Plattenteller welche Matte

AMDMonster

Ensign
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Guten Morgen zusammen,

seit mehr als fünf Jahren bin ich in der "Vinyl-Welt" angelangt und erfreue mich jedes mal darüber Musik zu hören.
Allerdings hat sich mir immer die Frage aufgetan was es mit den unterschiedlichen Matten auf sich hat.
Bis vor kurzem hatte ich noch einen Dual CS-455 in Betrieb, dieser hatte noch die originale Gummimatte drauf.

Eigentlich war ich mit dem Klang soweit zufrieden bis auf das, dass der 2M Red Tonabnehmer mir zu schrill Klang.. aber das ist was anderes.
Im Internet hatte ich dann gelesen, dass Acrylmatten wohl das bessere Material wären und die Musik damit deutlich dynamischer usw. klingen soll.
Daher habe ich mir eine schwarze Acrylmatte von Hudson Hi-Fi bestellt.
Gefühlt klang die Musik etwas dynamischer aber das könnte auch nur Placebo gewesen sein.

Jetzt habe ich mir vor kurzem einen Audio Technica LP5x gekauft, weil der Dual den Geist aufgegeben hat und ich bin vom Klang mit dem VM95E sehr angetan.
Hier merke ich aber zwischen der dicken Audio Technica Gummimatte und der leichteren Acrylmatte von Hudson Hi-Fi keinen unterschied.

Was haltet Ihr von unterschiedlichen Matten für den Plattenteller?
Liegt es eventuell auch nur an meinen Ohren, dass ich keinen Unterschied merke?
 
Habe hier eine "Wooden Bull - Retro Tan" ... die war gegenüber der Filzmatte davor schon gewinnbringend was den Sound anging. Tiefer will ich da aber auch ned einsteigen. Am Ende kann man sich in so etwas genauso schlimm verlieren wie in Kabel oder Keyboards ^^
 
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Für mich hört sich das nach Esoterik an. Wenn du keinen Unterschied hörst, gehörst du einfach nicht zum Kreis der "Auserwählten", die an so einen Humbug glauben ;)
Was soll sich bei der mechanischen Abtastung denn durch eine andere Matte ändern?
 
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AMDMonster schrieb:
Liegt es eventuell auch nur an meinen Ohren, dass ich keinen Unterschied merke?
Nur die Matten die bei Neumond von Jungfrauen hergestellt wurden klingen besser.
 
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AMDMonster schrieb:
Was haltet Ihr von unterschiedlichen Matten für den Plattenteller?
Wie so vieles im Hifi Bereich einfach eher schon eine Art von Esoterik.
Leg einfach eine drauf in dem Design wie sie dir gefällt.
Ist ja irgendwie Trend geworden das bei Vinyl Neuauflagen auch mal Matten im Albumcover Design dabei sind.

foofoobar schrieb:
Nur die Matten die bei Neumond von Jungfrauen hergestellt wurden klingen besser.
Nur wenn der Vollmond auch auf einen Dienstag fällt! Die Matten der anderen Tage kannst du alle vergessen! ;)
 
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Die Nadel/Tonabnehmer ist entscheidender.
Ich kann mir aber vorstellen, dass man mit Acrylmatten evtl. weniger statische Aufladung hat als mit Filzmatten. Könnte auch sein, dass unterschiedliche Matten mal mehr oder mal weniger "Laufwerksgeräusche" vom Plattenteller übertragen und man etwas weniger Störgeräusche hat. Aber ich denke, dass dürfte man bei laufender Musik nicht heraushören.
Wüsste aber nicht, wie man eine bessere Dynamik dadurch oder eine generell bessere Klangqualität erzielen soll.
 
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kartoffelpü schrieb:
Was soll sich bei der mechanischen Abtastung denn durch eine andere Matte ändern?
ka, ist jetzt nur ne Mutmaßung das evtl. Vibrationen oder Rückkoplungen durch die Abtastung oder den Antrieb besser gedämpft werden. Das man jetzt aber Wunder erwarten darf halt ich für Irrglauben.
 
Mein erster Plattenspieler war so ein Dual DT200 mit einer Filzmatte und die nervte tatsächlich sehr, da sie oft an den Schallplatten klebte, wenn ich diese abgenommen hatte.
Daher nie wieder Filz!

Mir ist nur aufgefallen, dass der Plattenteller beim Dual CS-455 an der Unterseite noch einen Gummiring besitzt und wenn ich auf der Oberseite draufklopfe, dann klingt der Teller deutlich dumpfer als der vom LP5x.
Da könnte ich mir vorstellen, dass ein gedämpfter Plattenteller deutlich mehr bringt als eine Matte?

Ich bleibe wohl bei der Gummimatte, da diese mit dem Audio Technica Schriftzug deutlich besser aussieht als die Acrylmatte :D
 
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Grundsätzlich hat eine solche Matte mehrere Aufgaben. Am wichtigsten davon:
  • Sie soll verhindern das die Platte auf dem Teller rutscht und/oder verkratzt
  • Sie soll eine möglichst bündige Auflagefläche ermöglichen, um Vibrationen zu minimieren
  • Als generelles Dämpfungselement, hilft dann z.B. gegen Rumpeln und ähnliches.

Gerade bei sehr leichten Tellern ist die zusätzliche Masse (Trägheitsmoment) auch ein Thema.

Wenn man wie in AMDMonsters Beispiel also ein Problem damit hat eine LP abzunehmen, kann das durchaus positiv sein - wenn man annimmt das die Platte durch den Adhäsionseffekt entsprechend gut gehalten und flachgezogen wird (minimal....). Das hier statische Aufladung wahrscheinlich ein Thema ist, ist wieder ein anderes Problem...

