PC-Aufrüstung für das Studium

Registriert
Sep. 2012
Beiträge
6
Hallo,

mein Studium neigt sich langsam dem Ende entgegen und für meine Abschlussarbeit muss ich wohl eine Vielzahl von Strömungssimulationen und Berechnungen durchführen. Mein bisheriger PC (Core2Duo E8400, 8GB DDR2-Ram) hat zwar tapfer durchgehalten, ist jetzt, insbesondere bezüglich des Arbeitsspeichers, an seine Grenzen gestoßen.

Daher steht eine Aufrüstung an. Das Problem ist jedoch, dass ich nicht mehr als 400€ ausgeben will und kann, das Gute ist, dass ich nur Mainboard, Arbeitsspeicher und Prozessor benötige.

Ich habe inzwischen leider vollständig den Überblick verloren, was gut und was schlecht ist und vor allem wo der momentane Stand der Technik liegt. Das einzige was klar ist, ist dass 24GB DDR3-Ram rein soll, dafür kann ich also schonmal rund 100€ vom Budget abziehen.

Beim Prozessor tendiere ich bisher zum Intel Core i5 2500K, die AMD-Prozessoren bieten zwar für das selbe Geld doppelt so viele Kerne, aber die Benchmarks die ich auf die schnelle finden konnte waren nicht sehr überzeugend. Insbesondere die geringere Verlustleistung des Intel-Prozessors überzeugt mich.

Daher meine Frage an euch, welchen Prozessor würdet ihr empfehlen. Die Spieleleistung ist unwichtig, in erster Linie sollen Strömungssimulationen und Berechnungen mit MATLAB auf dem PC laufen. Lohnen sich die 8-Kerner von AMD für diesen Zweck oder ist doch ein Intelprozessor sinnvoller. Wenn ja, ist der Intel Core i5 2500K in Ordnung, oder sollte man lieber ein aktuelleres Modell wählen.

Gruß und vielen Dank im Voraus,
die.ente.wurzel
 
ein i7 3770k muss dann da rein. Der ist durch HT noch besser für berechnungen.
 
Andere Ideenrichtung:
Lohnt es sich vielleicht, in eurem Fachbereich nach Laborleistung zu fragen?
Oftmals kann man doch den Laboringenieur, bei einem Kaffee, gut davon überzeugen, etwas Laborunterstützung und Rechenzeit zu erhalten (z.B. Nachts).
Ich kenne natürlich deine Uni nicht, weiß aber von verschiedenen Unis, dass bei Abschlussarbeiten mit einem Gespräch viel machbar ist.

Aber du darfst natürlich trotzdem aufrüsten ;-)

Du solltest vorher sichergehen, dass Matlab deinen Code auch parallelisieren kann. Ich habe wenn nur mit Mathematica gerechnet, da ginge das. Wenn Matlab es nicht hinbekommt, bringt dir leider auch der 8-Kerner nichts.
 
nimm doch einfach meine CPU plus ein günstiges Board aus dem FAQ, dann kommst du ingesamt sogar unter 400 euro und hast ordentlich Power durch HT. Wenn du eine iGPU brauchst müsstest du den etwas besseren Xeon nehmen, sollte aber immer noch günstiger als ein i7 3770k sein.
 
@ Naesch: Danke für die schnelle Antwort. Bringt das Hyper Threading denn auch etwas, wenn nur ein Prozess (auf mehreren Kernen) läuft, oder nur dann, wenn ähnliche Prozesse parallel laufen. Also beispielsweise zwei Strömungssimulationen auf jeweils einem Kern, oder aber eine Simulation auf zwei Kernen.

Das Problem ist, dass ich nur eine begrenzte Anzahl an Lizenzen zur Verfügung habe und somit nicht auf jedem Kern eine eigene Instanz des Strömungslösers starten kann. Eine Instanz auf zwei Kerne zu verteilen geht jedoch mit einer einzelnen Lizenz.

@ Keepers: Auf Arbeit habe ich einen guten Rechner, allerdings muss ich zur Wartung und Betreuung dann entweder immer jemanden vor Ort anstellen oder eben hinfahren (Fahrtweg > 1h). Ein Zugang von zu Hause über SSH und Co. ist leider nicht möglich. Daher würde ich gerne vieles nach Hause auslagern ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
Naesh schrieb:
ein i7 3770k muss dann da rein. Der ist durch HT noch besser für berechnungen.

