann von Jedermann ohne Lizenzgebühr gewerblich angewandt werden.
Allenfalls die vollautomatische Sortierung anhand automatisch gewonnener Bildinformationen wäre vielleicht eine patentwürdige Neuerung, wenn Sie denn nachprüfbar dauerhaft funktionieren würde, was ich stark bezweifle.
Problem Uhrenerkennung
Bei der Vielfalt der vorhandenen Uhren und deren zum Teil eigenwilligen Gestaltung wird es schwer sein Erkennungsalgorithmen zu entwickeln, die z. Bsp. Besteck auf einem Teller und andere Kreiskörper mit Zeigerelementen (z. Bsp. Schatten) ausschließen können. Auch halte ich die Detailerkennung von zufällig fotografierten Armbanduhren für noch nicht ausreichend (außer James Bond & Kollegen). Analoguhren dürften generell ein enormes Ablesefehlerpotential beinhalten.
Problem Uhren-Anzeigerahmen
Man kann von einer abfotografierten Uhr nur die Information herauslesen, die diese auch anbietet. Das dürften im Normalfall 24 Stunden sein. Nicht jede Uhr bietet Sekundenanzeige an. Üblich werden dann Minutentaktschritte sein. Kleiner als 1 Minute und größer als 24h kann daher in den meisten Fällen gar nicht aufgelöst und sortiert werden! (wichtig)
Problemkreis nicht jede Uhr ist eine geeignete Uhr
Uhren, die nicht die chronologische Tageszeit messen und Ihr dürft ruhig lachen, stehen gebliebene Uhren, gleich aussehende Uhren mit abweichenden Realzeitangaben
Fallbeispiel 1 Auswertungstatbestand
3 Fotografen fotografieren den Bahnhofsvorplatz jeweils mit Kamerasystemzeit am 2.1., 3.1.und 4.1. um 10:05 Uhr (Anzeige Bahnhofsuhr) aus leicht oder total unterschiedlichen Blickwinkel, auf allen Bildern ist die Bahnhofsuhr zu erkennen, der restliche Bildinhalt weicht zu xy Prozent ab
Was spricht außer der Wahrscheinlichkeit dagegen, dass alle z. Bsp. am 3.1. vor dem Bahnhof fotografiert haben?
Die Problemstellung wird übrigens nicht viel leichter, falls alle z. Bsp. um exakt 10:05,07 Uhr die Bahnhofsuhr mit fotografiert hätten!
Fallbeispiel 2 Auswertungstatbestand
Bei einem 50 km gehen Sportwettkampf fotografieren 3 Sportreporter mit unterschiedlicher Kamerasystemzeit im Zielstadion 3 unterschiedliche Uhren den dauerhaft anzeigendem neuen Weltrekord (link) von 3:34:14, aber jeweils um 3 Minuten versetzt oder auch mehrmals hintereinander die unterschiedlichen Zeitanzeigen im Stadion (neben Laufbahn, Großleinwand, neben der Laufbahn später mit Sieger in Pose).
Den Auswertungsentscheidungsalgorithmus zur Sortierung der 3 Fotografen zueinander möchte ich einmal sehen!
Fallbeispiel 3 fehlende Ermittlungsmöglichkeit des realen Aufnahmezeitpunktes ohne weitere externe Vorgaben
Selbst wenn wir der Vereinfachung halber annehmen, es wird die Kamerasystemzeit für die vollautomatische Sortierung sehr hoch gewichtet, kann sich folgendes ergeben: Ereignis in einem Land und Fotoreporter aus mehreren Zeitzonen reisen an und haben demzufolge (vermutet) alle eine andere Kamerasystemzeit. Ereignis wird von den 3 Fotoreportern abgelichtet und auf einem Foto haben alle 3 eine sekundengenau anzeigende Uhr 11:05,05 Uhr.
Systemzeiten für dieses 1 Foto: 2.1.11 10:05,03 Uhr, 2.1.11 10:05,5 Uhr und 3.1.11 11:05,05 Uhr
Alle 3 Kamerasystemzeiten könnten der real richtige Zeitpunkt sein! Aus den zur Auswertung vorhanden Informationen lässt sich nichts Genaueres weiter ermitteln. Das Ereignis hätte auch am 4.1.11 statt gefunden haben können. Woher soll ein Auswertungsprogramm dies wissen?