Man darf aber auch nicht vergessen das sich die Höhe dadurch ändert - wenn man dies nicht durch die Tonarmgeometrie kompensieren kann, holt man sich andere Probleme ins Haus.

Grundsätzlich würde ich sagen: Je flacher und schwerer der Teller, und je flacher die LP, desto besser. Wie weit man dies durch eine Auflage kompensieren kann, sei dahingestellt. Das ist aber sicher nichts neues ;)

Wenn einen Klangcharakteristika wie "schrill" über unterschiedliche LP's hin stören, sollte man die Ursache bzw. Abhilfe aber vielleicht wo anders suchen =)
 
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eRacoon schrieb:
Nur wenn der Vollmond auch auf einen Dienstag fällt! Die Matten der anderen Tage kannst du alle vergessen! ;)
Und sie müssen am Fuße des heiligen Berges Kailash gedrömmelt sein. Ales andere bringt nix.

Im Ernst: verschiedene Nadeln bringen was, die Matte ist egal.

@Seriosha Bei nem guten Plattendreher lässt sich die Höhe vom Tonarm anpassen.
 
Arboster schrieb:
Bei nem guten Plattendreher lässt sich die Höhe vom Tonarm anpassen.
Das ist mir bewusst, deshalb hab ich es erwähnt - Im Sinne von: Wenn dein Tonarm so nicht einstellbar ist, sollte man es sich zweimal überlegen eine dicke Matte draufzuwerfen =)
Hätte das vielleicht gleich so formulieren sollen.
 
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Lotsenbruder schrieb:
Nimm lieber einen richtigen Plattenspieler
Ich will jetzt nicht sagen das es keine guten Plattenspieler sind aber ich glaube auch nicht das sie ihr Geld wert sind.

Die 70er-80er waren die Hochzeit, das sieht man auch an den Entwicklungen zu der Zeit, vieles davon gibts heute kaum noch oder gar nicht mehr. Ich denke wenn es damals Sinn gemacht hätte, hatten die Spieler es auch.
 
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die Tonarmhöhe kann an meinem LP5x nicht verändert werden aber ich denke mit dem Standard Tonabnehmer (VM95E) und mit vielen anderen passt das auch.
Das Auflagegewicht habe ich mit einer Tonarmwaage von Thakker mit Acrylmatte und Gummimatte verglichen und der unterschied ist 2,00g mit Acrylmatte und 2,01g mit Gummimatte.
Daher mache ich mir keine Sorgen bezüglich der Tonarmhöhe oder sonstiges.
 
Es geht dabei aber eigentlich um den Winkel, nicht um das Auflagegewicht.
Ein falscher Winkel kann sich stark auswirken.
 
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AMDMonster schrieb:
Ich bleibe wohl bei der Gummimatte, da diese mit dem Audio Technica Schriftzug deutlich besser aussieht als die Acrylmatte
Laß mal die Leerrille eine Zeit lang laufen, wenn das geht und der Plattenspieler nicht automatisch abschaltet.
Dann kann man in etwa das Rumpel-Rausch-Grundgeräusch hören.
Das machst Du mit vier Unterlagenmaterialien und stellst die Aufnahmen hier als .WAV-Datei ein.

Wenn dann das Spektrogramm oder die Ohren oder Acoustica einen Unterschied ausmachen, machst Du einen Laden auf und verkaufst Schalldämmunterlagen von ADM für 99,99 299,99 EUR.

Die Spezies werden Dir die Tür einrennen.

Leg auch noch ein paar OFC-Kabel mit Silberüberzug (ganz wichtig für die hohen Frequenzen!) für 109,99 EUR dazu, dann sind wir bei 400.- EUR und Du kannst Deinen langweiligen Bürojob hinschmeißen.
 
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Arboster schrieb:
Es geht dabei aber eigentlich um den Winkel, nicht um das Auflagegewicht.
Genau. Matte zu dünn = Nadel kippt nach vorne. Matte zu dick = Nadel kippt nach hinten.

Bei meinem Thorens hat der Vorbesitzer ein AT VM System angebracht. Trotz Distanzplättchen zw. TA und Tonarm (welcher keine Höhenverstellung hat), war der Arm nicht in der Waage, sondern zu tief. Da keine zusätzlichen Plättchen mehr da waren, habe ich nun zwei Matten auf dem Thorens. Die original Gummimatte + Filz Slipmat.

Jetzt ist der Tonarm genau in Waage.
 
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Wie kann man überprüfen, dass der Tonarm genau in Waage ist?
Ich habe das Gegengewicht so eingestellt, dass der Tonarm über den Plattenteller schwebt wie in der Anleitung bzw. wie in diversen Videos, die ich angesehen habe und dann dementsprechend das Auflagegewicht von 2g mit der Tonarmwaage eingestellt.
Ich kann auch nicht 100% sagen, dass sich die Nadel nach vorne oder nach hinten neigt/kippt, da scheint alles gerade zu sein und das unabhängig, ob ich die Gummi- oder Acrylmatte verwende.

Doch ich denke mir ist damit geholfen, schließlich hab ich mit entschieden, die originale Gummimatte zu verwenden. :)
 
Der Tonarm muss, insofern das Tonarmrohr gerade ist, optisch parallel über dem Drehteller liegen. Das kannst du mit einer setilichen Draufsicht pi x Daumen machen, oder mit einem Hilfsmittel (Plexiglasblock mit Strichen drauf, Geodreieck etc.).

Wenn dies gegeben ist, der Tonabnehmer korrekt montiert ist und das Auflagegewicht passend zum Tonabnehmer eingestellt ist, sollte der Auflagewinkel beim abspielen dann stimmen.

Abweichung durch falsche Angaben der Hersteller oder Alterung des Lagers etc. natürlich ausgenommen.
 
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