Du weißt schon, dass der fast 300€ kostet oder?Da hat er noch nicht mal das Mainboard!

http://geizhals.de/761779

Profitiert dein Programm massiv von Hyperthreading?Wenn nein, bleib beim i5 (i7 wäre Geldverschwendung!).
Warum eigentlich einen Sandy-Bridge?Der Ivy i5-3570K ist Leistung/Takt etwas stärker, lässt sich aber nicht so hoch übertakten wie ein Sandy (unterschied erst bei extrem hohen Taktraten). Dazu noch ein ASRock Z77 Pro 3, wenn MikroATX, dann ASRock Z77 Pro4-M.

Willst du überhaupt übertakten?Wenn nein, dann nimm einen i5-3450 ohne K (oder ein höher getakteten i5) und das ASRock H77 Pro 4/MVP.
Ergänzung ()

Tranceport schrieb:
nimm doch einfach meine CPU plus ein günstiges Board aus dem FAQ, dann kommst du ingesamt sogar unter 400 euro und hast ordentlich Power durch HT. Wenn du eine iGPU brauchst müsstest du den etwas besseren Xeon nehmen, sollte aber immer noch günstiger als ein i7 3770k sein.

Habe gestern bitter feststellen bei einer Beratung feststellen müssen, dass der i7-3770K billiger als ein Xeon mit gleicher Taktrate kostet (zumindest Geizhals hat mir das ausgespuckt).

Edit:

24 GB?Warum so krumm?3x 8GB Module? Dann hast du kein Dualchannel mehr (wenn Speichergeschwindigkeit irrelevant, ok). Ansonsten 4x8GB =32 oder 2x8GB=16.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ob der Vorteil von Hyperthreading ausreichend groß ist müsste ich mal auf Arbeit überprüfen. Die Aussagen im Internet sind widersprüchlich. MATLAB hingegen scheint sehr stark davon zu profitieren, so dass es sich allein hierfür vermutlich schon lohnen würde.

Den Prozessor zu übertakten würde ich auf jeden Fall versuchen. Üblicherweise ist aber das Verhältnis von Rechenleistung zu Abwärme dann schlechter, so dass man zwar schneller die Lösung hat, aber eben auch mehr verheizt. Übertakten ist aber auf jeden Fall nicht essentiell für die Kaufentscheidung.

Die Obergrenze von 400€ wäre im Prinzip auch diskutabel. Von daher werde ich dann vielleicht einfach den i7 3770k nehmen, wenn er denn so gut ist. Insbesondere die geringere Verlustleistung ist bei einem 24h-Betrieb ja auch ein Faktor der bei den Kosten berücksichtigt werden muss.

Edit:
Im Moment habe ich ein Board mit 6 Speicherbänken, da wären die 24 GB Ram gut aufgegangen, da RAM aber nicht viel kostet kann man auch getrost 32 nehmen und den Vorteil des Dual Channel mitnehmen, da hast du vollkommen Recht ;). Das entstammte in erster Linie auch einer Abschätzung, ich brauche mindestens 19GB um mein Gitter laden zu können.
 
Zuletzt bearbeitet:
Bringt das Hyper Threading denn auch etwas, wenn nur ein Prozess (auf mehreren Kernen) läuft

Ja sicher bringt das etwas, das siehst du in der Regel an Encoder Tests die bei CPU Neuvorstellungen durchgeführt werden.
Nimm einen Intel der zur Zeit das beste Preis-Leistungsverhältnis hat , das wird dir bestimmt gleich noch verraten, ich weiss es momentan nicht. Wichtige Eckpunkte dabei sind hohe Frequenz und möglichst viele Kerne für derartige Berechnungen.
Als Board im Bereich von bis 100Euro blieben dir für die CPU noch 200Euro , in dem Bereich bewegt sich auch der CoreI5 3570 (Quad ohne HT) mit 3,4GHZ oder der Xeon E3-1235 (Quad mit HT) mit 3,2GHZ ... Darunter würde ich wählen.

