(Pauschal-)Bezahlung für Ärzte / Einheitssatz für Patienten

slickride

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hi,

immer wieder wird in den medien ist die bezhalung der ärzte ausdiskutiert.
diese sollen pro quartal pro patient ~30€ bekommen. unabhänig von der dieagnose/ therapie.
ärzte mit vorwiegend älteren patienten, bei welchen i.d.r. ein höhere (kosten)aufwand entsteht, hätten zum beispiel große finanzielle einbußen.

viele ärzte sehen sich darum auch gezwungen, ein gewisses privat-/kassenpatienten verhältnis aufzubauen, um mit dem höheren einheitssatz der privaten die gesetzlichen zu finanzieren.


eine frage, die durch diese berichte noch nicht beantwortet wird.

wenn auf meinem tische eine artzrechung liegt mit einem posten "ausführliche hautuntersuchung" - 80€, welche faktisch nur 10sec gedauert hat oder ein briktest in höhe von 130€ aufgeführt ist, bei welchem ein materieller aufwand von villeicht 10€ entsteht, dann geht doch ein großteil dieser einnahmen auf die haben-seite.

es wird durch die medien immer weider suggeriert, als ob dieser oben genannte einheitssazt pro quartal die einzige einnahmequelle der ärzte wäre.
aber wenn ein feiner hautarzt alleine für eine angeblich ausführliche hautuntersuchung 80€ verlangt, dann sind das doch beachtliche einnahmen, die hier der arzt bei jedem patienten einfahren kann.

was sehe ich hier falsch?

gruß

edit: ups, da hab ich in der überschrift was vertauscht ^^
 
Zuletzt bearbeitet:
AW: (Pauschal)Bezahlungfür Patienten / Einheitssatz für Ärzte

Die "Armut" der Ärzte ist, durch die Medien, vollkommen hochgepusht und überbewertet. Von einem Kollgen der Vater ist Finanzbeamter und der sagt, dass er keinen Hausarzt hat, der mit weniger als 100000 nach Hause geht.

Klagen auf sehr hohen Niveau.
 
Farmer schrieb:
Klagen auf sehr hohen Niveau.

Das ganze System bisher ist absolut absurd. Bist du Arzt in einem Urlaubsgebiet, dann hast du massenweise Patienten in der Urlaubszeit und sprengst dein Budget. Im Winter kommt kaum einer und du brauchst es nicht auf. Im Jahresmittel würde es reichen. Da aber quartalsweise abgerechnet wird verlierst du.
Bei den Einnahmen kommt es sicherlich auch darauf an ob man alles aus seiner Praxis abbezahlt hat, usw. . Wenn es aber ein Klagen auf hohem Niveau ist wie du behauptest, warum sagen alle Hausärzte zu jungen Medizinern sie sollten am besten das Land verlassen um woanders zu arbeiten, weil die Arbeits- und Einkommensbedingungen so schlecht sind. Ich hab das mehr als einmal von einer Reihe von Freunden gehört. Wenn es so super liefe würden sie es bestimmt nicht sagen, oder?
 
Na da würde sich ja meine Mutti freuen mit soviel Geld nach Hause gehen zu können.
Liegt aber vermutlich daran, dass sie:

1. Fachärztin ist
2. von daher budgetiert ist
3. von daher sowieso nur einen Festbetrag von den Krankenkassen pro Patient bekommt
4. wir im Land der Frühaufsteher leben mit hohem Rentneranteil
5. meistens Kassenpatienten sind
6. ihr Personal bezahlen muss
7. Rücklagen für Investitionen bildet für neue Geräte

:D

In gewisser Weise habt ihr schon Recht, bei den Hausärzten läuft es ein bißchen anders ab.
Nur muss man sich dann auch fragen.
Warum verdient eigentlich ein Apotheker soviel und sind Medikamente so teuer?
Wieso muss ich als gesunder genauso viel bezahlen in die KV wie ein kranker?
Warum wird dem Vorstand meiner KV soviel Geld als Gehalt in den Poppo gesteckt?
...
 
DerWitwenmacher schrieb:
Warum verdient eigentlich ein Apotheker soviel und sind Medikamente so teuer?
Weil die Lobby der Apotheker und noch mehr die Pharamalobby viel zu stark sind.


Wieso muss ich als gesunder genauso viel bezahlen in die KV wie ein kranker?

Weil man das Solidarsystem nennt. Die Starken helfen den Schwachen.


