Petition gegen Bundestrojaner

thommy86

Commander
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März 2009
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2.524
Hallo liebe Internetgemeinde,

unter www.avaaz.org kann man eine petition unterzeichnen gegen den Bundestrojaner.
Man braucht 100.000 Unterzeichner zusammen, damit es im Bundestag geklärt werden kann.
Wer mitmachen möchte kann gerne unterzeichnen.
Hoffe bekomme kein Ärger von ein Moderator, aber was soll ich machen wenn CB kein Thema dazu macht? :freak:
 
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Ich finde den Bundestrojaner gut.

Der ist so gut, das IHN noch keiner gesehen hat.

Die Unterschriftenaktion ist gegen den Bayerntrojaner. Harmlos und Blöd vor den Leuten eingesetzt, die uns Beschützen sollen. Da bleib ich lieber ungeschützt.
 
Oh man, typisch für das Demokratieverständnis heutiger Jugendlicher..."Keine Ahnung", aber Hauptsache 'ne Online-Petition aufgemacht, wenn man dann noch zusätzlich mal irgendwo "Like" drückt, gilt das dann schon als respektables politisches Engagement :freak:.
 
die Seite ist in keinster Weise unseriös.

Zwar ist es korrekt, dass bei den Petitionen über den Bundestag 50.000 Stück reichen, damit es der Petent im Bundestag "vortragen" darf. Aber darauf nimmt avaaz.org ja auch gar keinen Bezug. Sie wollen 100.000 Stück sammeln und übergeben ... es steht aber weder etwas davon da, dass diese Zahl unbedingt gebraucht würde ... von "wir brauchen 100.000 sonst kümmert sich der Bundestag nicht drum" steht da nicht das Geringste.
 
Damien White schrieb:
Finde ich auch sehr unseriös und ich werde mich definitiv nicht auf dieser Seite anmelden...

schade das von CB es keiner ernst nimmt, als wäre es denen egal mit den Bundestrojaner, das uns die Regierung die Gesetze verletzt:freak:
Unsere Regierung ist kriminell
 
Jo und dann ner Unbekannten Seite iwelche Daten geben XD nein Danke. Sind dann vermutlich auch noch die dabei wo gegen Facebook wettern.
Jeder wie er möchte aber da unterschreibt man noch einfacher für Occupy Wall Street.
 
Als Threadersteller würde ich mich nicht zu Äußerungen hinreißen lassen, die zum unsachlichen Schlagabtausch und damit zum frühzeitigen Close führen können.

Der Vorwurf, eine Regierung sei kriminell (völlig egal welche), ist keiner, den man als Zweizeiler präsentieren sollte. Ein wenig mehr Recherche und Hintergrundinfo sind angebracht, schließlich bist du es doch, dem das Thema unter den Fingern juckte.

@Angsthasen:

Schaut doch erstmal, was Avaaz überhaupt ist, so geheim ist die Stiftung doch nicht mehr. Und wenn euch das immer noch nicht gefällt, googeln nach Petition und Bundestrojaner bringt einige Alternativen hervor.
 
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SB94 schrieb:
@thommy86:

bis zu dem Zeitpunkt der Veröffentlichung der Presse durch den Chaos Computer Club wusste kein Regierung, weder auf Staats-, noch auf Landesebene, dass der Trojaner verfassungswidrig war. Da hat irgendein Programmierer scheiße gebaut und die Behörden, welchen den Trojaner einsetzten hatten nicht die technischen Kompetenzen den Trojaner zu überprüfen. (Vermutung)

Wenn sie nicht wußten, wie dilletantisch dieses Programm war, wäre das eine noch größere Katastrophe, als wenn sie das einfach ignoriert haben sollten.
 
Das Ding ist, dass der Trojaner zwar verfassungswidrige Dinge beherrscht, aber diese Funktionen nicht unbedingt genutzt werden müssen. Die Einhaltung der Rahmenbedingungen liegt im Rahmen des Anwenders.

Ein Vergleich mit einem Messer: Im Gesetz steht indirekt: "Messer dürfen nicht zum Morden genutzt werden."
Trotzdem beherrschen Messer die Funktion des Tötens, wenn der Benutzer es möchte. Ist das Messer jetzt Gesetzeswidrig?