Wenn es der 3770 sein muss, dann ohne K , den bekommst du für 270 ! Du sagtest Übertakten ist nicht so wichtig , daher einen billigeren CPU ohne K kaufen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Zitat:
Im Moment habe ich ein Board mit 6 Speicherbänken, da wären die 24 GB Ram gut aufgegangen, da RAM aber nicht viel kostet kann man auch getrost 32 nehmen und den Vorteil des Dual Channel mitnehmen, da hast du vollkommen Recht ;). Das entstammte in erster Linie auch einer Abschätzung, ich brauche mindestens 19GB um mein Gitter laden zu können.

Beachte hierbei, dass bei einer RAM Vollbestückung eventuell schnellerer RAM >DDR3-1333 nichts bringt. Da machen einige Mainboards nicht mit und laufen bei Quad-Kits nur mit 800/1066/1333 MHz Ramtakt. Bei höheren RAM-Takt eben nur im Single Mode.

Hast du zufällig eine Nvidia Grafikkarte?Wenn man der Werbetrommel von Nvidia glauben schenken mag:

http://www.nvidia.de/object/numerical-packages-de.html

Ich weiß nicht, ob das bei dir zutrifft (numerische Analytik), aber damit kannst du nochmals Zeit sparen und 2 verschiedene Programme ausführe: 1 auf der CPU eine auf der GPU (mittels CUDA).


Edit:

Fazit:

wenn Hyperthreading was bringt...
...i7-3770 K und den übertakten (=kürzere Rechenzeit, aber bessere CPU Kühler alá Thermalright Macho HR-02 oder Scythe Mugen 3)
...aber Quasi-OC: i7- ohne K und trotzdem Z77 Mainboard um Turbo Modus zu übertakten (etwas verkürzte Rechenzeit, wenn Turbo-Modus möglich, setzt aber auch einen guten CPU-Kühler voraus)
...aber Non-OC: i7- ohne K und H77 Mainboard

wenn Hyperthreading nichts bringt...
...i5-3570 K und den übertakten (=kürzere Rechenzeit, aber bessere CPU Kühler alá Thermalright Macho HR-02 oder Scythe Mugen 3)
...aber Quasi-OC: i5- ohne K und trotzdem Z77 Mainboard um Turbo Modus zu übertakten (etwas verkürzte Rechenzeit, wenn Turbo-Modus möglich, setzt aber auch einen guten CPU-Kühler voraus)
...aber Non-OC: i5- ohne K und H77 Mainboard
 
Zuletzt bearbeitet:
ich kann dir nur sagen für solche berechnungen ist HT gold wert. Der i7 3770k ist zwar teurer jedoch ist er es wert. Du hast ne gute IGP und kannst den schon schnellen Prozzi noch auf 4,X Ghz übertakten und somit noch mehr Zeit rausschlagen.
 
@ Jin: Die Geschwindigkeit des Arbeitsspeichers ist meiner Erfahrung nach nicht von essentieller Bedeutung. Allerdings sollte man, wenn man aufrüstet es gleich richtig machen, von daher Danke für den Hinweis.

Auf der Grafikkarte zu Rechnen dürfte wegfallen, da die Rechnungen mit double precision erfolgen und soweit ich weiß ist der Geschwindigkeitsvorteil der GPUs dann nicht mehr gegeben. Ganz zu schweigen davon, dass es gar nicht so trivial ist den Prozess darauf laufen zu lassen.
-----


Vielleicht binde ich einfach das Geld ans Bein und kauf den i7 3770k. Dann ist das Budget zwar doch deutlich überschritten, aber im Idealfall reicht der dann auch wieder für die nächsten paar Jahre. Außerdem sollte nach dem Studium dann ja auch mehr Geld in die Kasse kommen ;).
 
Zuletzt bearbeitet:
Xeon 1230 V2 @ ASRock H77 Pro4 + 2x 16GB DDR3-1333

Wenn ich mich nicht verrechnet habe dürfte das knapp 400€ sein.

Hält dein NT das denn ab?

Edit: ansonsten wie Basti schon sagte n gebrauchten 2600K und den noch takten, da hab ich grade gar net dran gedacht!

