PC Netzteil als 12V Spannungsquelle umbauen

X-TR4

Captain
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hallo, ich will ein bzw 2 ATX Netzteile als 12V Spannungsquelle umbauen.

Nun ist es ja so, dass man ein PC NT nicht ohne Last betreiben soll. Eigentlich dachte ich mir, da ja die 12V leitung belastet ist wäre das OK, aber nun habe ich öfters gelesen dass die 5V Leitung belastet werden muss (~5Ohm Widerstand) Aber dann auch wieder, dass dies nicht bei allen NT so ist.
Also wie finde ich das jetzt raus (Angeblich soll bei NTs die über 5V regeln dann die 12V spannung sehr niedrig sein ohne Belastung)
Habe es bereits mit einem NT getestet, also an CarHifi endstufe angeschlossen. Ergebnis: Läuft.. habs ca 30 min laufen lasten. Die Spannung ist bei stärkeren Bässen immer so auf 11,5V eingebrochen (was ja noch OK ist)

und dann noch eine weitere frage. Da ich recht viel Leistung brauche, hatte ich vor 2 NTs parallel (also die 12V) zu schalten. Könnte es probleme geben (weil bei einem z.B 12,2V und beim anderen 11,9V anliegen)?

mfg.
 
Also das Parallelschalten kann auf kurze Zeit funktionieren, aber länger fristig gibt es Probleme, wegen der Ausgleichsströme.
Man sollte die Finger davon lassen, weil im besten Fall geht nur ein Netzteil ein, im schlechteren der Verstärker.

Wenn man das Netzteil schon als 12V-Versorgung verwendet, sollte man nach Möglichkeit die nicht benötigten Schienen auslöten, weil sie sonst nach einer gewissen Zeit einen Kurzschluss haben können.

Schlussendlich ist noch zu sagen, das Computerschaltnetzteile nicht sehr sinnvoll für Audioanwendung sind, weil sie einfach die Klangqualität stören und da sogar teure Autoverstärker gegen mittelmässige Heimverstärker verlieren.
 
Dass ein PC NT nich optimal geeignet ist ist mir auch klar, aber sagen wir mal, dafür wo ich es brauche habe ich keine andere möglichkeit, als eine Auto Endstufe zu verwenden und sie muss von irgendetwas über 230 -> 12V versorgt werden.

Was sollte an der ES kaputtgehen? Das schlimmste was IMO passieren könnte wäre extremer Spannungseinbruch und evtl durchbrennen der Sicherung im NT, und von zu wenig Spannung geht doch nichts kaputt..

Wenn man das Netzteil schon als 12V-Versorgung verwendet, sollte man nach Möglichkeit die nicht benötigten Schienen auslöten, weil sie sonst nach einer gewissen Zeit einen Kurzschluss haben können.
dass müsstest du mir mal erklären..

Was mich jetzt noch besonders interessiert ist die sache mit den 5V..
 
Alle Spannungsschienen trennen sich im Netzteil an einem bestimmten Punkt, ab diesem kann man einfach die Trafos, Spulen und so weiter auslöten und die anderen Schienen funktionieren weiterhin, es ist nur so, das die anderen halt nicht mehr vorhanden sind.

Das Problem bei Schaltnetzteilen ist, das sie bei einem Schaden dazu neigen, die Spannung schlagartig steigen zu lassen, eher selten kommt keine Spannung mehr, deswegen hat jedes Netzteil eine OVP (overvoltageprotection), wenn diese jedoch beschädigt wurde oder sich durch unsachgemässen Gebrauch verabschiedet, funktioniert sie halt nicht mehr.

Also beim Auslöten einfach das Layout ansehen und zurück verfolgen, dann kommen nur die Steuersignale von einer Einheit, die kann man einfach drin lassen, die spricht einen FET an und dann gibt es noch am Ausgang ein Rückmessung, alles auf dieser Seite kann ohne Problem ausgelötet werden.

Ich weiß zwar nicht welche Anwendung du machen willst, aber wenn du 230V zur Verfügung hast, kann man auch noch eine normale Endstufe nehmen. Wenn man das ganze im Auto betreiben will, liefert der Bleiakku eine deutlich bessere Spannung als ein Schaltnetzteil.
Für andere Anwendungen muss man in einem Auto so und so irgendwie den Bleiakku loswerden, von der Versorgung und dann braucht man so und so mehr Teile und dann findet sich fast immer eine bessere Lösung.
 
Aber warum sollten diese schienen dann zu einem Kurzschluss neigen?


deswegen hat jedes Netzteil eine OVP (overvoltageprotection)
eben, und auf die vertraue ich jetzt einfach mal. genauso sollte sich ein NT bei überlast ja auch abschalten.