Edit:

Da mein Post aufgrund einer etwas vulgären Ausdrucksweise entfernt wurde, möchte ich mich an dieser Stelle entschuldigen und selber zitieren (natürlich ohne angesprochene Ausdrucksweise):
@thommy86:
[...]
bis zu dem Zeitpunkt der Veröffentlichung der Presse durch den Chaos Computer Club wusste kein Regierung, weder auf Staats-, noch auf Landesebene, dass der Trojaner verfassungswidrig war. Da hat irgendein Programmierer scheiße gebaut und die Behörden, welchen den Trojaner einsetzten hatten nicht die technischen Kompetenzen den Trojaner zu überprüfen. (Vermutung)

Aber das wichtigste: Der Trojaner wurde 2009 eingesetzt und im November 2008 geliefert. Unsere Regierung kam aber erst ENDE 2009 an die Macht.
[...]
 
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@ SB94

Nicht alles, was hinkt ist ein Vergleich ... :rolleyes:

1.) Bei einer Software ist es ziemlich einfach nur das zu programmieren, was sie auch können darf ... was man braucht.

2.) Die Software hinterläßt ein Sicherheitsloch im "befallenen" Rechner. Und darüber hinaus gehen die aufgefangenen Daten über Server der USA (Datenschutz) und die Verschlüsselung ist Mist.
 
@keldana:

der Tojaner wurde allerdings nicht nur für den Einsatz in Deutschland konzipiert. Es gibt mehr als einen Kunden. Geliefert wurde er auch an die Niederlande, Österreich und die Schweiz, weshalb sich der Hersteller "DigiTask" nicht auf nationales Recht festlegen konnte/wollte. Zudem weiß ich nicht, ob 2009 als der Trojaner eingesetzt wurde, die Sicherheitslücken so massiv waren (Technik wandelt sich). Ich zitiere den Hersteller: „Es ist durchaus möglich, dass im November 2008 gelieferte Software heute nicht mehr den Sicherheitsanforderungen entspricht.“
 
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@ SB94

Richtig ist, dass sich auch Sicherheitsnormen wandeln ... richtig ist aber auch, dass die gefundene Software auch zu 2009er Zeiten nicht den Anforderungen genügt hätte. 2009 wären ja höchstens NOCH MEHR Sicherheitslücken dagewesen ... aber niemals darf es dazu kommen, dass JETZT die Sicherheitslücken so massiv sind.

Hinzu kommt ... das es UNS egal sein kann, welche rechtlichen Dinge es für den Hersteller zu beachten gibt. Wenn deutsche Behörden eine solche Software haben wollen, dann muß sie deutschen Gesetzen genügen. Es mag zu klären sein, ob sich der Hersteller gesetzeswiedrig verhalten hat, oder die Behörden. Aber das Argument "wir stellen eine Software für mehrere Länder her" zählt nicht.

Denn einerseits wird behauptet, die Software würde für jeden Fall speziell angefertigt und andererseits dürften die Behörden die Software nicht kaufen / nutzen, wenn sie gesetzeswiedrig ist.

Und wie gesagt ... überflüssige Funktionen ließen sich weg programmieren ... mag den deutschen Behörden MEhrkosten aufbürden ... aber so sind die Gesetze halt.
 
Und da greift mein Beispiel: Ich denke, dass die Software deutschem Recht entspricht. Es kommt darauf an, ob die Behörden den vollen Funktionsumfang nutzen. Erst dann hat man einen Rechtsverstoß, den aber unabhängig von dem Trojaner. In dem Fall müsste der, welche diesen Funktionsumfang nutzt, die Verantwortung tragen, nicht aber der, der ihn Möglich macht.
 
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Einer der Richter vom BVerfG, die das Urteil gesprochen haben über die Onlinedurchsuchung, sieht das anders.

Verzeih mir bitte, wenn ich mich eher an seienr Ansicht orientiere als an der eines mir unbekannten Forumusers.

Außerdem ... wenn die Behörden jetzt sogar sagen, sie hätten gar nicht gewußt, was das Ding "noch alles kann", dann wissen sie ja gar nicht, ob sie die entsprechenden Funktionen nicht sogar ohne Wissen ausgelöst haben.
 
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