Und was passiert mit den Aufnahmen, wo der Fotoreporter während der Dauer seines Einsatzes seine Kamerasystemzeit auf lokale Ortszeit umstellt? Da wird der Synchronisationszeitpunkt doch hinfällig für alle Aufnahmen nach Änderung. Die Software kann doch nicht erkennen, dass und wann (!) der Fotograf den Tageszähler z. Bsp. einfach um 1 Tag vor-/zurückgestellt hat. Für die Software hat er dann einfach 24 Stunden lang nicht fotografiert oder bei zurückgestellt gibt es jetzt den Vortag doppelt (unterschiedliche 2 Bilder für die gleiche Kamerasystemzeit).
Und was passiert mit all den Fotos, die technisch bedingt überhaupt gar keine Kamerasystemzeit mitgespeichert haben oder diese Information nachträglich geändert wurde (z. Bsp. Bildauschnittwahl)? Können die überhaupt mitverwendet werden?
Nun ja, ich sehe den TE und auch Dich sehr sehr weit weg von einem Patent, auch wenn ich, wie gewünscht, einen Schritt weiter denke! Es scheitert schon an rein logischem Ansatz heraus, von der heutigen technischen Machbarkeit ganz abgesehen.
Die Einschätzung von Einem (->ich), der gerade als Mitglied eines Forschungsvereines ein eigenes Patentprüfungsverfahren aktiv mit verfolgen kann.
Überprüfe doch einmal Deine Digitalkamera, was die so an EXIF-Datumsangaben so preisgibt! Meine Kamerasystemzeit hängt der realen um 1 Minute 21 Sekunden hinterher – gerade überprüft mit link und ich habe noch nie irgendwie im Urlaub diese Uhrzeit umgestellt. Nach einer normalen Bildbearbeitung sind diese Datumsinformationen bei mir auch regelmäßig verschwunden.
Mach den Selbstest!
1337 g33k
Vice Admiral
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Recht hast du, ich habe wirklich keine Ahnung von Patenten. Dennoch hat mich die Aufgabestellung motiviert nachzudenken und mit deinem letzten Beitrag wurde das Thema nun endgültig beantwortet. Vielen Dank dafür.
Dass es nicht wirklich patentfähig ist habe ich weiter oben bereits angezweifelt. Dennoch war es schön die Aufgabe mit deiner Hilfe zu lösen.
Deine Kritikpunkte sind angebracht und machen das Verfahren tatsächlich nutzlos.
Gerade die ungeeigneten Uhren können zum Problem werden und müssen dementsprechend ausgeklammert werden.
Dennoch lasse ich es mir nicht nehmen eine Situation zu konstruieren, in der das Verfahren funktionieren würde.
An einem Abend findet eine große Party mit zahlreichen Gästen, vielen Kameras und viel Alkohol statt und der Veranstalter möchte den zeitlichen Ablauf hinterher einigermaßen nachvollziehen können.
Es gibt eine große, besonders ausgefallene Wanduhr, die jeder einfach fotografieren muss, weil sie es eben wert ist fotografiert zu werden. Natürlich läuft die Uhr auch gleichmäßig, ob sie die korrekte Zeit anzeigt spielt keine Rolle, da eine absolute Einordnung nicht nötig ist. Nun nimmt der Gastgeber seine Kamera oder die Wanduhr als Referenz. Die Bilder der anderen Gäste bekommt der Gastgeber unbearbeitet mit kompletten EXIF-Daten übermittelt. (Nicht jeder bearbeitet seine Bilder nach, gute Programme tasten die EXIF-Daten nicht an.)
Schnell stellt sich heraus, dass einige der Gäste ihre Uhr nicht korrekt eingestellt haben. Allerdings kann sie anhand der Wanduhr nachgestellt werden. Ein Stapelverarbeitungsvorgang um die Zeit zu ändern und die Reihenfolge stimmt.
Natürlich ist es nicht immer sinnvoll eine derartige Bilderflut chronologisch zu sortieren, gerade bei mehreren Fotografen, die sich in einem Zeitabschnitt möglicherweise noch in verschiedenen Gruppen aufhalten kann es in Folge dessen sehr verwirrend sein. Auch hast du Recht, dass die Genauigkeit in der Tat zu wünschen übrig lässt. Dennoch, innerhalb von 12h im Falle einer Analoguhr hat man einen guten Anhaltspunkt. Mehr will man wahrscheinlich auch gar nicht.
