Die Idee an sich ist sicherlich benutzerfreundlich und nobel, keine Frage.
Was das Rechtliche betrifft:
Gerade, weil wir uns im nichtgewerblichen und unentgeltlichen Bereich befinden, wäre es kein Problem, die Haftung des Helfers auf Vorsatz und gröbste Fahrlässigkeit zu beschränken (das Vergessen von Mobo-Abstandshaltern ist zweifellos fahrlässig, jedoch nicht grob (gröbst) fahrlässig; ebenso etwa das Abrutschen mit dem Schraubenzieher bei der Montage eines CPU-Kühlers und der damit verbundenen Beschädigung des Mobos).
Der Haftungsausschluss könnte sowohl über Quasi-AGBs (bindende Richtlinien für die Inanspruchnahme eines "CB-Helfers") als auch direkt vertraglich erfolgen (es müsste für die Helfer ein entspr. Formular zum Ausdrucken bereitgestellt werden).
Jedoch sehe ich folgende Schwierigkeiten:
Erstens ist das deutsche Haftungsrecht (wie auch das übrige Recht) einem ständigen Wandel unterzogen, d.h. es ändert sich. Klauseln, die heute wirksam sind, können morgen unwirksam sein.
Worauf ich damit hinaus will: Niemand, nicht die Moderation / Administration und auch kein User kann eine dauerhafte Überprüfung der Klauseln leisten. In der Geschäftswelt erteilen daher Unternehmen ihren Anwälten Daueraufträge hinsichtlich der Aktualisierung und Anpassung der AGBs.
Da so etwas (viel) Geld kostet, scheidet die Überprüfung durch einen Anwalt aus und macht die Klauseln daher angreifbar.
Ein zweiter Punkt der mir in den Augen brennt:
Letztendlich würde diese Aktion unter dem Namen von ComputerBase laufen.
Unsere Administratoren würden die Personen gar nicht kennen, die in ihrem Namen in die Welt hinausgehen und fremde PCs zusammensetzen.
Alles, was an negativen Dingen hierbei passiert, würde letztendlich CB zur Last fallen bzw. angerechnet werden. Es ist ja bekannt, wie wenig Fähigkeit zur Differenzierung in unserer Gesellschaft vorherrscht: Nicht der konkrete Helfer ist im Zweifelsfall allein Schuld, sondern CB ist ein völlig inkompetentes Forum...

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Würden die Admins die Leute, die da in ihrem Namen tätig werden, persönlich kennen und für kompetent erachten, dann wäre das sicher kein Problem; da dem aber nicht so ist habe ich meine Zweifel, ob der Administration ein solches Konzept zusagen wird.
Ich zumindest hätte an ihrer Stelle einige Bedenken.
MfG,
Dominion.