Warum wird dem Vorstand meiner KV soviel Geld als Gehalt in den Poppo gesteckt?

Weil sie so viel Leistung bringen ?! Wieso brauchen wir 200 gesetzliche Kassen, wenn sowieso kein Wettbewerb stattfindet. Reicht eine nicht aus?
 
chriwi schrieb:
Wieso brauchen wir 200 gesetzliche Kassen, wenn sowieso kein Wettbewerb stattfindet. Reicht eine nicht aus?

Naja, und was wird mit dem Personal?
Das liegt arbeitslos dem Staat auf der Tasche und wird durch unsere Steuern unterstützt.

Ich denke, dass einiges falsch läuft.
Und damit meine ich nicht nur die "Gesundheitskarte".
 
Natürlich sind die jetzt am Heulen die Ärzte nachdem sie sich die letzten Jahrzehnte schön am Gesundheitssystem bereichert haben

Das geht natürlich nicht mehr

Ich weis aber auch nicht was das Gesundheitssystem so teuer macht

Aber als normaler Kassenpatient kommt man sich heute schon vor wie ein Mensch 2ter Klasse



Das passt zum thema http://www.youtube.com/watch?v=XozhUgbRkdA
 
ja, wer einen arzt in der familie hat oder selber einer ist, wird wissen, was es eigentlich kostet, arzt zu sein. wie lange es dauert, bis man facharzt geworden ist, welchen zeitaufwand man für "seine" patienten aufbringt und man eigentlich 25 stunden täglich im dienst ist und wieviel zeit fürs familienleben bleibt. und ja, 100000 € sind der durchschnitt für den kassenärztlich tätigen hausarzt in deutsche land. nachzulesen im (letzten) ärzteblatt. es ist eine scheindiskussion, den ärzten vorzuwerfen, sie würden zu viel verdienen. zu einem das o.g. . das sollte sich mal jeder durch den kopf gehen lassen. und zum anderen, der arzt ist für das non plus ultra des menschen zuständig - das leben. jeder geht mit der erwartung der allumfassenden sofortigen heilung zum arzt. und die erwartungshaltungen sind entsprechend hoch. warum soll das nicht entsprechend honoriert werden?
 
@hal9000

Ich stimme Dir uneingschränkt zu. Das ich das mal sage!:D

Ein Arzt verfügt i.d.R. über einen überdurchschnittlich langen Bildungsweg, ist überdurchschnittlich qualifiziert, arbeitet überdurchschnittlich und es besteht ein überdurchschnittlicher Bedarf auf dem Arbeitsmarkt.

100.000€ entspricht, gemessen an der Lesitung, nicht einer sonderlich hohen Dotierung.

Hier sollte eher eine Diskussion über das System der GKV geführt werden, als über das Einkommen von Ärzten.

MFG
 
@chriwi: Meine Fragen sollten ein bißchen zum nachdenken anregen. :)

nachdem unsere Gesundheitsministerin auf die glorreiche Idee kam den gesetzlichen Preis von Medikamenten aufzuheben, schossen diese exorbitant in die Höhe.
Nur mal so als Info.

Wie sagt meine Mutti immer so schön: "Wir Ärzte sind doch einfach nur blöde."
Das hängt aber auch mit der Hierarchie zusammen, die schon im Studium anfängt. *kopfkratz*
 
hal9000
ja, wer einen arzt in der familie hat oder selber einer ist, wird wissen, was es eigentlich kostet, arzt zu sein. wie lange es dauert, bis man facharzt geworden ist, welchen zeitaufwand man für "seine" patienten aufbringt und man eigentlich 25 stunden täglich im dienst ist und wieviel zeit fürs familienleben bleibt. und ja, 100000 € sind der durchschnitt für den kassenärztlich tätigen hausarzt in deutsche land.



Ach die armen Ärzte

Ob die auch mal schauen wie andere Arbeiten, immer nur aus ihrer Sicht

Ich komme aus der Architekten Ecke und wir haben nicht weniger zu tun.