Gruß

J.
 
Ich habe ein Super Flower Golden Green - 600W Netzteil und nur eine passive Grafikkarte die kaum Leistung zieht, von daher sollte das Netzteil kein limitierender Faktor sein.

Einen gebrauchten Prozessor über eBay zu kaufen bringt leider nichts, da ich das ganze, mit Rechnung auf meinen Namen, steuerlich absetzen kann. Da ist dann die Ersparnis leider nicht mehr groß genug.

@ Jin1986: Hauptsächlich Linux, ja. Aber die Windows 7 Version ist auch die Professional, welche man ja über die Uni für lau bekommt, da ist dann also auch keine Limitierung.
 
die.ente.wurzel schrieb:
Ich habe ein Super Flower Golden Green - 600W Netzteil und nur eine passive Grafikkarte die kaum Leistung zieht, von daher sollte das Netzteil kein limitierender Faktor sein.

Einen gebrauchten Prozessor über eBay zu kaufen bringt leider nichts, da ich das ganze, mit Rechnung auf meinen Namen, steuerlich absetzen kann. Da ist dann die Ersparnis leider nicht mehr groß genug.

Wenn du es steuerlich mit Sicherheit absetzen kannst, dann greif zum i7-3770 K+Z77 Board!
Musst halt jetzt leider mehr Geld aufwenden!Dazu solltest du einen ordentlichen CPU Kühler kaufen (z.B. Thermalright Macho HR-02+ Orignalschraubenzieher--->sonst ärgerst dich über den Einbau!Es sei denn du hast wirklich so einen langen Schraubenzieher daheim!). Informiere dich noch, ob der Kühler ins Gehäuse passt. Ansonsten muss der Rechner notfalls mit geöffnetem Deckel rechnen (dann hast du auf jeden Fall kein Hitzeproblem! :p)

Dann lote schnell die OC-Grenzen aus (orientiere dich im Internet, wo die Grenzen liegen und probiere deren Einstellungen aus!Teste vor allem die Stabilität und Fehlerfreiheit mit Prime95, sonst sind deine Rechnungen im Eimer bzw. für den Müll).

Dann viel Glück bei der Abschlussarbeit,viel Kaffee (davon wirst du leider sehr,sehr viel brauchen in der Korrekturphase!), viele Nerven und Übersicht (du wirst wahrscheinlich deine Arbeiten TeXen).
Wenn du deine Arbeit gebunden hast, schaue nicht gleich rein...das verursacht immer Gewissensbisse (man findet immer irgendwo Fehler!).Es sei denn, du hast genug Zeit bis zum Abgabetermin!Ansonsten informier dich vorab, ob die Druckerei Expressbindung machen oder am Samstag auf haben (innerhalb von 4 h).
 
Zuletzt bearbeitet:
@ Jin1986:

Dann werde ich das so machen, vielen Dank für die Ratschläge. Und keine Sorge, ich habe noch viel Zeit bis zur Abgabe und es sieht auch nicht so aus als würde diese Arbeit so stressig werden. Inzwischen hat man dann ja doch viel Erfahrung mit wissenschaftlichen Arbeiten gesammelt und das Latex-Template ist über die Jahre gewachsen und modularisiert, so dass ich dem eigentlich sehr entspannt entgegenschaue. Schlimmer als Paper schreiben kann es ja nicht werden xD.
 
Jin1986 schrieb:
Hast du zufällig eine Nvidia Grafikkarte?Wenn man der Werbetrommel von Nvidia glauben schenken mag:

http://www.nvidia.de/object/numerical-packages-de.html

Ich weiß nicht, ob das bei dir zutrifft (numerische Analytik), aber damit kannst du nochmals Zeit sparen und 2 verschiedene Programme ausführe: 1 auf der CPU eine auf der GPU (mittels CUDA).

Dem kann man, fast uneingeschränkt, glauben. Aber nicht vergessen, dass CUDA und die Grafikkarten mit ihren Shadern auf SIMD (Single Instruction Multiple Data) ausgelegt sind.

Ist das, was du berechnen willst, dafür also nicht geeignet, hast du keinen Vorteil.
 
Zurück
Oben