Deinen Punkt mit der Umstellung der Kamerazeit... ich denke das können wir im kontruierten Beispiel außen vor lassen, da den meisten Benutzern das Vorhandensein einer Uhr nicht bewusst ist und die korrekte Einstellung nicht groß beachtet wird. Dennoch könnte es dem Sortierer auffallen, wenn Bilder plötzlich aus der Reihe tanzen. Allerdings kann diese Wahrscheinlichkeit je nach Szenario (kein Tageslicht) extrem gering sein.
Wo ich gerade darüber nachdenke: Man könnte das hypothetische Programm von der Benutzeroberfläche an einem Videoschnittprogramm orientieren. Jede Kamera bekommt eine Spur im Programm, auf der die Bilder chronologisch und mit den entsprechenden Abständen aufgereiht sind.
Hier kommt eine ganz wesentliche Frage auf, die du bereits angesprochen hast: Speichern die Kameras den Aufnahmezeitpunkt sekundengenau? (Meine macht es
)
Auf jeden Fall könnte man nun die Spuren aneinander ausrichten. Ich denke, sowas könnte sich sicher als nützlich erweisen und wäre recht intuitiv zu bedienen, sofern es technisch möglich ist.
Dass es nicht wirklich patentfähig ist habe ich weiter oben bereits angezweifelt. Dennoch war es schön die Aufgabe mit deiner Hilfe zu lösen.
Deine Kritikpunkte sind angebracht und machen das Verfahren tatsächlich nutzlos.
Gerade die ungeeigneten Uhren können zum Problem werden und müssen dementsprechend ausgeklammert werden.
Dennoch lasse ich es mir nicht nehmen eine Situation zu konstruieren, in der das Verfahren funktionieren würde.
An einem Abend findet eine große Party mit zahlreichen Gästen, vielen Kameras und viel Alkohol statt und der Veranstalter möchte den zeitlichen Ablauf hinterher einigermaßen nachvollziehen können.
Es gibt eine große, besonders ausgefallene Wanduhr, die jeder einfach fotografieren muss, weil sie es eben wert ist fotografiert zu werden. Natürlich läuft die Uhr auch gleichmäßig, ob sie die korrekte Zeit anzeigt spielt keine Rolle, da eine absolute Einordnung nicht nötig ist. Nun nimmt der Gastgeber seine Kamera oder die Wanduhr als Referenz. Die Bilder der anderen Gäste bekommt der Gastgeber unbearbeitet mit kompletten EXIF-Daten übermittelt. (Nicht jeder bearbeitet seine Bilder nach, gute Programme tasten die EXIF-Daten nicht an.)
Schnell stellt sich heraus, dass einige der Gäste ihre Uhr nicht korrekt eingestellt haben. Allerdings kann sie anhand der Wanduhr nachgestellt werden. Ein Stapelverarbeitungsvorgang um die Zeit zu ändern und die Reihenfolge stimmt.
Natürlich ist es nicht immer sinnvoll eine derartige Bilderflut chronologisch zu sortieren, gerade bei mehreren Fotografen, die sich in einem Zeitabschnitt möglicherweise noch in verschiedenen Gruppen aufhalten kann es in Folge dessen sehr verwirrend sein. Auch hast du Recht, dass die Genauigkeit in der Tat zu wünschen übrig lässt. Dennoch, innerhalb von 12h im Falle einer Analoguhr hat man einen guten Anhaltspunkt. Mehr will man wahrscheinlich auch gar nicht.
Deinen Punkt mit der Umstellung der Kamerazeit... ich denke das können wir im kontruierten Beispiel außen vor lassen, da den meisten Benutzern das Vorhandensein einer Uhr nicht bewusst ist und die korrekte Einstellung nicht groß beachtet wird. Dennoch könnte es dem Sortierer auffallen, wenn Bilder plötzlich aus der Reihe tanzen. Allerdings kann diese Wahrscheinlichkeit je nach Szenario (kein Tageslicht) extrem gering sein.
Wo ich gerade darüber nachdenke: Man könnte das hypothetische Programm von der Benutzeroberfläche an einem Videoschnittprogramm orientieren. Jede Kamera bekommt eine Spur im Programm, auf der die Bilder chronologisch und mit den entsprechenden Abständen aufgereiht sind.
Hier kommt eine ganz wesentliche Frage auf, die du bereits angesprochen hast: Speichern die Kameras den Aufnahmezeitpunkt sekundengenau? (Meine macht es
Auf jeden Fall könnte man nun die Spuren aneinander ausrichten. Ich denke, sowas könnte sich sicher als nützlich erweisen und wäre recht intuitiv zu bedienen, sofern es technisch möglich ist.
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