Letztens habe ich meinen Hausarzt gewechselt weil der nichts drauf hatte ausser abkassieren

Ok dann wollte ich meine Krankenakte abholen damit mein neuer Arzt einen überblick bekommt
Mein neuer Arzt hat gesagt die müssen mir die Akte geben weil es mein Eigentum ist

Hmm ok ich dort hingegangen und wollte sie holen die Sprechstundhilfe wollte sie mir nicht geben, als ich sie darauf hingewiesen habe das es mein Eigentum ist wollte sie auf einmal 30 € von mir, das habe ich nicht eingesehen und bin wieder zu meinem Neuen Arzt der war total Überrascht er sagt mir das die 30€ nicht zulässig wären weil es dafür keine Abrechnungs Position in der Ärzte Abrechungs Verordnung gibt.
Er hat dann selber dort angerufen und hingewiesen das er das der Arztekammer melden würde wenn sie weiter bocken daraufhin kam dann die Akte

Ein anderer Arzt wollte für 2 Kopien von einem Befund 2 €

Wenn ich sowas mit meinen Bauherren machen würde würden die mich aus lachen


Ich sage mal die Golden Zeiten unserer Eltern sind vorbei so ist das halt heute

den anderen geht es auch nicht besser
 
Zuletzt bearbeitet:
ach die armen architekten. wenn sie es gewußt hätten, wären sie ärzte geworden.

lieber MrPsst, du bist architekt. ich kann nicht zu dir kommen, wenn mein blinddarm schmerzt oder anderes. und ich kann nicht zum arzt gehen, wenn ich ein haus gebaut haben will. wenn dein arzt dich abkassiert hat, wäre es vermessen daraus auf andere zu schliesen. ich sag ja auch nicht, das architekten nix taugen, nur weil der , den ich persönlich kenne, ne niete ist. und den unterschied zwischen privat und gesetzlich versicherten kennst du sicher? der privatpatient wir ggf schon mal höher belastet. ggf auch abkassiert. udn da kostet jeder handgriff schon mal was, wenn es sich mit der gebührenordnung vereinbaren läßt oder wenns der kunde/ patien zahlen will. ich bezweifel aber, das ein architekt eine höhere arbeitsbelastung als ein arzt hat. egal ob angestellter oder freiberuflicher arzt.

das es nicht mehr so wird, wie "früher" ist mir auch bewußt. eine gewisse differenzierung der einkommen entsprechend der berufe wird es aber immer geben. neid ist dabei aber unangebracht. es hat theoretisch jeder die möglichkeit gehabt, einen besser bezahlten beruf zu ergreifen.
 
Ich will damit nur sagen die sollen net so viel jammern anderen geht es auch nicht besser

Und sie müssen genauso viel arbeiten, und haben ähnlich viel Verantwortung wie Ärzte
aber diese Berufsgruppen Jammern net auf dem Niveau von Ärzten

Oder sieht ihr euch als was wichtigeres an

Und ich habe auch Arzte in der Verwandtschaft und die sagen mir das sie früher schon sehr viel abrechnen konnten und sich die Taschen voll stopfen konnten

Vielleicht haben sie es übertrieben so das die Heutigen Ärzte das ausbaden müssen

ggf auch abkassiert. udn da kostet jeder handgriff schon mal was,

Ja die wollen sich jeden Furz bezahlen lassen
 
Zuletzt bearbeitet:
Farmer schrieb:
... Von einem Kollgen der Vater ist Finanzbeamter und der sagt, dass er keinen Hausarzt hat, der mit weniger als 100000 nach Hause geht.....

Ja ja, die Bekannten der Bekannten sagen immer....
Das ist totaler Blödsinn und völlig verallgemeinert. In meiner Familie sind zwei Hausärzte und die gehen bei nicht mit 10T nach Hause, sondern mit weit weniger. Dafür würde ich mir persönlich nicht den Allerwertesten Aufreißen, wenn ich sehe, wieviele stunden die Arbeiten und dann noch die Abrechnung machen und Verantwortung tragen für Assistenten und Schwestern. Da habe ich mit meinem Job mehr Netto als die.

Klar gibt es Ausnahmen, aber von denen darf man nicht verallgemeinern. Es ist ja auch kein geheimnis, das deutsche Ärzte im Ausland besser verdienen als hier. Also von 10.000 kann keine Rede sein.
 
Ich hab auch von 100.000 gesprochen, die man auch noch versteuern muss:freak:
 
MrPsst schrieb:
Letztens habe ich meinen Hausarzt gewechselt weil der nichts drauf hatte ausser abkassieren
+
Farmer schrieb:
Ich hab auch von 100.000 gesprochen, die man auch noch versteuern muss:freak:

Das ist es wahrscheinlich. Wenn du als Arzt nur von Kassenpatienten leben willst reicht das einfach nicht aus. Das heißt du musst oder solltest Extraleistungen verticken. Die Frage ist doch ob man diese als Patient immer braucht. Bei Kassenleistungen gibt es wenigstens noch jemanden der das kontrollieren würde. Bei privaten Leistungen muss man sich selber kümmern. Aber genau das sind ja die Ziele aller Reformen. Mehr Selbstbestimmung, weniger Vertrauen, mehr Eigeninitiative, mehr Kosten am Ende.
 