Das problem ist, das ganze muss transportabel sein(Batteriebetrieb), aber auch eine Einspeisung über das gewöhnliche Stromnetz sollte es geben. Da wüsste ich jetzt nichts anderes als Car-Hifi verstärker und irgendein NT, das aus 230 12V macht, und da bieten sich ja vom P/L verhältnis PC NTs an
 
Wenn die Schienen keine Last haben, dann liegt die Ausgleichsspule im Leerlauf und durch den Strom der dann entladen werden muss, neigen die FET´s zu einer Überlast, der einen Kurzschluss der parallel liegenden Kurzschlussdiode zu Foge hat, nach einer gewissen Zeit, passiert normalerweise nicht sofort, aber irgendwann.

Die OVP ist zwar schön und gut, aber wenn die Last wie bei Audioanlagen immer wieder extreme Stromsprünge aufweist, kann diese einfach eingehen, weil sie dafür nciht spezifiziert ist und bei billigen Netzteilen spricht sie manchmal gar nicht oder zu spät an.

Also genau für diesen Zweck kann man auch eine USV verwenden oder einfach nur die Logik mit einem Bleiakku und fertig ist es.
Netzteile kann man ruhig mal verwenden wenn man schnell mal eine Spannung braucht oder halt ein wenig Strom auf 12V, 5V oder 3,3V, aber für eine Dauerverwendung bei maximler Last kann ich dir nur abraten, weil es einfach sehr schlecht um die Lebensdauer der Komponenten steht.
 
Problem ist nur, eine USV ist doch leicht teuer.. Wenn man iwie über 12V rauskriegt.. (soll ja teilweisegehen) könnte man es auch als Ladegerät für eine Autobatterie verwenden.

Dann wäre meine ide, einfach NT und Batterie parallel zu schalten
 
Also du willst ein Schaltnetzteil, das keinerlei Begrenzung bis auf einen Abschaltung hat, mit einer Batterie parallel schalten, die ohne Strombegrenzer locker mal mehr als 200A saugt schalten.

Sag mir bitte wie es dem Netzteil danach geht, ich bin mir sicher, das es nicht funktioniert.

Du brauchst eine Steuerelektronik, ohne diese geht es nicht, egal was du machst und für die Stromstärken die du haben willst, wirst du locker mal 100-200€ ausgeben und da kann man sich gleich mal eine USV-Elektronik holen und dann noch die Bleiakkus hinzuschalten.

Netzteil als Ladegerät geht auch gar keinen Fall, weil die Batterie mehr Spannung zum Laden braucht und das Netzteil entweder sofort abschaltet oder sich auf einen langen Weg macht.
Weiters wenn du eine grosse Anlage im Auto mit einem Netzteil betreiben willst, kannst gleich auch einen Drehstromanschluss holen, weil 2000W für ein normales Audioosystem ist zu wenig.
Die Pufferkondensator die man normalerweise im Auto einsetzt, kannst du nicht mit einem Netzteil kombinieren.

Wenn du vor hast eine mobile Anlage zu bauen, dann nimm einfach eine USV mit defekten Batterien und kauf dir ein paar Bleiakkus dazu, einer wird wohl kaum reichen, wenn du es länger betreiben willst.
 
Die Ausgangsspannung kann man ja einstellen (im gewissen rahmen) Die frage wäre sicher ob das NT 13,8V mitmacht, aber das müsste man testen..

Also Logisch stelle ich mir das NT einfach als schwache lichtmaschine vor, die in den Stromkreis gebracht wird. dass die batterie soviel saugt wusste ich net, aber es ist ja auch möglich die batterie mit solarzellen (die warsch weit von auch nur 1A entfernt) sind zu "laden", bzw leckströme auszugleichen. Wie schauts denn mit nem normalen ladegerät für ne Autobatterie aus, das liefert ja mit sicherheit auch keine 200A.. Und wenn da so ein Strombegrenzer integriert ist, sollte er ja nicht so teuer sein..

mfg
 
Wenn du dich gut mit Elektronik auskennst, dann kannst du die Ausgangsspannung einstellen, muss aber ehrlich sagen, es kommt mir nciht so vor.

Zum Laden verwendet man zwischn 14-14,5V und das liegt schon innerhalb der OVP.
Das Nezteil kann nicht als Lichtmaschine angesehen werden, weil eine Lichtmaschine mal viel mehr Strom liefert und zweitens nur einbricht, wenn man zuviel Strom zieht und nicht beginnt die Spannung nach oben zu treiben und plötzlich die Halbleiter über dem Limit zu betreiben.

Solarzellen eignen sich zum Laden, das sie einfach den Strom liefern den sie können, ein Netzteil hat aber keinen Strombegrenzer, sondern nur eine OCP, bedeutet wenn zuviel Strom gezogen wird, schaltet es ab und nicht, es liefert den maximalen Strom. Gleiches gilt für ein Ladegerät.