Dann habe ich mich wohl falsch ausgedruckt.

Ich meinte ein jährliches Bruttoeinkommen von 100000.
 
slickride schrieb:
eine frage, die durch diese berichte noch nicht beantwortet wird.

wenn auf meinem tische eine artzrechung liegt mit einem posten "ausführliche hautuntersuchung" - 80€, welche faktisch nur 10sec gedauert hat oder ein briktest in höhe von 130€ aufgeführt ist, bei welchem ein materieller aufwand von villeicht 10€ entsteht, dann geht doch ein großteil dieser einnahmen auf die haben-seite.

Ich denke, das Grundproblem liegt im Know-How der Patienten. Man erhält eine Dienstleistung und kann sie fast gar nicht bewerten. Solche Fälle sind eigentlich ziemlich selten, denn meistens weiß man nach dem Kinobesuch oder der Busfahrt ja, ob das ganze gut oder schlecht war. Ärzte werden daher danach bewertet, ob sie Vertrauen ausstrahlen oder nicht.

Da liegt es nahe, dass der Arzt seinen Gewinn recht einfach maximieren kann. Und die Krankenkasse (japp, es gibt eindeutig zu viele und fehlt der Wettbewerb) ist nicht dabei, sie kriegt nur Unterlagen und muss daraus schlau werden. So entsteht letzten Endes auch die Forderung nach der Pauschalbezahlung, die einen Beitrag dazu liefern soll, dass die Gesundheitskosten nicht noch schneller steigen.

e-ding schrieb:
Ein Arzt verfügt i.d.R. über einen überdurchschnittlich langen Bildungsweg, ist überdurchschnittlich qualifiziert, arbeitet überdurchschnittlich und es besteht ein überdurchschnittlicher Bedarf auf dem Arbeitsmarkt.
100.000€ entspricht, gemessen an der Lesitung, nicht einer sonderlich hohen Dotierung.
Du weißt ja, dass unser Einkommen durch Arbeit nicht durch die Leistung, sondern durch die Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt zustandekommt. Gerade bei der Situation, die jetzt im Osten stattfindet, frage ich mich, warum nicht mehr Studienplätze geschaffen werden, so dass nicht nur Abi-Kanditen mit 1,5 zugelassen werden. Vielleicht ist das aber auch beabsichtigt, dass man nur die klügsten und fleißigsten Köpfe an uns herumschnippeln lassen will ;)

Ich könnte damit leben, wenn Ärzte in Deutschland 40.000€ brutto nach Hause tragen. Für gewisse Jobs sollte mehr als nur der Anreiz zum Lebensunterhalt da sein und ich möchte ungern selbst erleben, wie ein unmotivierter Arzt einen dauerhaften Schaden verursacht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Also ich finde auch das ein Arzt i.d.R. zuwenig verdient. Dabei sind die in den Krankenhäusern, sofern sie nicht Chefarzt sind noch am stärksten betroffen.

Warum ist das so ?

Zum einen an dieser tollen neuen Kassen-Regelung.
*Sarkasmus ein*Wer konnte ahnen das durch das zwischenschalten einer weiteren Bürokratischen Einrichtung, am Ende noch weniger rauskommt *aus*

Wobei ich mich immer wieder Frage warum andauernd die Politiker was ändern müssen, denn meist is es schlechter als vorher.

Zum anderen muss man auch bedenken das die Menschen älter werden und so viel schlimmer bzw. teuere Methoden angewendet werden um einen noch am Leben zu halten. Über 80% seiner Beiträge werden in den letzten zwei Wochen seines Lebens ausgegeben.

Trotzdem bin ich der Meinung das man die Mrd.€ (ein Teil der Tabaksteuer)die gegen den Terror ausgegeben werden, von denen in Detschland ja 1000de sterben, besser für die medizinsche Versorgung ausgegeben werden sollte. Wenn man bedenkt das in Deutschland mehrer 10.000 Menschen jedes Jahr wegen Fehldiagnosen, Ärztefusch oder Hygiene sterben. Gegen son überarbeiteter Arzt ist doch son oller Taliban noch nen Weisenknabe.
 
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