Eine normale Batterie ist bei einem Kurzschluss ohne weiteres möglich 1-1,5kA zu liefern, für modernen Dieselmotoren müssen 200-400A zum Starten geliefert werden. Das sind alles extrem Werte, aber wenn die Batterie eine höhere Spannung liefert, dann fliesst dieser Strom in das Netzteil (normale Ladegräte haben dazu Polaritätserkennung) und fängt an diese zu braten.
Ein PC-Netzteil ist nie dafür vorgesehen, das plötzlich Spannung auch von der anderen Seite kommen kann.

Alles in allem ist es einfach eine schlechte Idee.

Eine USV ist besser und die hat alles, die hat jegliche Elektronik um auf alle Fälle vorbereitet zu sein und sichert dir zu, das alles läuft.
Zum Austesten eines Autoverstärkers ist ein Netzteil gerade gut genug, für einen Dauerbetrieb und noch dazu dein seltsames Vorhaben, ist es einafch nicht gedacht und auchh nicht geeignet.
Deshalb bestehen auch Audioverstärker zu gut der Hälfte aus einer Spannungsversorgung um alles zur Verfügung zu stellen.
 
Inwieweit ich mich in der Elektrotechnik auskenne soll hier mal nich asl Diskussionsstoff dienen.

Fakt ist, es ist ohne allzugroßen Aufwand möglich die Spannung auf 13,8V zu erhöhen, desweiteren ist es auch möglich die OVP zu verändern (zu beiden gibt es auch mehrere Anleitungen bzw erfolgreiche Projekte)
Ladeschlussspannung der Batterie ist 14,2V glaube ich, wenn ich das NT auf 13,8 bringe würde das aber voll ausreichen, ich will sie ja nicht 100% aufladen. In dem Fall wäre auch die möglichkeit einer höheren Spannung seitens der batterie nicht gegeben.
Lassen wir das mal aussen vor, und nehmen an, ich würde es irgendwie hinkriegen, dass das NT 13,8V liefert und auch die OVP daran angepasst ist.

Bliebe noch 1 problem: Der hohe Strom. Also Müsste man was finden um die Abschaltung zu verhindern/den Strom zu begrenzen
dazu hab ich das gefunden:
Die Abschaltung kann durch auslöten einer Diode deaktiviert
werden. Bei einem Kurzschluß wird die Spannung automatisch durch
die Maximalstromeinstellung heruntergeregelt, Regelung durch den
2.OP in TL 494 PIN 15 und 16. (erprobt)
Werd ich mir morgen mal genauer ansehen alles



jedenfalls. Wenn das NT nun irgendwie dazu gebracht wurde 13,8V und zb max ~20A zu liefern, wäre es doch kein problem es so wie gedacht einzusetzen? oder habe ich was übersehen
 
Also wenn du dir soviel Aufwand machen willst, dann mach folgendes.
Nimm ein paar Schottkydiode
http://at.farnell.com/1351309/halbleiter/product.us0?sku=international-rectifier-60ctq045pbf
als Polaritätsschutz, die halten locker vieles aus und es verabschiedet sich nicht das Netzteil.

Weiters bau dir eine Strombegrenzung
Nimm einen MOSFET mit genügend grossen Kühlkörper und miss den Strom über einen Shunt zurück, dann noch eine OPV-Schaltung und dann regelst du bei 20A ab und sperrst den FET, musst ihn aber mit guten Kühlblech ausstatten.
z.B. http://at.farnell.com/1208657/halbleiter/product.us0?sku=fuji-electric-2sk3586-01

Damit ist das Netzteil dann abgesichert und du kannst mit deinen Lösungen weitermachen.
Aber wie gesagt nimm beim Einschalten Abstand und ich würde dir wirklich raten mal ein Schlatnetzteil durchzurechnen, dann kommst auch drauf, warum das Ding so schlecht für deinen Zweck geeignet ist.

Natürlich kannst die Strombegrenzung auch direkt im Netzteil machen, dann musst einfach die Rückkopplungsleitungen finden und dann dort den Schaltzeitpunkt, bei zu grosser Stromaufnahme zurückregeln.
 
Zuletzt bearbeitet:
Um eine Bleibatterie zu laden sollte man sie mit 1/10 der Stromkapazität (!00 Ah mit z.B. 10A Ladestrom) ca 14 Std laden. Bei erreichen der Ladeendspannung von 13,8V muß der Strom dann bis auf 0 zurückgeregelt werden.
Mit einem PC-NT ist das schwer und nur mit größeren Umbauten machbar.
Am besten gehts mit einem kräftigen Netzteil, das eine Strombegrenzung und keine Abschaltung hat.
Die Ladeendspannung sollte als max. Spannung im Leerlauf eingestellt werden.
Dann erfolgt die Ladung so lange mit dem max. Ladestrom des Akkus, bis die Ladeendspannung erreicht wird. Mehr kann das Netzteil nicht und der Ladestrom geht automatisch zurück.
Den Aufwand sollte manbetreiben. Die Batterielebensdauer wird es danken.
 
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